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three-sixty
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Beitragvon three-sixty » 28.02.2009 13:32 Uhr

Hallo,
ich habe eine DHH mit 150m2 Wohnfläche gekauft, die im Jahr 1995 mit Erdflächenkollektoren und einer Wärmepumpe Siemens Si 17 (16,1KW) ausgerüstet wurde. Das Dach des Haus soll jetzt
energetisch saniert werden. Lässt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Nachrüstung mit einer solarthermischen Anlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung pauschal beantworten (Ausrichtung, Dachfläche und -neigung sind okay)? Inwieweit macht die Kopplung mit so einer relativ alten Anlage Sinn? Ist ein Austausch der Wärmespeicher immer zwingend nötig (bisher 2 x 250l)? Ist Photovoltaik in diesem Fall eine sinnvolle Alternative?

denkedran
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Beitragvon denkedran » 28.02.2009 17:34 Uhr

Ist Photovoltaik in diesem Fall eine sinnvolle Alternative?


Wahrscheinlich ist die Frage so zu beantworten.

1. Eine funktionsfähige Anlage reißt man nicht um.

2. Was bringt eine thermische Solaranlage ????/ Die bringt einen von Ihnen errechneten Wert. Da hat doch ein Hersteller eine realistische
Berechnung dafür bereitgestellt.
www.ochsner.de/onlinerechner/brauchwasservergleich/

3. Was bringt eine PV -Anlage ?????/ die bringt bares Geld und damit können Sie wahrscheinlich ihre WP Stromkosten gegen rechnen.
"Also heizen zum Nulltarif"

Gruß Denkedran
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.02.2009 18:41 Uhr

denkedran hat geschrieben:"Also heizen zum Nulltarif"
Die wahrscheinlichen Gewinne aus Fotovoltaikanlage, wenn man alle Kosten abgezogen hat, werden versteuert. Und von dem Geld kann man dann seine Heizkosten zahlen. Ob man das "Heizen zum Nulltarif" nennen kann, sei dahin gestellt.

Bezüglich der Wirtschaftlichkeit einer solaren Warmwasser-Erwärmung kann man das Programm GetSolar mit Daten füttern und gucken, was dabei rauskommt.
http://www.getsolar.info/gsdownld.php

Vergleich - Wärmegestehungskosten bei Warmwasser-Solaranlagen mit Flachkollektoren sowie mit Vakuumröhrenkollektoren
[img]http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Waermegestehungskosten%20-%20Warmwassersolarthermie.gif[/img]

Bezüglich des Speichers würde ich einen Fachhandwerker oder mehrere ins Haus holen und diese um Rat bitten. Es geht ja nicht nur um den Speicher, sondern auch um die Infrastruktur und die Gesamtsituation, die zum Einbau einer Solaranlage gesehen werden muss.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon denkedran » 01.03.2009 11:39 Uhr

Thomas Heufers

Ich weis doch, daß Dir immer was einfällt, wenn es gegen deine Überzeugung läuft.

Wir bauen die verschiedensten Anlagen und sind damit auch in der glücklichen Lage unsere Aussagen damit belegen zu können.

Gruß Denkedran
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Beitragvon Thomas Heufers » 01.03.2009 12:00 Uhr

Es geht mir hier nicht um Überzeugung. Begriffe wie "Kostenlose Umweltwärme" oder "Heizen zum Nulltarif" sind für mich Augenwischerei.

So ganz daneben kann ich ja nicht liegen, wenn die Redaktionen von Stiftung Warentest, Ökotest, Bundesverband der Verbraucherzentralen, lokale Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW, Bund der Energieverbraucher, dena, EnergieagenturNRW und viele andere seriöse Adressen den Einsatz von Wärmepumpen nur unter den richtigen Bedingungen empfehlen.

Ich glaube auch, dass ich mit meiner kontroversen Meinung zu diesem Thema, der Wärmepumpentechnik eher Gutes tue, andernfalls kommt die innovative Technik der Wärmepumpe durch falsche Anwendungen in Verruf.
Für Intransparenz haben die Leute, wie die Vergangenheit zeigt, ja vielfach draufzahlen müssen.

Gruß

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Beitragvon denkedran » 01.03.2009 13:32 Uhr

So ganz daneben kann ich ja nicht liegen, wenn die Redaktionen von Stiftung Warentest, Ökotest, Bundesverband der Verbraucherzentralen, lokale Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW, Bund der Energieverbraucher, dena, EnergieagenturNRW und viele andere seriöse Adressen den Einsatz von Wärmepumpen nur unter den richtigen Bedingungen empfehlen.

Ja das sind " Experten" von dieser Gattung haben wir ganz viele.

Es gibt da auch die Gilde der Bedenknisträger. Einige gibt es aber, die tatsächlich arbeiten und sich dabei körperlich betätigen.
In unserer Gesellschaft werden diese Kreaturen bisweilen, geistig minderbemittelt belächelt.

Gruß Denkedran

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Beitragvon Oswald » 01.03.2009 15:06 Uhr

hallo.....

Also ich habe gerade was die Ausführung mit Röhrenkollektoren angeht eine bessere Bilanzierung gesehen als bei Flachkollektoren, da die Röhren ja gerade in der "späten" bzw. "frühen" Übergangszeit auch erheblich bessere Gewinne erzielen als Flachkollektoren.
Ist das in Deiner Aufstellung über die Quadratmeter der Anlage kompensiert?

Ich überlege ja auch hin und her, ob ich noch Kollektoren später nachziehen soll bzw. die Zuleitungen dafür jetzt in die Planung aufnehmen soll.
Ich gebe einigen hier im Forum recht, dass sich der "Spass" nur für WW aleine nicht wirklich rechnen wird, wenn man von einer Neuplanung ausgeht, bei der eh schon energetisch vorteilhaft das WW anderweitig erzeugt werden kann.

Ich fühle mich allerdings wissenstechnisch noch nicht in der Lage die Gesamtkosten einer Anlage mit Heizungsunterstützung für MEINE Konfiguration zu ermitteln.

Meine Vorstellung wäre ein Excel-Sheet, bei dem ich MEINE Investitionskosten mit MEINEN Beschaffungskosten, MEINEN Verbrauchshochrechnungen angeben kann.

Es wird irgendwo bei den Beschaffungskosten einen Break-Even-Point geben ab dem sich die Investition rechnet.
Entscheidungserschwerend wirkt dabei der eh schon niedrige Energiebedarf eines NEH. Dort wird der Anteil der WW_Kosten an den Gesamtkosten anteilmässig immer höher aber 50% von 600,-€ sind halt im Jahr trotzdem nur 300,-€ an positiver Bilanz bei der Finanzierung.

Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass die Wirtschaftlichkeit einer solchen solarthemrischen Anlage nicht pauschal berechnet werden kann. Es MUSS immer eine situative Entscheidung sein.
Das kann vermutlich jeder Energieberater gut berechnen.
Auch wenn ich niemandem hier direkt die Gesamtkompetenz absprechen möchte, so sind meine Erfahrungen hier doch gründlich zu diversivizieren.
Aber das ist ja nur zu menschlich und ein örtlicher Energieberater könnte mit Teilannahmen genauso falsch liegen wie jeder, der hier gut und gerne helfen möchte.
Jeder Tag mehr, an dem ich mich mit der Thematik beschäftige schliesst WIssenslücken und wirft 5 neue Fragen auf.

So komme ich so langsam zu dem Schluss, dass man irgendwann einfach mal Vertrauen haben muss, weil man sonst zu gar keiner Entscheidung mehr kommt.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Oswald » 01.03.2009 15:12 Uhr

denkedran hat geschrieben:So ganz daneben kann ich ja nicht liegen, wenn die Redaktionen von Stiftung Warentest, Ökotest, Bundesverband der Verbraucherzentralen, lokale Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW, Bund der Energieverbraucher, dena, EnergieagenturNRW und viele andere seriöse Adressen den Einsatz von Wärmepumpen nur unter den richtigen Bedingungen empfehlen.

Ja das sind " Experten" von dieser Gattung haben wir ganz viele.

Es gibt da auch die Gilde der Bedenknisträger. Einige gibt es aber, die tatsächlich arbeiten und sich dabei körperlich betätigen.
In unserer Gesellschaft werden diese Kreaturen bisweilen, geistig minderbemittelt belächelt.

Gruß Denkedran


@denkedran:

Ich beobachte allerdings bei dieser "körperlich betätigten Gattung", dass sie oftmals eher die eigenen wirtschaftlichen Ziele vor Augen hat als das "WOhl" des Käufers!
Die wenigen Leute, die fluchen was das Zeug hält, wenn sie über Ihre Anlage, die Ihnen "verkauft" wurde, sind ja nur die Spitze des Eisberges. Die vielen anderen, die sich halt nur sagen "was solls..... jetzt hab ichs halt so" melden sich ja nicht zum Thema. Und die wenigen, die eh nicht kapieren oder merken was sie da eigentlich haben sprechen sowieso nicht über ihre Anlage.
Ich bin überzeugt, dass die Wahrscheinlichkeit von einem Energieberater die richtige Empfehlung zu bekommen WESENTLICH höher ist als bei den sogenannten "körperlich Betätigten".

Jetzt kannst Du mit Steinen nach mir werfen aber das ist mir schlichtweg egal.

Grüsse
Oswald
denkedran
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Beitragvon denkedran » 01.03.2009 16:04 Uhr

Ich beobachte allerdings bei dieser "körperlich betätigten Gattung", dass sie oftmals eher die eigenen wirtschaftlichen Ziele vor Augen hat als das "WOhl" des Käufers!

Das ist der feine Unterschied. Dafür gibt es Fachbetriebe,
wie die zum Beispiel unter
www.waermepumpe-bwp.de oder
www.lew.de/cms_lew_inter/PuGKunden/Inte ... e_live.asp

Wer beim Bauträger kauft, hat nicht immer den Vorteil einer unabhängigen Beratung.

Gruß Denkedran
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Beitragvon machtnix » 01.03.2009 16:35 Uhr

Die wenigen Leute, die fluchen was das Zeug hält, wenn sie über Ihre Anlage, die Ihnen "verkauft" wurde, sind ja nur die Spitze des Eisberges.
Nun ja da stehst du wohl mit deiner Meinung alleine da.

Es sind wohl die allermeisten Nutzer mit ihren Handwerkern und ihrer Wärmepumpe zufrieden.
Dann gibt es wohl auch ziemlich viele Korinthenkacker die mit nichts zufrieden.

Ach ja und nochwas:Es können nur die Leute Fehler machen die noch arbeiten.Davon wird es in Zukunft wohl immer weniger geben.

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