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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.02.2009 09:20 Uhr

Um sämtlichen irreführenden Informationen und Positivschilderungen über elektrische Direktheizungen, Infrarotheizungen entgegenzutreten, empfehle ich folgende Broschüre zu lesen:

Studie zu den Enerrgieeffizienzpotenzialen durch Einsatz von elektrischem Strom im Raumwärmebereich, im Auftrag der CO2-online gGmbH
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Energieeffizienzpotenziale-Einsatz-elektrischer -Raumwaermeheizung.pdf

Vorsicht: Bauernfänger!
Steigende Energiepreise erleichtern auch unseriösen Verkäufern das Handwerk.
Zwei Beispiele sollen zur Vorsicht mahnen.

http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen/Stromheizung__1318/ContentDetail__1414/

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon GMil » 26.02.2009 00:30 Uhr

@Thomas Heufers: Du hast prinzipiell recht damit, daß IR-Systeme den aufgenommenen Strom nur mit wenig mehr als dem Faktor 1 in Wärme umsetzen (und das "mehr" ist eigentlich auch nur gefühlt).

Aber man muß anerkennen, daß der Primärzweck einer Heizung nun mal das Heizen und nicht das Energiesparen ist! Wer sich also dessen bewußt ist, was er tut, und das Medium "IR-Heizung" zweckentsprechend einsetzt, wird damit durchaus zufrieden sein. Damit sollte der Zweck der Heizung erfüllt sein.

Mein Auto braucht bei Höchstleistung knapp 30 l/100km. Manche sagen, das sei nicht mehr zeitgemäß. Dafür vermittelt es mir einen Fahrspaß, der seinesgleichen sucht; also behalte ich es und freue mich daran, notfalls eine Waschmaschine mit annähernd 300 km/h über eine genügend leere Autobahn befördern zu können.

Also: jeder sollte über Vor- und Nachteile seiner Wunsch-Heizung im Bilde sein, aber verdammungswürdig ist m.E. kein am Markt befindliches System.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon roro » 26.02.2009 07:59 Uhr

Mein Auto braucht bei Höchstleistung knapp 30 l/100km. Manche sagen, das sei nicht mehr zeitgemäß. Dafür vermittelt es mir einen Fahrspaß, der seinesgleichen sucht; also behalte ich es und freue mich daran, notfalls eine Waschmaschine mit annähernd 300 km/h über eine genügend leere Autobahn befördern zu können.


GMIL, Du tust mir richtig leid.
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Beitragvon Oswald » 27.02.2009 00:18 Uhr

hallo

GMil hat geschrieben:@Thomas Heufers: Du hast prinzipiell recht damit, daß IR-Systeme den aufgenommenen Strom nur mit wenig mehr als dem Faktor 1 in Wärme umsetzen (und das "mehr" ist eigentlich auch nur gefühlt).

Aber man muß anerkennen, daß der Primärzweck einer Heizung nun mal das Heizen und nicht das Energiesparen ist! Wer sich also dessen bewußt ist, was er tut, und das Medium "IR-Heizung" zweckentsprechend einsetzt, wird damit durchaus zufrieden sein. Damit sollte der Zweck der Heizung erfüllt sein.



Ich finde aber auch MAN MUSS sagen, dass eine IR-Heizung nicht wirklich den Zweck einer Heizung erfüllt, da sie primär auf den Wohlfühleffekt der Strahlung setzt und nicht wirklich heizt (von den Abstrahleffekten der Flächen mal abgesehen).
Die Wärme wird auch nur auf der zugewandten Seite empfunden (heisses Gesicht und kalter A....)
Abgeschattete Flächen (Beine unterm Schreibtisch) bleiben kalt.


Das spielt im Prinzip (von der subjektiven Wirkung) in die gleiche Richtung wie ein blau gestrichener Raum und ein rot gestrichener Raum. Das psychische Wärmeempfinden ist in beiden Fällen auch unterschiedlich, obwohl die Temperaturen gleich sind.

Ich weis nicht, ob jemand von Euch schon die gleiche Erfahrung gemacht hat: Wenn ich etwas in der Mikrowelle erwärme (nicht ein Glas Wasser bitte, denn da ists nicht so) und etwas auf dem Herd und unmittelbar nachdem ich es auf den gleich warmen Teller lege, bleibt das Essen vom Herd länger warm als das aus der Mikro.

Das hat sicher was mit Energiespeicherung zu tun? Ich kanns mir nicht 100%ig erklären aber ich habe das beobachtet.
Der Vergleich hinkt, da Mikrowellen durchdringend sind und langwellige Infrarotstrahlung eben nicht (10er-Potenzen weniger)
Das hat sicherlich etwas mit Interferenzen an Molekülgittern und Resonanz zu tun?

Mein Fazit: Im Bad als Strahlungs-Spiegel ist das sicherlich angenehm und verhindert auch noch das Anlaufen desselbigen aber damit einen Wohnraum dauerhaft heizen halte ich für geheuchelten energetischen Unsinn!

Wenn man dann Beiträge liest wo IR-Heizungen 20 Stunden am Tag an sind, dann will ich nicht die Stromrechnung am Ende des Jahres sehen.

Natürlich kann jeder machen was er mag und gut findet aber die Leute sollten schon wissen, was man sich da in die Bude baut, wie das wirkt und was das im Betrieb kostet, wenn man nicht bestimmte Dinge berücksichtigt.

Wenns denn unbedingt die Strahlungswärme sein soll, ist ein Kamin sicherlich das schönere und im Betrieb um 10er-Potenzen günstigere Mittel.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon holz-metall-artinger » 27.02.2009 18:59 Uhr

Leute ! Ihr müsst viel Zeit haben, wenn man etwas nicht tun sollte, dann mit unsauberen el. Strom heizen. Wir werden alle an die Wand fahren
MfG.
Josef
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Beitragvon Oswald » 28.02.2009 00:00 Uhr

hehe

Dann lass die Leute wenigstens rückwärts und nicht zu schnell fahren, weil leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen sagt man ja!

Grüsschen
Oswald

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Beitragvon holz-metall-artinger » 28.02.2009 18:37 Uhr

Nein nicht rückwärts fahren ! Stehen bleiben und warten bis der quanten Sprung kommt, aber nicht am Hinterkopf sondern in der Physik. Vielleich müssen die Physikbücher noch umgeschrieben werden. Mit besten Grüssen aj.
Josef
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Beitragvon GMil » 28.02.2009 21:34 Uhr

Huch, wo sind wir denn jetzt thematisch hingeraten? :wink:

Jep, die IR-Wärme ist dann "gefühlt einseitig", wenn man den (Dunkel-) Strahler nicht so lange eingeschaltet läßt, bis die gegenüber- und umliegenden Wände ebenfalls warm sind. Erst dann tritt nämlich der Wohlfühleffekt einer normalen Heizung ein; weswegen die Hersteller der Dunkelstrahler auch diese Betriebsart empfehlen. Für das schnelle Aufheizen sind Hellstrahler oder gar Heizlüfter besser geeignet, wenn man elektrisch heizen will. Die haben aber im Ggs. zum Dunkelstrahler immer den "Grill-Effekt": vorne schwitzen, hinten sozusagen mit den Zähnen klappern :D .


Das heißt übrigens nicht, daß der Strahler 20 von 24 Std. laufen muß: ist die Bude erst mal warm, sorgt wie bei jeder Heizung der Thermostat für das Gleichbleiben der Raumtemperatur, und der Verbrauch ist neidriger als man ursprünglich befürchtete.

Meine Hütte wird bekanntlich von einer L/W-WP geheizt; das Redwell-Bild im Bad (Dunkelstrahler mit Motiv-Oberfläche) hat sich aber in seiner ersten Saison schon gut bewährt: es verbindet den Grill-Effekt mit einer echten Raumheizung, entweder als Alleinheizung in der Übergangszeit, wenn die WP generell nur noch fürs Brauchwasser läuft, oder als Zusatzheizung bei Extremkälte, weil mein aus Ölzeiten stammender Bad-HK dann etwas klein ist.

Aktuell bleibt z.B. die WP nachts ganz aus und der "Monet" hält das vorgewärmte Bad von 0 - 5 Uhr für etwa 1 kWh auf Temperatur. Das ist mir die Sache wert und allemal günstiger, als die WP sozusagen nur wegen des Bades nachts durchlaufen zu lassen, selbst mit zurückgeregelten Thermostaten in den anderen Räumen.

Ich gebe allerdings zu, daß eine Voll-IR-Heizung im ganzen Haus nicht mein Ding wäre. Daher meine Formulierung im 1. Posting, daß man "wissen sollte, was man tut".

@roro : ....... das gilt auch für mein Auto, das ich mir übrigens erst als Rentner zugelegt habe. In Litern pro Jahr brauche ich damit nämlich immer noch weniger als vorher zu Berufszeiten, weil sich meine Jahreskilometerzahl drastisch reduziert hat.

Inzwischen habe ich gottlob die Wahl, wann und wo ich fahren will, und nur deshalb scheint mir das Risiko von gelegentlichen Hochgeschwindigkeitsfahrten auch tragbar. Da geht es nur um den Spaß an der Freud', nicht etwa darum, schnell von A nach B zu kommen. Letzteres würde nur zu erhöhter Risikobereitschaft führen und womöglich Andere gefährden. Merke: Drängeln ist das Gegenteil vom Schnellfahren!
Gruß

Gerhard
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Beitragvon holz-metall-artinger » 01.03.2009 16:20 Uhr

logisch ! Heize ausschließlich mit Holz. Wenn ich morgens um 5 Uhr weg muß benutze ich auch für 5 Minuten im Bad den elektr. Heizlüfter
mfG aj.
Josef
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Beitragvon gastherme » 01.03.2009 22:12 Uhr

GMil hat geschrieben:also behalte ich es und freue mich daran, notfalls eine Waschmaschine mit annähernd 300 km/h über eine genügend leere Autobahn befördern zu können.
Ich persönlich bin dafür, endlich ein Tempolimit auch auf deutschen Autobahnen einzuführen. Ich plädiere für Tempo 120 km/h.

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