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groschi2
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Beitragvon groschi2 » 15.02.2009 12:27 Uhr

Ich habe ein Haus mit 130 m² Wohnfläche + 30 m² ganzjährig zu heizende Keller-Bürofläche. Es handelt sich um ein gut isoliertes Fertighaus mit max. Vorlauftemperatur ca. 50° (normale Heizkörper)
Momentan leben 5 Personen im Haus und das Warmwasser wird in einem Gasvorratsbehälter erhitzt, der wohl sehr unwirtschaftlich arbeitet da auch immer die Zündflamme brennt.

Ursprünglich geplant hatte ich Solarthermie mit Heizungsunterstützung. Der Kessel ist bisher ein einfaches kompaktes atmosphärisches Gerät von Rapido mit integrierter Umwälzpumpe und ebenfalls ständig brennender Zündflamme.

Der momentane derzeitige Jahresgasbedarf sind ca. 22.000 KWh = 1.400 Euro /a

Die Anlage, wie geplant würde inkl. Förderung ca. 15.000 Euro kosten.

Durch Solarthermie und günstigeren Gasbrenner ist angepeilt ca 50 % Gas einzusparen. Amortisationszeit ca. 20 Jahre.

Kann man dazu überhaupt raten?
Soll ich überhaupt etwas machen oder warten bis etwas kaputt ist?
Soll ich nur die Heizung gegen ein sparsameres Modell austauschen?

Ich habe jetzt viel uin den Foren gelesen und war total überzeugt, dass meine Solarthermieplanung sinnvoll ist.

machtnix***** hatte ich als Nörgler eingestuft.
Je mehr ich jedoch gelesen habe, umso mehr komme ich zu dem Schluss dass sich Solarthemie in vielen Fällen nicht rechnet.

Würde eine WP bei mir einen Sinn machen?
Mit Pellets oder Kaminöfen möchte ich aus Platz- und Arbeitsgründen nicht anfangen.

Ich bitte nun um ein paar Ratschläge, was ihr in meiner Situation machen würdet.

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Beitragvon machtnix » 15.02.2009 13:04 Uhr

Jetzt ist Winter und du kannst ja mal ausprobieren ob du mit noch weniger Vorlauftemperatur hinkommst.
Alle Heizkörper voll auf und die Vorlauftemperatur mal auf 40°C oder 45°C einstellen und abwarten.
Wenn es reicht lohnt eine Wärmepumpe.

Eine andere Kombination wäre z.B. eine neue Gasbrennwerttherme und eine Luft-WP,z.B. von Daikin oder Mitsubishi.
9 Monate im Jahr würde dann die WP die Heizlast übernehmen und der Brennwertkessel würde als sogenannter Spitzenlastkessel fungieren.
Diese kombination wäre wohl effektver als jede Solaranlage,denn die WP arbeitet auch nachts,oder an schlechten Tagen mit immer dem gleichen guten Ergebnis.

"Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist." Alfred Polgar
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Beitragvon groschi2 » 15.02.2009 13:45 Uhr

Ich hatte noch vergessen zu erwähnen, dass im Zuge der Solaranlage der bisherige atmosphärische Gasbrenner durch eine Gas-Brennwerttherme (evtl. Sieger) ersetzt werden soll.
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Beitragvon Thomas Heufers » 15.02.2009 14:53 Uhr

Vergleich - Solarerträge zu Wärmebedarf bei Heizungsunterstützung

[img]http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Vergleich%20-%20Solarertrag%20zu%20Waermebedarf%20-%20Heizungsunterstuet zung.gif[/img]

Für den Einsatz der Wärmepumpe müssen die Einsatzbedingungen optimal sein, dazu gehört ein relativ geringer Energiebedarf und eine maximale Vorlauftemperatur ~ 33° Celsius. Wenn man wirksam Energie sparen will, geht das nur über die Dämmung der Gebäudehülle. Werbeaussagen wie "75 % kostenlose Umweltwärme" sind Augenwischerei. Der Energieentzug muss bei Gebäuden mit schlechtem Dämmwerten (hoher Energiebedarf) mit großem technischen Aufwand und energiehungrigen Vorlauftemperaturen bezahlt werden.
Siehe Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/WP-Bericht-2006-07.pdf

Im genannten Beispiel wird der Ersatz des atmosphärischen Brenner gegen eine neue Brennwert-Technik und eine moderne Steuerung den Energieverbrauch schätzungsweise um 10 - 20 % absenken. Die Warmwasser-Solaranlage ist von der Armotisation besser als die Heizungsunterstützende, siehe obige Grafik. Eine Förderung der BAFA ist für die Kombination etc. auch möglich.
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Die passiven solaren Gewinne sollte man bei seinen Planungen nicht außer Acht lassen, die wirken sich bei der Sonne zugewandten Fensterflächen sehr postiv aus. Obschon Fenster eine energetische Schwächung der Gebäudehülle darstellen, sind Fenster, die eine gute solare Einstrahlung haben, in der Energiebilanz positiv.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 15.02.2009 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon machtnix » 15.02.2009 16:09 Uhr

Wenn es denn tatsächlich gegen eine Brennwerttherme ausgetauscht werden muß/soll so würde ich dir die Remeha Quinta 10 oder die Elco Thision 9 empfehlen.

Leider hat Herr Heufers noch nie eine Heizung selbst gebaut oder geplant oder für irgendwelche Ratschläge Verantwortung übernommen und verweist leider immer wieder auf irgendwelche Statistiken und Untersuchungen die meist gar nichts mit der Praxis zu tun haben.
Wende dich daher an echte Profis,die sowas schon mal gemacht haben.

Wenn du Heizkörper hast und in einigen Räumen wäre die Wärme eventuell zu gering,so besteht hier die Möglichkeit z.B. die Aluheizkörper von Olymp einzusetzen.
http://www.olymp.at/a/index3.aspx

Dann funktioniert das auch mit der Wärmepumpe und kannst dir sogar die Therme sparen.
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Beitragvon machtnix » 15.02.2009 17:04 Uhr

Habe gerade gesehen das du zwei Beiträge aufgemacht hast.
Für beide Beiträge solltest du dir mal überlegen ob es nicht auch sinnvoll wäre das WW mit einer Brauchwasserwärmepumpe zu machen.

Die Heizung(Brennwert oder WP) macht eben Heizung und die BrauchwasserWP macht eben WW.
Sollte die Heizung mal ausfallen hast du immer noch WW,sollte WW mals ausfallen hast du immer noch Heizung,also mehr Betriebssicherheit.

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Beitragvon groschi2 » 15.02.2009 17:21 Uhr

jetz mal ehrlich:
Mal angenommen ich würde meinen Brenner und meinen Gas-Warmwasserbereiter (der ist, so glaube ich, vom Wirkungsgrad her richtig schlecht) herauswerfen und durch eine moderne Brennwerttherme (z.B. auch die Thision 9) mit Warmwasserspeicher ersetzen.
Wieviel würde ich wohl an Gas sparen.
Bei 1400 Euro Gaskosten für 22000 KWh bisher und einer möglichen Einsparung von 30 % käme ich bei einer geschätzten Investition in Höhe von ca. 5000 Euro auf eine Amortisationszeit von 12 Jahren.
Stimmen die Schätzungen so oder sind sie zu optimistisch?
Soll ich überhaupt was machen oder nicht lieber warten bis dringender Handlungsbedarf da ist.

Sind die intergrierten Speicher bei Kalk zu empfehlen. Wenn die Dinger verkalkt sind muss zum Schluss alles weg?

Wäre es auch denkbar den atmosphärischen Brenner zu behalten und nur einen Warmwasserspeicher anzuschaffen, der mit Ladepumpe vom bestehenden Brenner geladen wird?
Steuerung dazu könnte ich selbst bauen.

Was könnt ihr mir raten.

Gibt es für den Brennertausch irgendwelche Förderungen?
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Beitragvon machtnix » 15.02.2009 20:40 Uhr

Für den Brennertausch gibt nur Förderungen in Verbindung mit einer Solaranlage.Nachzulesen bei der www.bafa.de
Es kann aber manchmal auch sein das Gemeinden oder große Städte ein eigenes Förderprogramm haben,hier einfach mal nachfragen.

In München gibt es z.B. 200€/m² Kollektorfläche und in Hamburg sind es 160€/m² für Flach und 180€/m² für Röhren und wenn dann noch der Kessel erneuert wird,dan bekommt man nochmal 70€/kW Heizleistung.
Also auch hier mal bei deiner Gemeinde/Stadt nachfragen.
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Beitragvon Johnsegeln » 15.02.2009 20:46 Uhr

Ich schätze, eine Brennwertterme spart gegenüber einer herkömmlichen Therme bei 55 Grad Vorlauftemperatur nur um die 10 Prozent ein.
Ich würde eher einen Solar-Edelstahlboiler mit 300 Litern Volumen und einer 3 bis 4 qm Solaranlage installieren, der für die Warmwasserbereitung im Sommer zuständig ist.Die alte Anlage würde ich in Betrieb lassen und lieber das Dach oder den Dachboden nach Möglichkeit nachdämmen. Die Solar Anlage sollte aber mit einem Edelstahl-Solarboiler nicht über 4000 Euro kosten, da sie sich sonst erst nach ungefähr 20 Jahren rechnet (bei den jetzigen Energiepreisen). Edelstahlboiler halten oftmals viele Jahrzehnte und sind nicht sehr anfällig gegenüber Verkalkung.
John
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Beitragvon Thomas Heufers » 15.02.2009 20:50 Uhr

machtnix hat geschrieben:Wende dich daher an echte Profis,die sowas schon mal gemacht haben.
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Gruß

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