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zmitti
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Beitragvon zmitti » 09.02.2009 18:22 Uhr

Hallo liebe Forumsmitglieder,

die Frage ist bestimmt schon öfter aufgetaucht - aber meine Suche hat leider bisher keinen Erfolg gehabt. Ich hoffe aber, ihr könnt mir weiter helfen.

Also:
Wir möchten bauen, KFW-60-Standard, 165 qm Wohnfläche (90 qm EG, 75 qm OG), 36.5 er Mauerwerk, 3-Scheiben-Verglasung, Lüftungsanlage m. Wärmerückgewinnung

Nun zur Heizung:
Fussbodenheizung im ganzen Haus (im Bad zusätzlich ein Handtuchheizkörper)

Die Frage nach der Heizungsanlage:
Entweder
Gastherme, 1000 ltr. Pufferspeicher und wasserführender Kaminofen
ODER
Erdwärme und "normaler" Kaminofen.

Wichtig für uns:
Wir müssen unsere Anschaffungskosten gering halten, da meine Frau z. Zt. nur 1/2-Tags arbeitet.
Eine Erdwärmepumpe lohnt sich nach meiner Rechnung erst nach ca. 15 Jahren (15 Jahre * 400 € pro Jahr gesparte Heizkosten) - und außerdem kann ich doch mit Holz ab und zu zuheizen.....

Für eine Antwort schonmal vielen Dank!

Gruß
Zmitti

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.02.2009 19:58 Uhr

Also, wenn die Investition gedeckelt werden soll und ein funktionierendes System im Vordergrund steht, würde ich beim gut gedämmten Neubau die Wärmepumpe empfehlen. Wenn dann unbedingt ein Ofen ins Haus soll, kann man das gerne tun. Das ist aber eigentlich nicht mehr nötig.

Was heißt denn 36,5 Mauerwerk?
Ohne Dämmung?!?!
Da würde ich aber nochmal die Planung überdenken!
Wie ist der gemittelte U-Wert von Wand, Dach und gegen Erdreich - Bodenplatte/Keller?
Wieso plant Ihr denn kein Haus nach dem Standard Energiesparhaus KfW 40? Da sind doch auch die Finanzierungskonditionen besser. Häufig lohnt sich der Mehraufwand, wenn man die Energieeinsparungen und die Mehrkosten mit den günstigeren Zinskonditionen für KfW 40 gegenüberstellt.

Gruß

Thomas

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Beitragvon zmitti » 09.02.2009 21:59 Uhr

Hallo Thomas,

einen Kaminofen wollen wir auf jeden Fall haben - egal welches Heizsystem wir uns nun anschaffen ! Ist einfach eine andere Art von Wärme - sehr angenehm eben!

Das Mauerwerk gibt ein BisoPlan Super 10 (WLG 0,10 W/mK), was für das Mauerwerk einen U-Wert von 0,25 ergibt - meines Erachtens ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis, oder!? (Ach so, weiter sind wir mit der Planung noch nicht, die genauen Werte der Wände/Decken bekommen wir noch vom Architekten-den Stein haben wir vorgegeben, weil ein guter Freund damit gebaut hat und sehr zufrieden ist!)

Leider ist meine Frage noch nicht beantwortet ! Wie sieht es denn aus, die Investitionskosten sind bei der Variante Gastherme/wassergeführter Ofen doch um einges niedriger- und die Armortisation ist doch erst erfolgt, wenn man schon fast wieder eine neue Heizung braucht.......oder?

Gruß
Zmitti
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Beitragvon Thomas Heufers » 10.02.2009 08:44 Uhr

Wärmeleitgruppe - Die richtige Bezeichnung für den Stein müsste WLG 100 lauten. Zum Vergleich - Mineralwolle hat eine niedrige WLG von 035. Die Wärmeleitgruppe bezeichnet die Fähigkeit des Materials Wärme zu leiten, je niedriger dieser Wert, desto besser ist seine Dämmwirkung.

Bild

Wichtig ist aber letztendlich der gemittelte U-Wert eine Konstruktion, der sollte bei der Außenwand beispielsweise heutzutage bei kleiner 15 W/(m²K) liegen.
Nimm es bitte nicht persönlich. - Aber ein guter Freund ist unbedingt ein guter Energieberater.

Unter folgenden Links sind die Begriffe zur EnEV und zu Bauteil-Kennwerten erläutert.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/energieeinsparverordnung.html
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/begriffserklaerungen.html

Zur Amortisation - Jeder niedriger der Energiebedarf des Gebäudes, desto niedriger sind die Investitionskosten für die Heizungstechnik und folglich auch die Energieverbräuche.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Michael R. » 10.02.2009 13:53 Uhr

Also ich finde es schon fast strafbar, wenn ein Unternehmen für einen Stein mit Passivhaustauglichkeit ohne zusätzliche Dämmung wirbt und dabei 0,17 W/(m²K) angibt.
Das ist schlicht und einfach "Leuteverar***e".

Eine PH-Wand hat <= 0,15 W/(m²K) zu sein.
Gruß Michael
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Beitragvon zmitti » 10.02.2009 16:47 Uhr

Hallo liebes Forum,

ich denke die Diskussion um den U-Wert, K-Wert oder Lambdawert können wir getrost beiseite stellen - hierum muss sich mein Architekt bei der Berechnung des Hauses kümmern (denke auch dass die Fa. Bisotherm weiss was sie verspricht - so by the way ;-)

Aber ich wiederhole mich gerne nochmal:

Wie sieht es denn aus, die Investitionskosten sind bei der Variante Gastherme/wassergeführter Ofen doch um einges niedriger als bei der Variante Wärmepumpe+normaler Ofen - und die Armortisation ist doch erst erfolgt, wenn man schon fast wieder eine neue Heizung braucht.. (so nach ca. 15-20 Jahren).....oder? Wo ist mein Denkfehler? Wenn ich dann noch weiß, dass ich für die Wärmepumpe 6000,- € mehr Kredit aufnehmen muss, was wieder ca. 28,- €/Monat Mehrkosten sind, dann frage ich mich ehrlich, wann sich so ein Teil (WP) denn jetzt rechnet?

WER KANN MIR HELFEN ???

Gruß
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Beitragvon gastherme » 10.02.2009 20:07 Uhr

Wenn dir geringe Anschaffungskosten wichtig sind, solltest du eine Gas-Brennwerttherme kaufen. Oder falls du unsicher bist, lass dir Angebote für eine WP+Tiefenbohrung machen und vergleiche sie mit den Kosten für die Brennwerttherme.

Melde dich noch mal, wenn dein Architekt den U-Wert ausgerechnet hat. :wink:
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Beitragvon gergenerdwaerme » 11.02.2009 08:31 Uhr

Hallo zmitti. Dein 'Denkfehler' liegt darin, dass Du wahrscheinlich von zu hohen Installationskosen ausgehst und sich deshalb die Kosten für eine WP erst nach 15 Jahren rechnen. Wenn Du es preisgünstig haben willst solltest Du Dich mal mit der DIREKTVERDAMPFERTECHNIK auseinandersetzen. ( Das sind Wärmepumpen die ihre Energie aus Deinem Garten ziehen!) Wo liegt Deine Baustelle und welcher konkrete Wärmebedarf liegt an? Ggf. kann ich Dir Fachfirmen nachweisen die Dir ein ANGEBOT vorlegen - dann hast Du die Möglichkeit zu vergleichen.
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Beitragvon zmitti » 12.02.2009 16:37 Uhr

...komisch, irgendwie kann mir keiner eine Antwort auf meine Fragen geben.....

Zmitti
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Beitragvon gergenerdwaerme » 13.02.2009 08:36 Uhr

hallo zmitti.
Ich war eigentlich schon der Meinung Deine Fragen beantwortet zu haben (im Rahmen der von Dir zur Verfügung gestellten Infos!)
Welche Heizung? Gastherme oder Erdwärme? Ich habe dir vorgeschlagen eine Erdwärmepumpe einzusetzen. Frage: Kosten: Ich habe Dir vorgeschlagen eine ungewöhnlich kostengünstige Direktverdampfer-WP einzubauen. Welche Fragen sind noch offen? Ich beantworte sie Dir gerne.
Kurt

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