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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Energiebilanz einer Wärmepumpe

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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo an alle Spezialisten! Würde gerne die Energiebilanz diskutieren. Eine Wärmepumpe verbraucht el. Strom. Der Strom wird z.B. in einem Heizkraftwerk, (primärenergie Öl) erzeugt. Öl > Wasserdampf > Turbine > el. Generator > Stromübertragung > Wärmepumpe. Meines Wissen hat ein zentrales Heizkraftwerk einen Wirkungsgrad von max 40 % . Wenn nun die Wärmepumpe 40 W verbraucht, sind eigentlich 100 W Primärenergie verbraucht und somit 60 Watt für die Umwelt. Was bringt die WP wieder zurück ? Bei Erdwärme ist das Medium Wasser, das auch zirkuliert wird.
mfg. aj

_________________
Josef

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kältebauer
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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.nature-waerme.de Antworten mit Zitat
Im Prinzip hast du schon recht wenn du das von der Seite siehst.

Die normale Heizung benötigt auch Strom zwar nicht so viel aber auch nicht wenig, in erster linie geht es doch darum günstig zu heizen und Resourchen zu schonen und halt Abgase zu verringern.

In der Stromerzeugung tut sich ja nun mitlerweile auch genug so das nicht alles über Kohle oder Gas läuft, was denke ich mal, auch noch besser wird.

Jeden falls bringt die Wärmepumpe in erster Linie was für den Geldbeutel des Betreibers und an zweiter Stelle für die Umwelt.

Allein das Gefühl unabhängig zu sein von immer schwankenden Gas und Oelpreisen, musste ich fest stellen, ist schon was wert.

Die Technik der Wärmepumpe wird sich in der nächsten Zeit auch weiter verbesser noch effektiver zu sein.

Gruss Dirk

_________________
Ich bin der Feind jeden Schornsteinfegers
Ich bin der Rebell gegen die Ölmultis
Ich bin derjenige der versucht Energie zu nutzen die keinen Schaden anrichtet für die Zukunft unserer Kinder

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Der aktuelle Primärenergiefaktor für Strom liegt bei 2,7. D.h. für 1 kWh Strom der beim Verbraucher ankommt werden 2,7 kWh Energie auf Primärseite benötigt. Moderne gute eingerichtete WP's kommen auf einen COP von 4 und mehr. D.h. für 1 kWh Strom wird 4 kWh Wärme erzeugt. D.h. bei COP 4 wird für die bereitstellung von 1 kWh Wärme 0,675 kWh Primärenergie benötigt. Bei COP 5 wären es nur 0,54 kWh.

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Folgende Tabelle zeigt den Primärenergiefaktor zu den verschiedenen Energieträgern. Die Verluste für die Energiebereitstellung bei Strom, Öl, Gas, etc. sind hier in etwa berücksichtigt.



Die Verluste des Energieträgers "Strom" sind ein Problem, jedoch kann man diese Verluste mit einer guten Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe wieder kompensieren. Grundsätzlich wäre es besser, wenn man über dezentrale Kraftwerkseinheiten mit Nahwärmenutzung Strom herstellen und vor Ort verteilen würde.
Leider haben Großkraftwerke offensichtlich nicht den besten Wirkungsgrad.
Unabhängig von den vorgenannten Betrachtungen kann man natürlich auch CO2-neutral Ökostrom nutzen.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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Oswald
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hallo


also ich bin auch WP-Fan aber lassen wir mal die Kirche im DOrf!

Wer meint sein Gewissen mit Ökostrom beruhigen zu können betrügt sich selbst

So viel Ökostrom wird gar nicht erzeugt, wie eigentlich alle WP-Eigentümer nutzen sollten wollten könnten.

Die Bilanz wird vermutlich bis 2020 noch schlechter, da dann die AKWs weg sein sollen.
Ich hab noch keine Ahnung wo der ganze EWP-Strom herkommen soll!?!?

Das war mit Sicherheit kein Plädoyer für Gas und Öl, weil da siehsts bis 2020 vermutlich noch VIEL VIEL schlechter aus.

Am Besten ist es echt immer noch kaum Energie zu brauchen anstatt sich über die Art der Wärmegewinnung Gedanken zu machen.

Da ich wirklich hundmiserablen schlecht und vor allem langsam stricken kann fange ich jetzt schon mal an mir warme Socken und Pullover zu stricken bis 2020 Wink

Grüsse
Oswald

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GMil
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Mit den veröffentlichten Primärenergiefaktoren kann ich mich nicht anfreunden. Holz z. B. muß (z.T. mehrfach) gepflanzt, versetzt, gedüngt, gegen Schädlinge geschützt, geschnitten, transportiert, gespalten und gelagert werden. Das alles verursacht maschinellen Aufwand, der Energie kostet.

Wer sowas umfassend rechnen wollte, müßte übrigens nicht nur den Verbrauch der dazu verwendeten Maschinen an sich, sondern auch den zu ihrer Herstellung anteilig mit in die Rechnung einbeziehen, das schließt z.B. durchaus die Fertigung des Chemiewerks für den Holzschutz mit ein!

Mich als Endverbraucher interessieren lediglich meine Aufwände sowie die Kosten der verschiedenen Energieträger ab Grundstück nach innen. Weil ich z. B. nicht beeinflussen kann, wie und womit der Kraftwerksbetreiber seine Rauchgase reinigt, interessiere ich mich auch nicht dafür.

Immerhin nehme ich zur Kenntnis, ob mein Strom vorwiegend aus Kohle / Öl / Gas stammt, oder ob er mit wirtschaftlich weniger wichtigen Rohstoffen wie Uran und Wasser oder sogar mit Sonnen- bzw. Windenergie gewonnen wird, wobei bei den letzten 4 sogar der CO2-Ausstoß kaum oder gar nicht gegeben ist.

Insfern hoffe ich auch darauf, daß Deutschland als mittlerweile weltweit letzte Hochburg der Kernkraft-Verabscheuer auch noch zur Besinnung kommen wird, denn Sonnen- und Windkraft alleine wird auch in einer Million Jahren die Grundlast der Stromgewinnung nicht decken können. Das ginge nur, wenn man die Redundanz der Kraftwerke ins Uferlose treiben würde, damit ein Sonnenstrahl in Bayern und / oder ein Windstoß in Bremen notfalls den gesamtdeutschen Strombedarf decken könnten, wenn der Rest der Republik gerade bewölktes und windstilles Wetter hat. Das kann niemand bezahlen, und geopolitisch wäre es auch nicht durchsetzbar.

Zurück zum Thema Primärenergie: vllt. sollten wir die Energiearten lieber damit bewerten, wie die dazu benötigten Rohstoffe (oder deren Platzbedarf in der Welt!) anderweitig nützlich sind und welche Nachteile ihre Verbrennung hat. Öl z.B. ist praktisch unersetzlicher Rohstoff für zahlreiche Kunststoffe, aus Pflanzen lassen sich Treibstoffe herstellen usw. usw. Uran dagegen erfordert bei der Nutzung zwar etwas Aufmerksamkeit, ist aber sonst zu fast nix zu gebrauchen, wenn man mal von Nuklearmedizin und Kernwaffen absieht. Daß es dafür (bzw. für die Spaltprodukte) angeblich kein Endlager gibt, liegt nur an uns selbst.

_________________
Gruß

Gerhard

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