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Hallo,
wir planen unser Haus und eigentlich wollten wir Erdwärme nehmen. Doch irgendwie hört man immer eine andere Philosophie dazu. Jetzt waren wir auf einer Energiemesse, doch da sagt jeder Hersteller von solchen Anlagen was anderes.
Eigentlich tendieren wir zu einer Erdbohrung, da wir auf dem Grundstück Bäume haben und das soll bei Erdkollektoren nicht so gut sein. Allerdings sollen Kollektoren günstiger sein, die aber immer Winter nicht so gut sind und man einige Räume nicht mit heitzen kann.
So sind zumindest einige Aussagen.
Zu der Erdwärme würden wir auch Solar nehmen, damit man immer Sommer die Wärmepumpe nicht so braucht.
Auf der Karte vom Bergbauamt liegt unser Grundstück (31863 Coppenbrügge) in einem mittelmäßigen Bereich für Erdwärme.
Leider liest man hier im Forum immer nur was, was nicht so funktioniert. Gibt es auch positive Bemerkungen über Erdwärme und Wärmepumpe?
Über Infos und Vorschläge wäre ich dankbar.
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Wieso geht Ihr es von der falschen Seite an.
Als erstes solltet Ihr darauf achten, dass Euer Haus möglichst sparsam ist. KfW40 oder besser ist in der Zwischenzeit an sich Standard.
Wie weit seit Ihr mit der Planung, bzw. könnt Ihr schon eine Heizlast berechnen. (Mehr als 30W/qm Heizlast inkl. WW sollte nicht benötigt werden).
Als nächstes ist zu klären, wie Ihr die Wärmeabgabe regelt (FBH bzw Wandheizung?)
Welche VL-Temperatur benötigt Ihr?
Ist eine kontrollierte Lüftung geplant?
Ich bin vor einigen Jahren vor einer ähnlichen Situation gestanden, wollte zuerst Erdkollektoren bauen, dann an sich eine Bohtung durchführen und habe dann schlussendlich eine Luft/Wasser-WP eingebaut und bin an sich sehr zufrieden.
Wenn ich noch einmal bauen würde, dann hätte ich noch mehr in die Dämmung investiert.
BTW: Mit zufrieden meine ich 185 qm inkl WW für 4 Personen mit 2500-3000 kWh pro Jahr.
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Wir fangen gerade erst mit den Besprechungen an und haben uns auch noch nicht für die Baufirma entschieden.
Steckt also alles noch in den Kinderschuhen.
Wir planen aber mit einer FBH, eine Baufirma hat wohl sehr gute Erfahrungen mit einer Luft/Wasser Wärmepumpe gemacht, doch so viel positives habe ich selber noch nicht gelesen.
Natürlich soll unser Haus gut isoliert sein, wir wollen aber kein Passiv-Haus (ist das das, wo man die Fenster nicht öffnen soll, sondern alles über eine Lüftung geht?).
Tja, weitere technischen Infos habe ich jetzt noch nicht.
Zuletzt bearbeitet von Oeffi am 03.02.2009 15:27, insgesamt einmal bearbeitet
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Hallo
Sende mir mal deine Telefonnummer ist ja nicht weit weg von Rinteln.
Gruss Dirk
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| Oeffi hat Folgendes geschrieben: | | Ich habe etwas Angst, dass Wärmepumpen diese Temperaturen nicht schaffen. |
Bei richtiger Auslegung ist auch -15 Grad und mehr über längeren Zeitraum kein Problem. Mann muß nur Aufpassen auf keine sog. Baubetrüger hereinzufallen.
| Oeffi hat Folgendes geschrieben: | | Natürlich soll unser Haus gut isoliert sein, wir wollen aber kein Passiv-Haus (ist das das, wo man die Fenster nicht öffnen soll, sondern alles über eine Lüftung geht?). |
Und wieso nicht. Ich hab es leider nicht gemacht und bereue es. Morgens schön duschen und dann kannst du mit Lüftungsanlage das Lüften vergessen (Vor allem gut wenn es draußen -15 Grad hat und man eigentlich nicht hier Lüften will). Die Schlafzimmer werden über Nacht eh gelüftet und die Gerüche das Abendessen sind schon nach kurzer Zeit verflogen. Und über Bohnen im Essen braucht man sich auf der Toilette auch keine Gedanken machen ...
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So, schon mal danke für die vielen LINKS. Jetzt habe ich allerdings noch eine Frage.
Luft/Wasser möchte ich eigentlich nicht so gern, ein Passiv Haus auch nicht. Wenn ich jetzt mich gegen einen Tiefenbohrung entscheiden würde, wäre es bei mir mit den Flächenkollektoren denkbar oder spricht was dagegen.
Daten zu dem Bild:
- im Norden stehen Obstbäume, die wir gerne behalten wollen (Apfel, Birne, Zwetschgen)
- im Westen sind Fliederbäume (kann man auch weg machen)
- Position von Haus und Carport/Garage stehen noch nicht fest
- im aktuellen Bild habe ich die Himmelsrichtungen angegeben
Also, könnten wir auch Flächenkollektoren mit den Bäumen und dem im Süden stehenden Haus nehmen oder ist es nicht so gut?
Gruß
| Beschreibung: |
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| Dateigröße: |
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| Angeschaut: |
5714 mal |

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Die Reihenfolge ist verkehrt.
Am Anfang steht die Planung (Grundrisse, Architektur), dann folgt eine energetische Auswertung, danach kann erst die Frage der Wärmetechnik geklärt werden. Die Frage der Wärmetechnik, also der Energieentzug über den Erdwärmekollektor, ist erst nach den beiden ersten Schritten zu beantworten.
Welche Argumente sprechen denn deinerseits gegen eine Passivhausvariante?
Gruß
Thomas Heufers
_________________ KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...
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| Thomas Heufers hat Folgendes geschrieben: |
Welche Argumente sprechen denn deinerseits gegen eine Passivhausvariante?
Gruß
Thomas Heufers |
Naja, Argumente so richtig habe ich nicht. Ich möchte halt keine Lüfter in jedem Raum, diese machen bestimmt immer Geräusche, wenn vielleicht vorerst nur leise.
Außerdem ist das Grundstück auf dem Land, da möchte man auch mal die Fenster aufmachen können/dürfen. Dies soll man bei so einer Art von Haus nach Möglichkeit nämlich nicht machen, zumindest die Aussage auf Messen von Beratern.
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Passivhausfeindliche Berater sind ja keine objektive Informationsquelle, da sollte man sich schon mit Anwendern unterhalten. Hier gilt, Referenzen anschauen und Erfahrungen austauschen. Lüftungsgeräusche sind mit einer guten Lüftungsplanung auszuschließen.
Bitte lesen: Energiesparhäuser und Passivhäuser? Auf den Punkt gebracht!
http://energie-effizientes-hau...rhaeuser-und-Passivhaeuser.pdf
Man kann sehrwohl die Fenster öffen, nur wird man dies in der kalten Jahreszeit nicht müssen und auch nicht wollen. Bei milderen Außentemperaturen kann man natürlich wie in anderen Häusern auch die Fenster öffnen, nur schaltet man dann die logischerweise die Lüftungsanlage aus.
Gruß
Thomas Heufers
_________________ KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...
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| Thomas Heufers hat Folgendes geschrieben: | Die Reihenfolge ist verkehrt.
Am Anfang steht die Planung (Grundrisse, Architektur), dann folgt eine energetische Auswertung, danach kann erst die Frage der Wärmetechnik geklärt werden. Die Frage der Wärmetechnik, also der Energieentzug über den Erdwärmekollektor, ist erst nach den beiden ersten Schritten zu beantworten.
Gruß
Thomas Heufers |
Sorry, so ganz verstehe ich das nicht. Was genau spricht gegen diese Reihenfolge:
Ich möchte gern Erdwärme -> mein Grundstück ist so geschnitten -> also plane ich danach das Haus.
Wenn ich so vorgehe, kann man doch auch schon sagen:
Dann passen da nur die Flächenkollektoren hin, doch da steht dir dann das Haus im Weg und die Bäume machen auch nur Ärger. Wenn Du also Erdwärme nehmen willst, dann geht nur die Tiefenbohrung.
Meiner Meinung müßte der Weg der Planung auch gehen, doch ich lasse mich gern von deinem Weg überzeugen. Doch leider sehe ich den Vorteil noch nicht.
Gruß
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Hallo Oeffi.
Da ja noch keine konkreten Angaben über Dein Haus vorliegen nur so viel zu Deiner Skizze: wenn Du z.B. eine AVENIR-Direktverdampfer-WP einbauen würdest wäre die Aussenfläche ausreichend. Wieso diese kühne Behauptung? Ganz einfach: für eine 12 kW-WP benötigt AVENIR nur 230 qm Garten! Sobald Du Pläne hast kannst Du mich gerne anmailen.
Kurt
_________________ Gergen-Erdwärme
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Hallo,
ich habe einen Erdkollektor und bin kein Profi.
ABER: Ich würde mir erst mal mein Haus so planen, wie ich es will. Von der Größe, Positionierung etc. her. Dann würde ich ebenfalls festlegen, wie gut die Dämmung ist. sprich Materialien der Aussendämmung, Art der Fenster etc. Daraufhin ergibt sich ein Standard. Z.B. KfW 60. Du bekommst damit einen günstigen Kredit. Wenn du nun ein KfW40 Haus planst kostet dieses zwar mehr Geld, aber du bekommst dafür auch von der KfW Bank auch bessere Konditionen. Bei mir hat sich dies sofort gerechnet. Sprich die Mehrkosten für KfW 40 gg. KfW 60 waren geringer als der Zinsvorteil. Somit habe ich ein besser gedämmtes Haus zu geringeren Kosten. Allerdings ist die Zinssituation im Moment eine andere. Dies kann dir aber dein Bankmensch genau erläutern.
Und dann kommt für mich die Heizung, prinzipiell ist alles möglich. Wirst du z.B. einen zusätzlichen Kachelofen haben?
Je nach Baufirma werden natürlich bestimmte System priorisiert, bei denen sich diese Firmen auch auskennen. Es bringt dir nichts auf einem System zu beharren, wenn es keiner einbauen kann, bzw. richtig auslegen kann. Je nach Nutzfläche etc. kann eine Luftwärmepumpe die beste Lösung sein, dasie die geringsten Investitionskosten bietet. Erst über eine längere Laufzeit rechnet sich dann z.B. eine Tiefenbohrung. Solarkollektoren würden sich bei mir erst nach frühestens 20 Jahren rechnen. Also absolut uninteressant in MEINER Berechnung.
Z.B. 30-50KWh Verbrauch/Monat über die Sommermonate an Strom für WW ergibt ~6-10€/Monat, welche die Solarkollektoren einsparen können. Diese Ersparnis rechnet sich aber erst wie gesagt in ferner Zukunft.
Gruß Walu
Laut deiner Skizze ist die Garage nicht ans Haus angedockt, ist zwar off topic, wäre aber für mich ein no go. In meiner Garage, welche ans Haus angeschlossen ist hatte ich diesen Winter nie unter 5°C. Ist super angenehm, wenn man vom einkaufen kommt, bzw. ins Auto steigt. Diese Mehrkosten sind tragbar, wenn mans richtig plant braucht man kein Vordach, bzw. Dach zw. Haus und Garage.
_________________ Bartl Eco 4s Sole
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Hi,
den zuverlässigen und gültigen Vergleich der verschiedenen Varianten kann man eigentlich nur über die Langfristprognose der Kosten erreichen, nachdem man vorneweg aufgrund von ko-Kriterien einige Anlagetypen ausgeschlossen hat.
Da der Gesetzgeber alle 28 Jahre den Austausch der klassischen Anlagen fordert, haben wir auf 28 Jahre die Kosten ceteris paribus geplant und unsere Grundstücksparater "monatliche mittlere Außentemperatur" und "Bodentemperatur in 100m Tiefe" berücksichtigt.
Damit konnten wir die für unser Grundstück und unsere KfW40-Dämmung den optimalen Anlagetyp ermitteln.
Ein anschließendes Scoring der lokalen Anbieter nach Preis, Erfahrung, (Online-)Service ergab die Auswahl der Anlage, bei einem Komplett-Preisunterschied von über 12.000€
Wenn Sie wollen, gebe ich gerne Ihre Parameter in unser Excel-Chart ein und maile das Ergebnis.
Bitte PN
Gruß Dagwyna
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