Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
Holzofenpyromane
Aktivität: gering
Beiträge: 39
Registriert: 17.03.2008 17:02
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Holzofenpyromane » 03.02.2009 16:51 Uhr

@Altbau

Dein Schorni macht mir Spaß. Schick in zu mir, dann sieht er eine LW-WP (Außenaufstellung), Pufferspeicher 750 Ltr. für Heizung, Puffer 400 Ltr. für WW und einen VARESE HFW mit Wasserwärmetauscher. In den Heizungspuffer läuft die Energie des Ofen, natürlich über RTA geregelt. Jede Wärmeeinheit mit Holz erzeugt ist preiswerter als Gas, Öl oder Strom.
Meine Stromrechnung für die WP wird erheblich reduziert, das zeigen die Tendenzen deutlich. Wenn die Jahresrechnung kommt, wird mich mein Energieversorger vermutlich fragen, womit ich mein Haus warm bekomen habe.

Ob sich eine solche Investition "rechnet" ist m.E. nicht die Frage, eher, ob wir die Energiekosten der Zukunft überhaupt noch bezahlen können. Gerne weitere Auskünfte. Ich bin ja kein Theoretiker, sondern Anwender, der das Geld nun einmal in die Hand genommen hat.

Altbau
Aktivität: gering
Beiträge: 16
Registriert: 19.01.2009 19:29
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Altbau » 03.02.2009 20:04 Uhr

@oswald

Hallo Oswald,

danke für die detaillierten Informationen.

Also ein Puffer ist wichtig und dient der Erhaltung der Wp. Gut zu wissen. Auch interessant ist, dass kein Brauchwasserspeicher notwendig ist. Wie lange dauert es denn dann ohne, am Abnahmepunt (Bad oder Küche) Heißwasser zu bekomen? Geht das schnell?

Wer beinflusst die Schichtung des Puffers oder hängt diese vom Gerät (Puffer) ab? Ich hatte bisher immer verstanden, dass oben das warme Wasser sei, weil die Wärme unten zugeführt wird und dann aufsteigt. Unterdrückt man das dann oder ist das eine Fehlinfo gewesen?

Du schreibst "Oben ist heiss und unten ist kalt. Dazwischen liegt in "Schichten" immer kühleres Wasser. Die Wärme im Puffer "wächst" von oben nach unten. Aufsteigen ist schlecht für die Schichtung und heisst Ineffizienz des Puffers." Inwiefern wird der Puffer dadurch ineffizient? Macht sich das stark bemerkbar?

Zum Kamin: laut Heizungsbauer braucht es "zwei Kupferrohre zum Puffer, einen Wärmetauscher und einen anständigen Kamin, nicht so einen vom Baumarkt". Wenn ich Eure Preise sehe mus da aber noch mehr sein, oder ist da der Kamin mit drin?

Danke und Grüße aus dem Norden

Althaus
Altbau
Aktivität: gering
Beiträge: 16
Registriert: 19.01.2009 19:29
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Altbau » 03.02.2009 22:49 Uhr

@ T. Heufers

danke für die Infos und die Links!!!
Altbau
Aktivität: gering
Beiträge: 16
Registriert: 19.01.2009 19:29
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Altbau » 03.02.2009 22:56 Uhr

@Holzofenpyromane

wie hoch waren Deine Investitionen? Wie oft heizt Du mit dem Kamin?

Also du hast einen extra WW-Speicher? Und der Ofen erhitzt somit die Heizung mit, das WW aber nicht, korrekt?

Wie groß ist denn die Heizfläche des Hauses? Und wie viele Personen seit Ihr? Hast Du vorher die Heizlast ausrechnen lassen? Wo liegt Ihr da? Ist das ein Neubau oder ein saniertes Objekt?

Wenn ich es richtig verstehe ist die Ofenunterstützung nachträglich erfolgt, d. h. Du kannst mit den Vorjahren vergleichen. Hast Du schon Werte, wie hoch der jetzige Stromverbrauch ist?

Gruß und Dank

Altbau
Oswald
Aktivität: hoch
Beiträge: 495
Registriert: 16.12.2008 21:31
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Oswald » 03.02.2009 23:32 Uhr

Hallo

Es gibt mittelmässige Speicher und gute Speicher.
Schichtenspeicher sind die guten und die von Dir genannten die mittelmässigen.

Der Sinn der Schichten liegt darin, dass ein gut geschichteter Speicher auch bei unvollständigem "Füllungsgrad" in den obersten Schichten durchaus sehr heisses Wasser zur Verfügung stellen kann obwohl die Temperaturen am Boden des Speichers noch recht kalt sind.
Oben 90° und unten 10° sind im Mittel 50° und oben trotzdem 90° warmes Wasser vorhanden = halbvoll

Ein unvollständig "gefüllter" mittelmässige Speicher hat eine recht gleichmässige Temperatur über die gesamte Bauhöhe.
Überall 50° und maximale Temp auch oben 50° = auch halbvoll

Für das Brauchwasser gibt es sogenannte Kombispeicher, die eine Rohrschlange durch den gesamten Speicher von unten nach oben haben.
Unten fliesst kaltes Frischwasser ein und oben wird das Frischwasser mit annähernd der Temperatur der obersten Schicht entnommen. Deswegen ist die Schichtung auch wirklich wichtig!
Das Wasser wird in dem Moment erwärmt, wenn es frisch durch die Rohrschlange fliesst.
Bei guten geplanten Systemen ist immer ausreichend heisses Frischwasser da.
Es gibt auch andere Produkte mit anders aufgebauten "inneren" Wärmetauschern.
DIe Vor- und Nachteile kenne ich allerdings nicht so gut. Frag Deinen Heizi. DAS weis der sicher sehr gut.

Du brauchst nicht nur 2 Rohre zum Kamin sondern sogar 4 für eine Notkühlung, falls Du heizst und der Puffer zu klein ist und nichts mehr abnehmen kann.
Der Tauscher wird dann so heiss, dass das Wasser darin verdampft und der Druck recht hocher werden kann. Das geht solange gut bis etwas platzt ;-)

Der Wärmetauscher am Puffer wird vermutlich desshalb vorgeschlagen, da die Umlaufgeschwindigkeit im Tauscherkreis zum Kamin recht hoch sein kann.
Hohe Umlaufgeschwindigkeiten wirken sich negativ auf die Schichtung im Speicher aus. Der Wärmetauscher am Puffer kann dann in Eigenkonvektion ohne Pumpe die Wärme an den Puffer abgeben und "schont" die Schichtung.

Ich sag mal 10000,- incl Schornstein und wasserführender Kamin ist machbar. Unbedingt auf einen Raumluftunabhänggen Kaminofen und Schornstein achten!

Grüsse
Oswald
Holzofenpyromane
Aktivität: gering
Beiträge: 39
Registriert: 17.03.2008 17:02
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Holzofenpyromane » 04.02.2009 10:20 Uhr

@Altbau

Die WP-Anlage hatte schon Bestand als VARESE HFW zusätzlich installiert worden ist. Deshalb Einspeisung des Ofens direkt in den Puffer für die Heizung, der ansonsten im Tauschverfahren durch die WP versorgt wird. WW also separat, da hier eine solche Regelung nachträglich nicht möglich ist.

Wir beheizen 220 qm Wohnfläche unterschiedlich nach Bedarf mit Radiatoren (ausreichend große Flächen), FBH im Bad und Deckenheizung in Küche und Nebenräumen. Ist also ein leidlich gedämmter Altbau von 1962 mit einer Heizlast von ca. 19 kW. Das ist rückgerechnet aus Ölverbräuchen der letzten Jahre.

Direkte Vergleiche der Stromverbräuche liegen noch nicht vor, die ersten Monate (Oktober bis Jan.) zeigen allerdings deutliche Reduzierungen. Hochgerechnet auf das Jahr erwarte ich eine Reduzierung der kWh in Höhe von >30 % Noch heizen wir werktäglich ca. 3 Stunden/Tag, an den Wochenenden rund um die Uhr.

Neben der Energiekostenersparnis sind natürlich zu berücksichtigen, daß Holz gekauft und getragen werden muß. Das macht Arbeit, es macht aber auch Spaß, gemütliche Strahlungswärme zu haben.

Investitionshöhe ist zu erfragen beim Handwerk bzw. beim Fachhandel

Holzofenpyromane
Aktivität: gering
Beiträge: 39
Registriert: 17.03.2008 17:02
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Holzofenpyromane » 06.03.2009 16:49 Uhr

@Altbau

Wir haben 220 qm zu beheizen, Bausubstanz von 1962, nachträglich leidlich gedämmt. Wir mögen großen Fenster und den Blick in die Natur, außerdem haben wir nicht vor, im eigenen Heim "zu frieren".

Ursprünglich kommen wir von 6.000 Ltr. Heizöl, das ist der aus 10 Jahren gemittelte Verbrauch (Standort: HSK, das ist nicht die Riviera) Heizlast: 19,6 kW. Der elektrische Heizstab unserer WPL 33 hat bisher max 1,5 % aller Laufstunden Hilfe geleistet, z.B. bei Außentemperaturen von - 15 bis -20 Grad.

Wärmeverteilung: ausreichend große Radiatoren, Bad FBH, Küche Deckenheizung. Das alles funktioniert wirklich.

Die WP hat die Ölheizung abgelöst. Unsere Heizkosten haben wir in etwa halbiert.

Die Vervollständigung erfolgte im Oktober durch den wasserführenden Kaminofen VARESE HFW. Noch heizen wir am Abend und ganz am Wochenende. Der Trend zeigt, daß wir unsere Heizstromkosten um ca. 40 % reduzieren können. Dagegen muß man das Holz rechnen. Das ist allerdings preiswerter als Öl, Gas oder auch die elektrische Energie. Je nach Möglichkeit ist Holz ja preiswert zu beschaffen. Ich kaufe es allerdings ofenfertig.

Nun zu den Investitionen. Wir sind der Meinung, daß das Geld gut angelegt ist und wir sind auch nicht die "Extrem-Wattjäger oder die JAZ- oder COP-Feteschisten. Sinnvoll muß es auf Dauer sein und Ofenwärme ist was Feines. Den Genuss haben wir obendrauf.

Noch Fragen?
wwwecoidrode
Beiträge: 2
Registriert: 19.03.2009 21:58
Wohnort: Trossingen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon wwwecoidrode » 21.03.2009 08:34 Uhr

Hallo,

wir haben schon sehr viel sehr alte Häuser mit einem Ecoidro & co. ausgestattet. Diese Pellet-Kaminöfen gibt es auch mit Heißluft. So einen Ofen kann man an bisheriges System einbinden.

Die Variante mit wasserführenden Pelletöfen geht ganz klar auch, ist aber etwas kostspieliger.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich schicke Ihnen gerne Unterlagen für beide Varianten.

Mfg

K. Fleig

http://www.ecoidro.de

Vorherige

Zurück zu Bioenergie, Biomasse



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Warmluftofen oder wasserführender Kamin?, ab Beitrag 10