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Nina
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Beitragvon Nina » 26.01.2009 14:59 Uhr

Hallo, Ich habe im November 2008 meine alte Ölheizung 15KW rausgerissen und durch eine Nibe Fighter 8 KW Wärmepumpe
ersetzt. Mein EFH ist Baujahr 1985 (125m2 WF)und wurde 2004 saniert und gedämmt. Vor meiner Entscheidung auf eine Wärmepumpe umzurüsten wurde vom Heizungsbauer alle Heizkörper im Haus erfasst, der Wärmebedarf durchgerechnet und die Heizkörper für Ausreichend bei max Vorlauf von 55Grad( Bei -15 Grad) bewertet.
Nun Mein Problem: Im Wohn -Esszimmer (37m2) Wird es nicht wärmer als 20°. Ich habe schon einen grösseren Heizkörper angebracht ohne Erfolg. Die Vorlauftemperatur an der WP zeigt
55° an im Heizkreislauf ( Umwälzpumpe) sind es 15-20° weniger.
Ich habe einen Abschalttarif vom E-Versorger gewählt und zu deren Überbrückung einen Puffer von 200L. WW Bereitung macht zu grossen Teilen die Solaranlage. Ich trage mich jetzt mit dem Gedanken nachträglich eine Wandheizung zu installieren. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Welches System? Mit wenig Dreck? Oder stimmt bei der Einstellung der WP was nicht? Werksvoreingestellte Heizkurve habe ich schon auf + 8 gestellt. Damit fast Anschlag. Uns bleibts leider zu Kalt. Verbrauch bei 75 Tagen
2000KWh.

mfG Nina

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 26.01.2009 17:44 Uhr

Wenn die Raumtemperatur die 21° Celsius erreichen würde, dann könnte man wahrscheinlich mit dem Verbrauch in dieser Jahreszeit und dem ungewöhnlich kalten Winter in einem Gebäude nach EnEV (2007) zufrieden sein. Aber dem ist leider nicht so.
Ein Vorlauf von 55° bei -15° Celsius ist nichts für eine Wärmepumpe. Vermutlich kann die Wärmepumpe das Temperaturniveau für die Heizkörper zur Erreichung der Wohlfühltemperatur auch bei weniger kalten Außentemperaturen nicht bereit stellen.
Eine Wärmepumpe in Kombination mit Heizkörper ist NICHT die ideale Ausgangsituation, weshalb Du ja jetzt auch über die Wandheizung nachdenkst. Die kann nämlich über die niedrigere Vorlauftemperatur die geforderte Raumtemperatur bereit stellen. Dein Heizungsbauer hätte Dir von vornherein offenbaren sollen, wie die besten Ausgangsbedingungen für eine Wärmepumpe sind.

Die Voraussetzungen für die Wärmepumpe müssen gegeben sein - sehr gut gedämmtes Gebäude und Wärmeübergabe mittels Flächenheizung.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon kältebauer » 26.01.2009 18:52 Uhr

Die Vorlauftemperatur an der WP zeigt
55° an im Heizkreislauf ( Umwälzpumpe) sind es 15-20° weniger.
Ich habe einen Abschalttarif vom E-Versorger gewählt und zu deren Überbrückung einen Puffer von 200L.


Hallo

8 Kw für radiatoren ist schon mal zu klein, dann der puffer 200l ist auch zu klein und zum schluss die angezeigte Temperatur von 55 Grad Vorlauf und nur echte 40, da passt auch was nicht. wo sitzt denn der Fühler

Gruss Dirk
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Beitragvon Nina » 27.01.2009 17:39 Uhr

Da war wohl die Aussage der Heizungsfirma etwas weit aus dem Fenster gelehnt das die WP auch mit Heizkörpern betrieben werden Kann und eine ausreichende Raumtemperatur zur Verfügung steht.Es ist klar das der Einbau der WP nur ein erster Schritt bei der Sanierung der Heizungsanlage sein Kann. Ich habe 2004 EFH Wand und Dach gedämmt und Thermische Solaranlage + Photovoltaik installiert. Sind die letzen Jahre mit ca 1500l Heizöl bei 125m2 WF
ausgekommen.
Hat jemand Erfahrungen und Hinweise bezüglich Fussboden-
oder Wandheizung zum nachträglichen Einbau bei dem sich der "Entkernungsaufwand" in Grenzen hält.

Danke mfG Nina
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Beitragvon machtnix » 27.01.2009 20:44 Uhr

Bevor man großartige Umbaumaßnahmen durchfürht sollte man sich mal überlegen ob nicht auch Gebläsekonvektoren eine Alternative wären.
Mehr dazu hier: www.aermec.com
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Beitragvon fdl1409 » 27.01.2009 21:26 Uhr

Nun wartet doch mal!
Selbstverständlich kann man eine Wärmepumpe an Radiatoren betreiben, und auch mit guten Ergebnissen. Hier läuft aber Einiges falsch.

Zunächst mal sind die 8 kW überdimensioniert. Eine 6 kW ohne Abschaltzeiten wäre besser gewesen. Hätte man notfalls auch ohne Puffer laufen lassen können. Läuft so an den alten Radiatoren mit berechneten 50/40° bei einem Bekannten in einem sanierten Haus Bj 1963 mit 140 m² Nutzfläche auf 500m NN. Jahresverbrauch 3.000 kWh.

Wieso hast du 55° Vorlauf und 40° im Heizkreis? Hat der Heizi da einen Mischer eingebaut?
Es kann gar nicht sein daß die WP bei diesen Temperaturen das Haus nicht überall warm bekommt. Das ist ausschließlich eine Frage der Einbindung und Regelung.

Wurde ein hydraulischer Abgleich gemacht?
Wie ist die Heizung geregelt? Doch nicht etwa über einen Festwert für den Puffer in Höhe von 55°?

Verbrauch in 75 Tagen 2.000 kWh ist utopisch hoch, darf nicht sein. Bei Ölverbrauch vorher 1.500 Liter wären allenfalls 3.500 kWh pro Jahr akzeptabel.

Besorg dir mal ein Infrarotthermometer und miß die Temperaturen an allen deinen Heizkörpern jeweils oben und unten.

Denke dein Heizi muß hier nachbessern. Es wird aber notwendig sein, die Sache vorher einzugrenzen, sonst sehe ich schwarz.

Grüße
Frank

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Beitragvon machtnix » 27.01.2009 22:43 Uhr

Zunächst mal sind die 8 kW überdimensioniert. Eine 6 kW ohne Abschaltzeiten wäre besser gewesen.
So ein Schmarrn,kann wieder nur jemand verzapfen der nicht mit seinem eigenem Geldbeutel für sein tun verantwortlich ist.

Der Heizi hat das schon ganz gut dimensioniert.

Eine 6 kW ohne Abschaltzeiten wäre besser gewesen.
Wann bitte soll sich das Erdreich regenerieren wenn die WP 24Stunden durchläuft?
Ja richtig,nämlich gar nicht.Na klasse.
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Beitragvon fdl1409 » 28.01.2009 07:40 Uhr

Mal wieder die üblichen Schmähkommentare aus der "Experten"ecke.

Mit 6 kW bewege ich mich auf Mainstream-Niveau. Nach Schweizer Formel Ölverbrauch in Liter geteilt durch 250 kommt man auf 6 kW. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 75% des Ölkessels kommt man damit auf 1.875 Vollbetriebsstunden. Das ist nicht mal knapp. Meine eigene Anlage hat im letzten Jahr über 3.000 Volllaststunden gehabt und läuft ohne Heizstab.

Die gleiche zweistufige Anlage hat übrigens für Verdichter 1 über 5.000 Stunden Laufzeit gehabt. Im Winter läuft der Verdichter monatelang fast pausenlos durch. Wie kommt das daß ich mit meiner Radiatorheizung eine Arbeitszahl über 4 habe?

Du darfst mich ja gerne kritisieren, aber vielleicht solltest du mal bei Sachen anfangen die du zumindest ansatzweise begriffen hast.
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Beitragvon kältebauer » 28.01.2009 08:19 Uhr

Kloppt euch :wink:

die gute frau hat aber einen abschalttarif gewält darum ist ein gut dimensionierter speicher notwendig und auch genügend heizleistung um die abschaltzeiten zu überbrücken.

Gruss Dirk
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Beitragvon Nina » 28.01.2009 08:34 Uhr

Hallo, Danke für die Antworten. Beim einholen der Angebote für die Wärmepumpe wurde mir von mehreren Firmen bestätigt das ein WP
bei mir eine Leistung von 7 KW haben müsste. Auch die Radiatoren
sollten ausreichend sein. Alle anderen Zimmer sind ausreichend warm
eben halt der Wohnbereich lässt zu wünschen übrig.
In der Anlage ist ein Mischer eingebaut, da ich eine Solaranlage mit WW- Speicher habe der im Winter nachgeheizt werden muss. Der Puffer 200l ist zum überbrücken der Abschaltzeiten.
Ich denke das ich ein Fühlerproblem bzw. ein Problem mit der Steuerung habe. Es wurde bei der Inbetriebnahme gesagt , die Werkseinstellung der WP wäre Ausreichend. Ich habe als Nutzer keine weiteren Einstellmöglichkeiten als die Heizkurve zu verschieben.
Zu allen anderen Möglichkeiten habe ich keinen Zugriff!

mfG Nina

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