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fdl1409
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Beitragvon fdl1409 » 26.01.2009 23:15 Uhr

Es gibt umfangreiche Untersuchungen zu dem Thema. Zum Beispiel eine 195seitige Studie:
Wärmepumpen, Erdkollektoren, Garten- und
Wohnqualität


Link: http://www.noe-wohnbauforschung.at/docu ... kf2127.pdf

Auszug:
Einflüsse auf die Vegetation
Gemüse, Blumen und Stauden wurden ohne Probleme auf Erdkollektoren
gezogen. Das Erdreich erwärmte sich im Frühjahr etwas langsamer, wie
Untersuchungen zur Länge der Vegetationsperiode und
Bodentemperaturmessungen zeigten. Der Verzögerung des Pflanzenwachstums
von einigen Tagen bis zu 2,5 Wochen wurde in einigen Gärten durch
Verbesserung des Kleinklimas, z.B. durch Windschutz oder Trockensteinmauern
zur Wärmespeicherung entgegengewirkt. Bei einem Garten wurde besonders
deutlich, dass es ist wichtig ist, die Lage des Grundstücks und das Kleinklima zu
berücksichtigen, damit sich die Verzögerungen der Vegetationsperiode durch ein
ungünstiges Kleinklima und durch den Erdkollektor nicht überlagern.
Die Erdkollektoren verzögerten das Wachstum des Rasens im Frühling, ohne
allerdings den Rasen zu schädigen. Nach dem ersten Rasenschnitt war kein
Unterschied zwischen Rasen über dem Kollektor und auf Flächen ohne Kollektor
mehr sichtbar.
Bei Sträuchern und Bäumen ist es wichtig, auf standortgerechte Arten zu achten.
Die Untersuchungen in den Gärten belegten, dass standortgerechte Pflanzen auf
dem Kollektor gut wachsen. Die Wachstumsverzögerungen im Frühling bei
Sträuchern und Bäumen waren nur geringfügig. Der Laborversuch mit einer
Weide – Salix caprea (Kätzchenweide) – zeigte, dass diese Pflanzen sich trotz
kühler Bodentemperaturen gesund entwickelten, aber die Biomasseentwicklung
insgesamt verzögert wurde.
Obstbäume gediehen auf Kollektoren gut, die Frage des Ertrages konnte jedoch
nicht geklärt werden, da die meisten Bäume zu jung waren und noch kaum Obst
trugen. Sehr gut war der Ertrag bei Beerenobst wie Himbeere, Brombeere oder
Ribisel.


Wer es noch genauer wissen will folge o.g. Link.

Flachkollektoren sind eine preiswerte Alternative zu Erdsonden und diesen bei richtiger Auslegung gleichwertig.

PS: da jeder meiner Beiträge in diesem Forum von hasserfüllten Erwiderungen insbesondere seitens des Herrn "denkedran" begleitet wird "gestehe" ich lieber selbst: Ich bin praktischer Arzt und habe nach Ansicht dieses hochehrwürdigen Innungsmitglieds kein Recht, mich in irgendeiner Weise zu diesem Thema zu äußern.

Grüße
Frank

experte-j
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Beitragvon experte-j » 27.01.2009 13:08 Uhr

Hallo Oswald

Die Abkühlung des Erdreiches erfolgt in einer Tiefe von 1m.
Wenn der Kollektor es Schafft bis zur Oberfläche die Temperatur soweit abzusenken liegt garantiert ein Fehler in der Dimensionierung der Anlage vor.
Bei einer richtigen Auslegung darf man keinen Unterschied zum Nachbarn feststellen.

Gruß Experte

PS
für fdl
Jeder darf sich äußern, der Leser sollte halt nur wissen wo die Meinung herkommt. Es ist halt ein Unterschied ob man sein Wissen durch seine Ausbildung und jahrelange Erfahrung in diesem Bereich hat oder aus der Erfahrung der eigenen Anlage. Man kann sich viel Wissen aneignen. Aber auch da kommt es darauf an wo. In diesem Forum schreiben sehr viele die nur aus der eigenen Erfahrung berichten. Diese können, müssen aber nicht immer richtig sein. Siehe es doch nicht immer als Angriff wenn man dir schreibt das du mal falsch liegst.
Oswald
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Beitragvon Oswald » 28.01.2009 23:05 Uhr

hallo experte-j und alle anderen

Die Abkühlung des Erdreiches erfolgt in einer Tiefe von 1m.
Wenn der Kollektor es Schafft bis zur Oberfläche die Temperatur soweit abzusenken liegt garantiert ein Fehler in der Dimensionierung der Anlage vor.
Bei einer richtigen Auslegung darf man keinen Unterschied zum Nachbarn feststellen.


Was ist denn ein Fehler in der Dimensionierung?
Noch immer zu wenig Garten "geopfert"?

Ich gebe zu, man kann gut und gerne 25% Investitionskosten sparen, wenn man Flächenkollektoren einsetzt.

Aber warum bauen denn Leute überhaupt Häuser?
Ein grosser Teil sicher, weil man endlich den eigenen Garten haben möchte.

Wenn der Garten dann aber kein vollwertiger Garten mit Bäumen und normaler Bepflanzung sein kann, dann frage ich mich wofür man sich dann den ganzen Stress mit bauen antun soll?

Wenn es an den 5000,-€ Unterschied scheitert, dann kann ich das nicht nachvollziehen.

DIe genannte Studie beschreibt ja genau das, was ich mit gesundem Menschenverstand im letzten Beitrag hergeleitet habe.
Die Daten stimmen sogar ziemlich gut mit meinen hergeleiteten Schätzungen überein.

Noch mal ein anderes Beispiel:

Wenn der Wärmeentzug der Flächenkollektoren SO gering sein soll, dass es der Vegetation nichts ausmacht, weil ja der Verlust so einfach ausgegelichen werden kann, dann frage ich mich warum im Gegenzug hier im Forum und in der Industrie Erdwärmespeicher unter Anderem als DAS Ultimative Ding verkauft werden, wenn da so einfach und schnell ein Ausgleich der Temperaturen vonstatten geht.

Entweder betrügen einen die mit den Erdspeichern oder die mit den Flächenkollektoren!?

Irgendwie passt das nicht zusammen.

Grüsse
Oswald
walu123
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Beitragvon walu123 » 29.01.2009 11:11 Uhr

Hallo,

ich schreibe jetz nochmal zur Vegetation. Habe ja schon 2 Sommer hinter mir. Ich konnte aufgrund des Kollektors keine gravierenden Auswirkungen wahrnehmen, aber absolut nicht zu übersehen.
Ich habe vielmehr gemerkt, dass durch die Erdumschichtung des halben Grundstückes weniger nährstoffreicher und vor allem lahmhaltiger Boden nach oben befördert wurde. Und genau an diesen Stellen wächst das Gras weniger gut, als in den Bereichen, in denen das Erdreich nicht umgegraben wurde.
Anbei mal ein Bild auf den Kollektor, bzw. wie jetzt im Moment der Boden aussieht.
[img]http://fstatic1.mtb-news.de/img/photos/8/8/3/5/3/_/large/28.01.2009.JPG[/img]

Ich denke, man kann klar erkennen wo der Kollektor läuft. Hier wächst das Gras das ganze Jahr sehr schlecht, da nur noch ca. 5cm Boden übrig geblieben sind, darunter ist ziemlich fieser Lehmboden. Am rechten Bildrand kann man sehen wie das Gras wächst wenn mehr Boden unter der Grasnarbe vorhanden ist.

Gruß Walu

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