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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: EWP bei Pufferbetrieb auschalten.....

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Oswald

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 16.12.2008,
Beiträge: 495
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
hallo zusammen...


Ich weis mein Thema passt nicht ganz richtig hier rein aber vielleicht die EWP-Frage denke ich passt schon ganz gut.

Also hier mal ein kleiner Roman:

Ich möchte gerne eine Erdwärmepumpe zusammen mit einem wassführenden Kamineinsatz und evt. einer Solaranlage betreiben.
Der Gedanke dahinter ist: Falls der Kamineinsatz oder die Solaranlage genug Energie liefern, soll die EWP einfach ausbleiben!
Ich will auf diese Weise
- Strom für die EWP sparen
- die Lebensdauer der EWP nicht gefährden sondern sogar wegen der geringeren Laufzeiten erhöhen
- die Regeneration der Erdsonde im Winter fördern
- die wasserseitige Abwärme meines Kamins für die Heizung und WW nutzen
- In der Übergangszeit die Solaranlage mit in die Heizungsanlage mit ein beziehen.
- im Sommer mein WW nur mit Solarenergie erzeugen


Bitte gleich vorab: Keine Diskussionen über Überhitzung mit Kamineinsatz im Niedrigenergiehaus das habe ich denke ich bereits ausreichend beleuchtet
Mir gehts im Folgenden nur um die Heizungssteuerung!

Eckdaten:
Die EWP erzeugt im Normalfall die Heizleistung für das ganze Haus und auch für das Warmwasser.
Ich möchte NICHT in den normalen Regelkreislauf der EWP eingreifen.
Ich möchte KEINE Änderungen am WW-Kreislauf vornehmen, da das von der EWP autark gesteuert wird
Ich möchte die erhitzte/umlaufende Wassermenge im EWP-Betrieb nicht erhöhen. (ENergie im Puffer => nutze die Energie / Puffer "leer" benutze NUR die EWP)
Ich möchte also mit der EWP KEINEN zusätzlichen Speicher aufheizen.

Mir ist klar, dass ich für die Wärme aus dem Kamin und für solare Gewinne einen Speicher benötige.

Meine Vorstellungen der Einfachheit halber erst mal nur mit Kamin:
Neben der EWP steht ein, sagen wir mal, 1000 l Pufferspeicher, der an oberster Stelle mit heissem Wasser aus dem Kamin beschickt wird.
Der Rücklauf zum Kamin erfolgt an tiefster Stelle.
Der Kamin hat eine eigene Umwälzpumpe und beginnt automatisch zu fördern, sobald der Kamin beheizt wird und stoppt auch automatisch wieder,
wenn die Temperatur einen gewissen Wert unterschreitet, sprich der Kamin ausgeht.
Alles völlig banal denke ich.

Der Speicher lädt sich auf.
Ab einer gewissen Temperatur (noch zu ermitteln) wird die EWP abgeschaltet und die Heizung vom Puffer gespeist.
Von höchster Stelle im Puffer zapfe ich heisses Wasser ab.
Dieses fliest jeweils mit dem Rücklauf der FBH über einen elektrisch geregelten Mischer.
DIe Ausgangstemperatur des Mischers wird von mir geregelt (dazu später mehr). Es wird so viel heisses Wasser aus dem
Puffer zum Rücklauf gemischt, wie es der ca. zum aktuellen Heizwärmebedarf erforderlichen Vorlauftemperatur passen würde (dazu später mehr).
Der Ausgang des Mischers führt direkt zum Rücklauf der EWP.
Die Umwälzpumpe der EWP erledigt den Fluss.
In diesem Betriebsmodus fliesst das Heizwasser also einfach nur durch die EWP durch zurück zur FBH (Vorlauf FBH)
Der beschriebene Mischer nimmt je nach Wärmebedarf mehr oder weniger Heisswasser aus dem Puffer hinzu, so dass die Vorlauftemperatur möglichst immer passt.
Die "überschüssige" Wassermenge im Heizkreislauf (durch die Zumischung Pufferwasser) wird dem Puffer an mittlerer Höhe aus dem Rücklauf der FBH wieder zugeführt.
Sobald der Speicher erschöpft ist, führt der Mischer wieder nur noch Wasser direkt vom Rücklauf zur EWP zu.
EWP wird wieder freigegeben.
Besteht noch Heizbedarf springt die EWP wieder an.

So viel zum hydraulischen Funktionsprizip.

EWP abschalten:
Meines Wissens haben fast alle oder sogar alle EWPs einen Steuerung zur Nutzung des EVU-Signals für Sperrzeiten des ENergieversorgers?
Ich würde gerne wissen was das für ein Signal ist, weil ich es eben selbst erzeugen will, um die EWP so für den vorher beschriebenen Betrieb abzuschalten.
Der Vorteil wäre, dass ich keinen weiteren Einfluss auf die Verschaltung und Regelkreise der EWP nehmen muss.

Ihr Heizungsbauer: Kann das funktionieren?
Macht es einer EWP etwas aus, wenn sie NICHT in Betrieb ist und mit wärmerem Wasser als im normalen Betrieb durchflossen wird?
Ich denke die normale Rücklauftemperatur wäre vielleicht 24°C und der Vorlauf vielleicht 35°C. Also fliesst schon 35°C warmes Wasser über den Rücklauf rein und quasi
einfach nur durch (EWP ist ja durchs Sperrzeitsignal aus).
Die Umwälzpumpe, wenn sie denn in der EWP ist kann ja vom Sperrsignal nicht wirklich beeinflusst sein oder?


Nun ein paar Worte zur externen Regelung:
Im Vorlauf ist die Temperatur bei optimaler Regelung naturgemäss immer so hoch, dass die Regelventile der einzelnen Heizkreise nicht unnötig geschlossen sein müssen.
Das bedeutet also, dass die Volauftemperatur immer möglichst gut dem aktuellen Wärmebedarf angepasst werden soll.
Das macht in der Regel die Einstellung der Heizkurve aus.
Ich will keine neue Heizkurve ins Spiel bringen, deswegen nähere ich mich dem Gedanken auf andere Weise, da es hier ja um Energie geht,
die quasi fast kostenlos abfällt (solaranlage oder Kamin). Natürlich kostet Holz Geld und der Pumpenstrom für die Solaranlage und den Kamin auch. Abder Kamin brennt primär
aus anderen Gründen als der Erzeugung von Heizenergie.

Also ich möchte die Temperatur im Vorlauf und im Rücklauf der FBH messen.
Ansatz 1)
Die Regelung ermittelt die Mischtemperatur aus beiden (einfach der Mittelwert, da die Wassermengen ja die gleichen sind).
Diese Mischtemperatur muss ja eigentlich immer einige X Grad über der maximal gewünschten Raumtemperatur im Haus liegen, damit eine Wärmeübetragung statt findet.
Wieviele Grad das sind werde ich für mein Haus nur im Experiment ermitteln können.
DUrch das ständige Überwachen dieser Mischtemperatur kann ich also immer so viel heisses Wasser aus dem Puffer zumischen, das diese konstant bleibt.
Der Vorteil dieser Regelung ist, ich brauche keine weiteren Messstellen und die Regelung ist einfach.
Der Nachteil ist, dass ich solare Gewinne nicht direkt feststellen kann. Es wird ne Weile dauern, bis das Wasser mehr als X Grad wärmer ist als gedacht und ich weniger
Speicherwasser zumischen muss.
Ein weiterer Nachteil ist, dass ich keine Ahnung habe welche Temperatur aktuell im Haus gewünscht ist. Der Wert wäre immer fix auf sagen wir mal 22°C +X

Ansatz 1.1)
Sind viele Heizkreise der FBH wegen geringerem ENergiebedarf geschlossen (Termostate in den Räumen) wird sich bei gleicher Pumpenleistung die Durchflussmenge verändern müssen,
da sich die hydraulischen Umstände im Gesamtsystem verändert haben.
Wenn ich also noch den Durchfluss im Gesamtsystem messe, sollte ich eine veränderte Anforderung im Heizbedarf feststellen können....
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Idee zuverlässig funktionieren kann?

Ansatz 2)
Ich erlange Kenntnis über die Signale der Schieber an den einzelnen Verteilern der FBH für die einzelnen Räume
Sind alle ganz offen und die Mischtemperatur wird geringer, dann mische ich aus dem Puffer solange kontinuierlich LANGSAM mehr Heisswasser zu, bis ich feststelle, dass der erste Schieber
sich zu Schliessen beginnt.
Gehen alle Schieber nach und nach zu, dann ists wohl zu warm und ich regler den Mischer wieder kontinuierlich LANGSAM zurück zu weniger Pufferwasser.
Vorteil wäre, dass ich den direkten Wärmebedarf in den Räumen mit erfasse und auf solare Gewinne reagieren kann.
Weiterer Vorteil wäre ich habe keine feste Normtemperatur von 22°C an der ich mich orientieren muss
Nachteil wäre, dass es schwierig werden können ein "Schwingen" des Systems zu vermeiden.

Ansatz 3)
Eine Kombination aus Ansatz 1) und Ansatz 3) um Hysteresen im System zu minimieren.
Nachteil ist die erhöhte Komplexität der Regelung und die Erhöhung der Anfälligkeit.

Was halten denn nun die Heizungsbauer hier von dieser Idee?
Machbar ist das für mich das weis ich, aber stimmen Eure Erfahrungswerte mit meinen theoretischen Ansätzen überein?
Ist das EVU-Signal "benutzbar"?
Schade ich durch höhere Rücklauftemperaturen (kann ja nicht mehr als vielleicht 35°C sein) zur EWP meiner EWP nicht?
Bleibt die Umwälzpumpe in der EWP in den Sperrzeiten in Betrieb?

Danke für Eure Meinung und Euren Sachverstand!

Grüsse
Oswald

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klausamsee

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Beiträge: 187
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Warum so kompliziert?
Ich habe eine WP und eine Solarunterstützung. Beides läuft im 950l Schichtenspeicher zusammen. Dabei ist die Solarschlange ganz unten (ca. 10-30cm), die WP ist darüber am Puffer (ca. 30-50cm). Die FBH hängt über Mischer zwischen den 10cm und den 50cm. Über allem ist der Brauchwassertank.
Meine Solarpumpe springt an, sobald das Kollektorwasser wärmer als der Speicher in ca. 30cm Höhe ist (also wenn der Kollektor wärmer als Rücklauftemperatur ist). Die WP schaut, ob 1. das Brauchwasser ganz oben warm genug ist, und 2. ob der Heizungsvorlauf OK ist. Ist der Heizungsvorlauf zu kalt, springt die WP an und heizt eine bestimmte Zeit (macht den Speicher also eigentlich zu warm, aber sie sollte halt eine minimale Zeit laufen).
Bringt die Solaranlage genug Wärme, springt die WP nicht an, denn der Vorlauf ist ja OK. Ist der Speicher zu warm, wird der Mischer runtergeregelt. Wichtig ist eine unabhängige Übertemperatur-Notabschaltung der Umwälzpumpe, falls der Mischer mal hängen sollte, denn die Solaranlege schiebt gnadenlos Wärme nach.
Den wasserführenden Ofen würde ich (als Laie, aber WP-Besitzer) jetzt genau wie die Solaranlage anbinden. Dann sollte alles automatisch und ohne viel Aufwand laufen.

Klaus

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Oswald

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Anmeldedatum: 16.12.2008,
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Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
hallo nochmal....

Wo sind denn die erfahrenen Heizungsbauer?
Vielleicht hätt ich mich Marie oder Steffi nennen sollen anstatt Oswald? Wink

Mich hätte ja irgendwie schon interessiert, ob ich auf dem Holz weg bin...

Hab ich mich vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt?
Waren meine Ausführungen zu kompliziert?

Bitte helft mir doch mal vielleicht mit noch ein paar Ratschlägen und/oder Erfahrungen.

Danke!

Oswald

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