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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wärmepumpe - sinnvoll oder Geldverschwendung?

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Altbau

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 19.01.2009,
Beiträge: 16
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo!
Ich habe in den letzten Tagen einige Beiträge hier gelesen. Leider hat mich die Vielfalt doch eher unsicher gemacht.

Zur Situation: wir haben ein EFH gekauft, Baujahr ca. 1900. Ein Energieberater hat vor Ort gemessen, die Ist-Situation aufgenommen und uns Dämmvorschläge gemacht. Wenn diese umgesetzt sind sollen wir eine Heizlast von 8 KW haben (reine Heizung).

Wir würden gerne eine Wärmepumpe nutzen. Der Einbau von Fußboden- und Wandheizungen bietet sich im EG an, da dort noch keine Heizkörper vorhanden sind (bisher Warmluftofen). Im 1. OG würden wir nach Aussage des Heizungsbauers Niedrigtemperaturheizkörper anbringen, damit die Vorlauftemperatur niedrig bleiben kann.

Der Fachhändler vor Ort von Stiebel Eltron hat uns eine Luftwärmepumpe und auf unseren Wunsch auch eine Erdwärmepumpe angeboten. Kostenunterschied 9000 €. Beide sind auf 10 KW ausgelegt (wegen Warmwasser)

Jetzt meine Fragen:
- Lohnt sich eine Wärmepumpe für ein solches Objekt?
- Wie kann ich am besten berechnen, für welche Alternative wir uns entscheiden sollten?
- Muss ein Puffer dabei sein?
- Ist es ausser kostengünstig auch sinnvoll, lieber Heizkollektoren im Garten zu verlegen?

Man sieht, Fragen über Fragen. Ich hoffe, Sie können mir helfen?!?!

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
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8 kW Heizleistung ist nicht viel. Das ist ein Wert, den man mit einer Wärmepumpe gut abdecken kann.
Grundsätzlich würde ich aber die Wärmeübergabe ausschließlich über eine Flächenheizung (Wand- oder Fußbodenheizung) anstreben.
Das Prinzip Erdkollektor funktioniert, wie bei allen Systemen muss es fachlich einwandfrei geplant und umgesetzt werden.

Auf jeden Fall würde ich die Heizlastberechnung und die komplette Anlageplanung über den Hersteller machen lassen, besser ist es. Der Fachhandwerker wird die Installation dann nach den Vorgaben des Herstellers ausführen.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
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Altbau

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 19.01.2009,
Beiträge: 16
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Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Kommen wir denn bei 8 kW Heizleistung mit einer WPF10 hin, wenn sie das Wasser für 3 Personen (max. 4) erwärmen soll?

Ich habe nur wenig Erfahrungsberichte über Wandheizungen gefunden. Daher hatte ich gehofft, dass diese Niedrigtemperaturheizungen in den Schlafräumen machbar wären. Ist der Unterschied für die Leistungszahl denn so groß?

Zu den Erdkollektoren habe ich jetzt vermehrt gelesen, dass die Rasenfläche darunter leidet. Haben Sie dazu eigene Erfahrungen? Habe ich Sie denn recht verstanden, dass Sie auch eher eine Erdwärmepumpe nutzen würden statt über die Außenluft zu heißen.

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transformer

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 06.03.2007,
Beiträge: 88
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Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:-))

Exclamation www.klima-innovativ.de...www.klima-innovativ.de

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Altbau

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 19.01.2009,
Beiträge: 16
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Hallo Transformer,

interessante Seite! Danke für den Link.

Kann jede WP mit Direktverdampfung genutzt werden? Warum wurde uns das bisher von keinem der Fachleute angeboten oder überhaupt erwähnt?

Kann es sein, dass nicht jeder Vertragspartner der Hersteller überhaupt von dem System weiß oder sich damit auskennt, wie man es umsetzt?

In welcher Tiefe sind hier die Rohre zu verlegen? Auch 1,20 - 1,50? Hat das Kupferrohr andere Auswirkungen auf die Rasenfläche als die PE-Rohre?

Vorab schon mal vielen Dank!

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gergenerdwaerme

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 14.08.2006, Wohnort: voelklingen
Beiträge: 166
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Hallo 'Altbau'
Zuerst solltst Du den Ratschlag von T. Heufers beherzigen: gerade im Altbaubereich unbedingt eine genau Wärmebedarfsberechnung erstellen lassen!! Dann Festlegung auf ein System. Die DV-Technik ist - ausser in Deutschlanfd - europaweit voll im Trrend (allein in Frankreicjh laufen mehr als 50.000 !! DV-Anlagen) Die Verlegung erfolgt i.d.R. in einer Tiefe von 80 cm - 1,20 m - je nach Hersteller. Die Rasenfläche wird - wenn die Anlage richtig gerechnet und ausgeführt wurde - nicht beeinträchtigt. Ich schicke Dir gerne Bilder über solche Anlagen wo Du auch die Rasenfläche sehen kannst!
Einfach mailen an gergen_kurt@gmx.de
Tschüß - Kurt Gergen

_________________
Gergen-Erdwärme

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Altbau

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 19.01.2009,
Beiträge: 16
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@ gergenerdwaerme:Vielen Dank - Email ist unterwegs

Hat einer von Euch/ Ihnen auch Erfahrungen mit diesen Niedrigtemperaturheizkörpern? Muss bei Ihrer Verwendung eine höhere Vorlauftemperatur gewählt werden? Laut unserem Heizungsbauer wäre es gar kein Unterschied - Wandheizung oder Niedrigtemperatur-hk. Aber wir überlegen eh, den Heizungsbauer zu wechseln, da er sich bei einigen WP-spezifischrn Dingen so gar nicht auszukennen scheint.

Was sollten wir noch bedenken?

Ist wirklich jeder Hersteller mit DV zu nutzen? Wir haben uns etwas auf Stiebel eingeschossen.

Gruß
Altbau

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Dagwyna

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 19.07.2006,
Beiträge: 6
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Hi,
es gibt nur eine Methode diese Fragen zuverlässig zu beantworten und das ist die Langfristprognose auf 28 Jahre.
Wie hoch werden für die verschiedenen Varianten die Total Cost of Ownership sein? Das ist sehr mühselig aber dann hat man - ceteris paribus - den Kostenvergleich.
Gruß
Dawyna

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GMil

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Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
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Eine TCO-Rechnung habe ich auch probiert, nur enthält die bei dieser langen Zeit so viele und vor allem große Imponderabilien, daß das Ergebnis m.E. bestenfalls statistischen Wert hat. Für die Bewertung einer einzigen konkreten Situation (etwa das eigene Haus) lügt man sich vermutlich gewaltig in die Tasche!

Nur ein Beispiel von vielen: wer hätte anno 2007 die gewaltige Ölpreissteigerung zu Mitte 2008 vorhergesagt? Wer hätte Mitte 2008 prophezeit, daß das Öl schon ein halbes Jahr später billiger sein würde als noch vor 4 Jahren? Wer sagt heute halbwegs begründet, was es Mitte 2010 kosten wird? Wer kann demnach für 28 Jahre einen halbwegs zuverlässigen "mittleren Ölpreis" nennen? Extrapolieren aus der Vergangenheit dürfte jedenfalls nicht klappen. genauso geht es mit anderen Energiepreisen, und die stellen doch die Hauptkosten fast jeder Heizung.

_________________
Gruß

Gerhard

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Dagwyna

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 19.07.2006,
Beiträge: 6
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Dieses Totschlag-Argument ersetzt dann alle Prognosen durch... würfeln?

Für eine rationale Entscheidung müssen eben bestimmte Annahmen getroffen werden. Ein konservativer Prognostiker wird dafür die aktuellen Daten verwenden. Aufgrund der aktuellen Daten können dann die Prognosen erstellt werden, ohne sich auf die Prognose etwa künftiger Energiekosten einzulassen.

Gibt es ein besseres Verfahren zur Entscheidung zwischen den WP-Alternativen?

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Oswald

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Anmeldedatum: 16.12.2008,
Beiträge: 495
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also ehrlich!


So ungenau ist das Ganze gar nicht!
In den letzten 30 Jahren ist meines WIssens der Rohölpreis im Durchschnitt jährlich um 5% gestiegen. Da ändern auch die Kapriolen in den letzten Jahren nichts.

Man kann davon ausgehen, dass innerhalb der nächsten 50 Jahre mit Sicherheit KEIN Öl mehr verfügbar ist.
Mit Gas siehts meines Wissens NOCH schlechter aus.

Angebot, Nachfrage, Politik, Krisen und Abzockerei regeln den Preis.

Ich würde in den nächsten 20 Jahren von deutlichen Preissteigerungen gegenüber den letzten 20 Jahren ausgehen.

Gibts kein Öl oder Gas mehr werden andere Energien benötigt, die augenblicklich nicht im gleichem Masse zur Verfügung stehen.

Aus diesem Grund wird Energie in Abhängikeit vom Rohölpreis über alle Energieformen hinweg steigen müssen!
Ich persönlich glaube nur, dass Öl und Gas mehr steigen müssen als alle regenerativen Energien.

Selbst bei nur 5% jährlich sinds dann in 20 Jahren mehr als der 2,6-fache Preis von heute.


Für die TCO muss dann aber auch die Finanzierungskosten der Investition mit eingerechnet werden.

Grob überschlagen müsste sich das aber rechnen, da die Zinsen zur Zeit noch geringer sind als die durchschnittliche Preissteigerung.

Grüsse
Oswald

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gastherme

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 03.11.2008,
Beiträge: 70
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Oswald hat Folgendes geschrieben:

Aus diesem Grund wird Energie in Abhängikeit vom Rohölpreis über alle Energieformen hinweg steigen müssen!
Ich persönlich glaube nur, dass Öl und Gas mehr steigen müssen als alle regenerativen Energien.
Wobei Strom auch nicht zu den regenerativen Energien zählt. Es ist ein Dilemma, ausser man betreibt die Wärmepumpe mit Öko-Strom. Ob es da einen Wärmepumpen-Tarif gibt? Wink


Zurück zum Thema. Ich habe bei einem Hersteller von Wärmepumpen folgendes gelesen:
Zitat:
Die Kosten für die Erschliessung der Wärmequelle sind bei Sole/Wasser-Wärmepumpen bedeutend höher.

Eine Amortisation, unter Berücksichtigung der höheren Erschliessungskosten und geringeren Betriebskosten, gegenüber Luft/Wasser-Wärmepumpen ist im Leistungsbereich bis 15 kW nicht möglich.

Quelle...Quelle

Wenn diese pauschale Aussage stimmt, wäre für die vorgegebene Heizlast von 8 kW eine Luft-Wasser-Wärmepumpe am wirtschaftlichsten.

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GMil

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
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OK, man kann von den heute aktuellen Werten ausgehen. Das habe ich auch getan und dabei einen Break-even von 68 ct/l Heizöl ermittelt (Stand 09/2007).

Demnach wäre die WP momentan Geldverschwendung (Ölpreis hier 60 ct/l). Noch vor einem halben Jahr war sie dagegen ganz dick im Plus (Ölpreis 98 ct/l).

Wie bringt uns diese Erkenntnis jetzt weiter?

_________________
Gruß

Gerhard

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Dagwyna

Erfahrung: *
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Beiträge: 6
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Bei unseren Voraussetzungen hinsichtlich Monats- und Bodentempraturen liegt der TCO-Break-even gegenüber eine Gasheizung für Sole-WP im 7. Jahr. Wenn die Gas-/Ölpreise steigen, noch füher.

Die Kapitalkosten wurden dabei aufgrund der KfW-Amortisationsraten berücksichtigt.

Da investiere ich mein Geld doch lieber in eine WP statt es auf die Bank zu legen, denn die Zinsen reichen für die höhere Gas-/Ölrechnung n i c h t.

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gastherme

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 03.11.2008,
Beiträge: 70
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Ihr könnte ja mal in den Thread ...Thread reinschauen.

Da habe ich mich mit dieser Spielerei auseinandergesetzt:

http://www.mein-haus-spart.de/energierechner/santool.html...

Mein Fazit war: Nach durchgeführten Dämm-Maßnahmen steigt die Amortisationszeit für WP gegenüber herkömmlichen Wärmequellen deutlich. Oder was meint ihr?

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