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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Luft-Wasser Pumpe / Wärme-Bedarfsberechnung EFH 160m2

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vonDato

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo
Bin ganz am Anfang der Planung eines neuen Heizsystems mit Wärmepume für mein EF-Haus, und will möglichst nichts falsch machen.
Wie kann ich zuverlässig berechnen, welche Pumpenstärke ich brauche und welche Grösse Speicher?
Bekannt ist der Jahresbedarf der letzten 10 Jahre mit einem antiquierten Elektro-Zentralspeichersystem von Elcalor: 1400Liter Speicher, 13,54 kW Power - 160 m2 Wohnfläche insgesamt, wovon unterstes Stockwerk im Halbkeller (Wohnraum mit Bad) meist nicht beheizt.
Ich möchte keinesfalls überdimensionieren. Ist es sinnvoll, die unterste Etage mit eigenem Speicher zu versehen, den man nur bei Bedarf auflädt? Kann man überhaupt zwei Speicher mit einer Wärmepumpe beheizen - und ist so was sinnvoll?
Im Augenblick beheizen wir 100m2 mit einem Nachtstrom-Speicher, der gross genug ist für die 160m2, und entsprechend überflüssige Energie frisst.
Bodenheizung ist da, bis jetzt war das untere Stockwerk an der gleichen Zuleitung wie die oberen zwei Stockwerke.
Vorlauftemperaturen bei -2 Grad nachts und ca. +2 Grad tagsüber von 32 Grad ergeben grade mal 18 Grad Innentemperatur.
Trinkwasser-Boiler von 300 L ist ausreichend.
Das Haus ist ein Backsteinbau von 1989, mit sehr vielen Holzfenstern mit Doppelverglasung. Nicht ideal isoliert und nicht sehr einfach zu dämmen, Lage des Hauses in der Südschweiz, sonnig gelegen, Dachneigung und Dachstruktur probblematisch für Solarzellen.
Ist da eine Luft Wasser Pumpe überhaupt eine sinnvolle Lösung? Bisher bestand der Vorteil 35 % günstigerer Nachtstromtarife.

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Thomas Heufers

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Von einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe rate ich in dieser Situation ab!
Der Wirkungsgrad in einem schlecht isolierten Gebäude ist bei einer LW-WP ungünstig, die COP (Jahresarbeitszahl) fällt mit steigendem Heizenergiebedarf(W/m²) und falscher Auslegung der Wärmeübertragung. Die CO2-Bilanz ist unter den genannten Bedingungen sicherlich sehr schlecht. Energiepreise - Man muss heute bei der Anschaffung davon ausgehen, dass der Stromtarif für Wärmepumpen in Zukunft nicht mehr quersubventioniert wird, d.h., dass es in Zukunft auch keinen günstigeren Sondertarif geben wird.

Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-hau...e/Daten/WP-Bericht-2006-07.pdf

Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste
http://energie-effizientes-hau...M-BW-Checkheft-Waermepumpe.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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vonDato

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Vielen Dank für den äusserst kompetenten Rat - diese Infos sind mir sehr nützlich. Die beiden Links enthalten Daten, die sich wohl jeder Luft-Wasser-Pumpen Interessent zu Gemüte führen sollte, bevor er sich dafür entscheidet.
Doch bleibe ich jetzt doppelt ratlos. Eine Erd-Pumpe mit Tiefensonde wäre toll, geht aber leider nicht, da der Zufahrtsweg (nur eine schmale Fahrbahn) über hügeliges Gelände die Anfahrt mit der tonnenschweren, riesigen Bohrmaschine schlicht unmöglich macht.
Was bleibt da noch übrig? Pelletheizung (wenn alle damit anfangen, sind schnell die letzten Bäume weg) ? Womöglich ist das aber doch das beste.
Im Moment brauchen wir jährlich für die Heizung 12 000 - 19 000 kWh, inkl. Heisswasser, je nach Winter - und heizen nur einen Teil des Hauses (auf max. 18 Grad). Frieren verbessert die Energiebilanz zwar, wird aber mit zunehmendem Alter immer unangenehmer.
...Was ist da zu machen? Wenn du ein Foto des Hauses sehen würdest wäre klar, dass eine 20-cm Ummantelung prakisch unmöglich ist. Wir müssen irgendwie das Beste rausholen, das machbar ist - nur was? Alles so seinlassen - bis die Heizung den Geist aufgibt? Das kann's doch auch nicht sein. Was krieg ich mit 30'000-40'000 Euro hin? Hierzulande ist alles fast doppelt so teuer wie in Deutschland.

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vonDato

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Nur noch etwas :
Kann mir jemand sagen, um wieviel schlechter eine Elektro-Speicherheizung mit Heizstabsystem (vor 40 Jahren entwickelt, vor 20 Jahren eingebaut) gegenüber einem modernen Thermopumpsystem bei der Erzeugung einer analogen Raumtemperatur abschneidet? Eine Wärmepumpe soll angeblich meinen Stromverbrauch um 50% senken.
Bekannt ist dem Heizungsbauer jedoch nur das Leistungsverhältnis im Vergleich zu einer Oelheizung. Ist mir etwas dubios.

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Oswald

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Hallo!

Eine elektrische Direktheizung kann bei ideelen Bedingungen 100% Wirkungsgrad erreichen.
Das bedeutet 1 kWh Strom wird eine kWh Wärme.
Leider sind es keine 100% sondern eher im besten Fall 95-98%.

Wenn es sich dann noch um eine Nachtspeichergeschichte handelt kommen noch die Verluste der Speicherung dazu.

Ich würde schätzen, dass der Gesamtwirkungsgrad dann höchstens noch 80% erreichen kann.

Ergo 1 kWh Strom wird zu 0,8 kWh Wärme.

Eine moderene korrekt berrechnete Sole/Wasser Wärmepumpenanlage ereicht eine JAZ von mindestens 3,5 -4,5.... sagen wir der Einfachheit mal 4,0.
Das bedeutet es werden aus 1kWh Strom 4kWh Wärme.

Bei einem Haus mit Jahrewärmebedarf von sagen wir mal 10000 kWh kostet die EWP ohne Wartung und Investitionskosten bei einem Strompreis von 20 Cent /kWh 500,- € Strom im Jahr.
Eine Investition von 20000,- € auf 20 Jahre sind dann der Einfachheit halber 1000,-€/Jahr

Das macht zusammen 1500,-€ / Jahr

Die Direktheizung kostet mal ganz gering geschätzt nur 5000,- €. Das macht in 20 Jahren 250,-€ / Jahr
Der Verbauch liegt bei 10000kWh Energiebedarf aber bei 2500,-€ /Jahr.

Das macht dann zusammen 2750,-€ / Jahr.

Die Differenz bilden kann das wohl auch schon ein Grundschulkind! Wink

Die Stromkosten sind deutlich weniger als 50%. Zusammen mit den Investitionskosten sind etwas mehr als 50%.
Aber 1250,- € im Jahr haben und nicht haben sind schon 2500,-€ Smile

Wenn man diese 1250,-€ jetzt in 5 Jahren noch in eine Solar-Unterstützung investiert, spart man vielleicht noch mal geschätzte 100,- -150,- €/ Jahr

Also ich weis nicht was es da noch zu sagen gibt?

Mit Öl-heizung sieht es etwas besser aus. Da kommen aber noch Kosten für Tanks und Lieferung dazu. EInen Schornstein braucht man auch und den will der Schornsteinfeger regelmässig "inspizieren". Der Tankraum braucht Platz, den man im Haus "opfern" muss.

Strom ist eigentlich im Vergleich zu Gas und Öl ein SEHR teurer Energielieferant. Das Verhältnis von eingesetzter Energie zu gewonnener Wärme macht das Ganze allerdings wieder interessant.

Ich habe KEINE Ahnung wie sich der Strompreis in den nächsten 20 Jahren verändern wird. Der Öl und Gaspreis MUSS sich aber nach meiner Meinung gewaltig verändern, da Wissenschaftler den Peak-Oil Punkt für die nächsten 12 Jahre vorhersagen. Das heisst das weltweite Fördermaximum wird bis 2020 erreicht. Danach kann Öl nur noch exorbitant im Preis steigen, da es sicherlich wichtiger wird. Kunsstoffe mit dem Erdöl herzustellen als damit Autos zu betreiben oder Häuser zu heizen.

Man muss sich schon selbst entscheiden aber meiner Meinung nach ist Öl und Gas auf längere Sicht zum scheitern verurteilt.

Grüsse
Oswald

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Thomas Heufers

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Hinweis der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz:
Elektrische Direktheizungen sind für den Dauereinsatz nicht zu empfehlen.
http://ecotec-energiesparhaus....elektrische_direktheizung.html


Vielleicht sollte man auch 'mal über Dämmmaßnahmen nachdenken, denn nur so lässt sich wirklich Energie einsparen oder besser gesagt, Energieverbrauch vermeiden. In Zukunft wird ein immer größerer Teil des Haushaltseinkommens für Energiekosten Verwendung finden, wie kann man da eine Direktheizung anpreisen.
Information zu Dämmmaßnahmen im Bestandsbau sind unter folgenden Links abrufbar:

BINE - Altbauten effizient sanieren
http://energie-effizientes-hau...tbauten-effizient-sanieren.pdf

BINE - Altbau - Fit für die Zukunft
http://energie-effizientes-hau...ltbau-Fit-fuer-die-Zukunft.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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vonDato

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Erstmal danke Oswald,
für die Erläuterungen zur Speicherheizung. Jetzt wird mir auch klar, wie die Jahresarbeitszahl im Bezug zur erzeugten Wärme zu verstehen ist. Du rechnest mit Jahresarbeitszahlen von 4 - 4,5.
Allerdings sind die JAZ bei Luft-Wasser-Pumpen offenbar nicht so rosig, wie von den Herstellern behauptet - in Wirklichkeit sind sie sogar unter 3. Zumindest, sofern ich das Testresultat von 2006 der Agenda Gruppe 21 im Rheinland richtig interpretiere (siehe Link auf Thomas Heufers erstem Beitrag). Die fanden heraus, dass der Luft-Wasser Pumpentyp nur JAZ 1,2 - 2,6 bringt. Das, im Bezug auf die Pumpen, nicht aufs Gesamtsystem!
Mit einer JAZ von 2,6 hätte ich schon einen Gewinn. Bringt die Pumpe aber nur 1,2 zustande (was ebenfalls vorkommt), lohnt es sich kaum noch.
Es wäre gut zu wissen, welche Herstellermarken gute Zahlen bringen, und welche nicht. Der Test nennt leider keine Produktnamen.
Tatsächlich wurde mir auch empfohlen, erst mal eine Wärmedämmung anzubringen. Das sind dunkle Wolken am Budget-Horizont, fürcht ich.

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vonDato

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Danke Thomas,
Die Links sind wieder super. So im Ueberschlag würd ich meinen, wir liegen energetisch im Durchschnitt (gelb bis orange wohl). Toll: in Deutschland gibt es Fördermittel - augenblicklich in der Schweiz (Tessin) überhaupt nichts. Energieberater: die Berufsgattung steckt hier noch in den Kinderschuhen.
Ich glaub, eine kompetente Analyse wird erstmal nötig sein. Ich werd'mich mal umsehen, ob ich jemand mit der nötigen Eignung finden kann.

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Oswald

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Also Luft/Wasser WP oder gar Luft/Luft halte ich persönlich für einen Kompromiss zwischen "moderner" Technik und Kosten sparen, da man auf die kostenintensive Erdbohrung verzichten kann

Ein klein wenig faul finde ich den Kompromiss aber schon, was die ermittelten JAZ ja dann auch deutlich machen.

Beim Neubau bekommt man ja immer eine Wärmeberechnung und Bewertung der Anlagenzahl mitgeliefert.
Je geringer die Anlagenzahl umso effizienter die Haustechnik und umso weniger Primaärenergie wird verheizt

Alles über 0,7 sollte man eigentlich gleich in den Mülleimer werfen!

Wie Thomas Heuffers immer und immer wieder schreibt ist das allerallerwichtigste eine gut gedämmte Gebäudehülle!
DANACH kommt eine perfekt abgestimmte Haustechnik.
DANN kommen meiner Meinung nach alle anderen AUsstattungswünsche.

Ich würde also erst mal Fassade ordentlich dämmen. Bevozugt eine Aussendämmung, wenn es sich um nachträgliche Dämmung handelt.
Evt. DANACH Fenster sanieren, damit die neuen Fenster keine unnötigen Wärmebrücken in der Fassade hinterlassen.
Dann mal Gedanken machen welche Art von Heizung es sein soll.
Luft/Konvektion oder Flächenheizung oder Strahlungsheizung
Welche Heizungssysteme sollen miteinander kombiniert werden?
Kaminofen? FBH? Gebläse? Radiatoren? oder sonst was
Daraus ergeben sich die erzeugten Temperaturen der "Lieferanten" und die benötigten Temperaturen der "Verbraucher".
Daraus wiederum ergeben sich schon die Auschlusskriterien welche Technik vernünftig eingesetzt werden kann.

Dann entscheidet sicherlich auch noch mal das Budget.

Aber Dämmung ist am besten investiertes Geld, weil weniger Verbauch mit JEDEM Heizsystem EInsparungen bringt.

Ich empfehle als gute Laieninformation ein Buch:
Ratgeber-energiesparendes-Bauen-Thomas-Königstein

Dort wird sehr gut erklärt was man wie machen kann und welche VOr- , Nachteile und Kosten damit verbunden sind.
Übrigens ist das Buch auch bei Sanierungen ein guter Ratgeber, finde ich.

Grüsse
Oswald

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vonDato

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Ja, danke, so seh ich das auch.
Das heisst: längsseitig hinten (Nord) 50m2, Ost etwa 30m2,
das Hauptproblem ist die Dämmung vorne rum etwa 45m2 Mauer, sehr viele Fenstertüren, ganz schlecht wegen der vorgebauten Längsterrasse, dann noch 40 m2 West, dazu der Keller-Küchenteil von nochmal mindestens 25 m2
Insgesamt grobgeschätzt 200 m2 zu 100 Franken hierzulande, etwa 130'000 Euro noch ohne die 12 Fenstertüren und 8 kleineren Fenster. Dann noch Fenster und Heizung - nochmal 100'000 Euro - warum reissen wir nicht gleich alles ab? Sad Ich bin total am Ende.

Und ich bin ja kein Einzelfall. 70% der Einfamilienhäuser sind in der Schweiz in ähnlichem Zustand. Ein Riesenpotential an Energiesparmöglichkeiten - aber keiner kann es sich leisten.

Toll. So sieht die Welt aus. Der No-return Punkt wird in 40 Jahren erreicht sein - und es ist einfach nicht zu schaffen. Tschüss. Aus. Ich glaube nicht mehr dran Shocked , dass die Welt zu retten ist.

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vonDato

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Upps, ich Idiot: so schlimm ist es ja gar nicht...
Rechnungsfehler: es sind ja nur 20'000.- . Na dann nichts wie los. Die Welt kann doch noch gerettet werden.

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Geier

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Zitat: "Eine Erd-Pumpe mit Tiefensonde wäre toll, geht aber leider nicht, da der Zufahrtsweg (nur eine schmale Fahrbahn) über hügeliges Gelände die Anfahrt mit der tonnenschweren, riesigen Bohrmaschine schlicht unmöglich macht."

Wir haben im vergangenen Jahr eine Wärmepumpe eingebaut. Dabei wurden auf meinem Grundstück - ausgehend von einem 1,5 m tiefen Graben - 12 Spiralsonden mit je drei Metern Länge vergraben. Das Ganze wurde vom Tiefbauer mit einem kleinen Bagger und entsprechenden Aufsätzen in drei Tagen bewerkstelligt. Von der Kostenseite her war dies auch deutlich günstiger als eine Tiefenbohrung. Vielleicht käme das für euch infrage?

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Oswald

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Hallo

Also bei so iel Fensterfläche kann man doch auch noch was anderes machen!

Im "Ratger engergiesparendes Bauen" von Thomas Königstein steht, das man mit sogenannten Kastenfenstern einen Dämmwert annähernd wie modernstes 3-fach verglaste Thermofenster erreichen kann.
"hinter" (also von innen) die eigentliche Verglasung kommt eine einglasige Fensterreihe (man muss dann also ZWEI Fenster öffnen).

Dann verliert man allerdings ein wenig Wohnraum durch vielleicht 5-10cm Absetzung nach innen.
Dafür kostet das natürlich erheblich weniger als komplett neue 3-fach-Verglasung mit entsprechend gedämmten Rahmen.
Die Rahmen sind nämlich die "Energie-Verschwender" durch die Wärmebrücken in der Umfassung.
Heizkörper vor Fenstern kann man mit entsprechend alukaschierten Platten gegen das Strahlen zum Fenster raus entschärfen.

Dann habe ich auch noch einen interessanten Bericht über Luft-Solar-Konvektoren im Selbstbau gelesen, den ich wohl gleich meinen Eltern empfohlen habe. (http://www.copy-net.de/Solar/Solar_neu.html)

Auch mit wenig Geld kann man zumindest erst mal die Dämmung und Solare Energie für "fast" zum Nulltarif nutzen.... selbst in der Schweiz! Wink

Grüsse
Oswald

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