Hallo Götz,
keine.
Eine 10 kW WP kannst du noch mit einer Sonde betreiben, Doppel-U 40x3,7. Würde die Spreizung dann etwas höher wählen, 4°. Da hast du noch etwas Luft. Wichtig: Solekonzentration nicht höher als 20% Ethylenglykol, sonst steigt die Viskosität. Habe selbst 17%.
Je nachdem wie großzügig deine Auslegung ist könntest du auch erst mal versuchen, eine tiefe Sonde nur mit Wasser ohne Frostschutz zu betreiben. In der Schweiz wird das häufiger gemacht, und auch hier gibt es solche Anlagen. Die laufen besonders gut. Wenn du in diese Richtung denkst würde ich zusätzlich eine Verfüllung mit optimiertem Material empfehlen, das bringt in der Spitze 2° und damit mehr Abstand zur Frostgrenze. Eine Anbindung ( falls notwendig ) muß dann aber tief genug liegen.
Bist du denn sicher daß es 10 kW sein müssen? Hast du da 300 m² Wohnfläche? Etwas kleiner wäre hydraulisch günstiger.
Gut, aber 10 kW geht. Bei 20% Sole und 4° Spreizung hast du dann in der Sonde einen Druckverlust von 260 mBar - ohne Umlenkung am Sondenfuß etc.
Als Solepumpe würde ich dir eine Wilo Stratos 30/1-8 empfehlen. Eine 30/1-6 würde auch reichen, aber etwas Reserve kann nicht schaden. Die Pumpe regelst du dann herunter über die Spreizung als Maßstab. Bei einem angenommenen Gesamt-Druckverlust von 5,5m braucht die Pumpe dann 60 Watt
Hört sich nach einem Neubau an. In so einem Fall würde ich die Anbindeleitung genau 0 Meter lang machen: möglichst bohren bevor die Bodenplatte gegossen wird. Genau den Standort ausmessen, wo später die WP stehen soll und exakt dort bohren. Das spart die Anbindeleitung und den Graben und verhindert effektiv jegliche Entlüftungsprobleme. Einen Sammler brauchst du bei einer tiefen Bohrung auch nicht, ein T-Stück plus 90° Bogen kosten nur ein paar Euro.
Der Aufstellungsort der WP ist sowieso extrem wichtig. Sollte so gewählt werden, daß man keine Zirkulation für Warmwasser braucht. Also bei unterkellertem Haus exakt unter Küche und Bad. Vom Abgang der WW-Leitung oben am Speicher sind es dann nur 4,50m bis Zapfhahnhöhe im Obergeschoß. Dazu kommen 2-4m seitlicher Versatz, prinzipiell lassen sich also alle Zapfhähne mit höchstens 8m Leitungslänge erschließen. Das kann dann eine 15er Leitung sein bzw 12er in der Küche. Ist dann immer weniger als 1 Liter, bis WW da ist. Eine solche Planung spart Primärenergie und einen Haufen Geld - viel weniger und dünnere Leitungen, keine Zirkulationspumpe usw.
Falls kein Keller da ist sollte die WP in einen Hauswirtschaftsraum direkt an Küche/Bad angrenzend, dort die richtige Wand aussuchen.
Grüße
Frank