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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Erdwärmespeicher - Moresbyhaus

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Deffner

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo! Die Firma moresbyhaus in HH bietet ein System an, bzw. hat dieses schon mehrfach gebaut, bei welchem sehr große Solaranlagen (ca. 20 qm²) eingesetzt werden. Verbunden mit einem 1.500 l Speicher, welcher im Sommer schnell voll ist, werden die Solarüberschüsse über den Sommer ins Erdreich unter das Haus geleitet. Das Erdre ich wird nach Ansicht der Firma so nach und nach erwärmt, so dass es im Winter eine deutlich höhere Temperatur hat! Hier läuft dann auch der Erdwärmetauscher hindurch, so dass die kalte Luft stark vorgewärmt ins Haus gelangt, da sie durch die warme Erde geführt wird.

Kennt jemand von euch dieses System, bzw. hat jemand Erfahrungen mit der Firma???

Viele Grüße, Deffner Question

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Kann es sein das es sich dabei um jenni Speicher handelt?
http://www.jenni.ch/pdf/Energie_fuers_Leben.pdf...

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bernhard geyer

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Deffner hat Folgendes geschrieben:
... werden die Solarüberschüsse über den Sommer ins Erdreich unter das Haus geleitet. Das Erdre ich wird nach Ansicht der Firma so nach und nach erwärmt, so dass es im Winter eine deutlich höhere Temperatur hat!

Würe ich nicht viel darauf geben. So wie bei einem Sole-WP mit Bohrung das Erdreich um die Bohrung sich nach einigen Tagen/Wochen wieder erhohlt/erwärmt so wird bei dieser Lösung der überwiegende Teil der Wärme sich verteilen so das der Wärmegewinn gering ist. Die fehlende Energie bei Kalten bewölkten Wetter wird vermutlich mit einem Heizstab nachgeliefert.

Lass dir mal die Verbrauchsdaten vor Ort von einem schon bestehenden Haus geben. Vor allem wenns jetzt noch kalt ist und die Solarkollektoren bei bewölkung fast keine Leistung liefern.

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Deffner

Erfahrung: *
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Es handelt sich nicht um das Jenni-System. Es soll so funktionieren, wie ich beschrieben habe. Ist auf der Seite der Firma auch nachzulesen. Auch Viebrock-Haus bietet das System bei den sogenannten 1-Liter Häusern an. Ich konnte mir auch nicht so recht vorstellen, dass das Erdreich die Wärme lange hält...

Ich werde mir auf jeden Fall solche Häuser anschaun, schließlich hat die Firma schon einige davon gebaut. Ich bin gespannt! Wink

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Wie Kurt Gergen schon sagte, lass Dir Referenzen zeigen und unterhalte dich direkt mit Anwendern, die ein solches System über mehrere Jahre im Einsatz haben.

Grundsätzlich habe ich bei diesem System arge Bedenken.
Unterhalb des Baukörpers sollte man keine Wärmespeicherung ausführen, das führt zu Problemen mit der Bauphysik. Die Festigkeit des Planums für das Einbringen einer Sohlplatte muss auch gegeben sein, es sind aufwendige, fachlich einwandfreie Verdichtungsarbeiten erforderlich. Mit Pfahlgründungen, die in HH durchaus üblich, könnte das zwar anders aussehen, jedoch hat eine starke Wärmeentwicklung unterhalb der Bodenplatte langfristig Einfluss auf die Gründung.
Unterhalb des Baukörpers kann sich das Erdreich nicht regenerieren, ein Erdkollektor oder besser eine Erdsonde sind hier im Vorteil.

Fazit: Den ganzen Aufwand kann man sich eigentlich sparen, wenn man von vornherein einen sehr gut gedämmten Baukörper herstellt. Diese ominösen Energiespeicher mit der umfangreichen Peripherie verschlingen immense Kosten und machen nicht wirklich autark.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
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Deffner

Erfahrung: *
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Beiträge: 6
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Hallo Thomas! Solche Bedenken hatte ich auch schon... das Gebäude wird als Passivhaus gebaut. Einzige Heizquelle ist ein Ofen, angeschlossen an den großen Pufferspeicher und die Solaranlage. Optional eine Lehmwandheizung in einigen Räumen. Das war's. Durch das warme Erdreich soll die Luft halt schon ordentlich warm am Wärmetauscher ankommen...

Ich bin gespannt, wenn ich mich mit den Leuten unterhalte...

Für Interessierte: http://moresbyhaus.de/technikSub.php#waermeverteilung...

Dort unter "Solaranlage" ist die Technik etwas beschrieben...

Schönen Sonntag noch!

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gastherme

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Anmeldedatum: 03.11.2008,
Beiträge: 70
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Deffner hat Folgendes geschrieben:
... werden die Solarüberschüsse über den Sommer ins Erdreich unter das Haus geleitet. Das Erdre ich wird nach Ansicht der Firma so nach und nach erwärmt, ...
Ui, wirds da im Sommer nicht ganz schön warm im Boden, wenn man dort die gesammelte Wärme von 20qm Solarkollektoren deponiert?

Ich stelle mir vor, dass es unterhalb der Bodenplatte ruhig, kühl und dunkel zugehen sollte. Wenn da ein Haus drauf steht, wird es dort relativ konstant geschätzte 5° C haben. Was aber passiert dort, wenn das Erdreich für eine längere Zeit auf über 30° C erwärmt wird? Auf einmal fängt es an zu leben?

Von Viebrockhaus habe ich auch schon mal gehört. Dieser Anbieter macht laut Webseite das oben beschriebene bei ihrem sog. "1-Liter-Haus", siehe hier

http://www.viebrockhaus.de/energiesparen/1-liter/...

Die bieten auch eine sog. "Transmissionswärme-Rückgewinnung" an. Dabei wird angeblich die Wärme der Luft hinter der Verklinkerung genutzt. Und neuerdings soll es eine "Klimapumpe" geben.

Was mir dabei nicht gefällt: Der Anbieter nennt bereits Vorhandenes um (Klimapumpe=Wärmepumpe) oder benutzt bekannte Begriffe falsch. Wie sonst könnte das "1-Liter" Haus nur KfW40-Förderung, das "2-Liter" Haus nur noch KfW60 bekommen?

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