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Bonnie
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Beitragvon Bonnie » 09.01.2009 12:14 Uhr

Hallo erstmal,

wir haben ein Fertighaus von 1986 mit einer größe von 150 m²
in welchem wir mit 4 Personen wohnen.
Unsere Junkers Wärmepumpe TE 60 braucht, unserer Meinung nach zu vie Strom.
Grade jetzt, wo es so kalt ist, Tagsüber o- minus3 C° und Nachts bis minus 11C° liegen wir bei ca 90kwh in 24 Std.
Sicher läuft hier jetzt auch die Zusatzheizung (ZH) weil die Anlage es nicht mehr schafft die Temperatur zu erhöhen. Bis zu 3 Stunden, um nur 2 C° mehr Rücklauftemperatur, so das dann (endlich) die ZH mithilft.
Haben wir eventuell eine zu kleine Anlagre eingebaut?

Es wäre schön, Antworten zu bekommen
Bonnie

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.01.2009 16:45 Uhr

Die Klagen über Wärmepumpen in Gebäuden mit schlechterem Dämmstandard häufen sich in den letzten Tagen.
Hiermit bestätigt sich, dass Wärmepumpen unter den ungeeigneten Bedingungen (schwache Isolierung und/oder Heizkörper als Wärmeüberträger) schnell ihr Limit erreichen und der Heizstab zum Dauereinsatz kommt, weil die Vorlauftemperatur zu hoch liegt und die Wärmequelle erschöpft ist. Vermutlich gilt das auch für Dich.

Um die Situation genauer einzugrenzen.
Wie wird die Wärme übergeben - mit Fußbodenheizung oder konventionell über Heizkörper?
Welchen U-Wert haben die Gebäudeteile der Warmhülle - Dach, Wand, Fenster etc.?

Gruß

Thomas Heufers

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Bonnie
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Beitragvon Bonnie » 09.01.2009 16:50 Uhr

Hallo Thomas,

danke für die schnelle Antwort.
Welchen Wert unser Haus hat kann ich dir nicht sagen.
Wir Heizen mit Heizkörpern, hatten vorher schon eine Niedertemperaturheizung und damit "NUR" ca 2200 Liter Heizölverbrauch im Jahr für Warmwasser und Heizung.

Bonnie
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Beitragvon wiesenthaler » 09.01.2009 18:14 Uhr

90 kWh/Tag sind ne Menge Holz. Auch wenn das Haus schon 1986 in Fertigbauweise gebaut wurde, so sollte es doch nicht mehr als 120 kWh/m²/Jahr Verbrauchen.

Zum Vergleich

Wir haben Bj. 1995 mit 78,95 kWh/m²/Jahr nach EnEV und haben bei 749 m³ Gebäudevolumen mit 188 m² FBH (238m² Nutzfläche) die berechnete Heizlast von 9,6 kW mit der 9,7 kW WP ziemlich genau getroffen. Wir haben selbst die stärkste Frostnacht (-28°C) vom 06. zum 07. Januar ohne Heizstab überstanden, allerdings war die Raumtemperatur von 22,5°C auf 20,9 °C gefallen, obwohl die WP am Stück durchgeackert hat. (Sole war von ca. 5°C auf 2,6°C abgefallen).

Wenn also Heizlast und Wärmebedarf genau berechnet wurden und die WP-Leistung sowie die Wärmequelle und -senke darauf ausgelegt sind, dann ist die WP eine E-Stab freie Zone.

Unsere Verbräuche der letzten Tage

06.01. 47,6 kWh bei -18°C im Tagesmittel
07.01. 49,9 kWh bei -17°C im Tagesmittel
08.01. 47,5 kWh bei -6°C im Tagesmittel (WP musste das ausgekühlte Haus wieder auf Raumsoll hochbringen und gebadet wurde auch)

aktuelle Raumtemperatur 22,6 °C bei -11°C AT und wir werden auch heute wieder unter 50 kWh bleiben.
Bonnie
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Beitragvon Bonnie » 09.01.2009 22:02 Uhr

[quote="
Wenn also Heizlast und Wärmebedarf genau berechnet wurden und die WP-Leistung sowie die Wärmequelle und -senke darauf ausgelegt sind, dann ist die WP eine E-Stab freie Zone.
[/quote]


Wie berechnet man die Heizlast und den Wärmebedarf?
Wir glauben allmälich, das wie eine Wärmepumpe eine N. größer gebraucht hätten.

liebe Grüße von
Bonnie
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Beitragvon wiesenthaler » 10.01.2009 17:54 Uhr

Hallo Bonnie

Normalerweise werden diese Berechnungen vor Erstellen der Heizungsanlage von einem Fachmann durchgeführt (Energieberater oder kompetenter Heizungsbauer) :lol: ...

Es sollten die U-Werte der Wände, der Fenster und des Daches bekannt sein, sowie die Fläche der Gebäudehülle. Daraus lässt sich dann berechnen, wieviel Wärme durch Transmission verloren geht. Die Heizlast wird meines Wissens (ich bin da absoluter Laie) für einen ganz bestimmten Auslegungspunkt berechnet. Dafür gibt es einen Klimakennwert für deine Region. Bei uns wurde die Heizlast so berechnet, dass mit der Anlage bei -15°C Außentemperatur das gesamte Haus auf 20°C Raumtemperatur gehalten bzw. gebracht wird und das schafft unsere WP auch problemlos.

Wenn du diverse Suchmaschinen bemühst und "Heizlast berechnen" eingibst, dann müsstest du zumindest einen groben Anhaltspunkt bekommen. Für die Wärmebedarfsberechnung spielen noch andere Faktoren eine Rolle, wie z.B. nutzbare solare Gewinne etc. Genauere Hinweise sollten dir die Experten hier im Forum geben können.

Ist die Junkers eine Luft/Wasser WP oder hast du Sole/Wasser?

Gestern haben wir bei -9°C Tagesmittel 49,1 kWh verbraucht (Nachtfrost war wieder bei -20°C) und heute bleiben wir deutlich unter 40 kWh. Raumtemperatur im WZ aktuell 23,4°C. Sole ist wieder auf 6,4°C geklettert.

Klaus B
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Beitragvon Klaus B » 11.01.2009 19:51 Uhr

Hallo Bonnie,habe eine Nibe 1120 mit einer Leistung von 8kW bei 0W35.Denke mal das du eine Leistung von 6kW bei 0W35 hast.Habe auch ein Fertighaus von 1989 mit einer Wohnfläche von 180m².Mein Ölverbrauch vor der WP lag zwischen 2000 und 2200l.Brauche im Moment bei diesen Temperaturen ungefähr um die 30kW am Tag an WP-Strom.Die WP läuft dann so 10-12 Stunden innerhalb von 24 Stunden.Nun das wichtigste, die Wärmequelle.Sie ist bei mir zur Zeit Grundwasser.Über einen zusätzlichen Plattentauscher erhalte ich so um die 8° Soleeingangstemperatur und die unabhängig von der Laufzeit der WP.Das ist das eine. Das andere ist die Kontrolle an deiner WP wann und warum sich der Heizstab zuschaltet.Also Bedienungsanleitung her und mal ein Wochenende VOR der WP verbringen und schauen was SIE so treibt um eventuell den Stromverbrach zu senken.Ein Tipp:auf jedenfall alle Heizkörperthermostate voll auf und die erforderliche Wärme über die VL bzw RL einzustellen.

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