Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
Doctores
Beiträge: 3
Registriert: 06.01.2009 11:35
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Doctores » 07.01.2009 11:53 Uhr

Hallo, bin neu hier und möchte von euch Feedback über eine mir vorgeschlagene Solarthermie-Anlage bekommen.
Habe ein Haus im Süden Deutschlands mit bestehender neuwertiger Buderus Ölheizung (Niedrigtemparatur, leider) gekauft.
Wohnfläche beträgt ca. 200 qm, keine FuBo-Heizung, Haus ist von 1991, 4 Pers.-Haushalt, Dach genau nach Süden, ohne Verschattung, 26 Grad Neigung.
Von einem ortständigen Heizungsbauer wurde mir eine Solarthermie-Anlage von Teufel&Schwarz vorgeschlagen, mit einem ProClean Speicher PC1000 und TiSun-Aufdachflachkollektoren (16qm).
Preis etwa 22.000€ inkl. Montage.
Was haltet Ihr von Teufel/Schwarz, hat jemand Erfahrung mit dieser Firma? Ist die Größe Speicher und Kollektoren vernünftig gewählt? Kosten, okay oder...?
Vielleicht habt Ihr was für mich, danke, erstmal, Edi.

Thomas Heufers
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 2226
Registriert: 21.07.2006 14:22
Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 25 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: 8-12 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon Thomas Heufers » 07.01.2009 12:22 Uhr

Beim Institut für Solartechnik SPF der Hochschule für Technik in Rapperswil/Schweiz werden Solarwärmeanlagen auf Standfestigkeit, Umweltfreundlichkeit und Solarertrag geprüft.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/infothek____.html#Rubrik-Solarthermie

Die einwandfreie Planung einer Solaranlage ist auch unter vorgenannten Links ebenfalls beschrieben. Eine Neigung von 45° ist empfehlenswert, nur so kann man in der kalten Jahreszeit gute Erträge für die Heizungsunterstützung realisieren.


Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 51 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 07.01.2009 13:44 Uhr

Die Anlage ist viel zu schlecht und zu teuer.
Wo im Süden?
Habe gerade eine in München fertiggestellt,etwaas besser und preisfreundlicher.
RobertB
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 54
Registriert: 20.11.2008 23:10
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon RobertB » 07.01.2009 16:07 Uhr

Kenne mich mit den genannten Herstellern leider nicht aus. Daher ein paar Überlegungen...

Dem Preis und der Größe nach zu urteilen handelt es sich um eine Anlage zur Heizungsunterstützung. Da Du mit Heizkörpern heizt, brauchst Du eine hohe VL-Temperatur, die die Kollektoren u.U. nicht liefern. Wichtig ist daher, die Einbindung in die bestehende Anlage gut zu machen, damit die in der Übergangszeit eher niedertemperierte Wärme vom Dach gut genutzt werden kann. Und dazu braucht es eine intelligente Steuerung, die den Kollektoren Vorrang gibt, wenn auf dem Dach etwas zu holen ist. Aufständern auf 45° scheint mir wichtig, um in der Übergangszeit genug Sonne auf den Kollektor zu bekommen.

Wie soll nach dem Umbau Warmwasser erzeugt werden? Kommt das auch von der Sonne? Nur dann ist die Investition auch gerechtfertigt. Da die Ölheizung schon eine WW-Bereitung und Speicherung haben wird, ist auch da ggf. eine intelligente Einbindung wichtig. Oder Du erzeugst WW direkt mit dem neuen Speicher.

Gibt es u.U. den Wunsch, einen wasserführenden Kamin- oder Pelletofen in die Anlage zu integrieren? Dafür sollte beim anstehenden Umbau mitgedacht werden, wo ein Ofen angeschlossen wird und mit welcher Steuerung (ggf. derselben, die jetzt für die Solaranlage verbaut wird) später die Speicherbeladung durch den Ofen erfolgen kann.

Enthalten sein sollten in dem Paket die Kollektoren, der Speicher, die Steuerung, Pumpen, Armaturen, Solarausdehnungegefäß, Verrohrung, Isolierung, Solarflüssigkeit und die Solarleitung vom Dach in den Keller. Und natürlich Berechnung, Montage und Einweisung.

Der Preis scheint mir insgesamt gerechtfertigt, wenn Du am Ende eine energiesparende Anlage hast, mit der Du die Sonne optimal nutzen kannst (zum Heizen und für WW) und wenn zukünftige Optionen (z.B. ein Holzkessel) bedacht sind. Vermutlich bleibt von der alten Anlage dann nur noch der Ölkessel als Wärmeerzeuger übrig. Auf Kompromisse (z.B. Sonne trägt nicht zum WW bei) würde ich mich bei dem Preis nicht mehr einlassen.

Grüße
Robert
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 51 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 07.01.2009 16:55 Uhr

Warum nicht eine Luftwärmepumpe mit einem 300 Liter Pufferspeicher integrieren?
Das WW wird natürlich auch gnaz einfach mit einer Brauchwasserwärmepumpe erzeugt.
Mit so einer Kombination ist man auf jeden Fall günstiger als mit Solar.
Die Luftwärmepumpe kann dann z.B. 80% der Heizlast abdecken,der Ölkessel springt dann nur noch als Spitzenlastkessel an.
Wenn tatsächlich die 22.... im Raum stehen dann kann man locker den alten Öler gegen eine sehr gute Luft-WP austauschen.
Förderung gibt es außerdem.
Doctores
Beiträge: 3
Registriert: 06.01.2009 11:35
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Doctores » 07.01.2009 17:12 Uhr

ad RobertB:
Danke für die ausführliche Antwort. In der Tat ist es so, dass die WWbereitung mit integriert ist, dass die Option für einen wassergeführten Scheitholzkamin mitbedacht ist und dass in der Tat im Angebot sämtliche Verrohrung, Isolierung, Montage, Einweisung u.ä. enthalten ist.

ad machtnix:
Wieso ist die Anlage schlecht?

Ist eine Luftwärmepumpe für Heizkörper geeignet? Die zieht doch dann wirklich enorm Strom? Oder?

RobertB
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 54
Registriert: 20.11.2008 23:10
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon RobertB » 07.01.2009 17:17 Uhr

@doctores:

habe mir die tisun-Anlage im Internet mal angeschaut. Als Alternativen fallen mir Solvis, Varmeco, Consolar mit ähnlichen Anlagenkonzepten ein, wenn Du einen Vergleich haben möchtest.

Grüße
Robert
RobertB
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 54
Registriert: 20.11.2008 23:10
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon RobertB » 07.01.2009 17:32 Uhr

Doctores hat geschrieben:Danke für die ausführliche Antwort. In der Tat ist es so, dass die WWbereitung mit integriert ist, dass die Option für einen wassergeführten Scheitholzkamin mitbedacht ist und dass in der Tat im Angebot sämtliche Verrohrung, Isolierung, Montage, Einweisung u.ä. enthalten ist.


puuuuhhhh, dann habe ich also doch nicht zu viel bezahlt.

Bin übrigens mit meiner Anlage (Varmeco 014-2 mit 12 m² Kollektor, 850 l Speicher) recht zufrieden. Einziger Kritikpunkt an dem Konzept ist die große Anzahl von Pumpen, da Wärmeflüsse zwischen Erzeugern, Speicher und Heizkreis stets durch Pumpen gesteuert werden. Das sorgt für etwas mehr Stromverbrauch.

Bei den Umwälzpumpen für Solar und Heizkreise kann man Energiesparpumpen einsetzen, das spart nochmal so 50 % Stromverbrauch ein. Außerdem gibt es dafür Förderung von der Bafa (insgesamt 300 €), was ca. die Hälfte des Aufpreises abdeckt. Da die Heizungspumpen Strom wie ein dauernd laufener Kühlschrank brauchen, amortisiert sich die Anschaffung garantiert. Leider ist ein späterer Tausch nicht so einfach wie beim Kühlschrank.

Beim Hersteller der Anlage würde ich nachfragen, ob seine Steuerung Energiesparpumpen unterstützt.

Grüße
Robert
Doctores
Beiträge: 3
Registriert: 06.01.2009 11:35
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Doctores » 07.01.2009 18:01 Uhr

Danke RobertB,
habe gerade noch einen Kostenplan über eine ConSolar Anlage erhalten mit dem Solus II Speicher 850 ltr und hier jetzt allerdings mit 10 qm Röhrenkollektoren, zusammen für 19500.
Diese Größenordnung scheint wohl Bestand zu haben.
Hab nur Bedenken wg. Hagelschlag und Röhren, da wir hier in Südbayern doch mind. 1x im Jahr stärkeren Hagel haben.

Grüße, Edi.
RobertB
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 54
Registriert: 20.11.2008 23:10
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon RobertB » 07.01.2009 18:20 Uhr

Hagelschlag und Solaranlage: Wenn die Solaranlage beim Hausversicherer angemeldet wird, kann es einen Aufpreis auf den Beitrag geben. Die Solaranlage wäre aber dann gegen Hagelschlag versichert wie das ganze Haus.

Aber wenn genug Dachfläche vorhanden ist, was spricht dann für Röhrenkollektoren?

mfg
Robert

Nächste

Zurück zu Solarthermie, Solaranlagen, Kollektoren, solare Wassererwärmung



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Entscheidungshilfe Solarthermie, Kosten