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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Fertighäuser

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Gasi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 02.01.2009,
Beiträge: 12
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Hallo,

bin auf der Suche nach einem Fertighaushersteller.

Habe mir Kam.., Schwö...., Webe.... angeschaut.
Was mich stutzig macht ist der Energieverbrauch dieser Niedrigenergiehäuser bzw. KfW-Häuser.

Die beiden ersten Haushersteller bauen auf eine Lüftungsheizung.
Ich denke sowas ist erst bei einem Passivhaus sinnvoll, aber wenn ich auf die Seite von Schwö... gehe, ist hier eine Beispielrechnung eines Wärme-Direkt-Hauses (Lüftungheizung) abgebildet:
Durchschnittlicher Energieverbrauch 28 kWh
Wohnfläche 150 m²
Preis je kWh 0,1512 € (EnBW Wärmepumpenstrom)
macht: 28 x 150 x 0,1512 = 635,04 € zzgl. Zähler (EnBW 121,26 €)
zusätzlich nutzen die Kunden schwerpunktmäßig (1 -) 3 RM Holz.
Ein RM Holz kostet ca. 75 €. Drei kosten also 225,- €

Wenn ich unterm Strich rechne komme ich auf ca. 1. 000 € an Energiekosten. (Ob da Warmwasserbereitung inkl. ist weiß ich nicht)

Was ist daran günstig? Bei einem Energiebedarf von 28 kWh x 2,7 als Primärenergieschlüssel komme ich auf 75,6 kWh, das ist ja nicht mal ein KfW 60 Haus.

Welcher (großen) Fertighaushersteller könnt Ihr mir empfehlen und mit welcher Heiztechnik?

Gruß

Gasi

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Gasi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 02.01.2009,
Beiträge: 12
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Hier noch der Link zur Energieverbrauchsseite:

http://www.schwoerer.de/de/energiespartechnik/waerme-direkt-haus-info....

Gruß

Gasi

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Wärmefux

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 15.12.2008,
Beiträge: 16
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Hallo,

dieses System beinhaltet aber eine Wärmepumpe.
Wenn diese eine JAZ von nur 2,7 (Äquivalent zum Primärenergiefaktor) bringt, dann sind das auch 28kWh/m²a Primärenergie.
Also kann von KFW40 ausgegangen werden.
Wenn aber noch mit einer Holzheizung nachgeholfen werden muss,
dann ist der Energiebedarf sicherlich höher.
Aber nur so lassen sich ggf. die KFW40 Forderung erfüllen.

_________________
Viele Grüße
Wärmefux

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Wärmefux

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 15.12.2008,
Beiträge: 16
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Sorry,

da es sich hierbei tatsächlich um 28kWh Elektroenergie handelt, ist der Verbrauch schon mächtig gewaltig. Und dann noch Holzfeuerung dazu.

_________________
Viele Grüße
Wärmefux

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Es gibt zwei Ansätze ein Energiesparhaus nach KfW 40-Kriterien zu bauen.
Einerseits nach dem Primärenergiebedarf, beispielsweise mit einer schwach gedämmten Gebäudehülle und einer CO2-neutralen Holzheizung.
Andererseits ist es vorausschauender konsequent energiesparend zu bauen, also mit einer sehr gut gedämmten Gebäudehülle und dann mit einer entsprechend klein ausgelegten Heizungsanlage, die den geringen Wärmebedarf gut abdeckt. Im letzteren Fall kann dann sogar eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe die geschickteste Lösung sein.
In folgendem Infoblatt ist dieser Zusammenhang verdeutlicht.
http://energie-effizientes-hau...rhaeuser-und-Passivhaeuser.pdf

Grundsätzlich interessant ist auch der Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-hau...e/Daten/WP-Bericht-2006-07.pdf

Vorsicht ist natürlich geboten, wenn eine Lüftungsheizung zum Einsatz kommt. Dann müssen die Rahmenbedingungen darauf ausgelegt sein, sonst hat diese schmale Investition in die Lüftungsheizung ein teures Nachspiel.
Um sicher zu gehen, sollte man auch bei niedrigem Energiebedarf eine wassergeführte Flächenheizung einplanen. Besser ist es.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 06.01.2009 20:17, insgesamt einmal bearbeitet

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Gasi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 02.01.2009,
Beiträge: 12
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Hallo,

danke für die Beiträge und Erfahrungswerte.

Wir sehen von Fertighausherstellern (mit normalen KfW 40 oder 60 Häusern) die reine Lüftungsheizungen nutzen (nennt man glaube ich auch Luft-Luftwärmepumen) ab. Deshalb kommt Kam.. und Schwö... für uns nicht in Betracht. Bei Webe..... habe ich gesehen, werden auch wasserführende Heizungsanlagen angeboten, gerade wenn man nicht gleich ein Passivhaus bauen will. Ich denke bei einem KfW 40 bzw. 60 Haus bietet sich eine Sole-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung gut an.

Übrigens, würde man das Lüftungsbeheizte Haus mit Öl oder Erdgas beheizen, sehe meine die Rechnung doch wie folgt aus:

28 kWh x 150m² x 0,06 €

(Ich gehe davon aus 1 m³ Erdgas / 1 l Öl entsprechen 10 kWh, deshalb 0,06€ je eine kWh, da ja 10 kWh wiederrum 0,60 € kosten)

dann habe ich Heizkosten von ca. 250 € pro Jahr!
Das muß man sich mal geben!!!

Also Lüftungsheizung mit Nachheizregistern nur im Passivhausbereich (unter 15 kWh) sonst ist dies nichts als eine teure Stromheizung!

Was meint Ihr?

Gruß

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roro

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.11.2006,
Beiträge: 946
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Ich würde immer nur einen Weg gehen, nämlich zuerst schauen, dass die Heizlast möglichst gering ist (< 30W/qm inkl. WW) und dann eine sinnvolle Heizung einbauen (WP oder Pellets).
KfW60 ist schlechter Standard bei einem Neubau ist KfW40 oder besser anzustreben.

Ein Stromverbrauch von 28 kWh pro qm mit eine WP ist nicht akzeptabel für einen Neubau.

Ich habe selbst ein Fertigteilhausgenaut (185 qm in Österreich) und benötige mit meiner WP ca. 15 kWh/ ( qm a).

_________________
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Gasi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 02.01.2009,
Beiträge: 12
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Was für einen Fertighaushersteller könnt Ihr mit Werten Energiewerten < 30 kWh je m² empfehlen?
Hat jemand schon gute Erfahrungen mit Webe..... aus Linx gemacht, die bieten verschiedene auch wasserführende Heizungssysteme an. Selbst der U-Wert von 0,15 find ich nicht schlecht.
Bin für jegliche Anregung offen. Wir wohnen in Baden-Württemberg, deshalb wäre ein ansässiger Fertighaushersteller sehr gut, den könnten wir vorab auch anschauen um nicht die Katze im Sack zu kaufen und nach Refernzen fragen.

Gruß

Gasi

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RobertB

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 20.11.2008,
Beiträge: 54
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Hallo,

ich kann kleinere Hersteller aus der Region wärmstens empfehlen, weil man da auf Augenhöhe verhandelt und mehr Flexibilität besteht. Wir konnten unser Haus (fast) ohne Einschränkung frei planen, ohne dass ein Aufpreis angefallen wäre.

Unsere Region ist allerdings NRW...

mfg
Robert

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Oswald

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 16.12.2008,
Beiträge: 495
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ja hallo....


danwood baut unter Anderem wunderbare preisgünstige Fertighäuser...
oder EBH Senzig.....

Wenn Du aus BW kommst dann Badenland...

Grüsse
Oswald

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Gasi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 02.01.2009,
Beiträge: 12
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Danke für Eure Tipps.

Ich hoffe auch andere Forumleser, die mit dem Gedanken spielen, ein Fertighaus zu bauen, habe ich mit meiner Suche angeregt, um Hausherstellern, die mit Luft-Luftwärmepumen / Lüftungsheizungen, "das Blaue vom Himmel versprechen", ohne dabei Passivhaus-Standard zu bieten (Endenergiebedarf <15 kwh), einen großen Bogen zu machen.

Grundsätzlich bin ich der Meinung die Wärmepumpe muß zum Haus passen. Deshalb im Neubau: Sole-Wärmepumpe monovalente Auslegung mit Fussbodenheizung bei KfW 40 oder 60 Standard.

Bei Luft-Wasserwärmepumen muß man kritisch hinterfragen, ob diese wirklich günstiger sind als eine Öl (dies sollte man eigentlich nicht verheizen) oder Erdgas sind, da der reine Energiepreis von Strom das 2,5 fache von Öl und Erdgas beträgt. Deshalb muß die JAZ der Wärmepumpe immer deutlich darüber sein, da die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe auch noch höher sind.

Gruß

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ulmenweg

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 12.01.2009,
Beiträge: 7
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Hallo,

habe seit 1 Jahr ein Lignotrend Haus (Fa. Bräuer in Dietenhofen war mein Vertragspartner oder unter: http://www.lignotrend.com/...
).

Würde wieder mit Lignotrend, da extrem genau gefertigt und sauberst verarbeitet. Würde aber die Gewerke/Handwerker unbedingt aus der näheren Umgebung und nur noch über einen Auftragspartner wählen. Zur Info: Lignotrend ist hat keine Ständerbauweise, sondern hat vollverleimte Holzwände (viel mehr Holz und gute Dämmung im Winter).

Der Grundriss wurde von einer Architektin gemacht, allerdings hätte das Bräuer auch kostenlos gemacht, wir hätten hier nochmals die Honorare sparen können, aber hinterher ist man klüger.

Energie-Versorgung:
Desweiteren habe ich eine Goldenenergy Wärmepumpe zur Heizung und Warmwasseraufbereitung. Um es vorweg zu nehmen... das Ding funktioniert nicht, noch nicht mal nach einem Jahr. Habe schon die 3. WP mit Wärmetauscher im Haus. Heizkörper sind noch nicht mal warm, ohne meinen Lohberger Holzherd wären wir aufgeschmissen gewesen - ein Holzhaus auf Basis WP ohne Ersatzenergiequelle im Notfall ist zu riskant.

Appropos Wärmepumpen-Erfahrungen, siehe unter:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/Default.aspx?t=98267&headlin...

Das sagt schon alles, ich stehe nicht alleine und ich würde nicht mehr... und wenn dann von einer richtigen Markenfirma mit gutem Service und kein Bastelwerk...

Ulme.

PS: Sollten sich Goldenenergy Leidensgenossen einfinden, so meldet Euch bitte, gemeinsam sind wir stärker...

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Gasi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 02.01.2009,
Beiträge: 12
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So, habe mich entschieden, es wird ein WeberHaus mit Sole-Wärmepumpe und Fussbodenheizung zusätzlich noch einen Kaminofen mit 4 KW Leistung. Da die Sole-Anlage monovalent laufen soll, also ohne "Heizstäble", habe ich bei einer Heizlast von 6 KW, eine Wärmepumpe mit 8 KW gewählt (auch wegen der Warmwasserbereitung). Damit wäre das leidige Thema Luft-Luftwärmepumpe / Lüftungsheizung bei mir vom Tisch. Bei Temperaturen wie derzeit (- 12 bis - 18 Grad) will ich keine Experimente in meinem zukünftigen Haus. Und schon gar nicht dauernd Holzheizen!

Noch eine Anmerkung zum Thema Altbau, wer da mit dem Thema Wärmepumpe spielt und sogar noch einer Luft-Wasserwärmepumpe, bei dem sollten wirklich alle Faktoren des Bestandshauses passen (Dämmung, große Heizflächen etc.), sonst kann ich dazu nur ein sagen: FAHRLÄSSIG, selber schuld, aber es gibt immer welche die es besser wissen!

Gruß

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