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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Warnung vor zu großer Wärmepumpeneuphorie bei Altbausanierun

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wp-fan

Erfahrung:
Anmeldedatum: 16.03.2008,
Beiträge: 3
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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Liebes Forum

Im Jahre 2006 habe ich in meinem 2- Familienhaus Bj. 1980, 180m² Wohnfläche, Außenmauerwerk Porotonstein mit 8cm Wärmedämmputz und Fußbodenheizung eine Hautec Wärmepumpe* als Ersatz für einen Buderus Ölheizkessel mit Warmwasserspeicher einbauen lassen.
Die Gesamtkosten betrugen hierfür, incl. 4 Bohrungen á 48m, 25000€.

Der Ölverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung betrug bis dahin im 10-Jahresschnitt ziemlich genau 4000 Liter pro Jahr. Bei einem angenommenen Ölpreis von 0,50€/Liter ergibt das Heizkosten von 2000€/Jahr.

Die neu eingebaute Wärmepumpe verbrauchte im vergangenen Jahr 11355 kwh Strom. Die Kosten hierfür betrugen incl. Zählergebühr 1644,07 € (RWE Rhein-Ruhr AG).

4000 Liter Heizöl -> 40000kWh -> 2000€
-> 11355 kWh -> 1644€

Der Verbrauch der Primärenergie reduziert sich um 72% !
Die Heizkosten reduzieren sich um 17,8% !

Die Einsparung beträgt nach heutigem Stand 356€/Jahr, dies bedeutet bei einer Investition von 25000€ eine Amortisation bereits nach 70,2 Jahren vorausgesetzt es treten in dieser Zeit keine weiteren Schäden auf und der Strompreis bleibt gleich!

Merke: Eine Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 72% bedeutet keine Kostenersparnis um 72% !!!

Dies wird in der Werbung oft anders dargestellt!

*Typ: Hautec Carno Sole-Wasser 14,8 KW R407c sowie Warmwasser Wärmepumpe mit 300L Speicher HWBW-K 1,6kW 230V R134a.

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fdl1409

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 02.12.2006, Wohnort: Bad Laasphe
Beiträge: 286
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Die Einsaprung an Primärenergie liegt, wenn man die Umrechnungfaktoren korrekt für Öl mit 1,1 und Strom mit 2,7 ansetzt, bei gut 30%.

Kann verstehen daß du enttäuscht bist. Vielleicht sollten wir mal schauen, wieso deine Anlage so schlecht läuft. Dein Verbrauch ist viel zu hoch. Hätte hier mit 7.000 kWh gerechnet.

Ich habe persönlich ganz andere Erfahrungen. Habe ein 8-Familienhaus in klimatisch ungünstiger Lage saniert und auf Erdwärme umgestellt. Vorher 70.000 kWh Nachtspeicherstrom und 5.000 Liter Öl und ungemütlich kalte Räume.
Nachher überall schön warm, Ölverbrauch Null und WP-Strom im vergangenen Jahr 20.600 kWh. Die gemessene Arbeitszahl liegt bei 4,11 einschließlich sämtlicher Nebenverbräuche.
Meine Heizung läuft auf Radiatoren mit 45/35° Auslegungstemperatur.

Grüße
Frank

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GMil

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Diese Erd-WP hat in der Tat einen überraschend schlechten Wirkungsgrad!

Meine Zahlen hatte ich auch veröffentlicht; hier die Kurzform: Altbau aus 1987, keine Dämmmaßnahmen, L/W-WP zu gut 15 k€. Ölverbrauch vorher 2.500 - 2.700 l; WP-Verbrauch im 1. Jahr 9.200 kWh (im 2. Jahr erwarte ich weniger; der bisherige Verbrauch bestätigt dies).

Ölkosten angenommen mit 86,3 ct/l (dem Realwert am Jahrestag des Einbaus) -> 2.157 €.

Stromkosten (WP-Tarif) 1.294 €; Ersparnis daher 863 € / Jahr. (Zählergebühren einerseits und Meß- und Kehrgebühren andererseits weggelassen).

Die neue Ölheizung hätte ca. 8.000 gekostet (Voranschlag vorhanden); der Mehrpreis der WP betrug also gut 7 k€. Nur diese sind für die Amortisation von Belang.

Selbst unter der Annahme, daß der neue Öler sparsamer mit dem Öl umgegangen wäre, würde sich die Sache bei den genannten Preisen in knapp 10 Jahren rechnen.

Nun lag der Ölpreis jüngst für ein paar Tage tatsächlich wieder bei um die ca. 50 ct/l. Da wird die WP tatsächlich unrentabel; der Break-even meiner Anlage liegt über alles bei etwa 68 ct/l.

Eine WP hält nach Herstellerangaben ca. 20 Jahre. Ich persönlich glaube nicht, daß der Ölpreis auch nur die nächsten 5 Jahre davon unter 1 € / l bleiben wird.

_________________
Gruß

Gerhard

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Der Beitrag von WP-Fan offenbart es.
Keine Wärmepumpe, wenn die Bedingungen nicht optimal sind.

Für jeden Interessenten an dieser Technik empfehle die Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste des BW-Wirtschaftsministeriums.
http://energie-effizientes-hau...M-BW-Checkheft-Waermepumpe.pdf

Wissenswert ist auch der Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-hau...e/Daten/WP-Bericht-2006-07.pdf

Stiftung Warentest und Ökotest haben auch Ihre Beiträge dazu abgegeben.
Die Verbraucherzentralen bieten gegen geringes Entgelt ein Bauenergieberatung an.

Man kann es nur immer wiederholen.
Der reine Austausch einer Gas- oder Ölheizung durch eine Wärmepumpe löst kein Energieproblem, sondern wechselt nur den Energieträger ohne wirklich Kosten einzusparen.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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ulmenweg

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 12.01.2009,
Beiträge: 7
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
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JUNKERS Wärmepumpen


Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
dem nachfolgenden Link ist nichts mehr hinzuzufügen:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/Default.aspx?t=98267&headlin...

zu viel Hype - zu wenig zufriedene Kunden - zu viel Stromverbrauch - zu laut - zu schlechte techn. Unterstützung - Heizungsbauer und Wärmepumpenleute sind nicht 100% kompatibel - zu teuer - Strom ist am Ende auch nicht viel billiger und öklogischer.

Das o.g. Forum ist nicht schlecht und gibt einige Auskünfte. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich nie für Golden Energy entschieden.

Ulme.

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