WPn
vergleichen kann man schon, nur eben nicht per Programm, sondern indem man in den Herstellertabellen (so erreichbar) die Meßpunkte heraussucht, die einen interessieren.
Relevant für mich wären da z.B. die Außentemperaturen -15, -10, -5, 0, +5 °C und die zugehörigen Vorlauftemperaturen, die vom realen Haus abhängen. Die sind natürlich bei -15 °C AT deutlich höher als bei +5 °C, aber
wie hoch sie sein müssen, bestimmen Heizung, Haus und Mensch, da hilft kein COP und keine JAZ.
Genau deshalb interessiert sich auch die BAFA nicht für eine real erreichte JAZ, sondern für die theoretischen, prognostizierten Maximalwerte, die der Hersteller nach bestimmten Vorgehensweisen errechnen muß, ähnlich dem Normverbrauch beim Auto. Ist dieser Wert beim Kauf der Pumpe hoch genug, gibt's die Förderung, sonst eben nicht. Welche Werte die WP im tatsächlichen Betrieb erreicht, interessiert die BAFA nicht.
Aus beiden Werten (AT und VT) kann man über die Kurven auch die abgegebene Leistung ermitteln bzw. ablesen, was meistens zu einer großen Ernüchterung führt, wenn die WP nicht modulieren kann. Dann sieht man nämlich z. B. erst, daß eine 10 kW-WP bei A-10/W55 plötzlich nur noch 3 kW abgeben kann, und es wird schnell klar, daß dieser Pumpentyp schon knapp unter Null den Heizstab braucht (oder daß man ihn alternativ kraß überdimensionieren muß).
Modulierende WPn kommen nicht deshalb ohne Heizstab aus, weil deren Hersteller zaubern können, sondern weil diese Pumpen tatsächlich überdimensioniert sind: eine 10 kW - Pumpe könnte da in Wirklichkeit im Frühjahr auch mal 14 kW oder mehr liefern, nur tut sie das nicht, sondern sie nutzt diese Reserven, um bei - 10 °C wenigstens noch 8 kW liefern zu können statt 3 wie ihre Constant-speed-Kollegin.
Wer jetzt die Mod-WP noch so auslegt, daß ihm diese 8 kW bei -10°C ausreichen, hat die richtige, effiziente WP und benötigt nie einen Heizstab. Heizstäbe sind bekanntlich die schlechtesten "WPn" mit COP = 1.