Hallo zusammen,
da ich auch über eine Mini-KWK im Mietshaus nachdenke, habe ich mich auch schon umgehört, aber ein ziemlich anderes Bild erhalten.
Grundsätzlich rechnet sich ein Mini-KWK meist erst, wenn man den Strom vergütet bekommt. Und dabei muss man wegen dem neuen KWK-Gesetz ab 1.1.09 wohl genauer hingucken, denn es gibt jetzt auch für den intern genutzten und den ins Netz eingespeisten Strom 5,11 Cent pro KWh (bei Mini-KWK zumindest) als KWK-Zulage. Das heißt man hat einen Zähler am Mini-KWK und für den produzierten Strom gibt's die Zulage - egal, ob er eingespeist oder lokal verbraucht wurde.
Für den eingespeisten Strom wird zusätzlich die EEX-Baseload bezahlt, also grob 7 Ct oder so, je nach Marktlage.
Macht in Summe schon mal etwa 12 Ct.
ABER über Jahr gesehen, wird das Mini-KWK nur einen Teil des Gesamtstrombedarfs decken. Es sei denn man heizt auch im Sommer, um Strom zu haben!?
Wenn im Winter viel geheizt und damit Strom produziert wird, ist aber auch lokale Verbrauch hoch (lange Dunkelheit, lauschige Abende vorm Fernseher...), so dass der Strom wahrscheinlich zum Großteil lokal genutzt, also nicht eingespeist wird. Das hieße wiederum nur die schmale Zulage
Wenn man den gesamten Strom aus dem Mini-KWK anständig vergütet bekommen will, also mehr als bloß die Zulage, wird es kniffelig.
Hab erst gedacht man liefert quasi immer an den EVU zu halbwegs planbaren Konditionen, daber das wäre wohl eher doof, weil die Vergütung deutlich unter dem Strompreis liegt, und geht wohl auch nicht wegen der Entbündelung von Netz und Erzeugung und so...
Heißt für mich, dass ich eigentlich Stromhändler werden muss, den Mietern all ihren Strom verkaufe und halt einen Teil davon im Mini-KWK erzeuge und den Rest irgendwo einkaufen muss!?
Klingt spannend, ist aber eine Mega-Aufriss und für mich als kleinen Hausbesitzer wohl ein paar Nummern zu groß.
Jetzt ist bei alle dem die Nebenkostenabrechnung noch außen vor, weil es hier nur um den Strom geht, der nebenbei produziert wird. Bei mir würde ein alter Kessel ersetzt und damit dürfte trotz der Stromerzeugung - hoffentlich - der Gasverbrauch sinken.
Aber wenn man wie unten beschrieben den Gewinn teilen soll/muss, die Investition aber nicht, kann man das Ganze ja eh vergessen, oder?
Hoffe auf Eure Antworten und ein wenig (kwk-erzeugtes) Licht im Dunkel,
Strometheus