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Hüni
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Beitragvon Hüni » 17.12.2008 12:48 Uhr

Hallo,

wir wohnen seit zwei Monaten in einem Neubau, Freistehendes Einfamilienhaus.
Unsere Luft/Wasser Wärmepumpe Stiebel WPL13 verbraucht zurzeit 1250kwh pro Monat. Ich finde das sehr viel und bin etwas Enttäuscht über die Anlage und vor allem über meinen Heizungsinstallateur. (keine Einweisung) Ich hoffe, dass vielleicht jemand für uns ein paar gute Tipps zur Einstellung der Anlage hat?

Wir haben einen Pufferspeicher 200L, einen Wasserspeicher 290L und den Wärmpumpen-Manager, alles von Stiebel.
Tagbetrieb(Sommerbetrieb) FBH 20,5°; Nachbetrieb =Absenkbetrieb 19,0°, Warmwasser 47° =24std Betrieb, Bivalenztemparatur -5,0°, Der Manager zeigt ständig ein Symbol an, das laut Betriebsanleitung für Verdichter steht, aber es gibt keine Erklärung in der Betriebsanleitung, was macht der Verdichter? Muss man den einstellen?
Kann man auch die Zirkulationspumpe regulieren? Zeitschaltuhr?

2 Personen, 180m² Wohnfläche mit Fussbodenheizung.
2 Etagen vollgeschossig, Laut Energieausweis Verbrauch 70 kwh(m²),

Vielen Dank!

roro
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Beitragvon roro » 17.12.2008 13:30 Uhr

Vorab
Laut Energieausweis Verbrauch 70 kwh(m²)


So hat man im vorigen Jahrtausend gebaut. Richtig günstig wird Dein Haus nie zu heizen sein. Über welchen Zietraum hast Du die 1250 kWh benötigt, für einen normalen Dezember wirst Du schon so um die 1000 kWh benötigen.

Welche VL-Temperatur hast Du eingestellt. Gibt es eine ERR bzw. wurde ein hydraulischer Abgleich durchgeführt?

Der Verdichter gehört zum WP-Kreis.
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Beitragvon Hüni » 17.12.2008 14:07 Uhr

Hallo,

Danke für deine Antwort.
Naja, mit dem vorherigen Jahrtausend ist wohl übertrieben.

Mindestanforderung für Neubau Energieauseis liegt bei 105kwh. Energiesparhäuser liegen bie 60kwh und besser, also liegen wir noch gut. Der Durchschnitt liegt eher höher als 70kwh.

Zurück zur Frage: die 1250kwh Strom haben wir in vier Wochen verbraucht. Was ist ein ERR? Ein hydraulischer Abgleich wurde nicht durchgeführt.

Ich habe mal gehört, das der Jahresverbrauch in unserer Größenordnung bei 4500-5000kwh pro Jahr liegen soll. Wenn man schon für einen Monat soviel verbraucht (zwar kalter Wintermonat), dann kommt die Jahreszahl wohl nicht hin.
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Beitragvon roro » 17.12.2008 14:36 Uhr

Mindestanforderung für Neubau Energieauseis liegt bei 105kwh. Energiesparhäuser liegen bie 60kwh und besser, also liegen wir noch gut.


Richtig Energiesparhäuser beginnen bei 60 und das sehe ich bereits als schlechten Standard an.

Ich habe mal gehört, das der Jahresverbrauch in unserer Größenordnung bei 4500-5000kwh pro Jahr liegen soll.


70*180/2,7=4666 kWh (Die 2,7 ist der Primärenergiefaktor Strom und nicht die JAZ).

Wahrscheinlich wurde aber nicht mit 180 sondern mit 220-250 gerechnet sodass Du mit ca 5000-5500 kWh pro Jahr rechnen kannst.
Da ist 1250 kWh in 4 Heizwochen zwar etwas hoch, aber nicht überraschend, vor allem wenn man keine hydraulischen Abgleich durchgeführt hat, und die Zirkulation oft läuft. Das sind schnell einmal 2-5 kWh pro Tag Mehrverbrauch möglich.

ERR=Einzelraumregelung. Die solltest Du vorab einmal deaktivieren (=Alle Regler auf) bis ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde.

Nocheinmal meine Frage.

Wie hoch ist Deine VL-Temperatur.

BTW: Ein solches Haus dürftest Du in unserem Bundesland (Steiermark , Östereich) gar nicht mehr bauen, da ist 60 kWh/(qm a) als Minimalanforderung vorgeschrieben und das bereits seit dem 1.1.2003.
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Beitragvon Hüni » 17.12.2008 14:54 Uhr

Die Vorlauftemperatur liegt bei 32°.

Den Hydraulischen Abgleich kann oder sollte wahrscheinlich nur ein Fachunternehmen machen?
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.12.2008 15:50 Uhr

Grundsätzlich sollte man mit dem Kundendienst des Herstellers Kontakt aufnehmen. Wenn man die Einstellungen der Anlage dokumentiert hat, kann diese kurzerhand dem Kundendienst übermitteln. Notizen zum Gebäude und zum Heizungsaufbau sollten auch mitgeteilt werden. Der Heizungsbauer sollte auch über die Kontaktaufnahme zum Hersteller informiert werden.

Der hydraulische Abgleich ist für Energiesparhäuser nach KfW 40 und 60 vorgeschrieben, Einzelraumregelungen auch. Die Nachtabsenkung senkt nicht immer den Verbrauch, den Vergleich mit oder ohne Nachtabsenkung kann man einfacherweise am Zähler (Zählerstand 22:00 Uhr, Zählerstand 6:00 Uhr) ablesen.

Der Verbrauch einer ständigen Zirkulation ist nicht unerheblich. Besser ist eine Relaisschaltung für den echten Bedarf, z.B. beim Betreten des Badezimmer durch einen Taster.

In folgendem Link ist die Einstellung von Fußpunkt und Heizkurve leicht verständlich beschrieben.
http://energie-effizientes-haus.de/html/heizkosten_sparen.html
Darüber sollte sich jeder energiesparende Nutzer Gedanken machen. Nur der Nutzer kann den optimalen Fußpunkt und die ideale Heizkurve finden.

Da es sich um einen Neubau handelt, würde ich bei der Massivbauweise nach 1 bis 2 Jahren von normalen Verbräuchen ausgehen. Es befindet sich noch viel Feuchtigkeit im Gemäuer, folglich ist der Tansmissionswärmeverlust noch relativ hoch.

Technisch müsste es sogar möglich sein, dezentrale Heizungsumwälzpumpen hinter der WPL 13 einzusetzen.
Diese Technik kommt aber erst im Frühjahr 2009 auf den Markt. Die dezentrale Heizungspumpe bietet viele Vorteile.
- kein hydraulischer Abgleich
- schnelle und direkte Reaktion der Heizung
- sehr geringer Energieverbrauch für die Umwälzung
- zusätzliches Einsparpotential der Heizung etc.

Dezentrale Mini-Heizungsumwälzpumpen für jeden Heizkreis individuell
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE---Dezentrale-Heizungspumpen.pdf

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon roro » 17.12.2008 18:09 Uhr

Da es sich um einen Neubau handelt, würde ich bei der Massivbauweise nach 1 bis 2 Jahren von normalen Verbräuchen ausgehen. Es befindet sich noch viel Feuchtigkeit im Gemäuer, folglich ist der Tansmissionswärmeverlust noch relativ hoch.


Diesen Anteil würde ich aber nicht zu hoch einschätzen. Bei den heutigen Neubauten sind da max 5-10% möglich, falls überhaupt.


Der Verbrauch einer ständigen Zirkulation ist nicht unerheblich.


Richtig da sind einighe kWh möglich. Sicher mehr als bei der "Restfeuchte".

Die Vorlauftemperatur liegt bei 32°.


Ist an sich in Ordnung.

Den Hydraulischen Abgleich kann oder sollte wahrscheinlich nur ein Fachunternehmen machen?


Ich habe meinen selber gemacht , kenne mich aber ein wenig damit aus. An sich ist eine FBH nicht fertig solange dieser nicht durchgeführt wurde.
Siehe auch http://www.bosy-online.de/hydraulischer_Abgleich.htm
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Beitragvon kältebauer » 17.12.2008 19:26 Uhr

Hallo

Das zeichen für verdichter zeigt dir an die pumpe läuft oder gerade anforderrung bekommt am verdichter kannst du nichts einstellen höchstens mindestlaufzeit und mindest stillstandszeit.
der ist dafür zuständig das dein Wasser warm wird, das zu deiner frage.

jetzt meine frage wie oft und wie lange läuft die pumpe im schnitt am tag und warum wurde ein puffer verbaut und hst du einen Hydraulischen anschlussplan den du mal mailen könntest.

nichts gegen die heizungsbauer aber das ist mal wieder typisch verkaufen, einbauen und nachmir die sinflut, ps. der wusste bestimmt nicht wie man den regler bedient.

Gruss Dirk
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Ich bin derjenige der versucht Energie zu nutzen die keinen Schaden anrichtet für die Zukunft unserer Kinder
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Beitragvon Hüni » 20.12.2008 11:54 Uhr

Hallo Dirk,

Entschuldige das ich mich jetzt erst wieder melde. Jetzt ist noch mein Internet für 2 Tage ausgefallen.

Meine Pumpe läuft im Schnitt 10-15 Minuten und Tagsüber springt sie ca. einmal pro Stunde an. Aber ganz genau habe ich da noch nie drauf geachtet.
Ich habe überhaupt keine Ahnung über solche Anlagen. Deshalb habe ich mich auf meinen Heizungsbauer verlassen, bezüglich Einbau des Puffers.

Ich muss mal schauen, ob ich einen Hydraulischen Anschluss Plan habe oder besorgen kann.

Gruß
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Beitragvon Jumpy » 20.12.2008 12:26 Uhr

Mein Haus ist über 20 Jahre älter und hat seit August incl. Brauchwasser ca. 1300kWh an Strom für die Wärmepumpe verbraucht. Meine VL-Temp liegt allerdings bei 38-40°C und mein Brauchwasser liegt bei guten 50°C. Also irgendwas kann da nicht stimmen. Ich würde mir erstmal einen Wärmemengenzähler einbauen, um herauszufinden ob das Haus derart schlecht gedämmt ist, oder die Wärmepumpe so schlecht läuft.

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