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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wie solte man das Warmwasserproblem einer WP organisieren ?

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carl1856

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 05.06.2008,
Beiträge: 10
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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,

wir sind im Bau und haben uns für eine Wärmepumpe entschieden. Da ich nicht nur eine WP "haben " will, die vermeintlich günstig läuft, möchte ich mich schon mal vor in Betriebnahme schlau machen.

Ich habe alle Beiträge der letzten Wochen gelesen, aber leider keinen Königsweg bezüglich der Warmwasseraufbereitung entdecken können.

Unsere WP hat zwar einen Heizstab, der aber der Berechnung nach nicht für den Heizbetrieb des Hauses gebraucht wird (sofern die Temp. nicht unter - 12 Grad fällt).

Ich möchte aber nach Möglichkeit auch nicht, dass der Heizstab zur Aufbereitung des Wassers benutzt wird.

Auch möchte ich die Temperatur des Wassers so gering wie möglich halten, ohne jedoch beim Duschen frirern zu müssen.

Wir sind ein 4 Personen Haushalt. Der Warmwasserspeicher hat 285 Liter Volumen.

Geduscht wird morgends i.d.R. von einer Person. Abends von 1 Person und die Kinder duschen alle zwei Tage abends. Die Badewanne wird sicherlich maximal 5 - 10 x pro Jahr verwendet und soll hier keine Berücksichtigung finden.

Was ist der Königsweg ?

Sollte man den Heizstab " tot" legen ?

Wann und geht das überhaupt, sollte man mit einer Absenkung (also auch der Fussbodenheizung) arbeiten ?

Was ist zu beachten, dass die Pumpe z.B. nicht bei jeder kleineren Wassermenge anspringt ? Kann man das regeln ?

Wie hoch sollte man die Wassertemperatur des Warmwassers einstellen ?

Was muss man noch beachten, was ich noch nicht kenne ?

Die Wp ist eine Vaillant VWS 101/2 mit 10 kW. Der Heizstab hat 6 KW.

Danke für eure Hilfe !

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roro

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Anmeldedatum: 29.11.2006,
Beiträge: 946
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Die wichtigste Frage: Welche Heizlast hat Euer Haus? Die 10 kW WP ist ja an sich recht groß für einen Neubau.

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carl1856

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 05.06.2008,
Beiträge: 10
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Hallo, habe leider den Ordner nicht dabei, daher hier die Werte aus einem der letzten Beiträge


Hier die Daten:

Jahresprimärenergiebedarf 39,31 kWh(m² a)
Transmissionswämreverlust 0,31 W/(m² K) und der liegt um 45 % unter dem in der EnEV angegebenen Höchstwert von 0,56 W (m² K)
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A 706,1 m²
beheiztes Gebäudevolumen VE 1214,6 m³
Verhältnis A/VE 0,58m hoch minus1
Gebäudenutzfläche AN 388,7 m²
Jahresprimärenergiebedarf :Zulässiger Höchstwert 100,03 kWh/m², berechneter Wert 39,31 kWh/m²

Jahresenergiebedarf 2636 kWh Stückholz
4480 kWH Strom
985 kWh Hilfsenergie (Strom)

Jahresenergoebedarf bezogen auf die Gebäudenutzfläche 6,78 kWh /m² Stückholz, 11,53 kWh m² Strom, 2,53 kWh/m² Hilfsenergie (Strom)

Transmissionswärmeverlust : Zulässiger Höchstwert 0,56 W / (m²K), berchneter Wert 0,31 W /(m²K)

Anlagenaufwandszahl ep 0,82



Zusätzlich wird verbaut Vaillant Warmwasserspeicher TYP geoStor VIH 300 RW für 285 Liter, Betriebsdruck 10 bar, Heizwasserinhalt Wärmetauscher 17,5 Liter, Betriebsdruck Heizung 10 bar, Wärmetauscherfläche 2,9m².

Ein Pufferspeicher wird nicht verbaut.

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Für Luft-/Wasser-Wärmepumpen gilt:
Eine hundertprozentige Deckung der Wärmebereitstellung kann man nicht zusagen, bei unter minus 15° Celsius werden i.d.R. Luft-/Wasser-Wärmepumpen auf die Heizstabbetrieb wechseln.
In unseren Bereiten kommt es sehr selten auf solche Minustemperaturen. Wir haben seit Inbetriebnahme in 2004 unserer Luft-/Wasser-Wärmepumpe keinen Heizstabbetrieb gehabt, obschon wir auch schon innerhalb der letzten 4 Jahre an 4 Tagen Außentemperaturen von minus 20° Celsius gehabt haben.
Das von uns eingesetzte Luft-/Wasser-Wärmepumpen-System kann in unserer Klimazone ohne weiteres eingesetzt werden, in kälteren Klimazonen ist es sicherlich eher nicht empfehlenswert.


Für Sole-/Wasser-Wärmepumpen gilt:
Ist die Wärmepumpe und die Wärmequelle entsprechend einer seriösen Heizlastberechnung (Wärmebedarf entsprechend der Klimazone) geplant und dimensioniert, wird es nie zum Heizstabbetrieb kommen. Empfehlenswert ist eine 10% höhere Auslegung der Wärmequelle als es die Berechnung vorgibt. Sicher ist sicher.

@ carl1856 - Eure Befürchtungen, dass das Warmwasser von der Wärmepumpe nicht ausreichend zur Verfügung gestellt wird, sind unbegründet. Wenn die Planung darauf ausgerichtet ist, funktioniert dies. Die Kombination mit dem Stückholzofen riecht nach gezielter Absenkung des Primärenergibedarfs. Die Investition in die Stückholz-Zusatzheizung sollte besser in die Gebäudehülle gesteckt werden. Vielleicht veröffentlichst Du hier nochmal die U-Werte der Außenbauteile (Dach, Wand, Fenster, Sohle, etc.).


Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste geht auf deine Fragestellung zur Wärmepumpe ein.
http://energie-effizientes-hau...M-BW-Checkheft-Waermepumpe.pdf

Wie eine Wärmepumpe für sparsamen Betrieb eingestellt sein kann, ist hier nachzulesen.
Parameterliste - Einstellungen THZ 303 SOL Referenzobjekt Energiesparhaus KfW 40
http://energie-effizientes-hau...haus-KfW40-mit-THZ-303-SOL.pdf



Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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