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Kurty
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Beitragvon Kurty » 08.12.2008 15:32 Uhr

Hallo erstmal!
Ich habe hier schon einiges gelesen, jedoch nichts, was mit bei meinem Problem helfen konnte :(

Ich werde nun versuchen die wesentlichen Daten aufzuführen:

Haus:

- Altbau 70`er Jahre
- 140 m2
- Heizkörpernieschen zugemauert / isoliert
- Flachheizkörper
- Neue WERU Fenster im gesamten Haus
- Vollkeller (Unbeheizt)

Heizung:

- ERW Solewärmepume
- 8,25 KW
- 2 x 70m Tiefenbohrungen
- Pufferspeicher 300l
- kein E-Heizstab !
- Außenfühlergesteuert
- keine "Fernbedienung"

Soweit die Daten.
Nun muss ich noch vorweg erwähnen, dass die Elektrik ein guter Freund (Elektromeister) eingebaut hat.
Heizungsseitig habe ich alles selbst angeschlossen, da ich vor vielen Jahren Heizungsbauer gelernt habe.
Da ich allerdings seit Jahren raus bin, habe ich nicht wirklich Ahnung von der Materie, deshalb verzeiht mit mangelnde Fachausdrücke o.ä. .

Nachdem ich den alten Ölkessel ausgebaut hatte wurde also die Wärmepumpe vor knappen drei Monaten in Betrieb genommen.
Bereits nach ca. 10 Tagen viel mir der krasse Stromverbrauch auf. Nachdem ich mit der komplizierten Steuerung nicht wirklich klar kam, erschien dann also wieder mein Freund (Geschäftsinhaber eines Heizung und Elektrobetriebes) und wir verbrachten einige Zeit in meinem Keller vor der Pumpe. So recht was dabei raus kam jedoch nicht . Denn die Firma wurde noch nicht von ERW in dessen Technik eingewiesen.

Ein Anruf bei ERW ergab dann, dass die Heizkurve werksseitig auf 45% eingestellt ist.
Wir hatten sie auf 160% gedreht, da die Anzeige bis 400% geht und wir dachten "bischen weniger als die Hälfte - kann nicht schaden."
Also auf 45 % gedrosselt und abgewartet. Ja gut - der Verbrauch ging zurück, aber als es draussen kalt wurde, reichte die Heizleistung bei weitem nicht, denn in der oberen Wohnung kam so gut wie nichts mehr an (vermietet an ältere alleinstehende Dame).

Nachdem dann auch nochmal der Eletriker an der Pumpe alles wild verstellte, der die Dinger sonst in der Firma meines Freundes aufbaut wurde es immernoch nicht besser.

Also erneuter Anruf bei ERW:
"Hier muss umbedingt mal einer rauskommen und gucken, hier stimmt was nicht!"
Dann kam vor ca. 1 Monat auch einer.
Der stellte sich erstmal davor, begutachtete alles uns stellte dann fest, dass anscheinend die Pumpen falsch in der Regelung verklemmt waren. Somit sprang immer im falschen Moment die Falsche Pumpe an - die Hitze wurde nicht weggefördert, wodurch die WP wie wild tacktete.
Desweiteren würde sie (ERW) die eine Umwälzpumpe in den Rücklauf vor den Wärmetauscher bauen, damit die nicht erst durch den Puffer drücken muss - und somit schneller die Wärme "rausdrückt".
So wäre es allerdings auch ok - jedoch würde er dann ne größere Pumpe verbauen.
Gesagt getan - somit habe ich die 40èr durch ne 80`er ersetzt!
Der ERW Mensch tauschte die Pumpenbelegung in der Steuerung, hat noch allerlei Dinge durchgemessen, stellte die Steilheit der Heizkurve auf 45% zurück und befand alles für top!

Ich war sehr glücklich, denn das Problem schien von der Hand zu sein.
Nun sollte das Sparen beginnen können
:roll:

Der Ärger begann dann erst wieder wenige Tage später als es draußen wieder kälter wurde.
Denn in der obiegen vermieteten Wohnung wurde es nicht wärmer als 18 grad - die Heizkörper grad mal lau.

Also habe ich wie vom ERW Mensch beschrieben die Beharglichkeit von 0 auf 1,5K gestellt.

Mit der Mieterin wurde abgesprochen ein wenig zu warten, da sich die Heizung nun erst "fnden" müsse.
Ich flog dann allerdings 10 Tage in den Urlaub. Falls es Probleme geben sollte, sollte sie sich an meinen Vater wenden, welcher sie kümmern sollte.

Als wir nun wiederkamen, musste ich mir die selbe Geschiche anhören:
"Die Bude wurde nicht richtig warm, deshalb war wieder der Elektriker hier. Seit dem ist aber alles top!"

Toll denke ich geh in den Keller um zu schauen, was er verstellt hatte:
Heizkurvensteilheit auf 85%
Behaglichkeit von 1,5K auf 3,0K (maximum)

Als ich dann auf den Stromzähler schaute, traf mich der Schlag! Die Pumpe hatte in den letzten 15 Tagen 700Kwh verbraucht !!!
Davon war ich mit Frau 10 Tage im Urlaub und EG unbeheizt + 0 Wasserverbrauch.

An dieser Stelle macht es vielleicht noch Sinn kurz zu erwähnen das wir mit der Heizung sehr sparsam umgehen. Im EG haben wir lediglich ganz minimal geheizt, denn den Rest erledigt ein Kaminofen. Die Dame oben ist ebenfalls sparsam und reisst nicht alles einfach auf.

Langsam hab ich echt die Schnautze sowas von voll, dass ich mir meinen 30 jahre alten Ölkessel zurück wünsche. Denn so macht das nicht nur keinen Spaß, sondern ist auch noch teurer als vorher. Da haben wir für 15 Tage keine ca. 125€ gebraucht.

Ich habe jetzt Heizkurvensteilheit auf 65% zurückgedreht, den Fusspunkt wie in der Anleitung empfohlen auf 25 gestellt und die Behaglichkeit auf 0. Wahrscheinlich dauert es nicht lange und die olle von oben meckert wieder ,los "Es wird nicht warm!". Naja, verstehen kann ich sie ja....

Aber was kann ich noch machen?????????
Werde in jedem Fall noch die Nachtabsenkung aktivieren, z.Zt. läuft die Pumpe 24 Stunden durch, da der ERW Mensch sagte, das sei viel besser und bla bla bla.......

Kann ich denn doch noch was falsch angeschlossen haben, dass es nicht hinhaut und dadurch deutlich mehr Energie verbrauicht wird????

Von der WP geht ja nur VL in den Puffer. Dieser VL ist gesplittet auf 2 Leitungen mit jeweils einer Umwälzpumpe (1x Speicherlade, 1xWarmwasser) Vom Puffer weiter geht dann der VL weiter und es ist wieder direkt ne Umwäzpumpe verbaut zur versorgung der Heizungssystems. Das ist so ne teure Elektrische, die ich aber bereits auf dauervollgas (Handbetrieb) gestellt habe, da ich die zwischendurch auch schon in verdacht hatte zu wenig zu fördern und somit nicht die Wärme hochzudrücken.

Naja.....hoffe hier kann mir jemand helfen, sonst reiss ich den kram da bald wieder raus




:evil:

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 08.12.2008 19:46 Uhr

Erstmal vielen Dank, das Du Deine Erfahrungen hier veröffentlichst.
Dass Du nicht ganz alleine bist mit diesem Problem, hilft Dir leider auch nicht weiter.

Das Kernproblem ist einfach beschrieben. Vor dem Einsatz einer Wärmepumpe im Altbau sollte eine energetische Sanierung (gute Dämmung der Gebäudehülle) ausgeführt werden. Das macht nämlich in erster Linie Sinn. Die bessere Dämmung ermöglicht, dass man die Vorlauftemperatur niedrig fahren kann, für Wärmepumpen sehr wünschenswert. In Deinem Fall kommt ja noch hinzu, dass Du Flachheizkörper für die Wärmeübergabe eingebaut hast. Am besten ist aber eine Flächenheizung (Fußboden- oder Wandheizung). Zwei wesentliche Voraussetzungen für den Einsatz einer Wärmepumpe sind also grundsätzlich nicht gegeben.

Es wäre wirklich besser gewesen, die Gebäudehülle zu dämmen und bei der Ölheizung zu bleiben, bis die ihren Geist aufgegeben hat. Das wäre vielleicht sogar günstiger und letztlich effektiver gewesen.

Im beschriebenen Fall geht es um den Austausch des Energieträgers -
vom Öl zum Strom. Den Energiebedarf kann man damit aber nicht wesentlich absenken.

Gruß

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Beitragvon kältebauer » 08.12.2008 22:58 Uhr

Hallo

Ich hoffe ich kann dir helfen!?!? :wink:

Geh mal hier hin und meld dich mal

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Beitragvon Kurty » 09.12.2008 11:46 Uhr

Danke erstmal für die Antworten.

Eigentlich war auch angedacht das Haus zunächst zu Dämmen.
Jedoch wenn man sich in dieses Thema erstmal einliesst, wird man schnell feststellen, das immer mehr Leute davon berichten, dass es nach ca. 7 Jahren nach der Dämmung zu Schimmelproblemen kommt, da das alte Mauerwerk nicht mehr frei "atmen" kann.

Nachdem also die Heizung auch noch anfing Probleme zu bereiten war klar, das diese zunächst getauscht werden sollte.

Mehrere Gespräche mit Fachleuten ergaben, das eine Wärmepume sehr wohl die richtige Wahl sei, auch wenn klar war, das diese bei weitem nicht so effektiv sei wie in einem Neubau!

Aber das was z.Zt. hier an Strom verbraucht wird ist jenseits von gut und böse.

:cry:
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.12.2008 12:18 Uhr

Bauphysikalisch kann bei fachmännisch ausgeführter Dämmung nichts passieren.
Falsches Lüften ist ein anderer Aspekt. Es gibt auch für Altbauten die Möglichkeit, nachträglich eine dezentrale Lüftungsanlage mit einer effizienten Wärmerückgewinnung einzubauen, vollkommen aufmerksamkeitsfreies Lüften. Wer es noch besser machen will, baut sich einen Hygrostat und eine Temperaturdifferenzfühler ein.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Eckesteher » 09.12.2008 14:54 Uhr

Hallo, ich habe ähnliche Voraussetzungen des Hauses, deshalb würde mich Interessieren was die ganze Anlage gekostet hat.
Bin am überlegen ob ich Infrarotheizung einbauen soll, weil ich Angst habe das es mit einer Wärmepumpe dann genau die gleichen Problem gibt die du hast.

mfg

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Beitragvon roro » 09.12.2008 15:21 Uhr

- ERW Solewärmepume
- 8,25 KW
.
.
.

Als ich dann auf den Stromzähler schaute, traf mich der Schlag! Die Pumpe hatte in den letzten 15 Tagen 700Kwh verbraucht !!!



Wie geht das
Die ERW 8,25 hat 1,91 kW
15*24*1,91=688 kWh !?
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Beitragvon Kurty » 09.12.2008 15:29 Uhr

Hallo Eckesteher.
Die gesamte Anlage samt Elektroinstallationen, Bohrungen etc. hat ca. 17.000€ gekostet.
Vom Staat und von der EON Avacon gibt es dann noch ca. 3000€ als Zuschuss zurück.
Somit lagen wir also um die 14.000€.

Ich war eben nochmal ein paar Stunden vor der Anlage, habe sie "beobachtet".

Ich denke, es haben mittlerweile auch einfach zu viele Leute daran herrumgedreht, die einfach keinen Plan haben.

Deshalb habe ich das gesamte System Resettet und die empfohlenen Werkseinstellungen laut Anleitung hergestellt.

So ganz habe ich die Hoffnung ja noooooch nacht aufgegeben :wink:

Beim beobachten ist mir aufgefallen, das die WP recht regelmäßig taktet - ca. 5min an / 5min aus.
Was sagen die Fachleute hier dazu? Kommt mir persöhnlich irgendwie komisch vor......

Desweiteren habe ich im Menü den Punkt "Zusatzheizung" gefunden. Dahinter stand dann was von Schaltzyklen 42 und Betriebsstunden 1230 ?????????????!!!!!!!!!!!!!

Ein Heizstab ist NICHT verbaut - was also bitte ist diese Heizung?

Vorlauftemperatur habe ich jetzt übrigends 38grad bei ca. 2 grad Außentemperatur.

MfG
Kurty
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Beitragvon Kurty » 09.12.2008 15:34 Uhr

roro hat geschrieben:
- ERW Solewärmepume
- 8,25 KW
.
.
.

Als ich dann auf den Stromzähler schaute, traf mich der Schlag! Die Pumpe hatte in den letzten 15 Tagen 700Kwh verbraucht !!!



Wie geht das
Die ERW 8,25 hat 1,91 kW
15*24*1,91=688 kWh !?



Glaube mir, ich weiss es nicht!
Genau die von dir 1,91 genannten KW stimmen.
Ich verbrauche aber 50KWh am Tag.

Ich führe ja mittlerweile Tagebuch und renne täglich in den Keller.
Ausser den drei weiteren Umwälzpumpen hängt nichts weiter dran ausser der Wärmepumpe selbst.

Ich hoffe einfach der Sache langsam auf den Grund gehen zu können.

MfG
roro
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Beitragvon roro » 09.12.2008 15:36 Uhr

Bist Du sicher, dass Du keinen Heizstab hast und dass Du nichts anderes zusätzlich misst?
Selbst wenn die WP 24 Stunden am Tag läuft ist dieser Verbrauch nicht möglich.

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