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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: immer warmes Wasser?

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Moin Fachleute,
habe folgende Greenhorn Frage. ( 1.Beitrag )
z.B.
bei einer Buderus WPS 9 ist ein 185 Liter WW-Speicher mit eingebaut.
Bei einer richtigen Montage und Auslegung der Anlage leuchtet mir folgendes nicht ein:
z.B. ein Vollbad benötigt 185l, Speicher wird quasi voll entleert,
danach möchte ein Familienmitglied ( von 4 ) duschen
Wie lange braucht diese 9kw Anlage um das WW wieder aufzuheizen?
a: mit WW Stab (9KW)
b: ohne
ist es überhaupt möglich 185l 45° warmes Wasser zu entnehmen, das kalte läuft ja nach und vermischt sich.
Sind die 185l ausreichend?
MfG von der Küste
Heiko

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Sicherlich sind 185 Liter Warmwasserspeicher ausreichend.
Wenn man 150 Liter für die Wannenfüllung braucht, dann werden beispielsweise 2/3 des Warmwasservorrats entnommen. Während der Speicher entleert wird, springt ja die Wärmepumpe an und wärmt den Warmwasservorrat wieder auf. Es ist weiterhin genug Wasser vorhanden, um zeitgleich zu duschen.

Gruß

Thomas Heufers

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KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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05231-569596 + 0177-1648721
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http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 08.12.2008 12:06, insgesamt einmal bearbeitet

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Hallo,
ja bei 150l ist das evtl. richtig.
Bei Entnahme von 185l oder mehr sieht es anders aus.
Eigentlich geht mir um den WW Durchsatz einer solchen Anlage.
In welcher Zeit schafft es eine Wärmepumpe z.B. 100l WW aufzubereiten ( 45° )
Wenn nach dem 185 Liter Vollbad geduscht werden soll, bekommt man noch warmes Wasser?
MfG

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Da empfehle ich den Selbstversuch. Wobei das immernoch abhängig von der Temperatur der Wärmequelle ist und dem entsprechend variieren kann.

Gruß

Thomas Heufers

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würde gern etwas über Eure Erfahrungen hören,
die Sache ist für mich aus planerischen Gründen wichtig.
Die "Richtige Wärmepumpe" folgt...da her evtl. der Buderus Bezug.

danke

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Mit zunehmender Größe des Warmwasserspeichers wird die Effizienz der Warmwasser-Bereitstellung i.d.R. schlechter.
Beispiel: Bei 200 Liter Warmwasservorrat hält man nur 200 Liter warm. Bei 400 Liter muss man ganzjährig ein entsprechend größeres Volumen auf Temperatur halten, also höhere Kosten für Wärmebereitstellung des größeren Volumens.

Gruß

Thomas Heufers

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richtig,
aber wie lange braucht eine WP unter normalen Bedingungen einen Speicher zu erwärmen? In meinem Bsp. 9KW WP und 185l
als Antwort hätte ich gern: 45° warmes Wasser in Liter pro Minute....
oder ähnlich Wink ich will nicht um Minuten feilschen...

nach dem Vollbad ( 185Liter) - 20min duschen ( 2.Person ),

ist das möglich ?

MfG

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wie schnell sind eure WP?

MfG

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Grundsätzlich ist eine WP ja nunmal kein Durchlauferhitzer und die erreichbaren VL-Temperaturen liegen in der Regel nicht höher als 60°C. Hinzu kommt, dass die erzeugte Wärme abhängig vom verwändeten Wärmetauscher im Speicher mitunter nicht optimal auf das Brauchwasser übertragen werden kann. Außerdem spielt auch noch eine Rolle, wie kalt das Frischwasser von draußen reinkommt.

Von daher ist eine pauschale Aussage wohl nicht möglich, denke ich. Das kann man am Ende nur mal ausprobieren, wobei ich keine Lust habe, 220 Liter Warmwasser zu Testzwecken zu vermatschen... Wink

Unter Zuhilfenahme der beiden E-Heizer knallen bei Bedarf 16 kW in meinen WW-Speicher. Da sollte im E-Fall keiner lange auf sein Badewasser warten müssen... Laughing

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GMil
*****
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Hi Maxibella,

Du brauchst Fakten. Allgemein gilt folgende Rechnung: um 200 l Wasser von 10°C auf 50°C zu bringen, werden ca. 9,3 kWh Energie benötigt. Wie die bereitgestellt werden, hängt von der Situation / WP ab. Mit 10 kW Wärmeleistung gelingt das z. B. in einer knappen Stunde.

Konkret kommt es auf den WW-Speichertyp an. Das könnte ein Kombipuffer, ein separater Speicher mit Direktversorgung aus der WP oder eine Frischwasser-Station (FWS) sein. Letztere ist allerdings kein "Speicher" im eigentlichen Sinn, sondern eine Art Durchlauferhitzer, der sich wärmetechnisch z. B. aus dem Heizwasserspeicher bedient.

Meine Werte kennst Du ja schon aus der PN. Allgemein kann man sagen, daß das WW eigentlich immer mit Temperaturen >> 37 °C erzeugt bzw. bevorratet wird, so daß z.B. 150 l Pufferwasser gut und gerne für 250 l Bade- / Duschwasser ausreichen, wenn man kein Krebs ist, der gebrüht werden soll.

Und nein, das Wasser im BW-Puffer wird durch den Kaltwasserzulauf bei Entnahme nicht gleich durchgemischt, so daß man bis fast zum Schluß "ungepanschtes" Heißwasser entnehmen kann.

Das gilt erst recht für Kombipuffer wie bei mir, bei dem der Schichtenpuffer mit seinem Heizwasser die Erwärmung des BWs übernimmt. Das unterhalb des heißen BWs nachsteigende kalte BW wird dabei vom umliegenden Heizwasser so schnell nachgewärmt, wie es ein Heizstab niemals könnte. Man kann sich das Ganze wie ein großes Wasserbad vorstellen.

Soll jedoch der gesamte Brauchwasservorrat zweimal kurz hintereinander entnommen werden, hat der Kombipuffer Nachteile, denn durch die erste WW-Bereitung wurde natürlich auch die Temperatur des Heizwassers deutlich abgesenkt, und die WP muß jetzt Heiz- und Frischwasser erst wieder auf Temperatur bringen.

In solchen Situationen hat der separate WW-Speicher mit Direktversorgung durch die WP Vorteile, denn dort muß ja nur das BW erneut aufgeheizt werden.

Die FWS benötigt i.d.R. noch höhere Quelltemperaturen, weil deren WT ja immer noch eine Temperaturdifferenz zum Vorratswasser hat. Ansonsten gilt für die Quelle das oben Gesagte.

_________________
Gruß

Gerhard

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Moin, Danke für die ausführliche Antwort. Da ich für eine Entscheidung ( Neubau mit Erdgas oder WP ) nicht nur die wirtschaftliche Seite sondern die Komfortseite mit einbeziehe, fällt es mir nun leider noch nicht leichter. Der Gasverbrauch eines gut isolierten Hauses ( 200m² ) liegt bei ca. 70€ p.M. ,eine Wärmepumpe liegt bei ca. 40€ Strom. Die Werte habe ich von 2 Freunden ( bei ähnlichen Voraussetzungen von Wohnfläche, Isolierung, FB etc. ). Nun ist der Unterschied nicht gerade gravierend. Naja, nach ...Jahren hat sich die WP die höheren Anschaffungskosten wieder reingefahren....wenn Sie so lange hält.
Es bleibt schwierig.

MfG Heiko

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Wenn sich die Investition der Wärmepumpe in Grenzen hält, das ist mit einem gut gedämmtem Baukörper möglich, dann ist die Wärmepumpe mittelfristig (ca. 10 Jahre) die günstigere Alternative. Beim Gas fallen noch Kosten für den Hausanschluss, die zusätzlichen Wartungen, die Zählermiete, kürzerer Produktzyklus an.

Gruß

Thomas Heufers

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