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Piwi
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Beitragvon Piwi » 06.12.2008 10:58 Uhr

Hallo,

meine Wärmepumpe läuft nun seit ca. 1 Jahr (wenn der Dezember rum ist, stelle ich mal eine komplette Verbrauchstabelle für das Jahr 2008 ein).

Unabhängig von Gebäudegröße, Dämmung, Fenster, FBH, usw.

Was müsste/dürfte eine Erdwärmepumpe neber der Energie zum heizen für die WW Bereitung verbrauchen? Dies dürfte sich doch im Gegensatz zur Heizenergie von Haus zu Haus nicht wesentlich unterscheiden oder?

Wir haben einen 400l WW Speicher. Ich habe eine Sperrzeit von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr eingestellt, so das nur Nachts zum NT (Niedertarif) WW aufbereitet wird. Die Zirkulationspumpe wird über Taster angesteuer. Zur Zeit sind wir 3 Personen im Haushalt.

Welche Verbrauchwerte wären "normal"?


Danke,
Gruß
....

PS: "Thema Gesamtverbrauch" = Ausführliche Gebäudebeschreibung, Einstellung und Jahresverbrauch stell ich im Januar ein!

roro
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Beitragvon roro » 06.12.2008 17:23 Uhr

Dies dürfte sich doch im Gegensatz zur Heizenergie von Haus zu Haus nicht wesentlich unterscheiden oder?


Leider schon

Der Wärmebedarf für WW beträgt zwischen 1kWh/(pro Tag und Personen) und 4 kWh/(pro Tag und Person) abhängig davon ob Ihr sparsam oder eher verschwenderisch seit. Zirkulation und Speicherverluste können den Wert noch verdoppeln.

=> Ihr könnten zwischen 1100-9000 kWh/Jahr an Wärme (nicht Strom) verbrauchen

Dieser Wert wird nun durch die Jaz für WW dividiert (und der kann zwischen 2 und 4 liegen)

=> 275 kWh bis 4500 kWh Stromverbrauch.

Ich wollte Dir nur zeigen, welch großer Spielraum hier möglich ist.

Ich verbrauche für 4 Personen mit meiner LWP ca 500 kWh pro Jahr
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 06.12.2008 18:33 Uhr

Mit zunehmender Größe des Warmwasserspeichers wird die Effizienz der Warmwasser-Bereitstellung i.d.R. schlechter.
Beispiel: Bei 200 Liter Warmwasservorrat hält man nur 200 Liter warm, bei 400 Liter muss man ganzjährig ein entsprechend größeres Volumen auf Temperatur halten.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Piwi » 07.12.2008 19:09 Uhr

Hallo,

dann muss ich dingend nach meinem Fehler suchen. In den Sommermonaten, wo die WP nur zur WW Bereitung lief, hab ich im Monat ca. 200 kwh verbraucht.

Ich hatte auch im Forum gelesen, dass das Verhältnis von WW zu Heizenergie bei ca. bei 1/4 WW zu 3/4 Heizenergie liegt. Ist das so in etwa korrekt? Ich verbrauche aber in den Wintermonaten ca. 500 - 600 kwh gesamt. Davon sind dann schon alleine 200 für die WW Bereitung! (Eingestellte Temp. 46´C)

Könnte ich eigentlich auch Energie einsparen, wenn ich den installierten 200 l Pufferspeicher für die FBH überbrücken lasse? Der Pufferspeicher wurde damals von der Heizungsfirma mit verbaut, obwohl dies lt. Forum absoluter Quatsch ist? (Habe ca. 200 qm FBH, Verlegeabstand 10cm und Zementestrich. Leider viel Laminat anstatt Fliesen).

Danke zusammen,
Gruß
PL
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Beitragvon Thomas Heufers » 07.12.2008 19:38 Uhr

Nein, der Pufferspeicher macht in Deinem Fall aller Wahrscheinlichkeit nach Sinn. Der Hersteller der Wärmepumpe ist für diese Frage der richtige Ansprechpartner.

Andererseits, abhängig vom Aufbau der Technik, kann der Betrieb der Wärmepumpe auch ohne Pufferung funktionieren, beispielsweise modulierende Bauweisen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon roro » 08.12.2008 12:07 Uhr

dann muss ich dingend nach meinem Fehler suchen. In den Sommermonaten, wo die WP nur zur WW Bereitung lief, hab ich im Monat ca. 200 kwh verbraucht.


Das wäre gut.

Mit 200 kWh kannst Du 7 m3 WW erzeugen aber mit einem DLE, bei einer WP sollte gut und gerne das doppelte möglich sein.

Zirkulationsleitung !?
Wie ist der Puffer gedämmt?

Ich hatte auch im Forum gelesen, dass das Verhältnis von WW zu Heizenergie bei ca. bei 1/4 WW zu 3/4 Heizenergie liegt. Ist das so in etwa korrekt?


Hängt von der Dämmung des Hauses ab, je besser das Haus gedämmt ist, umso höher wird der WW-Anteil.

Bei mir ist der Wert ca. 1/5 zu 4/5.

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Beitragvon Piwi » 08.12.2008 19:57 Uhr

Hallo,

die Zirkulationsleitung schließ ich mal als Fehlerquelle aus, da ich die Zirkulationspumpe nur bei Bedarf mit einem Taster im Bad ansteuer.

Der 400 WW Speicher ist mit der "Standarddämmung" vom Hersteller (Buderus) gedämmt.

Wieviel Grad Wärmeverlust wären denn "normal"? Wenn ich wie beschrieben das WW nur nachts zum NT aufladen lasse, dann hab ich morgens 45-46 ´C im Speicher. Was müsste ich denn dann noch Abends nach 3 x duschen inkl. Wärmeverlust haben? Oder kann man das so nicht beantworten?

Sollte ich die Sperrzeit evtl. verlängern? Die WP läuft Abends nach der eingestellten Sperrzeit ab 22 Uhr an und erwärmt das WW. Gebarucht wird es ja aber erst morgens. Sollte ich evtl die Sperrzeit auf 2-3 Uhr nachts verlängern?

Hmmmmm...?

Gruß
PL
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Beitragvon Jumpy » 10.12.2008 13:30 Uhr

Ich habe eine DV-Brauchwasserwärmepumpe mit Erdkollektor 300 Liter Speicher. Diese Verbraucht zwischen 2 und 3kW, wobei bei mir 55°C heißes Wasser bereitsteht. Einstellen kann ich an dieser rein NICHTS. Mir würden auch 45°C reichen.
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Beitragvon GMil » 11.12.2008 00:47 Uhr

Wenn tatsächlich Wasser entnommen wurde, kann man die Frage nach dem Wärmeverlust wohl kaum richtig beantworten. Ohne Wasserentnahme verliert mein 450 l - Speicher ca. 1 K / 24h. Dazu müssen aber auch alle Zu- und Ableitungen zumindest auf den ersten Metern gut gedämmt sein.
Gruß

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Beitragvon wiesenthaler » 12.12.2008 10:51 Uhr

Bei uns gab es beim WW auch das größte Optimierungspotenzial. Da ich auf Zirkulation (tagsüber im 30/30 - Takt) nicht verzichten will und der WW-Speicher im Kompakt-Gerät nicht gerade optimal gedämmt ist, sind die Bereitschaftsverluste schon einigermaßen hoch.

So passierte es bei uns häufig, dass gerade in der 2. EVU-Sperre die WW-Solltemperatur unterschritten wurde, das WW aber erst nach Ablauf der Sperrzeit bereitet werden konnte. Dies wertete die Regelung so, als könnte der Verdichter nicht genug Wärme erzeugen und "half" per E-Heizung nach.

Daraufhin habe ich die WW-Solltemperatur während der Sperrzeiten auf 10°C abgesenkt und das Problem war behoben.

Trotz Zirkulation und Legionellenschutz (immer Montags auf 60°C) hoffe ich nun, im nächsten Sommer die 100 kWh-Marke pro Monat deutlich unterbieten können.

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