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Oswald
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Beitragvon Oswald » 18.12.2008 08:22 Uhr

Hallo zusammen.

Ja! Regelmässige Wartung und Reinigung ist absolute Pflicht bei einer kontrollierten Be- und Entlüftung.
Genauso, wie ich finde, eine kontrollierte Be- und Entlüftung in einem Niedrigenergiehaus Pflicht zur Erhaltung der Lufthygiene erforderlich ist.

DIe Frage ist doch nur, wieviel Zeit und Geld man für die Wartung regelmässig investieren möchte.

Ein sagen wir mal 10m langes Rohrsystem ist aufwändiger zu pflegen und warten wie vielleicht 6 einzelne Thermo-Speicher, die man in 5 Minuten aus und wieder eingebaut hat.

Ich persönlich mag zentrale Systeme aus den genannten Gründen nicht leiden.

Ich bin aber auch der recht festen Überzeugung, dass ein Niedrigenergiehaus ohne kontrollierte Be- und Entlüftung eine fahrlässige planerische Leistung ist.

Grüsse
Oswald

klausamsee
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Beitragvon klausamsee » 18.12.2008 10:17 Uhr

Also ich hab die flexiblen Kunststoffrohre in der Betondecke, die sind rund und innen glatt und enden sternförmig im zentralen Verteilerkasten. Den kann man aufmachen und mit einem Molch durch alle Rohre bis zu den Luftauslässen durch.
Das man das Zuluftfilter regelmäßig reinigen muß ist logo, und auch in der Abluft habe ich vor dem Wärmetauscher ein Filter, wobei ich schon überlegt habe dies wegzulassen. Den Wärmetauscher wasche ich im Sommer.
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Beitragvon gastherme » 09.02.2009 22:12 Uhr

@klausamsee

Ich habe es zwei Mal mit einer privaten Nachricht probiert, aber das hat wohl nicht funktioniert, deshalb auf diesem Weg:


Ich möchte in meinem Neubau (möglichst KfW-40 Standard) auch eine kontrollierte Wohnraumlüftung haben. Die Luftkanäle sollen allerdings nicht wie üblich mit Wickelfalzrohr, sondern wie bei Ihnen mit flexiblen Kunststoffrohren ausgeführt werden, wobei jeder Auslass ein eigenes Rohr bekommt (sternförmige Verlegung).

Ich habe bislang noch keinen Anbieter dafür gefunden. Angeboten wird mir immer ein rechteckiges Kanalsystem das in die abgehängte Decke soll.

Was für Rohre haben Sie verwendet? Gibt es dazu einen Systemanbieter?

Ich denke, je nachdem wie die Rohre verlegt werden müssen, stören sie die Statik des Bauwerks - d.h. sie schwächen die Decke, speziell an dem Punkt an dem alle Leitungen auf den Sammler/Verteiler zusammen laufen.

Wie hat ihr Statiker das Problem mit den Rohren in der Betondecke gelöst?

Schönen Dank!
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 10.02.2009 09:05 Uhr

Die Verlegung mit separaten Kunststoffrohren als direkte Verteilung - jeder Raum bekommt einen eigenen Rohstrang direkt vom Verteilerkasten - ist ein übliches Verfahren. Es bietet auch den Vorteil, dass es keine Telefonie-Schalldämpfer benötigt.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon klausamsee » 11.02.2009 09:27 Uhr

gastherme hat geschrieben:Ich habe es zwei Mal mit einer privaten Nachricht probiert, aber das hat wohl nicht funktioniert, deshalb auf diesem Weg:

Hallo Gastherme,

hab Dir inzwischen Fotos aus der Bauphase per Email geschickt. Ich hoffe, ich habe Deine Inbox nicht gesprengt.

Klaus
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Beitragvon black70 » 13.02.2009 10:46 Uhr

....bin in der Zwischenzeit zur Erkenntnis gekommen das eine Belüftungssystem mit WRG unumgänglich ist. Jetzt denke ich aber das eine Luftwasser-Pumpe mit integrierter Belüftungseinheit mehr Sinn macht als zwei getrennte Geräte. Ich denke zB. an eine Stiebel Eltron LWZ 403 oder was von Tecalor. Hat jemand Erfahrung mit diesen Kombis?

http://www.pumpenwelt.de/catalog/produc ... 4e6f838ea9


MfG
Black


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Beitragvon gastherme » 13.02.2009 11:40 Uhr

black70 hat geschrieben:...Jetzt denke ich aber das eine Luftwasser-Pumpe mit integrierter Belüftungseinheit mehr Sinn macht als zwei getrennte Geräte. ..

Ich konnte das aus der Produktbeschreibung nicht eindeutig herauslesen: Meinst Du ein Passivhaus-Kompaktgerät, das der Fortluft (also nach dem Durchlaufen des Wärmetauschers) mittels WP weitere Energie entzieht? Z.B. so was:

http://www.passivhaustagung.de/Passivhaus_D/Kompakt.htm
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Beitragvon Michael R. » 17.02.2009 15:43 Uhr

Wenn ich diese Compactgeräte in ihrer Funktion richtig verstanden habe, nutzen sie nicht die Abluft des Hauses, sondern eine separate Frischluftzuführung zur Wärmegewinnung.
http://www.paul-lueftung.net/downloads/compakt360dc.pdf

Kann aber von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche sein. Wobei im Paul-Prospekt die Luftmengenunterschiede zwischen Lüftung und WP deutlich dargestellt sind. Nur mit Fortluft kann das nicht funktionieren.
Gruß Michael
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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 01.05.2009 08:37 Uhr

das angebot des zweiten bieters ist eindeutig das bessere, weil der genau das beschreibt was ein haus der zukunft haben muss.
1. im massivbau einen vollwärmeschutz, um deutlich bessere dämmstandards, als mit monolithischer bauweise zu erreichen und
durch die aussendämmung, eine deutliche reduzierung der wärmebrückeneffekte.
bei guten detailen am rest des gebäudes ist sogar wärmebrückenfreiheit zu erreichen.
2. die gebäude werden sinnvollerweise immer dichter und die hygienische lüftung ist mit normalem lüftungsverhalten nicht mehr zu gewährleisten.
ein neues gebäude muss logischewrweise aus hygienischen und energiespargründen eine lüftungsanlage haben. in skandinavien ist das seit 20 jahren standard !!
ab 2010, mit einführung der neuen din 1946 wird es zu 95% der fälle ein planungsfehler sein, wenn keine lüftungsanlage eingebaut wird !!

ob enev-standard, effizienzhaus oder passivhaus, die lüftung wird ein notwendiger bestandteil von wohnungen und ist auch heute schon einzuplanen. wers weglässt hat künftig ein problem, wenns gesetzlicher standard wird, auch als unternehmer der nicht aktiv dazu rät.

unabhängig von der qualität der beiden bieter, ist die argumentation des zweiten eindeutig die richtige, wenns um wohnen, wohlfühlen und wirtschaftliches bauen geht.

wichtig bei der lüftung ist vor allem, dass sie seriös geplant und mit energieeffizienten geräten ausgeführt wird.
hier gibts auf der homepage des passivhausinstitutes www.passiv.de (zertifizierte produkte) eine vielzahl von geräten, die eine gesicherte wärmerückgewinnung mit geringem stromaufwand haben. viele sonstige geräte am markt erfüllen diese anforderung leider noch nicht !
fragen sie den hersteller nach referenzen von bauherren, denen er bereits eine lüftungsanlage verbaut hat. lüftung wird eingebaut sehr emotional empfunden. wenn die bauherren zufrieden sind, geraten sie ins schwärmen, über den vorher bisher nicht gekannten komfort.
wenns planungsfehler und oder schlechte komponenten gab (schall, zug, kalte luft,...) erfahren sie das sofort !!

wir haben bisher über 50 passivhäuser betreut und planen auch im altbau lüftungen in unsere konzepte ein. jeder der bauherren schwärmt wenn es um die luftqualität des hauses geht.
weitere infos www.herz-lang.com

Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King
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