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black70
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Beitragvon black70 » 07.12.2008 15:51 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Vorsicht vor Angeboten ohne Dämmung oder schlechter energetischer Bauweise beim Energiesparhaus KfW 40!
[color=green]Statistiken belegen, dass viele Bauten nach KfW 40-Standard nicht den Vorgaben der KfW entsprechen. Folge sind zu hohe Verbrauchswerte und Komfortverluste.


Der Hausanbieter muß doch aber einen Wärmeschutznachweis berechnen, und mir einen Antrag bzw. Nachweis für die KFW-Bank ausfüllen, wie kann er da groß tricksen? Er wäre doch bei nicht- einhaltung der Werte in der Haftung!?

Gruß
black70

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 07.12.2008 17:49 Uhr

Nehmen wir 'mal ein praktisches Beispiel.
Neben einer Wärmepumpe wird ja gerne zur Aufwertung der Energiebilanz ein wassergeführter Holzscheitofen eingeplant. Ziel ist ein besserer Primärenergiefaktor, besser zu erreichen mit einem Holzofen, da Holz ein regenerativer Brennstoffstoff ist.
Setzt man den Holzscheitofen entgegen der späteren Praxis mit 80 % zur Wärmeerzeugung an und nicht mit dem realen Nutzungsverhalten von 10 % an, dann verbessert dies den Wärmeschutznachweis wesentlich und macht ein KfW 60 über diesen Ansatz zu einem KfW 40. Nur hat man dabei überhaupt nicht gewonnen.
Da gibt es noch viele andere Stellschrauben, die die Berechnung des Wärmeschutznachweises verfälschen können.

[img]http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Primaerenergiefaktor-Energietraeger.gif[/img]

Leider gibt es immer noch viele Angebote, die den energiesparenden Gedanken nicht konsequent umsetzen.
Besser ist es, von vornherein kompromisslos energiesparend die Planung anzufassen. Informationsdefizite des Bauherrn führen dann zu unerwartet hohen Verbräuchen und entsprechend zu Komfortverlust.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Energiesparhaeuser-und-Passivhaeuser.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon black70 » 08.12.2008 19:54 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Informationsdefizite des Bauherrn führen dann zu unerwartet hohen Verbräuchen und entsprechend zu Komfortverlust.


Prüft die KFW-Bank eigentlich das Haus durch einen Sachverständigen? Könnte bei einem "getürkten" schöngerechnetem KFW60-oder 40 Haus womöglich nachträglich der Förderkredit platzen? Das wäre dann wohl das i-Tüpfelchen auf Komfortverlust und erhöhtem Energiebedarf.
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Beitragvon Thomas Heufers » 08.12.2008 20:04 Uhr

Ja, das kann schlimmstenfalls passieren.

Gruß

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Beitragvon roro » 09.12.2008 07:46 Uhr

Ist aber AFAIK noch nie gemacht worden, wobei ich mir sicher bin, dass dann 75% aller Häuser den Kredit nicht bekommen würden. Die KfW-Berechnung hat weniger zu einem besseren Energiebewusstsein geführt, sondern eher zu recht kreativen Berechnungen.
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Beitragvon black70 » 17.12.2008 19:52 Uhr

Hallo,

habe jetzt ein Angebot über ein Belüftungssystem erhalten:

"Kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage Pluggit Avent P für EG und DG inclusive Steckdose mit separatem Stromkreis."

Preis 11,550 Euronen.

Ist das ein gutes Gerät? Ist der Preis gerechtfertigt?

Gruß
Black70


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Beitragvon Thomas Heufers » 17.12.2008 20:30 Uhr

Das ist schon ein beachtlicher Preis für eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, ca. 4.4000 - 6.000 Euro inkl. Montage bei 140 m² Wohnfläche halte ich für realistisch. Also weitere Angebote einholen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Oswald » 17.12.2008 22:39 Uhr

Hallo zusammen....

Also ich kann mich für zentrale kontrollierte Be- und Entlüftung nicht wirklich erwärmen, da ich mir ziemlich schmutzige Gedanken bezüglich der Hygiene in den Leitungssystemen mache.

Wenn ich meine Dunstabzugshaube in der Küche alle 6 Monate anschau, dann könnt ich ko......!
Ja! da geht auch das Fett vom Kochen rein aber habt Ihr schon mal einen Luftkanal eines grossen Gebäudes gesehen?
Diese Kanäle sind schmierig und staubig!
Wenn ich mir das jetzt nach 5 Jahren in meinem Haus vorstelle wird mir schon wieder schlecht.
Mit dem Schmutz kommen allerlei Keime und Geeumel, dass man nie mehr wirklich aus den Leitungen bekommt.
JA! Man kann Filter einsetzen! DIe muss man dann aber auch wirklich regelmässig wechseln!

Ich würde auf ein Rohrsystem achten, dass innen keine Welligkeit aufweist und nach Möglichkeit gut zugängliche Wartungsöffnungen einplanen, damit man das System auch ab und an selber reinigen kann.

Ich habe mich vor dem Hausbau schon bewusst GEGEN eine zentrale Be - und Entlüftung entschieden, weil mir die Hygiene wichtig ist.

Ohne Zweifel muss in einem gut gedämmten fast luftdichten Haus die entstehende Feuchtigkeit durch Bad, Kochen und letztendlich die Bewohner irgendwie raus, damit die Lufthygiene gewahrt bleibt.
Bei meinen Rechernchen bin ich auf dezentrale Lüftungssysteme mit WRG > 90% gestossen.
Der sogenannte Inventer lässt sich auch noch nachträglich in fast jede AUssenwand einbauen und kennt all die Schmutzprobleme der zentralen Systeme nicht, weil kein meterlanges Rohrsystem vorhanden ist.
Die keramischen Thermospeichereinsätze kann man rausnehmen und in der Spülmaschine reinigen.
Hygienemassnahmen a la carte, finde ich.
Partikelfilter und Pollenfilter gibts auch.
Kosten liegen bei ca 1000,- je Gerät. Ich weis! Das ist leicht teurer als 5000,-€ aber billiger als jahrelange Arztbesuche wegen irgendwelcher Pilzsporen und/oder Bakterien in der Raumluft

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Michael R. » 17.12.2008 23:30 Uhr

Hallo Oswald,

du reinigst die Filter deiner dezentralen Lüfter regelmäßig. Wenn man das bei einer zentralen Lüftung macht, gibt es da auch keine hygienischen Probleme. Die Horrorbilder die von bestimmten Panikmachern gern gezeigt werden, stammen von Anlagen, die nicht vernünftig gewartet werden.

Wenn ein Haus ohne Lüftungsanlage nicht richtig fenstergelüftet wird, ist das sicher nicht gesünder, wie die von dir beschriebenen Hygienemängel.
Gruß Michael
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Beitragvon Thomas Heufers » 18.12.2008 08:19 Uhr

Das Hygienproblem ist ja nur bei der Abluft zu finden, wenn man keine Filterung der Abluft betreibt. Wie schon gesagt, kann die Abluft gefiltert werden, um das Rohrsystem sauber zu halten.
Grundsätzlich kann man die Hygiene der Abluft vernachlässigen, da die Abluft nach außen geführt wird, also hat Sie keinen Einfluss auf die Raumluft.
Wenn man die Lüftungsanlage ohne Luft-EWT oder mit einem wassergeführten EWT betreibt, sollte es keine Hygienanfälligkeit geben.

Es gibt aber auch dezentrale Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung, die auf einfache und sichere Weise gereinigt werden können.

http://energie-effizientes-haus.de/Daten/inVENTer.pdf
Damit müsste die Kritik über Wohnraumlüftungen enden.

Gruß

Thomas Heufers


Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 18.12.2008 11:31, insgesamt 1-mal geändert.
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