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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Sven82
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Beitragvon Sven82 » 20.11.2008 20:11 Uhr

Hallo zusammen,

wir haben vor kurzem ein Haus gekauft, ca. 210m² WOhn/ Gewerbefläche. ca. 80 m² sind Gewerbe. Ich habe mich nach Erdwärmeanlagen erkundigt. Die meisten haben mir eine Sole-Wasser Erdwärmepumpe Angeboten mit 2 Bohrungen. Heute habe ich mit einem Installateur telefoniert, der mir sagte, dass dies so einfach nicht möglich sei, da wir 3 Bohrungen benötigen und dies auf dem Grundstück so einfach nicht zu realisieren sei. Er hat mir empfohlen eine Wasser-Wasser Erdwärmeanlage zu verbauen, da die Anschaffung günstiger wäre und im endeffekt nur 1,5% weniger leistun ankommt. Er teilte mir mit, dass nur 2 Löscher a 20 Meter tiefe gebohrt werden würden und dies würde dann schon ausreichen.

Was sind die nach oder vorteile? Was sind die Unterschiede bei den beiden varianten?

Ist es zu empfehlen dies so zu machen oder eher nicht.

Der Garten ist etwa 400 m² mit einem 60 m² Lager in der mitte.

Danke für jede Antwort

Sven

roro
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Beitragvon roro » 20.11.2008 20:45 Uhr

Zuerst wäre die Bestimmung der notwenfigen Heizlast sehr hilfreich.
Ich finde es interessant, dass eine WP eingebaut werden kann, ohne dass man die Heizlast kennt.
Sven82
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Beitragvon Sven82 » 20.11.2008 21:42 Uhr

Hallo,

ich habe einen energienachweis, hier http://www.alcacom.de/enev.pdf kann man den downloaden..
reicht das zur Heizlastbestimmung?
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Beitragvon fdl1409 » 21.11.2008 07:35 Uhr

Hallo Sven,

das ist ein sehr brauchbares Gutachten.
Du hast eine Nachtspeicheheizung mit einem Bedarf von 55.000 kWh Nachtstrom pro Jahr.
Das Gebäude stammt aus 1900 und ist vollkommen unsaniert.
Prinzipiell ist so ziemlich jede Maßnahme eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Istzustand.
Ich würde jedoch davon abraten, eine Wärmepumpe als erste Maßnahme einzusetzen. Es muß zuerst das Gebäude saniert werden. Danach sinkt die Investition für eine Wärmepumpe ganz beträchtlich. Derzeit muß du wirklich mindestens 3x100m bohren, das kostet schon mal 20.000 Euro. Dazu kommt eine Riesen-Wärmepumpe mit ca 20 kW, ein Pufferspeicher, ziemlich viele große Heizkörper usw. Inclusive Herstellung der Wärmeverteilung mußt du mit mindestens 50.000 Euro Gesamtkosten rechnen.

Das wäre hier das Pferd von hinten aufgezäumt. Zuerst muß das Gebäude saniert werden, zumindest teilweise. Anfangen würde man da mit der Dachbodendämmung und Fenster. Ideal wäre eine Komplettsanierung einschließlich Fassade.
Die Gesamtkosten sind erheblich, können aber sehr gut über ein KfW-Darlehen finanziert werden. Der Zinssatz liegt derzeit bei 2,05% und wird demnächst voraussichtlich noch deutlich sinken.
Die Dämmung für so ein Gebäude mit Fassade, Fenstern und ein paar Sachen die man selbst machen kann wie Dachboden und Kellerdecke liegen sicher auch im Bereich 50.000 Euro, kann auch mehr werden. Danach sparst du aber, wenn es eine Wärmepumpe werden soll, gleich wieder 20.000 Euro Investitionskosten, weil du mit weniger Bohrungen, kleineren Heizkörpern und einer kleineren WP auskommst.

Wasser-Wasser könnte hier von der Investition günstiger sein als Sole-Wasser. Kommt drauf an ob da genug Wasser vorhanden ist. Prinzipiell sind WW-Anlagen technisch immer anfälliger als S/W.

Wenn du eine WP einbaust, egal welche, laß die Heizkörper so auslegen daß du maximal 45° Vorlauftemperatur brauchst. Auf keinen Fall laß dir eine Hochtemperaturwärmepumpe andrehen,

Grüße
Frank
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Beitragvon roro » 21.11.2008 10:47 Uhr

Ja, dass ist ein sehr gutes Gutachten.

An sich kann ich Dir nur zur Variante 4 raten, wird zwar teuer, aber ist IMHO der sinnvollste Weg.
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Beitragvon Sven82 » 21.11.2008 20:31 Uhr

Hallo,

danke für eure infos,

ich habe vergessen zu erwähnen, dass wir sowieso alles machen werden.
Sprich fassade, Fenster, Dachboden wird doppelt gedämmt decke und dach. Keller wird später gemacht, da ich den beton rausstemmen werde und 50 cm tiefer gehen werde, sonst kann keiner mehr in den keller.

Diese ganzen Technischen details habe ich dem energieberater ja schon gesagt, dass ich dies machen will, anhand dessen hat er ja die variante erstellt. Das heisst ich gehe von der Variante 4 für die Leistung der Heizung aus.

Was heisst denn Wasser Wasser ist anfälliger wovon reden wir genau welche Kosten?

Grundwasser dürfte hier jedenfalls gar kein Problem sein.

Ich habe zur Zeit ein Angebot für eine Sole Wasseranlage für 22t Euro inklusive Bohrung mit einer 14 KW WP. Wasser Wasser ist er kürzlich ins Gespräch gekommen.

Was würdet ihr nehmen ? eher SOle Wasser oder Wasser Wasser

roro
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Beitragvon roro » 23.11.2008 18:57 Uhr

Was würdet ihr nehmen ? eher SOle Wasser oder Wasser
Wasser


Das hängt von Deinen Gegebenheiten ab. Falls Wasser in ausreichender Menge und Qualität vorhanden ist, dann würde ich eine WW-WP nehmen.

Wobei es fraglich ist, ob Du nach den Sanierungen noch eine 14 kW WP benötigst. Dass sollte an sich mit weniger und dadurch günstiger möglich sein.
Sven82
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Beitragvon Sven82 » 23.11.2008 22:19 Uhr

Hallo roro,

danke für deine Antwort,
also das mit dem wasser wurde wohl schon geprüft.

gehen die 14 KW nicht davon aus, dass alle sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden ? Zum jetzigen Zeitpunkt würden wir ja mehr energie benötigen.

oder sehe ich da etwas falsch ?

Sven
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Beitragvon roro » 24.11.2008 20:40 Uhr

gehen die 14 KW nicht davon aus, dass alle sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden ? Zum jetzigen Zeitpunkt würden wir ja mehr energie benötigen.


Richtig, übersehen. Ich würde aber dennoch nur eine WP nach der Sanierung einbauen, da Du sonst nur Probleme bekommst. Solange das nicht durchgeführt wurde, solltest Du Dir anderes helfen (zus. Heizstab, Ofen, ...)
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Beitragvon Sven82 » 24.11.2008 21:52 Uhr

hallo roro,

okay, erst sanieren bin auch schon mitten drinne und dann energiepass neu machen und schauen welche Heizlast benötigt wird ?



Sven

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