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hurican0815
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 12:46 Uhr

sehr erstaunlich.

deine eltern haben 60% energiekosten gespart durch die dämmung ihres hauses?

die durchschnittliche einsparung durch dämmen der aussenwand soll laut dämmstoffindustrie bei 20-25 liegen.

60% scheint eine sehr beliebte zahl zu sein.

man siehe nur solarenergie.

wenn du jetzt noch schreibst das sich solar auch lohnt dann bin ich mal auf diese rechnung gespannt.

zu deinen 500 euro energiekosten.

rechne mal die subventionen die du bekommst dazu und die mehrkosten für so eine anlage.

gruss:frank

hurican0815
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 13:07 Uhr

roro hat geschrieben:
Dr. F. Khoda


Oh ein Konrad Fischer geschädigter. Außerdem beziehst Du Dich auf eine Publikation aus dem Jahre 1985. Man sollte nicht alles von der Konrad Fischer Homepage abschreiben, sodern sich selber ein Bild machen.


konrad fischer ist mit seiner meinung nicht alleine.

Da das Bauen heutzutage durch die Energiedebatte präjudiziert wird, greift dieser Artikel ein zentrales Thema auf: Die Gültigkeit des U-Wertes. Immerhin werden große Diskrepanzen zwischen Rechnung und Verbrauch festgestellt. Mathematisch gesehen wird der U-Wert aus der allgemeinen Fourierschen Wärmeleitungsgleichung durch Nullsetzung dieser Gleichung abgeleitet. Dies bedeutet: keine Solarstrahlung, keine Speicherung, konstante Wärmestromdichte. Diese Bedingungen treffen in Realität nie zu: die Sonne scheint immer (diffuse Strahlung genügt), schweres Material (Altbauten) kann speichern, die Wärmestromdichten sind in Richtung und Größe unterschiedlich. Diesem U-Wert-Dilemma steht die "akademische Lehrmeinung" hilflos gegenüber. Aus Trotz (wir haben seit jeher so gerechnet) wird betonkopfartig am Dogma des U-Wertes festgehalten – mit katastrophalen Folgen.

Wird die U-Wert-Funktion mathematisch analysiert, so ergibt sich eine Hyperbel. Dies heißt im Klartext: Mit doppeltem Aufwand wird der halbe Effekt erzielt – die Effizienz nimmt mit dem Quadrat des U-Wertes ab (der Unterschied kleiner U-Werte ist kaum meßbar, zumal der Wärmebrückeneffekt den "rechnerischen Gewinn" wieder zunichte macht). Dies ist auch der Grund, weswegen das einfallslose Herunterfahren der U-Werte bis zu 0,1 W/m²K (40 cm Dämmung) unsinnig ist. Man läuft einer Fata Morgana nach, wenn man glaubt, die rigorose Reduzierung der U-Werte erbringe auch praktisch einen energetischen Nutzen.

Mit den kleinen U-Werten werden jedoch Wärmedämmverbundsysteme forciert – die aber haben enorme bautechnische Nachteile:

Trotz der Beschwörungen zur "Solararchitektur" wird die Solarenergie von der speicherfähigen Wand abgekoppelt – dies wird sogar von Prof. Gertis bestätigt; konstruktiv ein energetischer Widersinn.
Durch meist sorptionsdichte und diffusionsbehindernde äußere Schichten des WDV-Systems wird die Entfeuchtung der Konstruktion nach außen stark beeinträchtigt. Durchfeuchtung der Konstruktion ist die zwangsläufige Folge.
Die dann verstärkt nach innen orientierte Entfeuchtung führt an der Innenwand meist zur Schimmelpilzbildung. "Schimmelhäuser" sind viel diskutierte Sanierungsobjekte. Viele "neue" Wohnungen sind durch Umweltgifte und Schimmelpilze belastet.
Wegen fehlender Speicherfähigkeit der äußeren Putzschicht unterkühlt nachts die Oberfläche infolge Abstrahlung derart stark, dass Kondensation der Nachtluft und damit Algenbildung meist nicht zu vermeiden sind. Viele "sanierte" Bauten veralgen. Diese Unterkühlung ist bei Autodächern ja allseits bekannt.
Um die Algenbildung zu vermeiden, wird nun versucht, durch den Einsatz von "umweltverträglichen" Algiziden das Problem zu lösen. Am Sick-Building Syndrom wirkt also strikt festgehalten.
Nur die rigorose Abkehr vom Dämmungswahn mit Polystyrol und Mineralwolle kann die Gebäude noch retten. Nur die monolithische Massivwand kann die Lösung sein, denn Wärmeschutz wird weitgehend von der Speicherung getragen. Die ausschließliche Beachtung der Dämmung und der damit irrtümlich ausgeübte Zwang zum "MINERGIE-Standard" mit seinen Superdämmungen führen auch zu irreparablen Bauschäden. Sowohl theoretische als auch die u. a. von Paul Bossert durchgeführten empirische Untersuchungen zeigen, dass damit der falsche Weg gewiesen wird. Die unheilige Allianz von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Administration allerdings glaubt fest an den U-Wert – und irrt damit gewaltig. Paradoxerweise stellt sich auch noch das Hauptargument dieser hektischen Energieeinsparkampagnen, unbedingt CO2 Emissionen mindern zu müssen, als Flop heraus; für das Klima ist nicht CO2, sondern die Sonne zuständig. Alles ist auf Sand gebaut.

Was Paul Bossert seit Jahrzehnten predigt, wird langsam, aber nur sehr langsam in den Köpfen der Verantwortlichen wahrgenommen, aber nicht durch Einsicht, sondern nur durch die Macht der überall zu registrierenden, unübersehbaren Bauschäden. "Niedrigenergiehäuser" mit Holz z. B. faulen langsam vor sich hin.

Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier
Architekt, Nürnberg
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 13:16 Uhr

und hier noch etwas zu deinen 2 % und den U und K werten.


--------------------------------------------------------------------------------

Die 8 energierelevanten Faktoren der Aussenwand

- Aufgelistet in absteigender Folge nach ihrer Wichtigkeit - nach Bossert -

Plant ein Architekt eine Aussenwand, so sollte er 24 unterschiedliche Dinge wie Ästhetik, Preis etc. beachten, 8 davon sind energierelevant!

1. Die Wanddicke

Die Wanddicke führt über die Zeitkonstante (Tau) t x 0,5 log n zur Halbwertszeit. Die Halbwertszeit ist ein qualitativer Wert. Sie gibt an, in welcher Zeit der Wärmeinhalt einer Wand bei "freier" Auskühlung abnimmt.
Weil die Wanddicke im Quadrat über der Temperaturleitzahl in die Formel eingeht, bildet sie einer der wichtigsten Energie-Faktoren einer Aussenwand!
(Dr. habil. Georg Hofbauer, Gesundheitsingenieur, 29. März 1941)

Wanddicke d cm
Wärmeleitung ? W/mK
Raumgewicht ? kg/m3
Wärmespeicherzahl c Wh/m3K

Konstante für Halbwertszeit "k" bei 0°C k = 0,5 x log. n = 0,347

Die Temperaturleitzahl a = ? / ? x c m2/h
Die Zeitkonstante t = d2/a h
Die Halbwertszeit t' = k x d2 / a h

Beispiel:
Zwei Wände mit gleichem Flächengewicht und gleichem U-Wert:
a = ? / ? x c = 0,1 W/mK / 0,03 Wh/kgK x 1500 kg/m3 = 0,002 m2/h (Diese Konstruktionen könnte man sogar "hinbasteln")

Wand W1: d = 25 cm; d2 = 0,0625 m2

Zeitkonstante W1: t = 0,0625 m2 / 0,002 m2/h = 31,25 h
Halbwertszeit W1: t'= 0,347 x 31.25 h = 10,8 h

Wand W2: d = 50 cm; d2 = 0,25 m2

Zeitkonstante W2: t = 0,25 m2 / 0,002 m2/h = 125.00 h
Halbwertszeit W2:t' = 0,347 x 125 h = 43,4 h

Fazit: Bei doppelter Wanddicke ist die Halbwertszeit 4 mal höher!!!

2. Die Wärmespeicherfähigkeit

Anhand von Energie-Verbrauchs-Analysen (EVA) ist beobachtbar, dass ein Flächengewicht von 700 (39 cm Vollziegel verputzt) bis 1'000 kg/m2 (54 cm Vollziegel verputzt) energetisch von Vorteil ist.

Gebäude mit derartigen Wänden haben einen Netto-Energieverbrauch von Qh = 20 kWh/m3a (siehe Gesundheits-Ingenieur 1925 bis 1927).

3. Strahlungsaufnahmefähigkeit / Farbe

Strahlungsabsorptionsmessungen sind zur Zeit nur für den sichtbaren Teil des Lichts erhältlich. Wie die Infrarotstrahlung in einem Bauteil ankommt und wie sie ausgenützt werden kann, weiss niemand. Es ist anzunehmen, dass in der gemessenen Globalstrahlung - bestehend aus direkter und diffuser Strahlung - das IR möglicherweise enthalten ist.
Es ist m.E. aber unzulässig, Strahlungsprozente aus gemessenen Anteilen des sichtbaren Lichtes mit der gemessenen Globalstrahlung zu multiplizieren und so eine Strahlungsabsorptionsmenge zu bestimmen.

Zusammenhänge:
Verputze auf Aussendämmungen müssen - damit sie nicht reissen - einen hellen Farbton aufweisen und meistens handelt es sich um einen sogenannten Kunststoffputz mit einer:

Strahlungsabsorptionszahl µ = 0,30 bis 0,40 und einer
Reflektionszahl von µ = 0,60 bis 0,70


Auf massiven Wänden hingegen können durchgefärbte Kalkputze mit dunkler Einfärbung appliziert werden:

Strahlungsabsorptionszahl µ = 0.65 bis 0,80 und einer
Reflektionszahl von µ = 0,35 bis 0,20

4. Die Oberflächenstruktur

Je nach Oberflächenstruktur kann eine Fassadenfläche mehr oder weniger Strahlung aufnehmen. Lisenen, Gewände und Gesimse bilden zwar so genannte geometrische Wärmebrücken. Sie nehmen jedoch auch auf allen Seiten Strahlung auf. Gleiches gilt für Putze. Rohe Putze haben eine grössere Oberfläche als feine Putze und können deshalb mehr Sonnenstrahlung aufnehmen. Bis heute gibt es nur mathematisch ermittelte Wärmebrückenkataloge, beruhend auf stationären Theorien von innen nach aussen. Experimentelle Messungen und instationäre Wärmebrücken-Theorien existieren zur Zeit nicht.

5. Feuchtigkeit / Sorptionsfähigkeit

Die "offizielle" Bauphysik nimmt an, dass im Winter die Raumfeuchtigkeit im innern der Wände kondensiert (Kondensationsperiode) und diese dann im nächsten Sommer wieder austrocknet (Austrocknungsperiode). Aus den experimentellen Untersuchungen von ETH-Prof. und EMPA-Chef Paul Haller aus den Jahren 1953 bis 1958, geht aber eindeutig hervor, dass Aussenwände im Sommer generell nass sind und in den Wintermonaten austrocknen. Die Angaben im Berechnungsprogramm WUFI sind deshalb falsch. Experimente zu WUFI existieren nicht!

Es kann auch aus den Untersuchungen der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt EMPA entnommen werden, dass sich die von Aussenwänden aufgenommene Feuchtigkeit im Herbst und Frühjahr positiv auf den Energiehaushalt auswirkt, weil die eingedrungene Feuchtigkeit die Wärmespeicherfähigkeit im Aussenbereich von Wänden erhöht und somit die solare Zustrahlung bereits auf niederstem Niveau energiewirksam wird.

Eine Aussenwand kann somit aussen kalt und feucht und bei normaler innerer Beheizung auf 20 °C, innen warm und trocken sein!

Hypothese: Die um die Feuchtigkeit erhöhte Wärmespeicherfähigkeit übertrifft in ihrer Wirkung den negativen Aspekt des angeblich grösseren Wärmeverlustes der Wand infolge besserer Wärmeleitung.

Aus den Experimenten von Haller sind keine quantitativen Energieeinsparungen errechenbar.

6. Wärmeleitung > U-Wert (alt k-Wert)

Der U-Wert bildet bei nicht bestrahlten Bauteilen wie: Kellerdecke, Dachdecke und Rohrdämmungen etc. zweifelsfrei die relevante Energiespargrösse, wobei in zweiter Linie wiederum die Materialdicke und anschliessend die Wärmespeicherfähigkeit zum tragen kommt. Bei Aussenwänden aber, fehlt jedoch bis heute jegliche Korrelation in Bezug zum messbaren Energieverbrauch.

Das stellte auch ETH-Professor Max Hottinger in den 40-er Jahren fest. Die nach ihm benannte Hottinger-Formel lautete:

Q = Wirkungsgrad x Fläche x Temperaturdifferenz x k-Wert x Gleichzeitigkeitsfaktor
plus zusätzlich noch ein paar weitere unwichtige Faktoren.

Der Gleichzeitigkeitsfaktor betrug für Bauten mit Wandstärken mit Vollziegeln von 40 bis 50 cm = 0,5 !

Q = µ x F x T x k x 0,5 µ = 0,45 x m2 x K x W/m2K x 0,5

7. Wärmebrücken

Generell gilt die Argumentation von Faktor: 4. "Die Oberflächenstruktur." Im Wesentlichen sind energetisch negative Wärmebrückenwirkungen bei Aussenecken, Wandanschlüssen zu Fassaden, bei Deckenauflagern und auskragenden Bauteilen zu beachten. Das trifft aber nur auf aussengedämmte Konstruktionen mit geringer Innenwandstärke und mit niedrigem Flächengewicht zu. Meistens kommt es bei diesen Schwachstellen zu Kondensatausfall mit Schimmelpilz. Vermutlich spielt auch hier die Wanddicke gemäss Faktor: 1. "Die Wanddicke" die entscheidende Rolle. Unterschreitet die Wanddicke eine bestimmte Grösse, wird die exponentielle Auskühlung beschleunigt.
Bei dicken massiven Wänden von 40 bis 50 cm sind diese Nachteile nicht beobachtbar. Würde man aber bei einem Jugendstil-Haus die Entwärmung nach der aktuellen Wärmebrückentheorie berechnen, so entsteht alleine aus Lisenen, Gewänden und Gesimsen ein derart hoher Energiebedarf, dass mit den Fenster-, Wand-, Boden- und Dachflächen ein um das vielfache höherer Energieverbrauch entsteht, als er in der Wirklichkeit beobachtbar ist. Offizielle, reale Messungen bestehen hierzu nicht.

8. Die Wärmeeindring-Geschwindigkeit

Die Wärmeeindring-Geschwindigkeit leitet sich von der "Eindringzahl" b ab. Wattstunden pro Quadratmeter mal °Celsius mal Wurzel aus der Zeit. Normale Baustoffe haben b-Werte von 700 bis 2000 J/m2 K (Wurzel aus) s

Generell hängt die Wärmeeindring-Geschwindigkeit vom Flächengewicht, der Wanddicke und der Aussenstruktur des Wandbaustoffes ab. Hat die Wand infolge zu hoher Porosität, einem allzu niedrigen Flächengewicht oder zu weit auseinanderliegenden Verbund-Stegen mit geringer Dicke (Schlitzlochsteine) einen zu grossen Wärmeeindring-Widerstand, so lässt sich beispielsweise die eingestrahlte Sonnenenergie nur in geringem Umfang nutzen. Es herrscht eine Wärmedepression! Erstmals wurden diese Zusammenhänge im Februar 1982 bei Messungen am Justus Knecht Gymnasium in Bruchsal beobachtet. Die Ergebnisse wurden in der Folge als "Bruchsaler-Messung" publiziert und baugeschichtlich festgehalten. Grundlagenforschungen dazu bestehen nicht.

Falsch verstandener Reduktionismus führt zum "Schichtendenken"! Die"Trag-, Dämm- und Wetter-Schichten" sind letztendlich wieder ganzheitlich zu betrachten. Vermutlich bildet die einschalige Wand - infolge der besten Temperaturverwaltung - die idealste Wandkonstruktion!

CH-8955 Oetwil a.d. Limmat, 18.06.2003
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Beitragvon roro » 28.11.2008 13:54 Uhr

Fazit: Bei doppelter Wanddicke ist die Halbwertszeit 4 mal höher!!!


Akzeptiert, nur gilt das auch für die Wärmeleitung der in die Bestimmung von k eingeht und da habe ich zwischen alten Ziegel und neuen Dämmstoff einen Faktor 5-10 und dadurch eine Erhöhung von 25-100


Wie die Infrarotstrahlung in einem Bauteil ankommt und wie sie ausgenützt werden kann, weiss niemand. Es ist anzunehmen, dass in der gemessenen Globalstrahlung - bestehend aus direkter und diffuser Strahlung - das IR möglicherweise enthalten ist.


Schwachsinn, entweder beschäftigen sich Architekten nicht mit Physik oder sie haben keine Ahnung davon.

Rohe Putze haben eine grössere Oberfläche als feine Putze und können deshalb mehr Sonnenstrahlung aufnehmen.


Falsch, es zählt immer nur die Normalfläche. Und die ist bei beiden Putzarten ident.
Auch hier wurde grundlegende Physik nicht beachtet.

Gebäude mit derartigen Wänden haben einen Netto-Energieverbrauch von Qh = 20 kWh/m3a (siehe Gesundheits-Ingenieur 1925 bis 1927).


Meinst Du Jahr oder Seite.

Aus den experimentellen Untersuchungen von ETH-Prof. und EMPA-Chef Paul Haller aus den Jahren 1953 bis 1958, geht aber eindeutig hervor, dass Aussenwände im Sommer generell nass sind und in den Wintermonaten austrocknen.


Auch hier Untersuchungen von vor über 50 Jahren. Welche Baustoffe wurden da getestet. Gibt es diese überhaupt noch. Was ist wenn die Außenwand keine Unterschiede in der Feuchtigkeit hat?

Bei Aussenwänden aber, fehlt jedoch bis heute jegliche Korrelation in Bezug zum messbaren Energieverbrauch.


Dann würde kein Passivhaus und Niedrigenergiehaus funktionieren.


Falsch verstandener Reduktionismus führt zum "Schichtendenken"!


Das kann ich nur unterschreiben. Schlimm ist nur, dass hier mit physikalischen Halb- und Unwahrheiten versucht wird, eine Behauptung durchzusetzen.

Das waren einmal nach kurzer Durchsicht die ersten Fehler, bei diesem Auszug gibt es noch einige mehr.
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 13:59 Uhr

Vorbei sind die Zeiten, wo Baumeister unabhängig von Baustil und Baumode Gebäude mit langer Haltbarkeit konstruierten, die mit geringem Unterhalt und wenig Heizenergie ihren Zweck erfüllten. Der Umbruch geschah in den Jahren 1910 bis 1930. Damals verzweigte sich das Bauwesen in Architektur-Design und industrielles Bauen. Der Architekt als Baumeister hatte ausgedient. Eine sich weltweit elitär gebärdende Architektensekte gibt seitdem den Kurs an. Der Geburtsort dieser Bewegung war Dessau, und das umjubelte Kind hieß Bauhaus.


Wie die bautechnische Kompetenz zusehends verluderte

Die Kehrseite dieser Baurevolution wird jedoch bis heute verkannt. Während die Architekten dem freien Grundriß huldigten, sich vom Ornament befreiten und die flächige Auflösung des Raums kaprizierten, verluderte die bautechnische Kompetenz zusehends. Das neue Bauen bescherte uns energieverschwendende Häuser mit Bauschäden und Schimmelpilz wie Beton-Großstaffelbauten.


Alte Häuser mit dicken, schweren Wänden benötigen weniger Energie als moderne "supergedämmte Gebäude"

Jedermann kann feststellen, daß gute Altbauten bis Jahrgang 1925/30 heute nur zwischen zwei und drei Liter Heizöl pro Kubikmeter beheiztem Gebäudevolumen und Jahr benötigen. Gebäude der Jahrgänge bis 1965/70 verbrauchen dagegen fünf bis acht Liter. Noch grotesker ist der Verbrauch "superwärmegedämmter Gebäude" aus den Jahren 1975/1980: Sie verbrauchen oft zehn bis 15 Liter pro Kubikmeter und Jahr.


Wie ist diese Entwicklung zu erklären?

Altbauten, die keine Wärmedämmung im heutigen Sinne aufweisen, haben schwere Wände von 40 bis 80 Zentimeter Dicke mit hoher Wärmespeicherung. Große Wandstärken verzögern auch überproportional den Wärmeabfluß von innen nach außen. Ob konventionell verputzt oder mit Naturstein verkleidet, ihre Materialschichtungen wirken als Sorptionskette. Dieser "Sorptionsmotor" garantiert eine anteilsmäßige Entfeuchtung der Wohnräume. Neue Gebäude jedoch haben leichtere und dünnere Wände mit feuchtesperrenden Super-Wärmedämmungen. In der effektiven Wärmebilanz sind sie massiven Altbauwänden weit unterlegen - ganz abgesehen davon, daß "moderne" Gebäudehüllen vielfach schon nach zehn bis 15 Jahren restlos versagen. Altbaufassaden funktionieren aber meistens noch nach 100 Jahren einwandfrei. Die Bauhaus-Ästhetik hat hohen Anteil an dieser Fehlentwicklung. Zeilen- und Punktbauweise, falsch konstruierte Flachdächer und glatte Fassaden entlarven sich als immense Energieverschleuderer. Auch das ästhetisch geforderte, doch strahlungsreflektierende Weiß der Fassaden ist aus energetischer Sicht nicht nachvollziehbar.


Wenn das Alte besser ist...

Demgegenüber erweist sich die Plastizität von Gründerzeitfassaden als äußerst vorteilhaft für den Energiehaushalt. Tief strukturierte Fensternischen ergeben energetisch wirksame Luftstaupolster vor Abkühlflächen aus Glas. Gesimse funktionieren nicht nur als Wind- und Schallbrecher, sondern sie dienen auch als Fassadenentwässerungen und vermindern ein Auskühlen der Wand durch abfließendes Regenwasser über mehrere Geschosse. An- und Vorbauten, Erker und Balkone verändern im aerodynamischen Bereich laminare Luftströmungen in turbulente, was den Energieverbrauch eines Gebäudes zusätzlich reduziert.
Aus alldem ergibt sich: Wir haben ein Bauproblem und kein Energieproblem am Bau. Deshalb sind die auf falsche Berechnungsgrundlagen gestützten und k-Wert-orientierten Wärmeschutzverordnungen ein Irrweg. Zwischen den gesetzlich vorgeschriebenen "k-Werten" und dem realen Energieverbrauch eines Gebäudes sind keine signifikanten Korrelatione beobachtbar.


Ingenieur-Berechnungen

Der k-Wert beschreibt die Energiemenge in Watt pro Quadratmeter und Grad Temperaturdifferenz (W/m?k), die durch eine Baukonstruktion unter Laborbedingungen zur Kaltseite abfließt. Baufachleute warnen seit Jahrzehnten vor einer Favorisierung dieses Wertes. Nur in Ausnahmefällen ist eine Übereinstimmung zwischen k-Wert-bezogenen Energiebedarfswerten und dem tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes festzustellen. Dennoch wird an diesem unbewiesenen k-Wert-Modell dogmatisch festgehalten. (...)

[Anmerkung der Mythen-Post: Ob die Leute heutzutage mit der U-Wert-Rechnerei betrogen werden, interessiert in der Branche niemand. Hauptsache, es wird mit dem Schwindel Geld verdient!]

In der Konsequenz führte und führt die heutige Dämmhysterie zu dem Paradox, daß Gebäude in traditioneller Mauertechnik nicht mehr errichtet werden dürfen, weil sie den theoretisch geforderten k-Werten nicht genügen. Doch es ist umgekehrt: Die Baufachleute vor dem Beton-, Blech- und Glasfassadenzeitalter und selbst die alten Römer haben gescheiter und qualitativ besser gebaut - auch ohne Wärmeschutzverordnung.

*
Schlussbemerkung der Mythen-Post:
Obige Fakten wollen im Schwyzer Baugewerbe heutzutage die wenigsten hören; man will lieber an den Fehlern festhalten.
Weil der Filz keine vernünftigen Argumente vorzuweisen hat, kommt der Spruch, die Mythen-Post seit "wirtschafts- und gewerbefeindlich".
Müll und Altlasten produzieren wird in dieser Logik als "wirtschafts- und gewerbefreundlich" propagiert.
Medien (z.B. "Bote der Urschweiz"), welche diese schwachsinnige Denkweise unterstützen, werden mit Inseraten belohnt, die Mythen-Post hingegen mit Boykott bestraft.
"Erfolgreiche Gewerbepolitik" bedeutet nach Auffassung "moderner Gewerbevertreter": nicht nachdenken und Verantwortung wahrnehmen, sondern jeden Mist mitmachen, um damit Geld verdienen zu können.
Und es ist schon komisch: All die Herren Innerschwyzer Zimmerleute und Baumeister, die seit Jahren der Mythen-Post den Vorwurf machen, sie setze sich zu stark für den Umweltschutz ein, sind begeisterte Anhänger des MINERGIE-Standards!
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 14:05 Uhr

In Bauhandwerk/Bausanierung erschien dann 1/2001 folgender Beitrag Prof. Meiers als Contra Passivhaus gegen eine Pro von Dr. Feist, das wegen seiner rein werbenden Behauptungen hier nichts zu suchen hat:

"Passivhaus - Contra 1

Das Passivhaus wird als Prototyp zukünftigen Bauens propagiert. Äußerst laienwirksam werden unter anderem folgende Schwerpunkte gesetzt:

Außenhüllen müssen bestens wärmegedämmt sein

Die empfohlenen Superdämmungen bis zu 40 cm sind aus drei Gründen abzulehnen:

1) Der k-Wert gilt nur für den Beharrungszustand, ignoriert damit die vorhandene Solarstrahlung und die Speicherfähigkeit der Außenwand. Als alleiniges Maß des Gebäudewärmeschutzes kann er demzufolge nicht eingesetzt werden, die ”Rechnungen” sind falsch. Wärmeschutz besteht seit jeher aus Dämmung und Speicherung. Außerdem: Ein WDV-System schottet die Solarenergie ab und verhindert die Speicherung. Infolge sorptionsdichter Schichten durchfeuchtet außerdem die Wand.

2) Große Dämmstoffdicken sind effizienzlos. Die Hyperbelform der k-Wert-Funktion macht die nach EnEG § 5 geforderte Wirtschaftlichkeit unmöglich. Anders lautende Aussagen sind Mogelpackungen und bedeuten Roßtäuscherei. Der zusätzliche ”Energiegewinn” ist derart gering, daß auch kaum zusätzliche CO2-Einsparungen erzielt werden.

3) Dämmstoff-Leichtkonstruktionen sind nicht temperaturstabil. Eine äußere Temperaturschwankung pflanzt sich nur gering gedämpft und sehr schnell nach innen fort und sorgt für Barackenklima. Eine teure Gebäudetechnik ist kein Ersatz. Es besteht Infektionsgefahr durch Verschmutzung der Luftkanäle; Schweden konnte hier reichlich Erfahrung sammeln.

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Beitragvon roro » 28.11.2008 14:53 Uhr

Eines kannst Du gut nämlich zitieren. Ich hoffe Du überlegst auch, was Du zitierst, reflektierst darüber, rechnest selber nach und kommst zu einer eigenen Meinung.

ad 1.) Wurde bereits Widerlegt und stimmt nicht

ad 2.) Hier gebe ich Dir teilweise recht, dass man nämlich ein bestimmtes Mass finden muss.

ad 3.) Der 1 Teil ist falsch, was tausende von Häusern (darunter auch meines) zeigen. Bzgl. Gebäudetechnik: Was hat das mit einer sinnvollen Dämmung zu tun, vor allem ist Gebäudetechnik mit Luftkanälen nicht unbedingt notwendig.

Jedermann kann feststellen, daß gute Altbauten bis Jahrgang 1925/30 heute nur zwischen zwei und drei Liter Heizöl pro Kubikmeter beheiztem Gebäudevolumen und Jahr benötigen. Gebäude der Jahrgänge bis 1965/70 verbrauchen dagegen fünf bis acht Liter. Noch grotesker ist der Verbrauch "superwärmegedämmter Gebäude" aus den Jahren 1975/1980: Sie verbrauchen oft zehn bis 15 Liter pro Kubikmeter und Jahr.



Wie ist diese Entwicklung zu erklären?
Ganz einfach, die zahlen stimmen nicht, wie ich selbst erfahren habe. Ich habe nämlich mit 20 Jahre in eine solche tollen Altbau mit extrem dicken Wänden gewohnt und von einem Verbrauch von 2-3 l Öl/m3 war da nie die Rede sodern eher das 10-fache.
Außerdem haben Altbauten ein komplett anderes m2/m3-Verhältnis.

BTW: Mein neues superwärmegedämmtes Haus verbraucht knapp 1,5 l pro m3.
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 15:27 Uhr

ad 1.) Wurde bereits Widerlegt und stimmt nicht

wo?

Wie ist diese Entwicklung zu erklären?
Ganz einfach, die zahlen stimmen nicht, wie ich selbst erfahren habe. Ich habe nämlich mit 20 Jahre in eine solche tollen Altbau mit extrem dicken Wänden gewohnt und von einem Verbrauch von 2-3 l Öl/m3 war da nie die Rede sodern eher das 10-fache.
Außerdem haben Altbauten ein komplett anderes m2/m3-Verhältnis.

wir haben in einem alten bahnhofsgebäde gewohnt wo die wände aus sandstein waren und rund 50cm dick.

das dach war mit einer massiven,gestampfen bimsgesteinschüttung gedämmt.

in diesem haus war es im sommer immer gleich kühl und im winter lagen die heizkosten nicht über 3 liter Öl/m3.

wie riguliert man die luft in supergedämmten häusern?

lüftungsanlagen?

fenster aufreissen?

in dresden hat man vor einigen jahren damit angefangen eine wohnsiedlung zu isolieren.

nachdem ein teil der häuser(alle gleicher typ,ehemaligeDDR) fertig waren hat man dann festgestellt das der verbrauch der isolierten häuser sogar grösser war als der der nicht isolierten häuser.

woran lag das.

durch das schlechte klima in den isolierten häusern waren die bewohner gezwungen viel öfter die fenster aufzureissen um ein halbwegs vernüftiges klima zu erhalten.

ausserdem wurde die speicherfähigkeit der häuser durch die isolierung zerstört.
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Beitragvon roro » 28.11.2008 15:52 Uhr

ausserdem wurde die speicherfähigkeit der häuser durch die isolierung zerstört.


Wieso. Wurde die massive Wand verändert?
Die Speicherfähigkeit wird durch die Masse bestimmt. Die ändert sich durch die Dämmung nicht, sondern wird eher mehr.
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 16:00 Uhr

die solare speicherfähigkeit wurde zerstört auch wenn du behauptest das es diese nicht gibt

2. Warum hilft Speicherung Energie sparen?
Leben auf der (speicherfähigen) Erde verdanken wir der Sonne. Solarstrahlung erwärmt nur Materie – aber keine Luft. Gäbe es diesen segensreichen Energiespender nicht, der Planet wäre kalt und unbewohnbar. Jeder kennt die wohltuende Wärme der Sonnenstrahlen; hochalpine Skifahrer genießen diese, obgleich Minusgrade herrschen.

Gerade im Winter bei tiefliegender Sonne werden speicherfähige Wände besonders günstig mit Energie beliefert. Wird dieser kostenlose Energietransfer absorbiert, wird auch die Energiebilanz des Gebäudes günstig beeinflußt. Massivabsorber, Transparente Wärmedämmung, Sonnenkollektoren und Photovoltaik sind bekannte Techniken, um Sonnenenergie nutzbar zu machen. Nur wird diese Art einer technischen Nutzung recht teuer, da sie apparative Zusatzeinrichtungen erfordert.

Zur Solarenergienutzung gibt es aber auch günstige Alternativen. Die simple und bewährte massive Außenwand leistet als Massivabsorber ohne zusätzliche Investitionen seit Jahrhunderten gute Dienste. Die eingespeicherte Solarenergie stoppt durch einen von außen nach innen fließenden Wärmestrom den Wärmestrom von innen nach außen. Insofern mindert gespeicherte Sonnenenergie die Transmissionswärmeverluste eines Gebäudes. Um kostenlose Solarenergie sinnvoll zu nutzen, wäre hier der goldene Mittelweg zwischen Dämmfähigkeit und Speicherfähigkeit anzustreben. Die Beschränkung allein auf die Dämmung (also den k-Wert) führt deshalb in unseren Breiten nicht zu einer energetisch optimal abgestimmten Außenwand, denn es muß nicht nur für den Winter, sondern auch für den Sommer gebaut werden. Die naturgemäß vorhandene Speicherung von massiven Außenwänden findet in der Energieeinsparverordnung keinerlei Berücksichtigung.

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