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tommy0802
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Beitragvon tommy0802 » 20.11.2008 19:15 Uhr

Wir überlegen dauerhaft das Haus Bj.70 36er Ziegel mit eine Wandflächenheizung auszustatten. Jetzt hat mir die Kaminkehrerin gesagt "ohne Vollwärmeschutz ist das Blödsinn". Stimmt das? Ich denke eine gleichmäßigere Wärme sowie eine weit niedrigere Vorlauftemperatur hat man trotzdem. Damit auch nedrigeren Brennstoffverbrauch: Oder?

Gruss Tommy

roro
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Beitragvon roro » 20.11.2008 20:41 Uhr

Wenn Du Deinen Garten heizen möchtest, ok.
Es ist nicht sinnvoll, dort die Wärme abzugeben, wo sie am leichtesten nach außen verschwinden kann.

Haus Bj.70 36er Ziegel ohne Dämmung, da haben moderne Fenster einen bessern U-Wert als Deine Wand.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 21.11.2008 11:34 Uhr

tommy0802 hat geschrieben:Damit auch niedrigerer Brennstoffverbrauch: Oder?
Wie schon gesagt, wird sich der Verbrauch durch eine Flächenheizung nicht wesentlich verbessern.

Hier noch ein paar Links zum Thema "Maßnahmen zur Absenkung des Energiebedarfs im Altbau".
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbauten-effizient-sanieren.pdf
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbau-Fit-fuer-die-Zukunft.pdf
http://www.modernus.de/modernisieren/bauen

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon hurican0815 » 27.11.2008 20:14 Uhr

roro hat geschrieben:Wenn Du Deinen Garten heizen möchtest, ok.
Es ist nicht sinnvoll, dort die Wärme abzugeben, wo sie am leichtesten nach außen verschwinden kann.

Haus Bj.70 36er Ziegel ohne Dämmung, da haben moderne Fenster einen bessern U-Wert als Deine Wand.


Wer speicherfähige Altbauten nachträglich dämmt, ist einer gewissenlosen Wärmedämmreklame aufgesessen, die das Wohl der Umwelt, des Bauwerks und dessen Bewohner sowie des Investors anderen Interessen unterordnet. Außerdem ist nachträgliche Dämmung - und das zeigen alle ernstzunehmenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen - ein absolutes Verlustgeschäft für den Investor und deswegen gem. § 5 Energieeinsparungsgesetz verboten.

gruss:frank
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Beitragvon hurican0815 » 27.11.2008 20:20 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:
tommy0802 hat geschrieben:Damit auch niedrigerer Brennstoffverbrauch: Oder?
Wie schon gesagt, wird sich der Verbrauch durch eine Flächenheizung nicht wesentlich verbessern.

Hier noch ein paar Links zum Thema "Maßnahmen zur Absenkung des Energiebedarfs im Altbau".
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbauten-effizient-sanieren.pdf
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbau-Fit-fuer-die-Zukunft.pdf
http://www.modernus.de/modernisieren/bauen

Gruß

Thomas Heufers


wie kommen sie zu der feststellung?

gruss:frank
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Beitragvon roro » 28.11.2008 07:22 Uhr

Außerdem ist nachträgliche Dämmung - und das zeigen alle ernstzunehmenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen - ein absolutes Verlustgeschäft für den Investor und deswegen gem. § 5 Energieeinsparungsgesetz verboten.


Vollkommener Schwachsinn:

Erstens steht bei §5 kein derartiges Verbot und zweitens ist eine Dämmung vor allem bei so einer alten und durchlässigen Wand die beste Investion die man machen kann.

Wer speicherfähige Altbauten nachträglich dämmt, ist einer gewissenlosen Wärmedämmreklame aufgesessen, die das Wohl der Umwelt, des Bauwerks und dessen Bewohner sowie des Investors anderen Interessen unterordnet.


Die Dämmung verändert nichts an der Speicherfähigkeit der Wand, sondern es geschieht sogar das Gegenteil. Und falls Du nun behaupten möchtest, dass durch die Dämmung der Wand, diese nicht mehr atmen kann, dann muss ich Dich darauf hinweisen, dass keine Wand atmet.
Durch die Wanddiffusion können maximal 2% der Feuchte nach außen transportiert werden, Feuchtigkeit kommt nur durch richtiges Lüften aus dem Haus. Und das Raumklima wird ausschließlich durch den Aufbau der Innenseite der Wand bestimmt.

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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 10:00 Uhr

die dämmung verändert sehr wohl die speicherfähigkeit einer wand.

haben sie schon mal etwas davon gehört das wände,selbst im winter,die sonneneinstrahlung vom tag speichern und diese dann nach innen abgeben?

dies geht aber nur wenn man keine dämmstoffe auf die wand pappt.

das wände nur 2% feuchte nach aussen abgeben ist auch ein märschen.

mit lehm oder kalkputz verputze wände können da schon um einiges mehr aber es darf kein zement enthalten sein der die wand absperrt.


selbst wenn man energie einsparen würden was aber bisher weder bewiesen worden ist noch von irgendeinem handwerker garantiert wird wären das nach aussagen der dämmstoffindustrie 20-25 %.

bei kosten zwischen 12-20 000 euro für einen vollwärmeschutz muss die energie seeeeeeeeeehr teuer werden bis sich das ganze rechnet.

hinzu kommt das man viel mehr lüften muss und so die energie in grossen menegen wieder durch die fenster nach aussen befördert.

wird das auch alles in den berechnungen berücksichtig?

in § 5 Energieeinsparungsgesetz steht das nur wirtschaftlich sinnvolle massnahmen vertretbar sind .
gruss:frank
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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 10:11 Uhr

Der k-Wert beschreibt nur stationäre Zustände, die ausschließlich für nicht speicherfähiges Dämmmstoffe und im Labor zutreffen mögen.

In der Praxis herrschen aber instationäre, also veränderliche Bauzustände, hervorgerufen durch Tag-Nacht- und Klimawechsel. Nur speicherfähige, massive Bauweisen sind dafür energetisch sinnvoll. Bei ihnen führt die Anwendung der WSVO[EnEV] in der vorliegenden Form zu wirklichkeitsfernen, wissenschaftlich unhaltbaren und insgesamt sinnlosen Ergebnissen. Sie schädigen Umwelt, Bauwerk, Benutzer und Besitzer.

Die Wirklichkeit betreffend Schimmel und Feuchte sieht anders aus:

1. Bei speicherfähigen Bauten können mit der WSVO[EnEV]-Berechnung keine hygienisch sinnvollen Maßnahmen errechnet werden (vgl. Dr. F. Khoda: Baubiologie und Gips, Sonderdruck baustofftechnik, Fachzeitschrift für Baustoffe und Baustoff-Anwendung, o.J.).
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Beitragvon roro » 28.11.2008 10:21 Uhr

mit lehm oder kalkputz verputze wände können da schon um einiges mehr.


Richtig: Wie ich bereits geschrieben habe, ist die Innenseite der Wand vor allem für das Raumklima wichtig. Das heißt aber nicht, dass durch Lehm oder Kalkputz mehr Wasser nach außen transportiert wird. Das Wasser kann dort besser gespeichert werden und wird später wieder an den Raum abgegeben.

selbst wenn man energie einsparen würden was aber bisher weder bewiesen worden ist noch von irgendeinem handwerker garantiert wird wären das nach aussagen der dämmstoffindustrie 20-25 %.


Beweise gibt es genug und ich kenne eigentlich niemanden der durch Dämmung nicht Energie gespart hätte. (Vor allem bei dieser schlechten Wand).
Ein Beispiel sind meine Schwiegereltern, die vor 2 Jahren auch ein ungedämmtes Haus aus den 70' saniert haben und den Energieverbrauch ohne die Änderung der Heizungsanlage um 60% gesenkt haben. Das ist in Ihrem Fall eine Ersparnis (bei den jetzigen Energiepreisen) von über 2000 EUR jährlich. (Da sind selbst 20000 EUR , was die Sanierung nicht gekostet hat, bald wieder zurück).

Das Wärmedämmung funktioniert ziegen alle neu gebauten und gut gedämmden Häuser, wie z.B. meines, dass mit Energiekosten von EUR 500 pro Jahr auskommt.

hinzu kommt das man viel mehr lüften muss und so die energie in grossen menegen wieder durch die fenster nach aussen befördert.

wird das auch alles in den berechnungen berücksichtig?


Ja wird berücksicht, und spricht auch für eine Dämmung, da die Lüftungsverluste im ungedämmten Haus auch größer sind.

haben sie schon mal etwas davon gehört das wände,selbst im winter,die sonneneinstrahlung vom tag speichern und diese dann nach innen abgeben?


Gehört schon (und auch bearbeitet und durchgerechnet), nur ist das vollkommener Blödsinn, wenn man sich einmal die Mühe macht sich das genauer anzusehen.
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Beitragvon roro » 28.11.2008 10:52 Uhr

Dr. F. Khoda


Oh ein Konrad Fischer geschädigter. Außerdem beziehst Du Dich auf eine Publikation aus dem Jahre 1985. Man sollte nicht alles von der Konrad Fischer Homepage abschreiben, sodern sich selber ein Bild machen.

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