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igi2001
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Beitragvon igi2001 » 13.11.2008 22:58 Uhr

Hallo,
ich möchte gerne für einen Neubau eine WP (Sole/Wasser) mit Flächenkollektoren einsetzen.
Es sollen 3 Etagen EG, DG und KG (Gesamt ca. 243 qm) mit FBH beheizt werden.

Die Gebäudehülle ist wie folgt aufgebaut:
U-Werte:
Außenwände 0,20
Fenster 1,1
Boden Keller 0,25
Außenwand Keller 0,21
Dachflächen 0,15

Mir liegen mehrere Angebote für Wärmepumpen vor, die jedoch eine ernorme Spannweite in der Leistung aufweisen: Vaillant (Heizleistung 8,0 KW), Hautec (9,2 kW) Waterkotte (11,8 kW), Siemens (14,4 kW) Stiebel (16,1 kW).
Der Wert aus der Energiebedarfsausweis beträgt 66,26 KW/qm*a, wobei dies auf der Grundlage eines Brenwertkessels ermittelt wurde.
Des Weiteren wurde eine Berechung der FBH (Norm-Heizlast nach DIN EN 12831) durchgeführt mit folgendem Ergebnis:
Norm-Gebäudeheizlast 13299 W (nur FBH).
Wenn ich es richtig interpretiere, würden ich für die W-Wasser-Erwärmung weitere Leistung benötigen, wobei die Wärmepumpe bei ca. 15 kW liegen müßte. Mir scheint dieser Wert doch sehr hoch zu sein.

Bitte schreibt mir Eure Meinung.

Ein Teil der Angebote muss wohl ziemlich unseriös sein.
Bitte um Hilfe bzw. Tipps zur Entscheidung, da ich zur Zeit auf Grund der ernormen Spannweite völlig verunsichert bin.

Viele Grüße
Igi2001

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Beitragvon roro » 14.11.2008 08:05 Uhr

Was ich dir empfehle würde. Das Haus neu zu planen.

Der Wert aus der Energiebedarfsausweis beträgt 66,26 KW/qm*a, wobei dies auf der Grundlage eines Brenwertkessels ermittelt wurde.


Norm-Gebäudeheizlast 13299 W (nur FBH).


Das ist eines Neubaus vor allem bei dieser Größe nicht würdig, das wären über 50 W/qm und dass ohne WW (Da ist das renovierte 40 Jahre alte Haus meine Schwiegereltern besser).
Mehr als 30 W/qm inkl. WW sollte ein Neubau, vor allem dieser Größe, nicht haben.


Außenwände 0,20
Fenster 1,1
Boden Keller 0,25
Außenwand Keller 0,21
Dachflächen 0,15


Diese Werte finde ich interessant, denn die entsprechen exakt der Wärmeverordnung unseres Bundeslandes, aus dem Jahr 2004.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 14.11.2008 08:50 Uhr

Wenn man von vornherein gezielt auf eine energiesparende Konstruktion achtet, dann hat man richtig geplant.

Teures Beispiel: Schlechter U-Wert der Gebäudehülle - Zum Erreichen des Energiewerte für die Wärmeschutzberechnung muss eine kostspielige Wärmepumpe mit Tiefensonde oder eine Pellet-/Holzheizung mit der notwendigen Peripherie eingesetzt werden.

Günstiges Beispiel: Sehr guter U-Wert der Gebäudehülle (beispielsweise Wand & Dach mit unter 0,15 W/m²K) - Zum Erreichen der Energiewerte für die Wärmeschutzberechnung kann auf Grund des niedrigen Wärmebedarfs eine preisgünstige Luft-/Wasser-Wärmepumpe eingesetzt werden. Dies kann sogar unter optimalen Bedingungen ökologisch und ökonomisch die sinnvollere Alternative sein.

Beim günstigen Beispiel fallen die zusätzlichen Ausgaben für die stärkere Dämmung der Konstruktion nur mit den Materialkosten an, Lohn und Arbeit sind annähernd gleich.

Im letztgenannten Beispiel werden sich über 15 - 20 Jahre oder früher die Mehrinvestition mit Zinsaufwand über die tatsächlichen Energieeinsparungen amortisieren. Tendenz bei steigenden Energiepreisen ist eine frühere Amortisation.
Zusätzlich Effekte des günstigen Beispiels sind geringe Instandsetzungs- und Wartungskosten gegenüber feuertechnischen Anlagen, Behaglichkeit, besserer thermischer Komfort und langfristig dauerhaft niedrige Energiekosten.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon kältebauer » 14.11.2008 18:44 Uhr

Hallo

Eine 12 kw inkl, brauchwasser sollte dicke reichen und von den beschriebenen Pumpen würde ich keine nehmen.

Gruss Dirk
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Beitragvon igi2001 » 14.11.2008 19:43 Uhr

das Haus ist bereits geplant und befindet sich im Bau. An den Werten kann ich jetzt nicht mehr allzuviel ändern.
Höchstens noch an den Fenstern und der Dämmung des Kellerfußbodens.

Hallo Dirk,
welche WP würdest Du denn empfehlen.

Gruß Igi
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Beitragvon kältebauer » 14.11.2008 20:08 Uhr

Hallo

Die Firma sitzt in Bielefeld und heisst Kälte Klima /http://www.kaelte-klima-gmbh.de/technik/waermepumpen/index.htm

Die Firma hat nun auch schon seit 20 Jahren Erfahrung und ich kann nur sagen das die Pumpen Gut sind haben davon 250 in unserem Wartungsbestand sind teilweise schon 15 Jahre alt und haben immer noch jaz von 3-4.
Kann ich nur gutes drüber sagen und wenn du dich da für eine Interessierst kann ich auch ein gutes Wort einlegen :wink:

Gruss Dirk

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Beitragvon bernhard geyer » 15.11.2008 15:52 Uhr

igi2001 hat geschrieben:das Haus ist bereits geplant ...

Wenn es geplant ist, wie kann dann die Heizung noch so offen sein?

igi2001 hat geschrieben:Höchstens noch an den Fenstern

3fach Verglassung mit vernünftigen Rahmen ist mittlerweile Stand der Dinge. Von Manchen Herstellern (im höherpreisgen Segment) wird fast nix mehr anderes angeboten. Die Mehrkosten waren bei mir 2006 ca. 20 oder 30 €/m2. Dürften heutzutage eher weniger sein. Gesamtwert dürfte (Wenn kein "Passishausrahmen" mit 10-11 cm Stärke genommen wird) bei 0,8-0,9 liegen.
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Beitragvon igi2001 » 15.11.2008 17:28 Uhr

Hallo,
ich habe ursprünglich ein KW 60 Haus geplant.

In diesem Zusammenhang wollte ich die entsprechende Heizungtechnik auswählen. Dabei habe ich eine Gas-Brennwertheizung mit Solarunterstützung und eine Wärmepumpe ausgeschrieben. Hierbei wollte ich zuerst die Preise vergleichen.
Da ich jedoch keine KFW-Mittel beansprucht habe, war ich auch nicht gezwungen diese Werte nachweisen zu müssen.

Nach langer Überlegung werde ich mich zu Wärmepumpe mit Flächenkollektoren entschieden.

Mit der jetzigen Dämmung und Wärmepumpe liegt der Jahres-Primärenergiebedarf bei 47,6 kwh/qm*a.
Ich denke mir, dass ich noch bei dem Kellerboden und den Fenstern die Wärmedämmung verbesern werde.
Da ich den Keller zum größtem Teil auch für Wohnzwecke nutzen möchte, ist der Aufbau des Kellerbodens zurzeit mit 2x40mm EPS 035+ 30mm EPS 035 als Träger für FBH . Ich denke mir, dass ich für Kellerboden PU mit WLG 025 einsetzen werde.
Fenster habe ich mit Uw 1,1 ausgeschrieben. Hierbei werde ich auch überlegen, ob ich Fenster mit besseren Werten einbauen werde. Ich möchte zuerst den Mehrpreis vergleichen und ich denke mir, dass sich die Mehrkosten so nach 10-15 Jahren amortisieren sollten.

Gruß
Igor Peter
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Beitragvon roro » 17.11.2008 08:07 Uhr

Mit der jetzigen Dämmung und Wärmepumpe liegt der Jahres-Primärenergiebedarf bei 47,6 kwh/qm*a.


Aber nur wenn es
schön gerechnet
wurde.

Beo einer Norm-Gebäudeheizlast von 13299 W kannst Du von einem Jahresenergiebedarf von ca. 20000-25000 kWh ausgehen. Das sind selbst bei einer JAZ von 4 5000-6000 kWh Strom. Da bewegst Du Dich richtig gerechnet knapp um KfW60. Und die JAZ 4 muss erst erreicht werden.
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Beitragvon igi2001 » 17.11.2008 19:56 Uhr

Hallo RoRo,
Nach meiner Erfahrung würde ich den Verbrauch durchaus niedriger einschätzen. Die Verbräuche sind auch von den Gewohnheiten z.B. Lüften abhängig.
Ich wohne zur Zeit in einem Einfamilienhaus mit ca. 210 qm Wohnfläche und 30 qm Nutzfläche Das Haus wird mit Brennwerheizung (Warmwasser mit Solarunterstützung 4,6 qm) geheizt. Das Haus haben wir vor ca. 13 Jahren gebaut. Die Wärmedämmung des Hauses liegt bei K-Werte (Dach 0,26, Wand 0,27, Kellerdecke 0,3, Fenster 1,2) d.h. deutlich schlechter als die jetzige Planung.
Unsere Verbräuche liegen bei ca. 2008/15.000 KW, 2007/11.000kW, 2006/16.000kW, 2005/17.000kW. Ich denke mir dass der Verbrauch des neuen Hauses deutlich unterhalb von 20.000kW liegen müßte.
Ich denke mir, dass ich noch die Dämmung der Bodenplatte auf 0,20 (2*40 PUR WLG 025, 1* 30 PSE 035) und Fenstern < 1,0 senken könnte. Der Rest der Hausdämmung ist nicht mehr zu beeinflussen.

Welche Größe der Wärmepumpe wäre den zu empfehlen.
Ich beabsichtige einem Pufferspeicher von 400 l und einen Wassererwärmer nach dem Durchlaufprinzip einzusetzen.

Schöne Grüße
Igor Peter

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