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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Von Elektro-Speicherheizung (Nachtstrom) zur Wärmepumpe

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Backaroo

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Hallo zusammen,

ich lese hier schon seit einiger Zeit sehr interessiert mit. Nun ist es aber bei uns auch soweit, das uns die steigenden Energiekosten uns zu der Überlegung führen die Heizungsanlage samt Warm-Wasser-Aufbereitung zu erneuern.
Zu den Hintergrundinfos:
Unser Haus ist ein "3-Liter-Haus" mit einem Heizwärmebedarf von ca 6.000kW/h bei 154m². Dies sind die Theoretischen Werte! Da wir es immer gerne ca 21-22°C im Wohnzimer haben wollen steigt unser Energiebedarf auch mal gerne auf 8000 kW/h an.
Nun kam uns die Idee, die jetzige Elektro-Speicher-Heizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Nur die Frage ist, wie so oft hier in diesem Forum, welche? Da wir Radiatorheizkörper in unserem Haus haben, wurde uns von einer Luft-Wätrmepumpe abgeraten, das der Wirkungsgrad wohl bei Heizkörpern zu sehr in den Keller geht.
Interessant fand ich die Erdsonden-Wärmepumen. Nur leider sind die Kosten für die Bohrung doch recht hoch, so das die Gesamtkosten der Anlage um einiges höher sind als bei der 3. Variante (oder täusche ich mich da?)
Am Besten hat mir das "Direktverdampfer-System" gefallen. Vor allem, da wir eh nächstes Jahr die Rasenfläche samt Terrasse neu gestalten wollten. Wir hätten auch die ca 200m² Rasenfläche zur Verfügung. Dort wäre nur das Problem, wohin mit dem ausgekofferten Erdreich? An die Seite legen geht leider nicht. Dafür ist das Grundstück doch etwas klein. Aber dafür würde sich schon eine Lösung finden. Nun also meine Frage an die erfahrenen "Wärmepumpen-Besitzer":
1. Welche Wärmepumpe wäre wohl für mein Heizbedarf die richtige. Die Kosten sollten, wenn möglich nicht die 14-15T€ überschreiten!
2. Sind die 2100l Speicher die zur Zeit für die Elektrospeicherheizung benötigt wird zu nutzen?
3. Das Brauchwasser wird momentan Solar unterstütz, kann dies auch bei der Wärmepumpe so bleiben?

Danke
Gruß
Thorsten

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Thomas Heufers

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Backaroo hat Folgendes geschrieben:
Dort wäre nur das Problem, wohin mit dem ausgekofferten Erdreich? An die Seite legen geht leider nicht. Dafür ist das Grundstück doch etwas klein. Aber dafür würde sich schon eine Lösung finden.
Der Erdkollektor wird in ein Sandbett gelegt und das ausgehobene Material wird lagenweise verdichtet und bei lehmhaltigen oder lössartigem Boden mit Sand vermischt und verdichtet. Ein kleiner Teil des Boden muss in der Regel abtransportiert werden,das ist von den Kosten her unbedeutend.
Ansonsten würde die Direktverdampfertechnik aber gute Dienste tun.
Es muss nur noch überlegt werden, ob der bisherige Speicher eingebunden werden kann. Ein Frage für den Heizungsbauer. Wenn das möglich ist, hält sich die Investition in Grenzen.

Gruß

Thomas Heufers

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Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 10.11.2008 15:06, insgesamt 3-mal bearbeitet

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Backaroo

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..........wer macht eigentlich solche (Erd)arbeiten? Der Wärmepumpenlieferant, oder muss man sich um einen Garten,-und LAndschaftsgärtner kümmern, der sich dann mit der Wärmepumpenlieferant kurz schließt?

Gruß
Thorsten

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GMil

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Zumindest die WP-Lieferer / Heizungsbauer, die ich gesprochen habe, hatten mit Erde nix am Hut, sondern haben das als Leistung bzw. Zuständigkeit des Auftraggebers gesehen. Das hätte schon für das Fundament und den relativ kleinen Graben für die Kabel und Rohre zum Außengerät einer Split-Luft-WP gegolten.

_________________
Gruß

Gerhard

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Thomas Heufers

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Backaroo hat Folgendes geschrieben:
..........wer macht eigentlich solche (Erd)arbeiten?
Google 'mal unter Erdbau oder Erdarbeiten für Deinen lokalen Umkreis.

Gruß

Thomas Heufers

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Backaroo

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...dann werde ich mal unsere Tiefbauleute hier in der Gegend ansprechen, wenn es soweit kommen sollte.

Wie hoch glaubt Ihr werden, die Investitionskosten für so ein Projekt sein. Mir wurden schon Zahlen von 20.000€ genannt (einen "ordentlichen Direktverdampfer") Dafür kann ich doch besser bohren, oder?

Gruß
Thorsten

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gergenerdwaerme

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Hallo Backaroo.
Als Werksvertreter eines DV-WP-Herstellers einige Vorschläge:
zunächst brauchst Du einen exakt errechneten Wärmebedarf. Dann sollte geklärt werden mit welchen Vorlauftemperaturen Du Deine Heizkörper im Winter fährst. Wenn z.B. ein Wärmebedarf von 6 kW herauskommen sollte so ist für eine DV-Anlage ein Flächenbedarf von 120 qm notwendig. Bei den WP von AVENIR werden die Rohre auf eine Tiefe von 80 cm verlegt! Du kannst aber die Fläche in z w e i Etappen ausheben lassen! Dann hast Du keine Lagerprobleme. Ob Du für den gleichen Preis bohren kannst bezweifle ich sehr: im Schnitt kostet 1 kW Heizleistung ca. € 1.100 (alleine für die Sonden - dann hast Du noch keine Wärmepumpe installiert!) Insofern lohnt es sich, sich mit der DV-Technik auseinander zu setzen.
Wo steht Dein Haus (PLZ) Vielleicht kann ich Dir eine Fachfirma nennen die sich das Objekt mal ansieht.
Gruß Kurt

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Gergen-Erdwärme

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kältebauer

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Hallo

zu der Direktverdampfer Pumpe habe ich nochmal ein zwei fragen.

Sag mal wie sieht es mit den Strömungsverlusten bei einer Direktverdampfer Anlage aus und wieviel oel kommt auf die Anlage damit du die Rohrlänge überbrückst und wie siehts aus wenn du die rohre nicht 100% sauber verlegst und irgendwo einen sack drinne hast wirk sich das nicht aus??ß

Gruss Dirk

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Backaroo

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Hallo,
noch eine Frage zu der Heizwärmeberechnung.
Wir haben ja momentan eine Elektro-Speicherheizung. Die Arbeitszahl so einer Heizung liegt ja bei 0,7. D.h. doch, das ich ein KW von den Stadtwerken in die Anlage stecke und 0,7KW Heizleistung herauskommt, oder?
Dies würde ja bedeuten, wenn ich im Schnitt der letzten 7 Jahre, ca 9000kW/h Strom verbraucht habe, dies eine Heizleistung von 6300kW/h entspricht. Soweit richtig?
Wenn nun eine Wärmepumpe (DV) zum Einsatz kommen würde mit der Arbeitszahl "4", würde ein theoretischer Verbrauch von 1575 kw/h herauskommen.
Passt so meine Rechnung? Ich weiß, das dies keine profissionelle Berechnung ist. Mir geht es mehr um das Prinzip.

Gruß
Thorsten

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gergenerdwaerme

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kältebauer:
Bzgl. der Strömungsverluste kan ich Dir keine Auskunft geben - ich benötige die Stellungnahme des Herstellers. Warum? Weil die Leute in den techn. Beschreibungen alles das vorschreiben, was sie im Werk und bei den technischen Überprüfungen als notwendige Voraussetzungen festlegen. Nähere Details dazu werden überlicherweise nicht veröffentlicht. Ich bemühe mich aber darum. Gib mir Deine e-mail-Adresse an.
Bzgl. Esteröl: je nach Maschinentyp handelt es sich um geringfügiigste Mengen (ca. 1/2 Liter) Probleme treten nicht auf wenn die Vorschriften eingehalten werden. Die lauten: Geländedifferenzen bis zu 1,50 sind ohne Schwierigkeiten zu überbrücken. Größere Geländesprünge sind mit einer Ölsteighilfe auszugleichen.
Zufrieden mit den Infos?
Gruß Kurt Gergen

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kältebauer

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Backaroo hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
noch eine Frage zu der Heizwärmeberechnung.
Wir haben ja momentan eine Elektro-Speicherheizung. Die Arbeitszahl so einer Heizung liegt ja bei 0,7. D.h. doch, das ich ein KW von den Stadtwerken in die Anlage stecke und 0,7KW Heizleistung herauskommt, oder?
Dies würde ja bedeuten, wenn ich im Schnitt der letzten 7 Jahre, ca 9000kW/h Strom verbraucht habe, dies eine Heizleistung von 6300kW/h entspricht. Soweit richtig?
Wenn nun eine Wärmepumpe (DV) zum Einsatz kommen würde mit der Arbeitszahl "4", würde ein theoretischer Verbrauch von 1575 kw/h herauskommen.
Passt so meine Rechnung? Ich weiß, das dies keine profissionelle Berechnung ist. Mir geht es mehr um das Prinzip.

Gruß
Thorsten



Das Passt schon aber eine konstante Zahl von 4 hin zubekommen, dafür musst du schon eine gute Wärmepumpe haben und der rest wie Brauchwassertemperatur und Heizungstemperatur muss auch passen.

Gruss Dirk

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Backaroo

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Langsam nimmt das ganze Formen an.
Egal welche Wärmepumpe ich nehmen werde, habe ich ja das Problem, das ich Heizkörper im HAus habe und keine FBZ!
Nun bin ich auf die Fa. Jaga gestossen (bzw. druaf hin gewiesen worden) Hat jemand schon erfahrung mi diesen "Wärmepumpen-Heizkörpern"?
Macht es Sinn diese Heizköper nur in den eigentlich Wohnräumen zu installieren und ggf. im Bad. In den anderen Räumen ist die Heizung momentan eh aus, bzw. glaube ich, das diese Räume auch mit einer Vorlauftemperatur auf 18-19° bekomme. Mehr brauchen wir in diesen Räumen auch nicht (Schlafzimmer, nicht gebrauchtes Arbeitszimmer usw,)

Gruß
Thorsten

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kältebauer

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Hallo

Warum willst du viel Geld für spezialheizkörper ausgeben?
Nimm normale und diese dann eine Nummer grösser damit fährst du bestimmt genau so gut wie mit den teuren Niedertemperatur Radiatoren.
Ist Erfahrung hab auch so einen zum testen eingebaut und der wird nicht besser Warm wie die anderen.

Gruss Dirk

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Backaroo

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Zitat:
Warum willst du viel Geld für spezialheizkörper ausgeben?



.....weil ich bis jetzt dachte, das meine Heizkörper nicht ausreichen bei einer Vorlauftemperatur von 35°. In den Wohnräumen wird es auch schwierig größere Heizkörper zu nehmen, da die Jetzigen schon genau an die Wand passen. D.h. die Heizkörper sind genauso lang, wie die jeweilige Wand. Aber vielleicht reicht es, wenn man dickere nimmt??

Ich hatte gestern noch mit einigen Wärempumpenherstellern gesprochen bezüglich Direktverdampfer.
Bisher war ich von den System echt überzeugt, doch nun kommen wieder zweifel auf, da mir 2 Hersteller unabhängig von einander von dem System abgeraten haben, Grund: Sie meinten, das diese Systeme demnächst vom TÜV überwacht werden müssen (wegen der Druckleitung ??) Dies würde Kosten verursachen die noch nicht deffinierbar sind.
Was meint Ihr dazu?

Gruß
Thorsten

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gergenerdwaerme

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Wetten daß..... die von Dir angefragten WP-Hersteller leider k e i n e DV in ihrem Programm haben?
Die Panikmache kennen wir als DV-Anbieter. Bis heute liegen keinerlei Vorschriften vor die über das hinausgehen, was hinreichend bekannt ist. Nähere Details gibts beim VDKF. Die normalen DV-Wärmepumpen z.B. von Avenir sind geschlossene Systeme und haben weniger als 3 Kilo R 407 C. Also nix ist mit Überprüfungen.
Kurt

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