im forum werden viele begriffe verwendet, die mit dem passivhaus selbst wenig zu tun haben.
diffusionsoffen:
im holzbau wird von innen nach aussen diffusionsoffen gebaut.
im massivbau ist es ähnlich. der vollwärmeschutz auf mauerwerk hindert zwar die diffusion, hat aber nicht mit schäden oder unbehaglichkeit zu tun, sondern es verursacht ein langsameres austrocknen der feuchten wand ! wir haben bei massivpassivhäusern einen erhöhten bedarf an trocknungsmaßnahmen festgestellt, bevor die bauherren einziehen.
aussenwand
die aussenwand hat 20 % flächenanteil am gesamten gebäude. hierüber wird intensiv disskutiert im forum, aber was ist mit der qualität der restlichen 80%, der wärmebrückenfreien ausführung, der luftdichtheit des gebäudes und der effizienz der gebäudetechnik ? hier werden dinge, die > 80% einfluß aufs gebäude haben schlichtweg untern tisch gekehrt.
u-wert aussenwand
vorausgesetzt alle anderen einflüsse, wie vorher genannt, sind unter wirtschaftlichen gesichtspunkten und ganzheitlich betrachtet, passivhausgerecht geplant, sind beim einfamilienpassivhaus u-werte < 0,10 w/qm.k erforderlich. wir lassen alle ph zertifizieren
und haben mittlerweile erfahrung bei über 50 efh und über 600 wohneinheiten im geschoßwohnungsbau damit !
wer diese qualität nicht kennt, sollte im internet nicht über u-werte disskutieren. was ich vermisse ist forderung, dass alle einzelmaßnahmen im rahmen eines gesamtkonzeptes betrachtet werden müssen und angaben zu einzelnen bauteilen nicht zielführend sind und schon gar nicht, wenn es um luftheizung geht.
luftheizung
das passivhaus ist so definiert, dass über die sowieso vorhandenen lüftungsanlage, auch die heizwärme eingebracht werden kann. die grenze liegt bei 10 w/qm heizlast (0,3facher luftwechsel, max 52°c zulufttemperatur).
ph-gebäude mit luftheizung gibt es viele und der großteil, hergestellt von qualifizierten ph-planern und deren handwerker, funktionieren auch zur zufriedenheit der bauherren.
wer eine luftheizung einbaut, muss sich an die zertifizierungskriterien halten und nicht so bauen wie bisher üblich, nur mit etwas mehr dämmung und einer lüftung.
beispiel zur qualität des bauens in der brd :
aktuelle statistik verband priv. bauherren (basis enev)
60 % der standardgebäude sind falsch berechnet
60% der gebäude fand zwischen ingenieur und bauherren keine detaillierte abstimmung zum gebäude statt
50% wurden schlechter ausgeführt als berechnet
50% entsprechen den kfw-kriterien nicht
40 % haben nicht mal den enev-mindeststandard
das ist die realität am bau, wenn berechnung, ausführung nicht abgestimmt und qualitfiziert ist.
wenn sie im rahmen solcher bauteams und strukturen arbeiten, sollten sie die finger vom luftbeheizten passivhaus lassen, weils nie zu ihrer zufriedenheit funktionieren wird !
wir haben bereits mehrere gutachten zu solchen passivhäusern gemacht, wobei nicht das passivhaus und dessen funktionsweise schuld waren, sondern allein die bauherren, planer und handwerker durch ihre -blauäugige- handlungweise, ohne wirklich das gesamte system verstehen zu wollen.
passivhäuser bauen ist einfach, wenn man es kann !
aber passivhäuser, also faktor 8-10 besser bauen, als heute üblich, braucht qualifizierte partner und davon gibts schon viele, jedoch nicht alle die behaupten es zu können, sind qualifiziert ,
und schon gar nicht bauherren, die sich ihr passivhaus über infos im internet zusammenbasteln !
insofern kann im forum, mit focussierung auf einzelne bauteile, ohne die qualität des konzeptes und der baupartner zu kennen, keine qualifizierte antwort gegeben werden.
passiv bauen ist eine andere qualität des bauens, die eine ganzheitliche, qualifizierte planung und qualitätssicherung braucht, die heute bei vielen bauten nicht üblich ist, weil sie angeblich mehr geld kostet. im gegenteil spart sich der bauherr erst dann wirklich geld, wenn das konzept nachhaltig die qualität und den geringen
energieverbrauch eines passivhauses hat, die -nur- mit guter planung zu erreichen ist !!
weitere infos unter
www.passivhaus-ingenieur.de...