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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
pipo21
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Beitragvon pipo21 » 05.11.2008 17:50 Uhr

Sind im Begriff uns einen Altbau zu kaufen,da das 160 qm große Haus jedoch nur Gaseinzelöfen hat,muss in jedem Fall eine andere Heizung rein.Zusätzlich zu dieser Anlage sollen ein oder zwei Holzöfen das Haus mit wärme versorgen.
Da ich nicht vom Fach bin,wüsste ich gern,welche Heizungsart ratsam wäre und was mich die Anlage für diese Hausgröße etwa kosten würde. :? :? :? :? :?

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 05.11.2008 18:11 Uhr

An erster Stelle sollten neben der Heizung mögliche andere Einsparpotentiale in die Überlegungen einbezogen werden; wie Dämmung, Fenster, Dach, Wand etc..

BINE - Altbauten effizient sanieren
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbauten-effizient-sanieren.pdf
BINE - Altbau - Fit für die Zukunft
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbau-Fit-fuer-die-Zukunft.pdf

Dazu ist bei einem Altbau grundsätzlich eine Besichtigung vor Ort im Objekt unerlässlich!

Bevor man überhaupt über die Erneuerung der Heizung und über die Sanierung der Gebäudehülle nachdenkt, sollte man sich als Laie einen unabhängigen Fachmann - Energieberater - in Haus holen.
Die Verbraucherzentrale ist der richtige Ansprechpartner.
http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/

Wie ist denn der Istzustand?

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 06.11.2008 07:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon RS-Marketing » 05.11.2008 19:32 Uhr

Da stimme ich meinem Vorredner absolut zu.
Die allererste Überlegung sollte darin liegen, was will ich insgesamt tun (auch in einem absehbaren Zeitraum) und was KANN ich (finanziell) tun.
Wenn dieser Plan steht, kann man das Heizsystem dem Haus auch zunkunftsorientiert anpassen und dafür ist eine Besichtigung und Aufnahme der Bausubstanz unablässlich.
Jeder Heizungsanbieter hier im Forum, jede Lobby, wird Ihnen unter dem Strich erklären, dass sein Heizsystem das beste ist, schließlich ist jeder von seinem Produkt überzeugt. Eine Entscheidung auf Grund einer Berechnung, der Kosten, des Aufwandes und Ihres eigenen Bauchgefühls, dass Sie das richtige tun, kann Ihnen niemand abnehmen.

lg
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Es ist eigentlich ganz einfach Energie zu sparen...
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Beitragvon GMil » 06.11.2008 00:33 Uhr

Die Überlegungen sind gut und richtig, nur hat sich z.B. bei mir herausgestellt, daß eine verbrauchsgünstige Heizung soviel Jahreskosten einsparen kann, daß sich Dämmmaßnahmen rein finanziell nicht mehr rechnen, wenn nicht die Bausubstanz aus anderen Gründen eine Erneuerung fordert.

Wer also nur das Geld für entweder "Dämmen" oder "Fossilheizung ersetzen" hat, ist mit letzterem finanziell besser bedient. Bei vorausschauend gewählter Heizung führt ein späteres Dämmen auch nicht zur Verschlechterung des Heiz-Wirkungsgrads; verloren ist dann "nur" die Differenz in den Anschaffungskosten der größeren Heizung, die zunächst nötig war. Die ist in aller Regel zu verschmerzen.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon pipo21 » 06.11.2008 14:33 Uhr

Bin euch für eure Antworten bisher echt dankbar,allerdings wär es super,wenn ihr mir zumindest einen ca. Preis für eine herkömmliche Heizanlage (z.B. Gaszentralheizung) und im Vergleich dazu eine z.b.Pelletheizung für 160 qm verteilt über 2 geschosse nennen könntet.
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Beitragvon Thomas Heufers » 06.11.2008 14:45 Uhr

Brennwert-Gaszentralheizung ca. 6. - 7.000 Euro
Pelletheizung ca. 15. - 17.000 Euro (inkl. Pufferspeicher & Pelletlagerung)
Beides ohne Wärmeüberträger, Verteilung etc., reine Heiztechnik.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon kältebauer » 06.11.2008 20:01 Uhr

Hallo

Schau mal unter co2 Wärmepumpen
Ich bin der Feind jeden Schornsteinfegers
Ich bin der Rebell gegen die Ölmultis
Ich bin derjenige der versucht Energie zu nutzen die keinen Schaden anrichtet für die Zukunft unserer Kinder
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Beitragvon Thomas Heufers » 06.11.2008 20:17 Uhr

Dies ist vom Ansatz eine gute Technik, nur sind die Anforderungen ziemlich speziell, auf Grund der relativ hohen Drücke im System.
Die Wärmepumpe mit Kohlendioxid als Kältemittel ist teuerste Anlagetechnik. Wenn dann 'mal der Druckkreis undicht ist, dann...... Aber wir wollen ja nicht schwarz sehen.

Etwas Lesenwertes zum Thema "CO2-Wärmepumpe"
http://www.co2-erdsonde-bensheim.de/download/CO2-Sonde.pdf

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 13.11.2008 08:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Eckesteher » 13.11.2008 08:05 Uhr

Hallo zusammen, ich bin in einer ähnlichen Lage, habe ein Altbau Bauj. 1966; 160m2; 2 Etagenwohnungen a)80m2; Zimmergrösse bis ca. 20m2; Ölheizung 20 Jahre alt, diese möchte ich in absehbarerzeit erneuern.
Gedämmt ist der Keller mit 80mm und der Dachboden mit 100mm Styropor. Ölverbrauch vor der Dämmung ca. 3000ltr.
Für mich stellt sich die gleiche Frage, welches Heizsystem soll eingebaut werden? Mein HB hat mir eine Luft-Wasser Wärmepumpe empfohlen, Daumenpreis lt. HB ca. 15-20k€ kmpl. oder Öl-Brenner mit Brauchwasserwärmepumpe ca. 7-8k€.
Jetzt habe ich mich seit geraumer Zeit für eine Infrarotwellenheizung interesiert. Wenn ich die reinen Kosten vergleiche, dann kommt gegen diese Art zu Heizen keine der oben genannten Heisysteme an.
Meine Berechnung für die Infrarotheizung
Infrarot heizung je Etage ca 2000,00 €
Brauchwasserwärmepumpe ca 2500,00 €
Summe ca) 6500,00€

Bei diesen Preiunterschied zur WP kann ich die Ausendämmung fast finanzieren und spare dann nochmals Heizkosten. Eine WP braucht auch jede Menge Strom.

Hallo pipo21 dies ist für dich bestimmt auch eine Alternative. Wenn Sie noch zusätzlich mit 2Öfen mitheizen wollen glaube ich könnte das eine echte Alternative sein.
mfg Eckesteher
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Beitragvon Thomas Heufers » 13.11.2008 08:43 Uhr

Ich verweise auf die vielzähligen kritischen Beiträge zum Thema Infrarotheizung.
http://www.energieportal24.de/forum/topic,1331,-infrarot-heizung.html
Andreas hat geschrieben:Ich habe mir die redwell Seite mal angeschaut. Danach ergibt sich durch den Umstand, daß auf Wärmestrahlen gesetzt wird, Energieeinsparungen in Höhe von 10%.

Hierzu ist jedoch folgendes zu bedenken:

1 kWh Strom kostet rd 0,14 €
10 kWh Strom kosten 1,40 €
10 kWh Heizöl kosten 0,65 €

Bei einen Wärmebedarf von 30.000 kWh (= 3000 l Heizöl) betragen die Energiekosten bei Strom 30.000 kWh x 0,14 € = 4.200 €.
10% Einsparung durch die Infrarotstrahler = 420 € ; bleiben Energiekosten von 3.780 €.
(Überschlagsweise gehe ich mal von einem Wirkungsgrad von 100% aus.)

Bei Heizöl gehen wir mal von einen Anlagenwirkungsgrad von 90% aus (läßt sich so auch leichter rechnen Wink )
Wir brauchen also für die Wärmemenge von 30.000 kWh 3333 l Heizöl x 0,65 € = 2.166 €


Gruß

Thomas Heufers


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