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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Ist diese Wärmepumpe O.K.

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carl1856

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,

da ich bei meinen Anfragen zunächst nicht die richtigen Werte hatte, möchte ich nochmals anfragen:

Wir bauen in Norddeutschland ein KFW 40 Haus.

Hier die Daten:

Jahresprimärenergiebedarf 39,31 kWh(m² a)
Transmissionswämreverlust 0,31 W/(m² K) und der liegt um 45 % unter dem in der EnEV angegebenen Höchstwert von 0,56 W (m² K)
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A 706,1 m²
beheiztes Gebäudevolumen VE 1214,6 m³
Verhältnis A/VE 0,58m hoch minus1
Gebäudenutzfläche AN 388,7 m²
Jahresprimärenergiebedarf :Zulässiger Höchstwert 100,03 kWh/m², berechneter Wert 39,31 kWh/m²

Jahresenergiebedarf 2636 kWh Stückholz
4480 kWH Strom
985 kWh Hilfsenergie (Strom)

Jahresenergoebedarf bezogen auf die Gebäudenutzfläche 6,78 kWh /m² Stückholz, 11,53 kWh m² Strom, 2,53 kWh/m² Hilfsenergie (Strom)

Transmissionswärmeverlust : Zulässiger Höchstwert 0,56 W / (m²K), berchneter Wert 0,31 W /(m²K)

Anlagenaufwandszahl ep 0,82

Angeboten wurde zunächst eine Pumpe mit 13,4 kW und 240 Meter Tiefenbohrung.

Nach Vorbehalten bezüglich Preis, wurde neu gerechnet und es würde auch eine Vaillant VA Heizungswärmepumpe VWS 101/2 , mit Elektrozusatzheizung 6 kW, Heizleistung 10,4 kW mit 210 Meter Tiefenbohrung ausreichen.

Zusätzlich wird verbaut Vaillant Warmwasserspeicher TYP geoStor VIH 300 RW für 285 Liter, Betriebsdruck 10 bar, Heizwasserinhalt Wärmetauscher 17,5 Liter, Betriebsdruck Heizung 10 bar, Wärmetauscherfläche 2,9m².

Ein Pufferspeicher wird nicht verbaut.

Ist das jetzt für die angegebenen Werte eine gute Anlage, oder zu klein, zu groß ???

Mir wurde gesagt, dass bei der jetzt angebotenen Anlage eine AUßentempertaur von bis zu max. - 8 Grad angenommen wird. Ab -8 Grad würde der Heizstab anspringen.

Bei der 13,4 kW Anlage ist man von - 12 Grad ausgegangen.

Ist das alles o.K. ?

Alles unter - 8 Grad ist hier in den letzten Jahren wahrscheilich pro Jahr 10 - 20 x vorgekommen.

Danke für eure Hilfe

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roro

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Frage: Wie viel qm Wohnfläche (nicht nach EnEv sondern tatsächlich) hast Du und welche Heizlast wurde berechnet.

Nach dem ersten Durchschauen würde ich sagen, da wurde leider einiges schön gerechnet.

Transmissionswämreverlust 0,31 W/(m² K): Ist sehr hoch für ein "energiesparendes" Haus.

Welche Wände (U-Wert), und welche Fenster?

Eine 10 kW WP bei KfW40 sollten an sich für 400 qm Wohnfläche reichen.

Hast Du eine Stückholzheizung und eine WP?


P.S.: Noch etwas. Wenn bei einer Sole-WP der Heizstab anspringen muss (und schon bei -8 ), dann hat der HZB nicht verstanden, wie eine WP funktionieren soll.

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carl1856

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U-Wert Keller 0,21 W/m²K
U-Wert Erdgeschoss 0,16 W/m²K
U-Wert Obergeschoss 0,18 W/m²K

Hier noch ein paar weitere Werte

Wärmebrückenzuschlag 35,3W/K =8,7 %

Lüftungswärmeverluste n = 0,60 h hoch minus1 / 188,32 W/K / 46,4%

Nach der Berechnung haben wir uns zusätzlich noch für eine 3-fach Verglasung entschieden. Dies unabhängig von irgendwelchen Berechnungen, sondern reine Bauchentscheidung, das das nicht so schlecht sein könnte.

Wir haben folgende Wohnflächen:

Keller incl. Treppe und Flur 50,86 m² Wohnfläche / 19,,67 m² Nutzfläche

Erdegschoss 94,85 m² WF

Obergeschoss 114,61 m² WF

Wir haben noch einen ganz normalen Kamin geplant (im Wohnzimmer), der aber nur fürs Wohnzimmer / Küche ist und keine weitere Heizfunktion übernimmt als die Abgabe übder den Kamin an sich.

Natürlich habe ich spätestens nach dem P.S. meine Bedenken, ob das alles so richtig ist. Was meinst du mit "bei - 8 Grad Heizstab " nicht verstanden ? Ist die Heizung zu groß oder zu klein oder falsch ?

Danke für die Hilfe

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roro

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Zitat:

U-Wert Keller 0,21 W/m²K
U-Wert Erdgeschoss 0,16 W/m²K
U-Wert Obergeschoss 0,18 W/m²K


Sind an sich keine so schlechten Werte. Da wundert mich der U-Wert gesamt.

Zitat:
Erdegschoss 94,85 m² WF

Obergeschoss 114,61 m² WF


210 qm Wohnfläche (280 qm wenn der Keller innerhalbt der thermischen Hülle ist). Das sollte bei einem "energiesparenden" Neubau nicht mehr als 6-8 (wenn der Keller beheizt wird) kW Heizlast notwendig sein.

Zitat:
Wir haben noch einen ganz normalen Kamin geplant (im Wohnzimmer), der aber nur fürs Wohnzimmer / Küche ist und keine weitere Heizfunktion übernimmt als die Abgabe übder den Kamin an sich.


Es werden 2636 kWh Stückholz in der EneV-Berechnung berücksichtigt, das sind gut 2 rm Holz. Wenn darauf die KfW-Berechnung gesützt ist und Förderungen in Anpsruch genommen werden, und es nicht durchgeführt wird, ist das zumindest eine schlechte Optik von Betrug möchte ich gar nicht sprechen.

Zitat:
Was meinst du mit "bei - 8 Grad Heizstab " nicht verstanden ? Ist die Heizung zu groß oder zu klein oder falsch ?


Ein Heizstab hat eine WP in einem Neubau nichts verloren (Auch nicht bei einer LWP, hier gehen die Meinung auseinander, aber sicher nicht in einer Sole-WP).

1.) Korrekte Heizlastberechnung durchführen: Diese wurde noch nicht gemacht. Wenn da eine Wert von > 30W/qm herauskommt, dann würde ich mir das Haus nocheinmal überlegen.

2.) Anhand dieser Heizlastberechung eine WP einbauen, welche ohne Heizstab auskommt.

3.) Die EnEv-Berechnung richtig stellen.

BTW: Nur zum Vergleich. Ich habe ein 185 qm KfW50-Haus mit einer Heizlast von 5,7 kW und heize mit einer 7kW LWP ohne E-Stab.

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LSKill

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Hallo

Also die Berechung ist schon i.O. Die Werte stimmen mit dem Ergebnis überein. Die Hüllfläche ist im Vergleich zum Volumen eher klein. Deshalb ergeben sich die hohen Verluste über die Gebäudehülle.

Der Kaminofen wird ja gebaut und das Holz auch verheizt, deshalb sehe ich hier keinen Betrug (jedanfalls solange die 2 rm Holz auch verheizt werden).
Dreifachverglasung mit "warmer Kante" ist heute Stand der technik und auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

ansonsten kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die 10 KW a bisserl knapp sind (wegen Warmwasser und Sperrzeiten). Jedoch gibts ja noch den Kaminofen, welcher ja genau zu dieser Zeit läuft( im Winter wenns kalt ist) und von daher hätte ich keine Bedenken.
Hab auch gerade zwei Häuser gebaut (ein Zweifamilien mit gut 240m² Wohnfläche mit einer 13,1KW WP) und eins mit 4 Parteien auch 200m² ebenfalls mit 13,1KW.

Von daher dürfte es sich bei deinem Haus mit der 10KW WP gut ausgehen (Auch im hinblick auf die Werte deiner Berechnungen; die sind bei mir ähnlich). Der Kamin heizt ja auch mit geschätzten 6KW dazu. Dann sinds insgesamt 16KW und das reicht dicke.

Den Heizstab kannst dir in den WW-Speicher einbauen lassen. Wenn die WP mal streikt hast du für 200€ eine billige Notheizung bis der Kundendienst kommt. Braucht man zwar fast nie, aber wenn ist man froh wenn man eine hat.

Habs aber bei 12Häusern mit WP erst einmal gebraucht (für zwei Tage; Ursache: Luft im Kreislauf des Kompressors)


Hoffe konnte weiterhelfen

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kältebauer

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Hallo

den Komentaren kann ich nur recht geben, lass dir einen Heizstab einbauen aber wenn du die Pumpe stehen hast nimm ihn ausser Betrieb damit du ihn nur ihm notfall nutzen kannst, durch klrinr rumstellereien an der Regelung kann der mit dazu gehen und du merkst es nicht nur das deine Arbeitszahlen in den Keller gehen, das ist erfahrung bin gerade in einem Wohngebiet dabei bei 152 Wärmepumpen den Heizstab still zu legen weil die Kunden ewig an der Steuerrung rum spielen und der Heizstab immer fleißig mit läuft.
Und zu deinem Hauptproblem bei einem Neubau in deiner grössenordnung mit der qm Fläche reichen 10 KW dicke aus, wie gesagt ich hab ein Haus von 1989 was delitantisch gebaut wurde mit Heizkörpern und fast null Isolierung und ich komme mit meiner 12,6 KW Wärmepumpe bestens aus bei 230 qm Wohnfläche und warum immer Vaillant hast du von anderen auch Angebote??

Gruss Dirk

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carl1856

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Eine Junkers war noch im Angebot.

Ist Vaillant ein Problem ?

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Thomas Heufers

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Hallo carl1856!

Deine Entscheidung für ein Energiesparhaus KfW 40 ist sehr gut.
Nur ich stutzte immer, wenn der Wert um Haaresbreite unter 40 kWh/m² und Jahr liegt, in Deinem Fall sind es 39,31.

Wenn Du Dein energetisches Konzept langfristig auf niedrige Energiekosten auslegen willst, dann sollten Dach und Wand einen U-Wert von kleiner 0,15 W/m²K und zu Keller/Bodenplatte unter 0,20 W/m²K haben. Eine solare Planung mit hohen passiven Energiegewinnen (bilanziert) ist ein zusätzlicher Energiespareffekt und gibt den Räumen ein optimale Lichtdurchflutung mit natürlichem Tageslicht.


Wenn Du all diese Maßnahmen vorwegnimmst, ist die Investition für die Anlagetechnik wesentlich geringer und die Energiekosten eine angenehme Nebensache.
http://energie-effizientes-hau...rgieverbrauch_waermepumpe.html
Nimm doch 'mal in einer erneuten Berechnung die angeführten Maßnahmen an. Vielleicht kommst Du sogar auf eine Jahresprimärenergiebedarf von unter 30 kWh/m² und Jahr. Der Investitionsaufwand kann nicht so gravierend sein.

Gruß

Thomas Heufers

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kältebauer

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carl1856 hat Folgendes geschrieben:
Eine Junkers war noch im Angebot.

Ist Vaillant ein Problem ?


Das Problem ist das diese Geräte zugekauft werden weil Junkers und Vaillant keine reinen Wärmepumpenhersteller sind darum tendiere ich doch immer mehr zu Firmen die sich nur mit der Technik beschäftigen.

Gruss Dirk

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