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doggi
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Beitragvon doggi » 27.10.2008 22:07 Uhr

Hallo!

Ich brauche mal fachliche Auskunft und Erfahrungen. ;-)
Wir haben einen Altbau, der "relativ" gut gedämmt ist und haben vor ca. 5 Jahren eine neue Heizungsanlage bekommen.
Dadurch haben wir schon einiges an Gas gespart.
Wir sind ein 2-Familienhaus mit insgesamt 220 qm- Gasverbrauch:
ca. 30000 kwh/ Jahr- zahlen monatlich 182 € an Gas an die Stadtwerke.
Heizungsanlage: Vissmann und einen 200 l Speicher im Keller von Schäfer ( auch neu vor ca. 5 Jahren ).

Nun haben wir uns überlegt, wie wir Gas einsparen können und sind dann auf einen wasserrückführenden Pelletofen in Kombination mit Solarthermie gekommen.

Nun war aber ein Mann hier vor Ort, um sich alles für einen Kostenvoranschlag anzugucken und er hält uns für völlig verrückt.
Solarthermie würde er ja befürworten- aber die Heizungsunterstützung und Warmwasserunterstützung durch einen Pelletofen würde er für uns völlig unwirtschaftlich halten- das würde in keinem Kostenverhältnis stehen--- und riet uns entweder komplett auf Pelletheizung umzurüsten oder einen einfachen Scheitholzofen ins Wohnzimmer reinzustellen - auch ohne Wasserrückführung ---- wir sind natürlich jetzt sehr irritiert.

Einerseits finde ich es ja ganz gut, daß er uns hier offensichtlich nichts "andrehen" will, was nichts bringt- aber nun mal zu Eurer Meinung: Bringt es wirtschaftlich wirklich nichts??

Ich habe mich am Wochenende mal durch das Internet gekämpft und war sehr erschrocken, wieviele negativ von einem Pellet-Kaminofen sprechen, so daß die Überlegung eines normalen Kaminofen´s schon nicht schlecht ist..
allerdings spricht noch folgendes dagegen:
Wir haben nur einen relativ kleinen Garten, wo wir kein Holz groß lagern könnten und deswegen sind wir auf Holzhändler angewiesen- diese nehmen aber wahrscheinlich viel Geld für das abgelagerte Holz- oder??? Lohnt sich das Heizen denn dann überhaupt mit Holz?

Viele, viele Fragen..

freue mich auf Antworten!!

LG
Doggi

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.10.2008 09:53 Uhr

Vielleicht hat der Heizungsbauer nicht ganz unrecht.
Die Gasheizung ist relativ neu und eine Ersatzinvestition anstelle der Gasheizung steht dezeit nicht an.
Würde man jetzt einen Pelletsystem einbinden, wird man bei den reinen Verbrauchskosten sparen. Aber der Nachteil ist die relativ hohe Investition in die zusätzliche Pelletheizung mit 17.000 - 20.000 Euro und die zusätzlichen Kosten für Wartungen und Kaminkehrungen. Das wird über die reinen Verbrauchskosten nicht kompensiert.

Von der Investition und von den Brennstoffkosten würde ich in diesem Fall auch eher zu einem kleinen holzbefeuerten Ofen tendieren.
Ein Bekannter von mir hat eine ähnliche Situation und unterstützt die Raumerwärmung mit einem schicken französischen Godin-Ofen, den gibt es schon ab 5 kW-Wärmeabgabe. Die Energiekosten sind in seinem Fall sehr gering, weil er selbst das Holz (Motorsägeschein) aus dem Wald holt und es dann zerstückelt und ablagert. Anders geht die Rechnung nämlich nicht auf, wenn man sich das brennfertige Holz liefern lässt.

In jedem Fall sollte immer mit dem Schornsteinfeger gesprochen werden. Er kann auch Tipps geben, welche Öfen ein gutes Brennverhalten haben.

Lesetipp zum Thema
"Heizen mit Holz"
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Heizen_mit_Holz.pdf

Bezüglich der Solarthermie verweise ich auf die folgende Grafik.

[img]http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Solarer-Deckungsanteil-WW-zu-Kombi-ST.gif[/img]

Der solare Deckungsanteil spricht eher für eine Brauchwassererwärmung und weniger für eine Heizungsunterstützung.

Die Broschüre des Wirtschaftsministerium BW -
Thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung erklärt weitere Zusammenhänge.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Wirtschaftsministerium%20BW%20-%20Solarthermie. pdf

Gruß

Thomas Heufers


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