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Steffan
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Beitragvon Steffan » 25.10.2008 19:07 Uhr

Hallo zusammen, trotz intensiver Suche im Internet habe ich leider keine Informationen zu nachfolgend beschriebener Solarthermieanlage ( Idee )
gefunden. Wenn sich jemand da auskennt , wäre es schön wenn er helfen könnte.
Zur Zeit ist folgende Anlage installiert: Vissmann Vitodens 200( Gasbrennwert ca.3Jahre alt , Raumluftunabhängig ), 120l Brauchwasserspeicher,

Fußbodenheizung im Untergeschoss ( ca. 70m² )
Im Obergeschoss des Einzelhauses (70m² Heizkörper ) Trennung der Fußbodenheizung über Plattenwärmetauscher vom normalen Heizkreis (Fußbodenheizkreis ist von 1983 und nicht Sauerstoffdicht ).
Die Idee bzw. was angedacht ist ( Im nächsten Frühjahr ):
Angepeilt sind ein maximaler Preis der Anlage ( Für Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung von 2500Euro )
4 Kollektoren ( Superschnäppchenpreis 720Euro ) insgesamt sind 8,4m² gekauft. ( Braun Kollektoren Sevetal )
Maximale Speicher Höhe(ohne Isolierung ) 1,7m , maximaler Speicher Durchmesser (ohne Isolierung ) 0,65m . 3 Wärmetauscher .
Habe einen passenden Speicher mit 500l gefunden ( 1500Euro )
Solarstation mit Pumpe usw. 200Euro
Ich möchte die Anlage selber bauen und installieren ( bei 2500Euro ja nicht anders machbar ) .Die bestehende Vissannanlage soll weiterhin alle Regelaufgaben erfüllen, Brauchwasserspeicher von 120l bleibt bestehen ( 55°C , somit keine gesundheitlichen Bedenken ) Der 500l Speicher , soll weder elektrisch noch über die Gastherme beheizt werden ( nur durch die Kollektoren gespeist ) Ein großer Wärmetauscher ( 12m², befindet sich in der Mitte des Speichers , verteilt von Oben bis Unten)im Speicher , hängt an der einen Seite am Stadtwasser( ca. 10°C) und speist dann den Brauchwasserspeicher 120l ( der 55°C hat ) Ich könnte

somit auch in Übergangszeiten die Temaraturdifferenz Puffer 500l , zu Stadtwasser 10°C nutzen. Im Mittleren Teil des Speichers ( Wärmetauscher 1m² ) wird die

Fußbodenheizung gefüttert ( wenn die Temparatur ausreicht ) Am unterem Wärmetauscher ( 1,9m²) speisen die Kollektoren ein . Gibt es Bedenken , oder Probleme

oder sonstige Sachen die nicht berücksichtig sind ?
Über Fragen und noch vielmehr über Antworten , würde ich mich sehr freuen.
Gruß
Steffan

hubert-nosmas
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Beitragvon hubert-nosmas » 28.10.2008 10:27 Uhr

Hallo Steffan,

das Brauchwasser soll also durch den solarbeheizten Wärmetauscher und dann in den 120l Speicher, der dann bei Bedarf durch die Heizungsanlage erwärmt wird?
Das funktioniert sicherlich, aber nur bei entsprechender Brauchwassernutzung. Bei zu geringer Brauchwassernutzung ist die Energie im kl. Speicher zu gering und die Heizung muß nachheizen.
Das ist keine Vermutung sondern Erfahrung. Ich hatte über 10 Jahre ein ähnliches System.
Zur Fussbodenheizungsunterstützung in der Übergangszeit (Sept. / Okt. usw) bedenke, wie viel Energie du denn benötigts. Bestimme hierzu den Bedarf der Fussbodenheizung, in dem du ca. 2 Tage die Heizkörper zudrehst und die Warmwassernutzung abschaltest. Wenn du das Warmwasser einen Tag vor der Testphase auf die höchste Temperatur stellst, wirst du es schon zwei Tage aushalten. Nimm dann den Mittelwert des Gasverbrauchs der beiden Tage und du hast einen Anhaltswert für den Energiebedarf der Fussbodenheizung. Vergleiche diesen Wert mit den Daten der Solaranlage. Berücksichtige aber die wesentliche geringere Ausbeute einer Solaranlage im Herbst / Frühjahr gegenüber den Sommermonaten.

Gruß
Hubert
Steffan
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Beitragvon Steffan » 30.08.2009 18:17 Uhr

Hallo Hubert, vielen Dank für deine Antwort.
Die Anlage läuft nun seit Gestern! Sie ist aus kostengründen
ein wenig anders ausgefallen als Oben beschrieben.
Puffer ist nun 840l groß.
Ein Wärmetauscher im Puffer ( 4m²) hier speisen die Kolektoren
ein.
2 externe Plattenwärmetauscher, für Brauchwasservorwärmung
und Speisung des Rücklaufwassers des Fußbodenkreises.
Natürlich ist die Engiemenge die die Heizung benötigt etwa 9 mal
so groß, wie die zur Warmwasseraufbereitung.
Genau aus diesem Grund kann man mit einer reinen Anlage zur
Warmwasser Erzeugung ja auch nur 10% einsparen.
Ich bin mir Sicher, daß diese Anlage sich in weniger als 10 Jahren
rechnet!!!!
Rechne mal nach, was deine Anlage gekostet hat und was sie Spart!
Ich tippe in ca. 25 Jahren.
Hier noch ein schöner link
http://www.energiespar-rechner.de/2008/ ... omment-678
Alles was in der Übergangszeit im Puffer über 25°C ist, wird
dem Fußbodenkreis zugeführt. Unter 25°C wärme ich mein Brauchwasser vor.
Selbst im Winter kann ich noch sparen, das ist mit einer "normalen"
Anlage nicht möglich !
Gruß
Steffan
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 30.08.2009 19:29 Uhr

@ steffan - Wenn dann keine Komplikationen auftreten, kann deine Rechnung sicherlich gut aufgehen.
Es war schon immer so, dass handwerklich geschickte DIYer mit einem selbstgestrickten Aufbau und günstigen Komponenten jenseits üblicher Amortisation liegen können, sich die Technik also früher rentiert.

Aber bei marktüblichen Preisen für die Technik und Installation sieht es eher anders aus. Wenn man die Förderungen, Kreditkosten, Wartung etc. in einer Amortisationsberechnung berücksichtigt, hat man bestenfalls eine Amortisationszeit von über 20 Jahren.


Ein reine Betrachtung der Amortisation sollte aber nicht entscheidungsrelevant sein. Jede Solaranlage dient der CO2-Reduktion.


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon hubert-nosmas » 31.08.2009 10:28 Uhr

Steffan hat geschrieben:Ich bin mir Sicher, daß diese Anlage sich in weniger als 10 Jahren
rechnet!!!!
Rechne mal nach, was deine Anlage gekostet hat und was sie Spart!
Ich tippe in ca. 25 Jahren.


Hallo Steffan,

es ist ja schon toll, dass du die Amortisationszeit meiner Anlage berechnest, ohne konkrete Zahlen zu haben.

Mit deiner Anlage wünsche ich dir den Erfolg, den du dir nach zwei Betriebstagen hast ausrechnen lassen.

Und noch etwas: Nur Experten irren sich am genauesten!

Gruß
Hubert
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Beitragvon oakgast » 17.05.2010 10:55 Uhr

Kommentar von "Blanka" erstellt am 17.05.2010,11:37
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Ich hab das gleiche vor , 10qm Rohrenkollektoren,ofen abgaswärmetauscher , 750l tank davon 225l brauchwasser , und noch den alten brauchwasser gasbrenner . nun weiß ich noch nicht wie ich in die fußbodenheizung rein gehe, darf ja nur max 35 grad sein. ich schaue gerade nach 4wege mischer . Oder wie stell ich das an ?
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=846' target='_blank'>Mail an Blanka</a>

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Beitragvon kolo@post.cz » 24.06.2010 08:29 Uhr

Solar zur Trinkwassererwärmung = 4 % = 160 Liter Öl
Kosten für Solar = 4.000 – 5.000 EUR
Amortisationszeit für Solar = ???


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