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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: entscheidungshilfe gefragt

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flar72

Erfahrung:
Anmeldedatum: 22.09.2008, Wohnort: Ulm
Beiträge: 2
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Hallo Forum,

stöbere schon ne Weile hier und hab auch schon viele gute Artikel gelesen.

Und wende mich nun an Euch mit der Bitte, mir ein bischen Input zu liefern.

Dreht sich um folgendes:

wir planen ein EFH zu bauen,
125/130m² Wohnfläche
KFW60
Massivbau, kein Fertighaus.
Kanonenofen im Erdgeschoss (aber eher aus Behaglichkeit/Atmospähre denn als Primärwärmelieferant)

Angedacht war, daß wir mit Erdwärme heizen.
Da eine Tiefenbohrung bei uns (Landkreis 8918x, Alb-Donau Kreis, nördlich von Ulm) nicht erlaubt ist (schwäbische Alb, Karstgestein) wollten wir uns für verlegte Kollektoren oder Wärmekörbe entscheiden.

Die Erdwärme soll als alleinige Wärmequelle dienen, Energiebedarf vorab mal überschlagen ca. 14 KW (?)

Jetzt saßen wir mit einem Architekten zusammen der einen Heizungsbauer dabei hatte und beide haben uns abgeraten. Zu teuer etc., sondern empfahlen Pellets.

Bei der Berechnung der Wärmekollektoren meinte der Heizungsbauer, daß wir mind. 450 m² Kollektorfläche verlegen müssten, alternativ bräuchten wir 16 Wärmekörbe.

ein Bekannten wohnt im gleichen Baugebiet und hat für rd. 250 m² Wohnfläche um die 400m² Kollektoren verlegt. Und kommt bestens damit hin, heizt das ganze Haus damit.
Mir scheint einfach die Anzahl der verlegten m² im Verhältnis zur Wohnfläche unproportional?

Was ich noch garnicht einschätzen kann:

was kostet denn so ein Wärmekorb

was kosten denn Erdarbeiten wenn man Kollektoren verlegt? bzw. Wärmekörbe verlegt?

Vielleicht hat jemand eine konkrete Info und/oder Erfahrungsberichte - wäre super.

Vielen Dank vorab schonmal, Smile

Ralf

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

KfW 40 ist KfW 60 allemal vorzuziehen. Ein Energiesparhaus KfW 40 sollte auf jeden Fall angestrebt werden.
14 kW Heizlast bei einem Neubau
(Energiesparhaus KfW 60?!) mit 130 m², das ist schon ein recht energiehungriges Haus.
Mit einer Kollektorfläche von 250 m² bist Du wahrscheinlich gut bedient, aber nur wenn die Gebäudeparameter stimmen.

Auch hier die Frage nach den U-Werten der Hüllfläche (Bauteile des Warmbereichs wie Fenster, Dach, Wand, Keller, Bodenplatte etc.). Wie sind diese?
Als erstes sollte der Architekt einen Energienachweis für seine Planungen vorlegen.

Nimm diese Auswertung mit zur Verbraucherzentrale und lass Dich in einer Bauenergieberatung informieren! Die bieten für 5 € eine halbstündige Beratung in den Räumlichkeiten der VZ an. Bitte vereinbare dort vorher einen festen Beratungstermin!
http://www.verbraucherzentrale...erzentrale-energieberatung.de/

Ein Pelletsheizsystem kann ohne den großen Aufwand (Kollektoren verlegen) zu geringeren Kosten umgesetzt werden.

Nur frage ich mich, warum man nicht das Geld in eine bessere Gebäudehülle steckt, dann kann man sich den Aufwand sparen und langfristig wirklich energiesparend wohnen.

Bezüglich der Kosten kann der Bekannte doch sicherlich auch was sagen.
Er kann auch etwas über den Energieverbrauch sagen. Was hat er denn gesagt?

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 12.11.2008 15:53, insgesamt 3-mal bearbeitet

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flar72

Erfahrung:
Anmeldedatum: 22.09.2008, Wohnort: Ulm
Beiträge: 2
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14 kw dachte ich hätte ich im kopf gehabt als richtwert was das haus an energie benötigt, bzw. die wärmepumpe liefern müsste.
wie gesagt - wie wollten eigentlich die wärmepumpe als alleinige quelle für heizung und warmwasser haben.

gibt es denn einen richtwert oder einen "über den daumen geschlagenen wert" für ein haus solch einer größe? denn sooo riesig sind ja 130m² auch nicht.

mein bekannter meinte, daß er für aushubarbeiten um die 3.000 euro lag für seine kollektoren - scheint mir aber recht wenig zu sein.

kfw 40 halte ich für nicht erstrebenswert da ich den mehraufwand gegenüber kfw60 in relation zur einsparung nicht für passend halte. und da wir kein fertighaus sondern ein massivhaus bauen ist das schwieriger zu erreichen. fertighäuser sind ja nachdem ichmich jetzt dazu schon ne weile informiert habe einiges leichter auf 40er standard zu bringen denn massivhäuser.

die u-werte der hülle weiß ich noch nicht,
wir planen aber mit nem 36.5er ziegel mit einem u-wert von 0.28
3fach verglaste fenster
betonkeller mit 12cm perimeterdämmung drumrum
sowie ner dachsparreninnendämmung.
kenn jetzt aber die konkreten werte des kellers+dach noch nicht.
der architekt muß halt erstmal sein angebot abgeben, momentan war das noch umsonst was er uns bisher erklärt und besprochen hat.

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gergenerdwaerme

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 14.08.2006, Wohnort: voelklingen
Beiträge: 166
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Hallo Ralf.
Vergiß den Unsinn der Dir erzählt worden ist. Hier k o n k r e t einige Tips für Dein Haus:
ANGENOMMEN Du benötigst 50/W/m² so ergibt das einen WB von ca. 6,5 kW (das ist aber noch zu rechnen)
Bei einer erdgekoppelten WP-Anlage, z.B. als DIREKTVERDAMPER von AVENIR benötigst Du mal gerade 166 qm Garten den Du 80 cm tief (!!) ausheben müsstest. (Kosten ca. € 1.000 - € 1.200) Das Haus würdest Du ganzjährig (ohne Heizstab!) mit einer solchen Anlage heizen. Die Installationskosten belaufen sich für die reine WP so um die € 12.000.
Lass Dir Angebote machen und vegleiche.
Kurt Gergen
Weitere Infos findest Du unter www.avenir-waermepumpen.de...

_________________
Gergen-Erdwärme

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