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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wasser-Wasser Wärmepumpe im Altbestand

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Marc Chilla

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,
ich habe ein Haus mit Erdgasheizung 29KW inkl. 200l Warmwasserspeicher aus dem Jahr ´92. Aktuell verbrauche ich bei 195qm Wohnfläche etwa 41000kWh. Eine bessere Isolierung kommt eigentlich nicht in Frage da das Haus verklinkert ist. Ich habe einen Bohrbrunnen für Brauchwasser.
Im Erdgeschoss habe ich eine Fußbodenheizung am Rücklauf, sonst Heizkörper.

Macht eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe Sinn und mit welchen Investitionskosten müßte ich grob rechen.

Vielen Dank!

Gruß
Marc

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roro

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Marc Chilla hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
iAktuell verbrauche ich bei 195qm Wohnfläche etwa 41000kWh. Eine bessere Isolierung kommt eigentlich nicht in Frage da das Haus verklinkert ist.


Ist da das Brauchwasser inkludiert)

Du solltest vorab immer über eine bessere Isolierung nachdenken, denn ein Verbrauch von über 200 kWh/qm ist jenseits von Gut und Böse.

Zitat:

Im Erdgeschoss habe ich eine Fußbodenheizung am Rücklauf, sonst Heizkörper.


Welche Vl-Temperatur benötigst Du?
Eine Wasser-WP ist zwar nicht so VL-sensibel, jede VL-Temperatur ist aber auch nicht sinnvoll möglich.

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Thomas Heufers

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41.000 kWh, dass ist schon ein ordentlicher Energiebedarf.
Ob da allein die Wärmepumpe, die Lösung des Problems ist? Wahrscheinlich nicht.

Folgendes sollte beim Kauf einer Wärmepumpe berücksichtigt werden:
Ausschließlich die Jahresarbeitszahl kann die Effizienz einer Wärmepumpenanlage beschreiben. Die Effizienz ist gut, wenn das gesamte System der Wärmepumpenanlage folgende Punkte erfüllt:
• Hohe Güte des Wärmepumpenaggregates selbst (hohe Leistungszahl)
• gute Abstimmung der installierten Einzelkomponenten
• niedrige Vorlauftemperatur und kleine Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizungsvorlauf
Beim Kauf einer Wärmepumpenanlage sollte eine möglichst gute Qualität der Anlage nachgefragt werden. Soweit möglich sollte eine garantierte Jahresarbeitszahl Bestandteil des Vertrages sein.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass die Wärmepumpe in Deinem Fall die Lösung des Problems ist. Wobei die Energiequelle Brunnenwasser schon recht ergiebig sein kann und einen hohen Wirkungsgrad liefern kann.

Gruß

Thomas Heufers

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Marc Chilla

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die gut 210 kWh sind eine Menge, aber mein Dach ist schon recht gut isoliert und wie gesagt, ich habe einen schönen roten klinker rund ums Haus. Kann man da in den Zwischenraum was reinspritzen? Evtl. kann ich auch noch die Kellerdecke von unten demmen. Bringt das was?


Mehr würde nur durch Austausch der Fensterflächen (davon hab ich reichlich) bringen. Allerdings wird´s dann wohl richtig teuer.

Confused

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Thomas Heufers

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Downloaden, ausdrucken und in ruhiger Minute zu Auge führen.

BINE - Altbauten effizient sanieren
http://energie-effizientes-hau...ten%20effizient%20sanieren.pdf

BINE - Altbau - Fit für die Zukunft
http://energie-effizientes-hau...Fit%20fuer%20die%20Zukunft.pdf

Wenn dann noch Zeit bleibt, bitte einen Besuch bei der Verbraucherzentrale einplanen und sich ausführlich beraten lassen.
http://www.verbraucherzentrale...erzentrale-energieberatung.de/

Gruß

Thomas Heufers

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kältebauer

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Warum keine Wärmepumpe ich hab die selben verhältnisse Bj 1989 Klinker aber ein beschissen isoliertes Dach und doch wird es schön Warm mit der Wärmepumpe.
seit den 2 Monaten wo sie läuft ok es war noch nicht richtig kalt hat sie einen cop von5,2 gebracht mit brauchwasser fand ich schon sehr gut.

Gruss Dirk

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Thomas Heufers

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Eine Leistungszahl (COP - Coefficient Of Performance) von 5,2 ist schon sehr beachtlich.
Ich bin gespannt, wie die Zählerstände am Ende der Heizperiode sind.
Du hältst uns sicherlich auf dem Laufenden.


Trotzdem halte ich Energieeinsparmaßnahmen für geboten.
Die Möglichkeiten zur Verbesserung des Wärmeschutzes sollten überprüft werden.
- bessere Isolierverglasung
- Wärmedämmung der Fassade (evtl. Perlite)
- Wärmedämmung der Kellerdecke und des Daches
- Eliminierung von Undichtigkeiten
- Verhinderung von ungünstigen Luftströmungen
(ungewünschte Kaltlufteindringung im Keller, Erdgeschoss und Austritt der Warmluft über Leckagen an Bauteilanschlüssen wie Dach, Fenster)
- Reduzierung der Lüftungsverluste mit einer dezentralen, kontrollierten Wohnraumlüftung

Würde man all diese Maßnahmen nicht überprüfen und zu einem späteren Zeitpunkt darüber nachdenken, dann hätte man eine Anlagetechnik die überdimensioniert und falsch ausgelegt ist. Die höheren Investitionskosten in die überdimensionierte Anlagetechnik sind dann getätigt und die ursprüngliche Anlagetechnik wird dann nicht die gewünschte Effizienz liefern.

Neben den Kosten für die Wärmepumpe müssen auch noch Kosten für die Anpassung der Wärmeübertragungsfläche (Heizkörper mit größerer Übertragungsfläche, Wandheizungen, Fußbodenheizungen, etc.) sinnvollerweise miteinbeziehen.
Höhere Übertragungsfläche gleich niedrigere Vorlauftemperatur und somit besserer Wirkungsgrad.

Gruß

Thomas Heufers

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Marc Chilla

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über die Dämmung des Daches und der Kellerdecke werde ich nachdenken..das müßte zu vertretbaren Kosten gehen. Ein Austausch der Fenster ist indiskutabel, da viel zu teuer und meinen schönen roten Klinker reiße ich auch nicht runter um von außen zu dämmem. Möglicherweise könnte die Innendämmung eine Möglichkeit sein. Nur da hab ich so meine Zweifel wegen Schimmelbildung..

Aber nochmal: Ihr denkt also, erst mal runter mit dem K-wert und wenn das ausgeschöpft ist, die Wärmepumpe? Oder vielleicht doch nur ein viel billigerer Brennwertkessel?

Danke schonmal!

Gruß
Marc

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Thomas Heufers

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Aufgrund des technischen Wandels wird der Austausch des Brennwertkessels natürlich auch Einsparpotentiale bieten. Aber auch da könnte man nach Durchführung der energetischen Maßnahmen auch eine kleinere Brennwerttherme nehmen.

Gruß

Thomas Heufers

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kältebauer

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Aber nochmal: Ihr denkt also, erst mal runter mit dem K-wert und wenn das ausgeschöpft ist, die Wärmepumpe? Oder vielleicht doch nur ein viel billigerer Brennwertkessel?

Ich denke mal das der Preis der Wärmepumpen in der nächsten Zeit auch fallen wird, die Nachfrage wird ja immer grösser und da macht eine Fossile Heizanlage wirklich keinen Sinn mehr, laut prognosen soll der ölpreis in den nächsten 10 Jahren auf über 1,80€ steigen und das Gas dann natürlich auch.
Beim Strom denke ich mal wird sich nicht viel ändern.
Daher finde ich das mann früh genug den Schritt machen sollte von den Fossielen Brennstoffen Abstand zu nehmen.

Gruss Dirk

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Marc Chilla

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Ganz genau so sehe ich das eigentlich auch.

Natürlich ist es wichtig alles was an Dämmung wirtschaftlich möglich ist auch umzusetzen, aber manche dinge schließen sich halt aus. Wenn ich bei einem Haus aus´93 jetzt schon neue Fenster einsetze, das Dach komplett dämme und hinter den Vollklinker irgendetwas einspritze, dann sprechen wir ja von einem Betrag von größer als 50.000€. Selbst bei weiter steigenden Energiekosten hab ich dann ein Return of investment was jenseits von gut und böse liegt. Klar, wenn eh renovierungen anstehen macht man sowas günstig mit, aber nur aus energetischer Sicht ist das zu teuer.

Daher die Frage nach der Wasser / Wasser-Wärmepumpe. Was denkt ihr kostest die Installation, wenn es bereits einen Brauchwasserbrunnen gibt?? Natürlich größenodnungsmäßig (10.000 oder 20000 oder 30000)

Danke!

gruß
Marc

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kältebauer

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Hallo

Lies meinen Beitrag Auswahl der Wärmepumpe da steht das wichtigste drinn, die Preise schwanken von Heizungsbauer zu Heizungsbauer ich würd auch mal bei einem Kältefachbetrieb nchfragen, die können sowas auch Wink nur die meisten denken uhhh das ist eine Heizung da geh ich mal lieber zum Heizungsbauer, Falsch wir können das auch.
Aber 10000-20000 kann man rechnen wenn es eine gute Anlage ist hab auch schon Angebote über 30000 gesehen was natürlich überteuert ist.
Wo Wohnt ihr denn?

Gruss Dirk

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Marc Chilla

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Im Norden. Oldenburger Münsterland in der Nähe von Cloppenburg

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GMil

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Ich habe meine 20-jährige Hütte völlig ungedämmt gelassen und zuerst die WP eingebaut, weil die mit großem Abstand das beste Investkosten-zu-Jahresersparnis-Verhältnis hat! Wer die Kohle für beides gleichzeitig hat, kann und sollte es auch gleichzeitig tun, aber die Lösung "erst dämmen, dann warten und dann die Heizung wechseln" ist die unwirtschaftlichste!

Zum Vergleich meine eingeholten Angebote und die Zahlen aus der E-Beratung:

Vollwärmeschutz kostet 20.000 € und bringt ca. 35 % HK-Einsparung

Neue Fenster kosten 8.000 € und bringen ca. 7 - 10 % HK-Einsparung

WP (ausgeführt) kostete 15.360 € und brachte im 1. Jahr gut 43 % HK-Einsparung.

Dabei basieren die Prozentzahlen natürlich immer auf den aktuell bereits erreichten Ersparnissen. Wenn ich jetzt nach der WP noch die Hütte dämmen würde, würde ich natürlich mit den o.a. 28.000 € nicht mehr 45 % vom Ursprungswert sparen (bei mir 2.300 €), sondern nur noch 45 % von den bereits mit der WP erreichten Reduzierung (bei mir 1.300 €). Damit spare ich bei 28.000 € Kapitaleinsatz jährlich nur noch 45 % von 1.300 = knapp 600 €, und meine Investition amortisiert sich erst in knapp 47 Jahren!!

Wer also nicht aus baulichen Gründen renovieren muß, sollte zuerst mit der WP zuschlagen und mit dem Rest getrost warten, bis entweder die Renovierung fällig wird oder die Energiepreise so hoch steigen, daß sich die Dämmung vllt. doch noch von sich aus rechnet.

_________________
Gruß

Gerhard

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Marc Chilla

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60% Heizkosten sparen:
JUNKERS Wärmepumpen


Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Danke, so ähnlich geht auch meine Rechnung auf.

Gruß
Marc

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