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Forum Energiepolitik & Umweltthemen & Klimaschutz

Thema: Was wäre sinnvoll bzw. was könnte man machen?

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Hallo. Ich bräuchte die Hilfe von ein paar Profis. Ich habe mich bisher noch nicht mit dem Thema auseinander gesetzt, erst seit kurzem lese ich mich ein. Wir wollen Um- und Anbauen und unser Architekt meinte, wir sollten Solar aufs Dach machen. Informiert, 100 Meinungen, kein Plan... Nun gut. Ich fasse einfach mal zusammen. Unser Haus ist ein Doppelhaus. Der alte Teil wird von meinen Eltern bewohnt. Baujahr ca. 1950. Dort befindet sich die Heizung im Keller (Brenner ca. 20 Jahre alt, aber noch gut in Schuss, lt. Schornsteinfeger heute Mittag). Danach kam ein Anbau direkt ans alte Gebäude, Baujahr 1988. Dieser angebaute Teil soll jetzt teilweise umgebaut werden. Aus der Garage werden Zimmer und eine große Garage wird angebaut (mit Unterkellerung). Der 1. Anbau ist ohne Keller.
Habe gelesen Solar alleine bringt nichts. Ein Hauskäufer aus unserem Dorf meinte, er macht nur eine Wärmepumpe, ohne Solar. Ich habe auch gelesen, dass eine Heizungsunterstützung sinnvoll wäre. Mir stellt sich nur die Frage, wie ich eine Verbindung zur Heizung herstellen könnte? Ca. 10 m vom neuen Anbau mit Keller bis zur alten Heizung. Dazwischen kein Keller. Was bringt ein Warmwasserspeicher? Man könnte Solar aufs alte Dach setzten und mit der Heizung verbinden. Oder Solar aufs neue Dach. Warmwasserspeicher in den neuen Keller. Wie funktioniert eine Wärmepumpe, einfach erklärt? Bin totaler Laie und bräuchte erst mal Tipps zum Einlesen. Sollte man eine neue Heizung einbauen? Was muss mit was verbunden werden? Bitte um Hilfe. Alles sollte auch möglichst wartungsfrei sein, da ich auf den Rollstuhl angewiesen bin. Vergessen habe ich noch das im alten Keller ein 5000 Liter Heizöltank ist, dort könnte man auch einen Warmwasserspeicher machen und den Heizöltank kleiner. Bitte um eure Hilfe und sorry, falls ich wichtiges vergessen habe und noch ziemlich uninformiert bin. Aber bevor ich 100 X lese Solar ist prima und es bringt mir nachher nicht viel, versuche ich es erst mal hier. Der Anbau wird von meiner Frau und mir bewohnt, also 4 Personen zur Zeit im gesamten Haus. Solarflächen dürfte ausreichend vorhanden sein. Wir wohnen im Hunsrück, also nicht gerade von der Sonne verwöhnt und meistens ein paar Grad kälter als sonst wo in Deutschland. Andere Vorschläge auch gerne Willkommen.

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machtnix
*****
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Okay,dann wollen wir mal versuchen dir ein paar nützliche Hinweise zu geben.
Der Anbau soll also umgebaut werden,könnt ihr euch mit dem Gadanken anfreunden den Estrich rauszureißen und dort eine Fußbodenheizung einzubringen?
Dann würde ich auf jeden Fall beide Häuser voneinander trennen.Die Ölheizung bleibt allein bei deinen Eltern und bekommst eine Wärmepumpe.
Wenn die Garage unterkellet wird,wäre dort wohl ein Plätzchen übrig.
Willst du etwas mehr Platz haben,besteht auch die Möglichkeit die WP im Garten unterzubringen.
http://www.sofath.com/...

http://www.avenir-energie.com/image/fichierUpload/fp_solopack_ge_AD.pd...

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Wenn der Umbau und/oder Anbau in Holzrahmenbauweise durchgeführt wird, gibt es grundsätzlich weniger Probleme mit der Statik, da die Holzbau weniger Gewicht hat. Zusätzlich bringt der Holztafelbau bei gleichem Querschnitt einen besseren Dämmwert. Wenn man mit der Holzbauweise liebäugeln kann, sind diese Vorteile gegeben.

Was aus Deiner Beschreibung nicht hervorgeht, sind die energetischen Details der Gebäudehülle, die Wohnflächen, etc..
Das Haus kann man sicherlich als Altbau (Bj. 1988) bezeichnen.
Ob da eine Wärmepumpe die richtige Lösung ist?


Was braucht man für den effizienten, energiesparenden Einsatz einer Wärmepumpe?
- gut gedämmte Gebäudehülle (Dach,Wand, Fenster, Bodenplatte/Sohle)
- niedrige Vorlauftemperatur, zu erreichen über Flächenheizungen wie beispielsweise eine Fußbodenheizung


Das geplante Bauvorhaben und die Energiesparmaßnahmen sollte man in jedem Fall mit einem neutralen Fachmann besprechen. Die Verbraucherzentralen bieten eine Bauenergieberatung an. Das kostet Dich im günstigsten Fall 5 Euro. http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/ Oder schalte einen zertifizierten Energieberater für eine Beratung vor Ort ein, der über das BAFA-Programm gefördert wird. http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/index.html

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 13.10.2008 17:50, insgesamt einmal bearbeitet

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Erst mal Danke für eure Tipps. Holzbauweise kommt wohl nicht in Frage. Es wurde schon so viel umgebaut am Haus, dass dann Holz noch zusätzlich eine optische Katastrophe wäre . Die Energieberatung werde ich auf jeden Fall nutzen.

Was mir momentan am meisten zusagt ist die Energiegewinnung aus dem Erdreich. Wiese im Anschluss an die Garage vorhanden (200 m² dürften es auf jeden Fall sein). Die zwei Haushälften trennen wäre sowieso sinnvoll, weil ich auch nicht sagen kann, was mit der anderen Haushälfte geschieht. Falls dieser Teil irgendwann mal vermietet werden sollte, wäre eine Trennung meines Erachtens sinnvoll. Der angebaute Teil von 1988 ist gut bis sehr gut gedämmt.

In den umzubauenden Teil ist eine Fußbodenheizung problemlos zu installieren. Sage ich jetzt mal so, man weiß ja nie. Ist aber momentan Garage und muss sowieso gedämmt usw. werden. Dort entstehen 2 Zimmer (18 und 12 m² und ein Flur von ca. 13m²). Zwei sich anschließende Zimmer könnten, wenn es sich rechnet, auch noch mit Fußbodenheizung gemacht werden. Ein Esszimmer mit 22 m², das andere Zimmer ist 16 m² und wird Durchgangszimmer vom alten Flur in den neuen Flur. Türen bleiben aber drin und hier soll eine Sauna rein kommen. Beide Zimmer zur Zeit mit Laminat ausgestattet.

Der restliche Teil müsste aber so bleiben. Flur alt 20 m², Küche (ganz selten beheizt) ca. 10 m² und Badezimmer 14 m². Sonst müsste man Fliesen rausreißen, oder lohnt sich das?

Dann ist noch ein Zimmer oben, das soll Wohnzimmer werden, ca. 35 m² mit kleinem Bad ca. 8 m².

Hallo machtnix: Habe ein paar Fragen:
1. Lohnt sich der Umbau der 2 Laminatzimmer, bzw. der restlichen Räume, um dort Fußbodenheizung zu installieren?
2. Was besteht für ein Unterschied zwischen indirektem und dem kombinierten System.
3. In Abbildung 1 ist ein Warmwasserbereiter mit kombinierter Energieversorgung abgebildet, der später nicht mehr auftaucht. Wird der benötigt, ist der nur für die Warmwasserbereitung der Heizung oder für das komplette Warmwasser im Haus und was bedeutet kombinierte Energieversorgung.
4. Kann man die Heizungsysteme ohne größere Probleme trennen?
5. Das zukünftige Wohnzimmer war ursprünglich Altbau von 1950 und die Heizungsrohre kann ich in das neue System sehr wahrscheinlich nicht integrieren. Müsste ich mich erst einmal schlau machen.

Viele Fragen, über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Wärmetauscher und sonstiges könnten ohne Probleme im neuen Keller untergebracht werden.

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