Hallo TheMaster007,
ist zwar schon ne Weile her.....
ein Atomkraftwerk (z. B. AKW Emsland) hat eine Leistung von 1.400 Megawatt (MW), das nennt man die Nennleistung, die das Kraftwerk
auf einmal erbringen kann (in letzter Zeit gerne mit peak, z.B. KWp bezeichnet). Das AKW liefert im Jahr ca. 11 Milliarden Kilowattstunden
Strom (11.000.000.000 KWH) oder 11.000.000 MWh. Würde das Kraftwerk alle 8760 Stunden des Jahres auf Volllast laufen, würde es
12.364.000 MWh Strom liefern können. In diesem Beispiel hat das Kraftwerk also einen Ausnutzungsgrad oder Auslastung von fast 90%.
Bei allen Kraftwerken verhält sich das so, egal ob Kohle, Gas, Atom, Wind und Sonne. Es kommt also in erster Linie nicht auf die Nenn-
leistung oder peak an, sondern, was an Strom geliefert werden kann. Das kann man damit vergleichen: was nutzt Dir ein 200 PS Auto,
wenn Du nur 100 km im Jahr damit fährst, ein Trabbi, der 30.000 km runterschrubt hat also mehr geleistet, war besser ausgelastet,
hat Dich 30.000 km weit gebracht und der Superschlitten nur um die Ecke.
Nun zum Vergleich: Braunkohlekraftwerke haben einen Auslastungsgrad von im Mittel 80%, Steinkohlekraftwerke 65%, Gaskraftwerke 24%.
Gaskraftwerke haben deshalb einen so geringen Auslastungsgrad, weil sie nur eingeschaltet werden, wenn überdurchschnittlich viel Strom
verbraucht wird, also Spitzen abgedeckt werden müssen. Windräder kommen auf im Mittel 15% und Sonnenkollektoren auf vielleicht 10%.
Wind und Sonne können nicht mehr erreichen, weil ja der Wind nicht immer weht und die Sonne nachts nicht scheint.
Ich hoffe Dir etwas geholfen zu haben.
Mfg
Heinz