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yvonnsche73
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Beitragvon yvonnsche73 » 23.09.2008 08:33 Uhr

liebe leser,

wir wollen ein EFH bauen (Fertighaus, Holzständerbauweise, KFW40) und sind total unschlüssig wegen der Heizung, da jeder was anderes sagt und anbietet.
Hier einmal die Eckdaten: ca. 130 qm Wohnfläche, 3 fach verglast (U 0,7), Aussenwände 30 cm verstärkt, Holzständer + Dämmung 200 mm, Dachspaaren und Dämmung 240 mm, Wand 0,13 W/m2K.
Diffusionsoffener Wandaufbau. Dach hat SW Ausrichtung.

Der Anbieter rät zur Pelletsheizung mit FB und Solar für Warmwasser und Heizungsunterstützung.
Wir überlegen ob wir nicht mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, ausreichend viel Solar und einem Pelletsofen mit Wassertasche (statt Kessel) auskommen können. Aber irgendwie finden wir keinen der sowas schon mal eingebaut hat. Wir waren am Sonntag auch schon auf einer Umweltmesse, aber auch das hat uns nicht weitergebracht.

Was meint ihr? Könnte man mit dem geplanten System behaglich leben, geht das überhaupt zusammen mit einer FB? Oder habt ihr einen besseren Vorschlag?
Wir wollen sehr gerne einen Ofen im Wohnzimmer, und möglichst wenig Strom verbrauchen, deswegen sind wir eigentlich gegen eine Wärmepumpe.

Viele GRüße
Y.

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.09.2008 11:18 Uhr

Wenn Ihr es streng ökologisch betrachtet, dann solltet Ihr der Pelletheizung den Vorzug geben.
Bei den genannten Gebäudedämmwerten ist es aber ebenso ökologisch eine Wärmepumpe zu nehmen, evtl. sogar eine Luft-Wasser/Wärmepumpe, das ist auch ein wenig abhängig von der Kubatur, dem Standort und der Klimazone.

Die Verbrauchsdaten einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe (Standort Detmold/NRW, 135 m² Wohn-/Nutzfläche)) haben wir unter folgendem Link veröffentlicht.

http://ecotec-energiesparhaus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html

"Ein zusätzlicher Ofen im Wohnzimmer neben der THZ 403 SOL ist energetisch nicht notwendig, es handelt sich eher um einen teuren Luxus.", so der Kommentar eines Bauherrn. Die Verbrauchsdaten dieses Objekts (Standort Bonn/NRW, Energiesparhaus KfW 40 mit 180 m² Wohn-/Nutzfläche) kann ich Dir gerne zukommen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon yvonnsche73 » 23.09.2008 11:45 Uhr

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich bin aber nicht sicher ob es ganz meine Frage trifft.
Könnte man nur mit Pelletsofen (mit Wassertasche zur Einspeisung in Speicher), solar (röhrenkollektoren ca. 10 qm) und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung unsere KFW40 Haus beheizen?
Danke
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.09.2008 13:41 Uhr

JA! Es gibt aber nur wenige Pellet-Wohnraumheizungen mit raumluftunabhängiger Zulassung.

Gruß

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Beitragvon mhaede » 23.09.2008 13:44 Uhr

Hallo yvonnsche73,
das Problem ist nicht die Technik, sondern die ganzheitliche Sichtweise des Planers.
Ein KFW40-Haus mit 130 qm Wohnfläche mit Pelletofen, FB und Solar ist technisch kein Problem.
Entscheidend ist die sorgfälltige Auslegung der Anlage.
In solchen Fällen geht es nicht nur um die Berechnung der Heizlasten und der Lüftungsverluste sondern ganz entscheidend um die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Bewohner des Hauses.
Ist das offene Feuer im Wohnzimmer ein Hauptgrund für den Ofen, wird die optimale Auslegung anders aussehen, als bei jemanden, der den Pelletofen nur als Unterstützung der Solaranlage bei schlechtem Wetter sieht.
Wenn es bei Euch keinen entsprechenden Planer gibt, helfe ich gerne weiter.

Gruß,
Michael
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Beitragvon mhaede » 23.09.2008 14:01 Uhr

"JA! Es gibt aber nur wenige Pellet-Wohnraumheizungen mit raumluftunabhängiger Zulassung"

Entscheidend ist doch nicht die Anzahl, sondern daß es gute Lösungen gibt.
Als Beispiel den UMBRA W von LEDA. 9kW Nennwärme, davon 75 % im Wasser und 25% direkt in den Wohnraum. Das ganze natürlich mit Außenluftanschluß für die Verbrennungsluft. Als Ergänzung dann noch 2 INVERTER Lüfter mit 90% Wärmerückgewinnung.
Gruß
Michael Haede

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Beitragvon Thomas Heufers » 23.09.2008 16:05 Uhr

Jede feuerungstechnische Anlage muss abgenommen werden. Im Vorfeld sollte man dazu den Schornsteinfeger konsultieren und fragen, ob beim raumluftunabhängigen Betrieb Probleme auftreten können.

Ein Beispiel für einen Wohnraum-Pelletofen mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung ist der Wodtke ivo.tec Waterplus.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/Wodtke%20ivo.tec%20Wate rplus.pdf
Interessant ist hierbei die Wärmeabgabe mit 95 % wasserseitig zu 5 % raumseitig. In gut gedämmten Wohnhäusern gibt es da wenig Probleme mit zu starker raumseitiger Wärmeabstrahlung.

@ Michael Haede - Gibt es denn für Dein System mit inVENTer Lüftungstechnik http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/inVENTer%20-%20Prospekt .pdf eine Genehmigung vom Schornsteinfeger?

Gruß


Thomas Heufers

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Beitragvon mhaede » 23.09.2008 17:06 Uhr

@Thomas Heufers"][color=green]Jede feuerungstechnische Anlage muss abgenommen werden. Im Vorfeld sollte man dazu den Schornsteinfeger konsultieren und fragen, ob beim raumluftunabhängigen Betrieb Probleme auftreten können.

Das ist richtig. Da die einzelnen Schornsteinfeger bei der Abnahme anscheinend einen großen Ermessensspielraum haben, sollten Baumaßnahmen immer vorher besprochen werden.

"Ein Beispiel für einen Wohnraum-Pelletofen mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung ist der Wodtke ivo.tec Waterplus.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/Wodtke%20ivo.tec%20Wate rplus.pdf
Interessant ist hierbei die Wärmeabgabe mit 95 % wasserseitig zu 5 % raumseitig. In gut gedämmten Wohnhäusern gibt es da wenig Probleme mit zu starker raumseitiger Wärmeabstrahlung"

Der Ofen ist für manche Zwecke optimal. Es gibt aber Kunden, denen das Fenster zum Brennraum zu klein ist. Wer die Gemütlichkeit der lodernden Flammen haben will, der bevorzugt eine große Glastür obwohl damit automatisch ein höherer Anteil der raumseitigen Wärme entsteht.

"Gibt es denn für Dein System mit inVENTer Lüftungstechnik http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/inVENTer%20-%20Prospekt .pdf eine Genehmigung vom Schornsteinfeger?"

Solange der Ofen raumluftunabhängig ist, spricht nichts dagegen.
Die Zulassung vom DIBT (Z 51.3-156) liegt vor.
Aber trotzdem gilt auch hier: Immer vorher den Schornsteinfeger fragen.

Gruß
Michael Haede
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Beitragvon yvonnsche73 » 25.09.2008 10:36 Uhr

Vielen Dank für eure infos.
Wir haben jetzt noch eine andere Idee:

(statt: Solaranlage mit 1000l und ca. 9 qm Röhrenkollektoren, Fussbodenheizung, Lüftungsanlage mit WRG und Wohnraumpelletsofen)

Lüftungsanlage mit WRG und Luftwärmepumpe in einem (das gibt es doch oder), Solar für Brauchwasser, Wohnraumpelletsofen

Ist das eine alternative? Könnte die Lüftungsanlage die Wärme des ofens im haus verteilen? Wird die Luft zu trocken bei reiner Luftheizung?

Wir wünschen uns wegen des Feueranblicks auf jeden Fall einen ofen. Und solar um im sommer unabhägig zu sein. Nur fehlt uns das wissen um die restlichen Komponenten auszuwählen.

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