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wonny
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Beitragvon wonny » 22.09.2008 18:49 Uhr

Hallo,

wir sind gerade dabei uns einen Flachbau mit knapp 150qm Fläche auszubauen. Das Haus wird mal mit einer FBH sowie einem Kachelofen beheizt werden.
Nun haben wir aber das Problem der Entscheidung und hoffen das uns hier jemand einen Tip geben kann was denn nun für uns die bessere bzw. effektivere Pumpenlösung ist.
Die Pumpe soll auch das Haus mit Warmwasser versorgen und soll unterstützt werden von einer Solaranlage. Unsere Heizungsbauer hat gemeint das eine max. Pumleistung von 8KW ausreichend sind mit der Solaranlage sogar nur 6.
Da ich mich vor unserem Hausbau noch nie mit solch Technik beschäftigt habe wäre es schön wenn Ihr ein bisl von Eurer Erfahrung abgeben würdet und uns die Vor und Nachteile der Pumpen sagen könntet.

roro
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Beitragvon roro » 22.09.2008 19:35 Uhr

Die Pumpe soll auch das Haus mit Warmwasser versorgen und soll unterstützt werden von einer Solaranlage.


Bei einer LWP sinnlos, wenn Du nicht auf einen riesigen Puffer setzt.

Mein Tipp

Wenn Du viel Geld hast.

1.) Dämmen
2.) Dämmen
3.) Dämmen bis Du max 30w/qm (besser 20 W/qm) Heizlast hast, und die VL-Temperatur immer unter 35 (besser 30) Grad ist.
4.) Kleine Sole-WP und Solar einbauen.

Wenn Du wenig Geld hast (Mach es so wie ich)

0.) Keine Solaranlage einbauen
1.) Dämmen
2.) Dämmen
3.) Dämmen bis Du max 30w/qm (besser 20 W/qm) Heizlast hast, und die VL-Temperatur immer unter 35 (besser 30) Grad ist. (Das Geld, dass Du Dir für die Solaranlage gespart hast, sollte ausreichen).
4.) Eine kleine Außenluft-WP einbauen.

Bei 150qm solltes Du nicht mehr als 5 kW mit einer Sole-WP und 6 kW mit einer Luft-WP benötigen, wenn das Haus richtig gedämmt ist.

Ich beheize meine 185 qm inkl. WW für 4 Personen um ca. 3000 kWh pro Jahr. (ohne Solar Heizlast 30 W/qm).
Mit dem Geld, dass ich mir gegenüber der Erdwärme-WP erspart habe kann die nächsten 15-20 Jahre heizen, dass sich die Erdwärme-WP gegenüber der Luftwärmepumpe rentiert werde ich nicht mehr erleben.
roro
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Beitragvon roro » 22.09.2008 20:17 Uhr

Und das wichtigste habe ich vergessen.

Egal ob Erd oder Luft. Such Dir einen HZB der etwas von Wärmepumpen versteht. Die Aussage "Unsere Heizungsbauer hat gemeint das eine max. Pumleistung von 8KW ausreichend sind mit der Solaranlage sogar nur 6." klingt nicht gerade überzeugend.
Auf Grund welcher Berechnung kommt er zu diesem Schluss. Um 2 kW Heizlast einzusparen, brauchst Du schon eine recht große Solaranlage und ordentlich Puffer.
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Beitragvon GMil » 22.09.2008 20:17 Uhr

Aus der Angabe kann ich leider nicht genau herauslesen, ob das Haus nun schon steht oder nicht ("ausbauen" klingt eher nach Bestandshaus, oder?).

Im Fall eines Neubaus stimme ich roro zu: eine gute Dämmung sollte an erster Stelle stehen.

Steht die Hütte und die (alte) Heizung schon, sehe ich das aus eigener Erfahrung ganz anders! Eine nachträgliche Dämmung ist im Vergleich zum Ersatz der Altheizung durch eine WP relativ teuer und unrentabel; da darf es auch die WP alleine sein.

Solarthermie-Neuinstallation rechnet sich grundsätzlich nicht mehr, wenn eine WP vorhanden oder geplant ist.
Gruß

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Beitragvon wonny » 23.09.2008 08:07 Uhr

Dank erstmal für Eure schnellen Antworten.
Das Haus steht schon, also was heist Haus, es sind 4 36er Wände mit Dach und es soll noch ein Anbau dazu kommen. Alles wird mit 10er WDV PS Styropor gedämmt werden, der Fußboden mit 15mm und das Dach welches eh schon 60cm dick ist bekommt noch 15mm Dämmung ab.

@roro

Deine Pumpe ist eine Luft/ Luft oder Luft/ Wasserpumpe? und warum besser drausen und nicht drinnen, dachte drinnen ist besser wegen dem Kondenswasser?
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Beitragvon Tappi » 23.09.2008 18:16 Uhr

waraus sind denn die 36er Wände?

10cm?
Das wäre mir viel zu wenig.Ich glaube ich würde auf das doppelte gehen

Fußboden 15mm? Oder meinst du cm? 15mm wäre ja so gut wie nichts

Das Dach ist 60cm? oder meinst du 60mm und 150 mm dazu?

Wenn du sowieso dabei bist würde ich alles um einiges dicker ausführen
Das Dach mit 21cm? wäre nicht so schlecht

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Beitragvon wonny » 23.09.2008 18:30 Uhr

Die Wände sind aus Ziegeln und das Dach ist ein Stahlbetondecke ( das Haus ist ein DDR Flachbau) mit Gefälleestrich und wirklich 60cm dick. Richtig war der fehler beim Fußboden da sollen natürlich 15 cm drauf genau wie bei der Decke. Laut einer Effizienz- bzw. kosten - nutzen Rechnung bringt eine Wanddämmung über 10 cm eigentlich nix mehr ausser höhere Kosten.
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Beitragvon GMil » 23.09.2008 20:26 Uhr

60 cm Stahlbetondecke; das ist für mich schon ein Bunker! :wink:

Meine L/W-WP ist z. B. eine Splitanlage mit Außengerät. Luft-Innengeräte würde ich wegen des Aufwands nicht empfehlen (riesige Luftkanäle, die durch Dämmung nochmals wachsen, Kondenswasser im Haus und in den Kanälen, Lärm usw.)

Außen versickert das bißchen Kondenswasser meiner Golden Energy-WP unter der frei hängenden Anlage im Gras, und gut ist! Bei längerem Frost gefriert es schon mal zu einer Lache von vllt. 90 cm Durchmesser, was auch kein Schaden ist.

Andere WP-Hersteller geben z.T. weit größere Kondenswassermengen an; da sollte dann ggf. ein Ablauf her (Sickerkorb genügt meist).

Außen-Komplettanlagen haben wieder den Nachteil, daß hier das Heizwasser nach außen geführt wird und deshalb mit Frostschutz versehen sein muß (für Anlagen- und Stromausfall etc.). Die Splitanlage verbindet die Vorteile beider Systeme, außerdem sind die Kältemittelleitungen viel dünner als Wasserleitungen und durch das Weichkupfer sehr leicht zu verlegen.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon roro » 24.09.2008 06:40 Uhr

Ich habe eine Luft/Wasser-WP draußen.
Ich muss mich GMIL anschließen, dass eine Innenaufstellung mehr Aufwand darstellt.
Ob Split oder alles draußen ist eine andere Frage. Hier hat GMIL und ich unterschiedliche Erfahrung.

Außen-Komplettanlagen haben wieder den Nachteil, daß hier das Heizwasser nach außen geführt wird und deshalb mit Frostschutz versehen sein muß


Das Heizwasser wird NICHT mit Frostschutz versehen.

Es ist theoretisch möglich, dass das Heizwasser einfrieren könnte, hier müsste aber schon ein längerer kompletter Stromausfall bei extremen Temperaturen passieren, damit das eintritt. Der Frostschutz geschieht nämlich auf mehreren Ebenen und es müssten alle zur selben Zeit ausfallen.
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Beitragvon GMil » 24.09.2008 23:06 Uhr

roro hat geschrieben:.........Das Heizwasser wird NICHT mit Frostschutz versehen.

Es ist theoretisch möglich, dass das Heizwasser einfrieren könnte, hier müsste aber schon ein längerer kompletter Stromausfall bei extremen Temperaturen passieren, damit das eintritt..........


Es ist leider durchaus auch praktisch möglich! Immerhin gab es in Deutschland sturmbedingt Gegenden, bei denen der Strom 4 Tage lang nicht mehr aus der Steckdose kam.

Mir wäre das jedenfalls zu unsicher, aber ich habe z. B. auch ein Notstromaggregat für meine 12,5 kW-WP gekauft, die wegen der Vollinverter-Technik einphasig arbeitet und zudem ohne vergrößerten Anlaufstrom auskommt. Somit hat mir ein preiswertes 6,5 kVA-Baumarktgerät ausgereicht.

Gruß

Gerhard
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