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damianator
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Beitragvon damianator » 13.09.2008 01:21 Uhr

Hallo,

ich bin ziemlich hin und her gerissen.
Meine Frau und ich stehen kurz vor dem Bau unseres EFH und wissen immer noch nicht welche Anlagenzusammenstellung gewählt werden soll.
Habe schon hier ne menge gelesen, und mich anderweitig informiert, aber immer noch nicht das erfahren was mir den entscheidenden Hinweis gegeben hätte.

Unser EFH steht in
Niedersachsen, 38122 Braunschweig, Broitzem.
Es soll als KfW 40 Haus errichtet werden.
Mit 16 cm WLG 035 Wand-WD,
24cm Dach-WD,
Fenster U-Wert 1,1 usw.
Als Heizung hatte ich eine Flächen-Erdwärmepumpe angedacht (Vaillant geoTHERM plus *weil Testsieger*). ???Alternativen???
mit 220 m² WP Kollektor-Fläche
Wohnfläche 169 m² davon 130m² mit Fußbodenheizung
(restliche Räume sind Galerie, Abstell, HAR, Diele... unbeheizt.)
Volumen 762,5 m³
Bewohnt wir das ganze erst von 2 Erwachsenen, wobei 2 Kinder geplant sind.

Jetzt habe ich mir ein EnEV Programm von Porenbeton runtergeladen und Die Wärmeschutzberechnung eingegeben. nur leider kommen ich mit einer Erdwärmepumpe nicht unter 40 KW/a m².
Der Transmissionswärmeverlust ist bei 49,7% über gefordert.
Trotzdem benötige ich ein Zusätzlichen Wärmeerzeuger.

Frage ist ob es nur am Programm liegt, oder kann ich tatsächlich diesen Wert mit einer WP allein nicht erreichen.

Sollte es so sein hatte ich an alternativen wie Solar bzw. Lüftung mit WRG und EWT gedacht. Wobei ich bei beiden Anlagen auch Kontra gehört habe.

Lüftungsanlage währe z.B. nicht Effizient genug, ca. 10% Energieersparnis. Außerdem würde sie den Räumen Wärme entziehen und ca. 10% kältere Luft einblasen. Wobei hier die WP dann nachheizen müsste. ??? stimmt das ???

Bei Solar soll das zwar ziemlich was bringen, allerdings auch nur 30%.
Bei Laufenden Kosten einer WP von 50€/mon. wären das 15€ Ersparnis.
Und wenn man bedenkt dass die Investition ca. 6000€ kostet.
Sind das ca. 33 Jahre bis zu Amortisation.

Ich hoffe der ein oder andere hat ein guten Tipp für mich.

Habe meine Unterlagen hier hochgeladen...
Hier mein Zeichenzatz PDF
Hoffe das klappt.
Bei bedarf kann ich auch die Programmdateien zur Verfügung stellen.


Danke erst einmal.

Damian M.[/url]
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Wärmeschutznachweis.pdf
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roro
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Beitragvon roro » 13.09.2008 07:16 Uhr

KfW40 ist mit einer WP schon erreichbar, hängt von Deiner benötigten Heizenergie ab.

Wie hoch sind Qw und Qh?
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Beitragvon bernhard geyer » 13.09.2008 07:27 Uhr

Erhöhe mal die Dämmung auf 20 cm und nimm mal 3fach-Verglasung und bessere Fenster so das der U-Wert Fenster komplett auf ca. 0,8 - 0,9 fällt. Mehrpreis der Fenster dürfte < 30 €/m2 sein und Dämmung würde ich mal auf 4-8 €/m2 tippen. Und deine Lüftungsanlage spart dir das "normale" Lüften das viel mehr Wärmeverlust erzeugt. Der komfortgewinn ist nicht zu verachten (vor allem im Bad - Wieso versuchen bei einem Sturm/Regenschauer zu lüften. Nach 1 Stunden hat das die Lüftungsanlage viel besser geschafft (Beiße mir in den Hintern das ich es nicht gemacht habe - Aber die Frau wollte Lüften :-( )
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Beitragvon damianator » 13.09.2008 10:08 Uhr

Tja ich weiß nicht so recht mit dem zusätzlichen Dämmen.
Habe eigentlich das Gefühl dass das Reicht. Nur über die Anlage bin ich mir noch nicht schlüssig. Aber ich werde mal versuchen das einzugeben und sehen in wie fern sich der Heizbedarf verändert.

Anbei schon mal die Berechnung mit nur einer WP.
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Beitragvon Thomas Heufers » 13.09.2008 11:30 Uhr

Hallo Damian!

In Deiner Berechnung kann ich keinen Primärenergiebedarf (kWh/m²Jahr) finden. Deine U-Werte in Wand (0,16 W/m²K) und Dach (0,14 W/m²K) sehen eigentlich recht gut aus.
Womöglich kommst Du aber bei seriöser Berechnung nicht an einer Brauchwasser-Solarthermie und an einer Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung vorbei. Der Primärenergiewert wird mit einer Wärmepumpe zu hoch liegen. Mit Pellet wäre die ganze Sache einfacher, aber damit nicht wirklich energiesparender.
Der Vorschlag, die Dämmung stärker auszulegen, ist in doppelten Sinne richtig.
Erstens kostet es jetzt unterproportional mehr, da es nur um den Mehrpreis für das Material geht.
Zweitens ist es eine Entscheidung, die auf lange Sicht den Energieverbrauch von vornherein vermeidet. A+++

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon damianator » 13.09.2008 13:07 Uhr

Also der Primärbedarf steht auf der Übersicht. 43,79 KW/m² a
Mit einer WP und einer Jahresarbeitszahl von 4,5.

Was sagt ihr eigentlich zu der Vaillant geotherm?
Ist sie Brauchbar oder gibt es da preismäßig vergleichbar gute oder sogar bessere.
Kenne nur die Testberichte der Stiftung Warentest.

Und Sollte ich ein Zusätzlichen Schichtenspeicher einplanen oder reicht der 175l der dabei ist.

Sollte natürlich der zweite Wärmeerzeuger eine Solaranlage sein, hat sich die Frage erübrigt. Aber was würdet Ihr nehmen wenn ihr vor meiner Entscheidung stehen würdet.

Wichtigster Gesichtspunkt ist eine möglichst niedrige Belastung, ausgehend von den Heizkosten.

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Beitragvon roro » 13.09.2008 19:01 Uhr

Dein H`t ,mit 0,268 ist nicht in Ordnung kann aber etwas verbessert werden (mehr Dämmung)

Du hast ein Q'' von 39,89 ist an sich auch gut.
An sich sollte sich hier KfW40 knapp mit einer LWP ausgehen.

Bitte baue auf keinen Fall einen Schichtspeicher ein, selbst der Puffer von 175l sollte an sich verschwinden.
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Beitragvon damianator » 13.09.2008 19:21 Uhr

??? Der H´t würde aber im Grunde genügen um KfW 40 zu erreichen.
Immerhin sind das 49,7% über EnEV.

Und wenn eine LWP (Luftwärmepumpe?) das schafft, müsste das eine Erdwärmepumpe mit Kollektoren das doch auch schaffen.

Und wieso kein Schichtenspeicher? Ich dachte da würde man gut die Energie aufbewaren können und bei bedarf abrufen. Und wenn der Standart 175l Tank der bei der Pumpe dabei ist auch wegfällt wie soll bitte das Brauchwasser und Heizwasser erwärmt werden.

Just in time????

Ist das nicht teuer?
Bitte um Aufklärung.
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Beitragvon Thomas Heufers » 13.09.2008 20:13 Uhr

Der integrierte 175 Liter-Tank in der Vaillant geoTHERM ist für die Warmwasser-Bereitstellung.
Bestenfalls wird bei der geoTHERM die Heizungswärme im großflächigen, großvolumigen Heizkreis (Fußboden- oder Wandheizung) gepuffert. Eine Pufferung über einen Pufferspeicher reduziert zwar die Taktung, zieht aber Bereitstellungsverluste nach sich.

Sicherlich sind andere Hersteller ohne das Bonmot der Stiftung Warentest ebenso gut. Viel wichtiger ist eine optimale Anlagenplanung/-auslegung.
Auf keinen Fall sollte die Wärmepumpe größer ausgelegt werden, als es die Heizlastberechnung vorgibt.
Die Erdsonde oder der Erdkollektor können durchaus mit 10 bis 15 % Reserve ausgelegt werden, bei der Wärmequelle sollte nicht am Limit geplant werden.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon damianator » 14.09.2008 00:30 Uhr

Tja, also leider ist unser Platz für die Kollektorflächen auf 220m² begrenzt.
Diese werden wir dann auch voll ausreizen. Aber ob das wohl ausreicht?

Werde nächste Woche meinen Statiker mal anrufen und mit der WSB beauftragen dann wird sich herausstellen ob die WP allein den Wert schafft.

Trotzdem Hat sich zu dem Thema der Entscheidung noch keiner so richtig geäußert. Wenn ein zweiter Erzeuger notwendig wird, was währe empfehlenswert. Lüftung oder Solar. Oder vielleicht ein Kamin mit Wassertaschen. Wobei der wohl nicht so viel in der Berechnung bringt.

Währe einfach auf eure Persönliche Meinungen gespannt.
Vielleicht auch mit Begründung.


Gruß
Damian

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