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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wärmepumpe Kosten-Nutzen ?

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Altobelli

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Beiträge: 2
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Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,

für mein grade im Bau befindliches EFH haben wir eigentlich geplant eine 7,8 KW Wärmepumpe mit Tiefenbohrung einzubauen. Jetzt kam unser Bauunternehmer auf die Kosten-Nutzen Rechnung der WP und ist der festen Überzeugung das sich das ganze nicht lohnen würde.

Er würde eher zu einer Gas Therme tendioeren da die Anschaffungskosten um 8000 Euro geringer sind. Mittlerweile weiß man selbst nicht mehr wo einem der Kopf steht da man wenn man 5 Leute zum Thema alternative Energien befragt 5 verschiedene Meinungen hat.

Ein paar Eckdaten : Haus 175 m2 beheizte Fläche, nach KfW40 gebaut, Be- und Entlüftungsanlage geplant sowie einen Holzofen (der allerdings mehr optische Gründe als Wärmetechnische hat)

Rein rechnerisch (soweit man das kann) komme ich auf Energiekosten mit WP ca. 450 € / Jahr, mit Gas um die 900 - 1100 € / Jahr. Setzt man dem noch Darlehnskosten usw. zu würde sich das auf jeden Fall nicht so ganz klar rechnen.

Wie sind eure Meinungen und Erfahrungen damit ?

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roro

Erfahrung: *****
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Beiträge: 946
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Altobelli hat Folgendes geschrieben:

Ein paar Eckdaten : Haus 175 m2 beheizte Fläche, nach KfW40 gebaut, Be- und Entlüftungsanlage geplant sowie einen Holzofen (der allerdings mehr optische Gründe als Wärmetechnische hat)


Wozu hast Du dann eine 7,8 kW WP mit Tiefenbohrung.
Wurde eine Heizlastberechnung durcjgeführt, denn da sollte die Hälfte ausreichen, außer es ist ein schöngerechnetes KfW40-Haus.

BTW: bei einer niedrigen Heizlast hat eine LWP das beste Kosten/Nutzen-Verhältnis.

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bernhard geyer

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Beiträge: 1153
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Bei neubau auf Gas oder Öl zu setzen ist fahrlässig. Glaubst du das unsere Russischen Freunde die Preise in den nächsten Jahren nicht überdurchschnittlich erhöhen werden? Entweder WP oder Holz. Und falls es am Geld liegen soll: Lass den Holzofen weg. Damit fällt auch der Kamin, Deckendurchbrüche, Kaminabnahme und jähliches Reinigen weg. Brauchst du eh nicht bei gutem KfW40-Haus mit WP und Lüftungsanlage.

Alternativ Pellesofen im Wohnzimmer welcher auch die normale Heizung übernimmt und noch Solarvorbereitung.

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Und wenn du eine Gastherme einsetzt, dann erfüllst Du wahrscheinlich auch nicht mehr die Kriterien für den Standard nach Energiesparhaus KfW 40.

Je niedriger die Heizlast, umso wirtschaftlicher ist der Einsatz der Wärmepumpe. Eine sehr niedrige Heizlast kann auch problemlos mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe abgedeckt.
Siehe folgendes Beispiel: http://energie-effizientes-hau...rgieverbrauch_waermepumpe.html

Von Interesse ist aber, welche U-Werte Deine Außenbauteile (Dach, Wand, Fenster, Sohl-/Bodenplatte) haben. Hier solltest Du jetzt den richtigen Weg gehen und die Außenhülle so gut wie möglich dämmen.

Auch solltest Du die Planungsunterlagen einem Energieberater
(http://www.vz-nrw.de/UNIQ12209...2094507112605/link201593A.html) vorlegen.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
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gergenerdwaerme

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Anmeldedatum: 14.08.2006, Wohnort: voelklingen
Beiträge: 166
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altobelli:
Um konkrete Informationen zu bekommen ist es zunächst erforderlich die b e r e c h n e t e Heizlast zu kennen! Dann benötigt man noch ein paar Angaben zum Haus: Überall Fußbodenheizung? Kalkulierte Vorlauftemperatur? Grundstücksgröße? Lage der Baustelle (PLZ).
Wenn Dir die Gesamtkosten einer Erdsonden-WP zu hoch erscheinen befasse Dich doch mal mit der wesentlich preiswerteren DIREKTVERDAMPFER-WP-Technik. Von Öl und Gas sollte man in der heutigen Zeit nun wirklich die Finger lassen.
Kurt Gergen

_________________
Gergen-Erdwärme

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Altobelli

Erfahrung:
Anmeldedatum: 08.09.2008,
Beiträge: 2
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Zitat:
Wozu hast Du dann eine 7,8 kW WP mit Tiefenbohrung.
Wurde eine Heizlastberechnung durcjgeführt, denn da sollte die Hälfte ausreichen, außer es ist ein schöngerechnetes KfW40-Haus.


Was ist denn bitte ein "schöngerechnetes" KfW40 Haus ??

laut Bauunternehmen liegen wir im Verbrauch irgendwo zwischen KfW40 und 60 also sprich irgendwas um die 50W pro m2

Zu den weiteren Daten :

Einfamilienhaus mit 175m2, davon
155 m2 FBH mit Vorlauf ca. 35 °C - keine anderen Heizkörper o.ä.
Grundstück 2200 m2 in PLZ 32457 , allerdings gehen die Anschlüsse für die Wärmepumpe nach vorn zum Vorgarten raus der ca. 11 x 17 m groß ist (da da die Tiefensonde geplant ist) - die wir übrigens zum Festpreis bekommen würden.
Zur Dämmung : Außen 20 cm Dämmung auf 17,5er Außenwände,
große Fensterflächen mit 3 fach Verglasung.
Dach auch 20cm Dämmung.
Zusätzlich ist noch eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingeplant.
"Solare Energien" könnten auch noch durch die Südlage , bzw. Fensterflächen in der Südlage dazu kommen.

Ich hoffe man kann nun mehr ersehen.

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roro

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.11.2006,
Beiträge: 946
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Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Zitat:
laut Bauunternehmen liegen wir im Verbrauch irgendwo zwischen KfW40 und 60 also sprich irgendwas um die 50W pro m2


Lass Dir vom Bauunternehmen eine Heizlastberechnung geben, denn diese Aussage vollkommen sinn- und nutzlos.

Folgende Daten sind wichtig.

* Heizlast
* Gesamtwärmebedarf (nicht der Primärenergiebedarf)

Außerdem wären die U-Wert der Wand, der Fenster, der Bodenplatte und des Dachs sowie der Gesamt U-Wert interessant.

Irgendwas um die 50W/qm: Sicher!? Denn dieser Wert wäre für einen sparsamen Neubau viel zu hoch.

50W/qm*175qm = 8750 W Heizlast (Was wiederum mit der 7,8 kW WP stimmen würde).

Aber: Bei 8,7 kW Heizlast (die fast das doppelte von meine 185 qm KfW50-Haus ist) kannst Du von einem Jahresenergiebedraf von ca. 17000-18000 kWh ausgehen.
Wenn Du nun eine sehr gute WP mit einer JAZ um die 4 hast sind das ca
4300 kWh Strom pro Jahr und das ergibt eine KfW-Zahl von 66.

Um da einen Wert unter KfW60 zu erreichen muss schon getrickst werden (Unrealistische Anlagenkennzahl, Vergrößerung der Gesamtfläche durch andere Berechnung, ....), nur ändert das nichst daran, dass das Haus viel Energie verbraucht. Leider wird oft so gearbeitet. Das meine ich mit einem schöngerechneten KfW40-Haus, die Daten die ich bis jetzt von Dir habe, deuten leider darauf hin.

Mit Gas bis Du dann vollkommen jenseits der KfW-Grenzen.

Der erste Schritt ist immer die Heizlast zu reduzieren. Ich weiss nicht, wie weit Ihr seit und was noch bei Euch möglich ist.

Eine sparsamer Neubau sollte nicht mehr als 30W/qm Heizlast haben, und das ist die oberste Schranke.

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