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SpaaFuxx
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Beitragvon SpaaFuxx » 25.08.2008 15:44 Uhr

Hallo zusammen!

Aufgrund der steigenden Ölkosten habe ich mich seit letzter Woche mit den Themen Solarthermie und Luftwärmepumpe für Warmwasserbereitung beschäftigt und bemerkt, dass es für mich gar nicht so einfach ist nach den reinen Fakten zu gehen :lol:

Hier ein paar Daten
-----------------------

- Fertighaus, 160m². Komplett mit Fußbodenheizung (bis auf Heizungsraum). 17 Jahre alt.

- Ölheizung Buderus G15 mit 160l Warmwasserspeicher, MAN Raketenbrenner. Steuerung Ecomatic 2000 (komplett so knappe 10 Jahre alt)

- Warmwassertemp. 50°C

- Warmwasserzirkulation ohne Pumpe

- 4 Personen

- Waschmaschine, Spülmaschine an Kaltwasser angeschlossen.

- Ölverbrauch ca. 2200-2500l (also ~14-15l/m²)


Ich würde eine ~4m² Solaranlage für ca. 2500€ Brutto ohne Einbau bekommen (Citrin Flachkollektoren, 290l Speicher). Der Preis ist so niedrig da ich über einen bekannten Prozente erhalte.
4qm ist das untere Limit aber ein Kollege hat die gleiche Anlage und hat nun 3-4 Monate sein Warmwasser komplett über Solar geheizt (5 Personen)

Nun ist mir noch etwas unklar wieviel Öl für die Warmwasserbereitung verbraucht wird. Dies wäre ja die Grundlage für Berechnungen.
Sind 20% realistisch?

Ich habe eine XLS Tabelle (für Excel, OpenOffice Calc) angehängt mit einem Vergleich Solar/Wärmepumpe. Liege ich damit richtig oder ist das total Praxisfern?
Der GetSolar Rechner spuckt bei mir eine viel kleinere Ersparnis aus.


Gruß
Andreas
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Solarthermie vs. BrauchwasserWP.xls
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machtnix
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Beitragvon machtnix » 25.08.2008 15:50 Uhr

Vergiß es.Solar nur um Warmwasser zu machen ist totaler Blödsinn.
Dann stell dir lieber eine Brauchwasserwärmepumpe in den Keller,da hste mehr davon.
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Beitragvon SpaaFuxx » 25.08.2008 15:53 Uhr

Das habe ich schon relativ oft von Dir gelesen :)
Soweit ich das mitbekommen habe installierst Du ja auch Solar mit Heizungsunterstützung und Wärmepumpen. Habe auch schonmal nach der Dimplex für ~1800€ geschaut.

Wieso meinst Du das sich das nicht rechnet? Erfahrung oder Abneigung?


PS: ...Mein Heizungsmensch meinte das er früher massig BrauchwasserWP installiert hat und nach ein paar Jahren alle wieder rausgerissen hat.
(Allerdings hat ER auch Solar auf dem Dach, da ist die Objektivität halt auch so eine Sache)
Wie sind die Erfahrungen mit den neueren Anlagen?
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Beitragvon bernhard geyer » 25.08.2008 18:06 Uhr

SpaaFuxx hat geschrieben:Wieso meinst Du das sich das nicht rechnet? Erfahrung oder Abneigung?

Überschlagsrechung mit groben Werten:

WW-Bedarf: 4000 kWH -> 400 Liter Öl, Durch 4m2 Solar maximal zu 50% zu decken, ca 200 Liter Öl/pro Jahr gespart -> Bei 2000 € Installationskosten hat man bei 5% Zinsen am Ende der Lebensdauer die Investitionskosten+Zinsen wieder drin.
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Beitragvon Thomas Heufers » 26.08.2008 13:43 Uhr

Ob sich eine Brauchwasser-Solaranlage rentiert, weiß man letzendlich erst nach 15 - 20 Jahren Einsatzdauer. In jedem Fall ist eine Solaranlage umweltfreundlich. Wenn man sie geschickt einsetzt, beispielsweise auch zur Warmwasserspeisung der Waschmaschine oder der Spülmaschine, dann steigert das die Energieeffizienz.
Natürlich muss man berücksichtigen, dass eine Solaranlage nicht wartungsfrei ist. Die Trägerflüssigkeit altert und der Speicher benötigt auch Wartung (Schutzannode, Verkalkung, etc.).
Wieviel unnützes Zeug wird angeschafft, ohne nach der Rentabilität zu fragen? Die Frage zum Für oder Wider der Solarthermie wird sich in Zukunft keiner mehr stellen müssen, sie wird mittelfristig zur Pflicht werden.

Wenn ich meinen Vebrauch im Sommerhalbjahr sehe, freue ich über den sehr geringen Energiebedarf für Warmwasser. Ich bereue diese Investition auf keine Fall.
http://energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon hurican0815 » 28.11.2008 19:38 Uhr

Die Frage zum Für oder Wider der Solarthermie wird sich in Zukunft keiner mehr stellen müssen, sie wird mittelfristig zur Pflicht werden.


soweit wird es hoffentlich nie kommen das man der solarindustrie einen freifahrtschein zum gelddrucken ausstellt für nachweislich unwirtschaftliche massnahmen.

Wenn ich meinen Vebrauch im Sommerhalbjahr sehe, freue ich über den sehr geringen Energiebedarf für Warmwasser. Ich bereue diese Investition auf keine Fall.

diese aussage wundert mich jetzt überhaupt nicht.
kann es sein das du diese anlagen verkaufst?

wir brauchen rund 300 liter öl im jahr für brauchwasser.
davon 60%=180 liter

bei einem preis von einem euro für den liter

180 euro einsparung

rechnen wir auch noch den anlagenpreis runter

bei 3600 euro dauert es 20 jahre

super wirtschaftlich.

RobertB
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Beitragvon RobertB » 29.11.2008 00:16 Uhr

Hallo Thomas,

Thomas Heufers hat geschrieben:Ob sich eine Brauchwasser-Solaranlage rentiert, weiß man letzendlich erst nach 15 - 20 Jahren Einsatzdauer. In jedem Fall ist eine Solaranlage umweltfreundlich. Wenn man sie geschickt einsetzt, beispielsweise auch zur Warmwasserspeisung der Waschmaschine oder der Spülmaschine, dann steigert das die Energieeffizienz.


Erster Punkt:

Bei all der Exaktheit, mit der Wärmeberechnungen durchgeführt werden, könnte man auch berechnen, ob eine Solaranlage bei durchschnittlicher Witterung (d.h. Sonneneinstrahlung) und Alterung (d.h. Wartungsaufwand) rentabel ist. Nicht zu vergessen die Hilfsenergie für (in meinem Fall) zwei Pumpen.

Das geschieht aber irgendwie nicht. Ich könnte damit leben, dass man die rechnerische Vorhersage später korrigieren müsste, weil sie nicht 100 % korrekt sein kann oder ggf. auch systematische Fehler aufweist.

Zweiter Punkt:

Warmwassereinspeisung Waschmaschine: Bei der Waschmaschine war bei mir einfach die Zisterne schneller. Aus der Zisterne kommt nun mal nur kaltes Wasser. Es gab keine einfache Möglichkeit, der Waschmaschine solar aufgewärmtes Zisternenwasser zugänglich zu machen. Das, obwohl im Sommer der Solarspeicher häufig fast kochte.

Außerdem haben wir das Problem, dass wir ohne Zirkulation fahren (beim KfW40-Haus Vorschrift). Dann laufen locker 5 l kaltes Wasser weg, bevor das warme Wasser bei der Waschmaschine angekommen ist. Die Waschmaschine nimmt einfach die ersten 5 l die sie bekommt, heizt auf und beginnt mit dem Waschen. Man bräuchte eine neue Maschine, díe nicht heizt, sondern wie Menschlein unter der Dusche wartet, bis das Wasser warm genug ist.

Bei Spülmaschine ist es dasselbe Problem. Sie kann nun nicht mit Zisternenwasser betrieben werden. Aber auch sie schnappt sich die ersten 5 l Wasser aus dem Hahn und legt los. Verdammt blöde das Teil.

Man sieht, es ist noch eine Menge zu tun für das Energiesparen. Gerade die Verwendung von heizungseitig vorhandenem warmem Trinkwasser in Haushaltsgeräten ist noch nicht zu Ende gedacht.

Schönen Abend
Robert
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Beitragvon Thomas Heufers » 29.11.2008 08:38 Uhr

RobertB hat geschrieben:...Hilfsenergie für (in meinem Fall) zwei Pumpen. ...
Die Hilfsenergie ist kleiner Nachteil. Es gibt aber mittlerweile bezahlbare Pumpen mit besonderer Energieeffizienz.
http://www.ihks-fachjournal.de/files/FJ_PDF/2005_2006/Energielabel_fuer_Heizungspumpen.p df


RobertB hat geschrieben:Es gab keine einfache Möglichkeit, der Waschmaschine solar aufgewärmtes Zisternenwasser zugänglich zu machen.
Auch hier gibt es die Möglichkeit, nur für die Waschmaschine eine Warmwasserzirkulation einzubinden. Über einen Wärmetauscher würde dann der Grauwasserzulauf für die Waschmaschine erwärmt. Ein wenig aufwendig, aber machbar.

Heutzutage gibt es auch schon Waschmittel, die mit abgesenkten Temperaturen Wäsche reinigen. Über ein spezielles Enzym wird der Schmutz entfernt. http://www.echo-online.de/kundenservice/a_detail.php3?id=663610


RobertB hat geschrieben:Die Waschmaschine nimmt einfach die ersten 5 l die sie bekommt, heizt auf und beginnt mit dem Waschen. Man bräuchte eine neue Maschine, die nicht heizt, sondern wie Menschlein unter der Dusche wartet, bis das Wasser warm genug ist.
Auch hier empfiehlt sich die vorgenannte Lösung (Zirkulation & Wärmetauscher) mit einer intelligenten Steuerung, die diese Situation erkennt und nur Wasser einspeist, welches die gewünschte Temperatur hat. Das gleiche Prinzip gilt auch für Waschmaschine.
Nachteil bei Waschmaschine und Spülmaschine ist die schnelle Reaktion des Reinigungsmittels, weshalb die Menge an Reinigungsmittel immer überdosiert ist. Besser ist weniger Reingungsmittel und eine verzögerte Einwirkzeit. Es gibt mittlerweile Hersteller, die diese Verzögerung in die Steuerung integriert haben.

Gruß

Thomas Heufers


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