Solange nicht das ganze Haus mit einer Wärmepumpe versorgt werden soll, genügt für eine Brennwertheizung auch die Kombination einer preiswerten "Hochtemperatur"-Konvektoranlage mit einer kleinen, nachgeschalteten Fußbodenheizung für einen möglichst kühlen Heizbereich. Ist dieser nachgeschaltete, nicht regelbare Bereich mit den entsprechenden Sicherheitseinrichtungen versehen und sauerstoffdiffusionsdicht (Metallrohre/Verbund), so erreicht man trotz hoher Vorlauftemperaur eine Rücklauftemperatur von z.B. unter 25 Grad, was zu einer höheren Energieausbeute führt, als mit einer reinen Fußbodenheizung. Diese nachgeschaltete Heizung braucht nur 20% der gesamten Heizleistung aufnehmen. Durch den stärkeren Kondenswasseranfall hält die Brennwerttherme auch länger (Spüleffekt). Allerdings müssen die Heizkreise in einer anderen, als der üblichen Art verlegt werden, um ein Temperaturgefälle sicherzustellen.
Eine zentrale Frischluftvorwärmung kann ebenfalls diese Aufgabe der Rücklaufnachkühlung übernehmen.
Voraussetzung für eine funktionierende Brennwertheizung ist immer ein sorgfältiger hydraulischer Abgleich. Der kostet nichts, nur Sorgfalt, die meistens unserem Handwerk fehlt. Gute Handwerker sollte man weiterempfehlen.
Nichts spricht auch gegen eine Kombination einer solchen Heizung mit einer KLEINEN Wärmepumpenanlage für den Temperaturbereich oberhalb +5 oder gar 10 Grad. Bei dieser Betriebsweise wird die Umwälzpumpe auf höhere Leistung geschaltet.