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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Dämmung oder Wärmepumpe?

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Thyrant

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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Ich baue jetzt neu, allerdings nicht KW40 oder 60,halt einfach nach Standard EnEv.

Mit einer Wohnfläche von 115m2. Mit Fußbodenheizung die schon enger verlegt wird. Und einer kontrollierten Wohnraumbelüftung ohne Wärmerückgewinnung.

Wenn ich anstatt die gasbrenntherme eine Wärmepumpe nehme, müsste ich 15400€ zu zahlen die ich komplett finanzieren müsste.

Am liebsten hätte ich daurch keine Mehrbelastung, also die Energieersparnis sollte so hoch sein wie die mtl. Rate.
Das geht wohl nur mit einer Finanzierung über 30 Jahre mit 5 Tilgungsfreien Jahren.

Würde diese Investition in euren Augen überhaupt Sinn machen?
In 5 Jahren wird der Gaspreis doch mit Sicherheit nochmal gut teurer sein als heute.

Als Anhang habe ich mal den Primärheizbedarf gepackt.

Ich gehe aber geschätzt von einem Verbrauch von 13000 Kwh/a aus.



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Zuletzt bearbeitet von Thyrant am 25.08.2008 15:02, insgesamt einmal bearbeitet

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klausamsee

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Irgendwie passt das doch nicht zusammen.
Du baust ein Haus, welches absolut nicht auf Stand der (Dämm-)Technik ist, hast dann aber ein KWL ohne Wärmerückgewinnung mit drin.
Mir sind keine KWLs ohne Wärmerückgewinnung bekannt. Die Frage ist nur, ob ein KWL bei einem solchen Haus wie bei Dir Sinn macht. Du baust doch keine unisolierte Plastiktüte?
FBH mit engem Verlegeabstand ist schon mal gut. Den brauchst du bei den Wärmeverlusten auch, allerdings wirst du wohl Venenschäden bekommen, weil die Fußbodentemperatur relativ hoch sein muß, um die Wärmeverluste auszugleichen.
Versuche unbedingt alles dran zu setzen, durch Dämmung irgendwie in Richtung KfW40 zu kommen. Alles andere ist murx, insbesondere bei einem Neubau.
Wie schafft man das eigentlich bei einem Neubau nur gerade so die EvEv einzuhalten? Was hast du für Wände, Dach und Fenster?

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Thyrant

Erfahrung: **
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Das Haus wird von IBG Haus gebaut.

Da wurden wir wohl nicht beraten was Dämmung und deren nutzten angeht.

Die Wand sieht wie folgt aus:

17,5cm Porenbeton, ca 14cm Schalenabstand mit 8cm Mineralfaserdämmung WLG 040, 11,5cm Verblendmauerwerk= Gesamtstärke 43cm U00,23 W/m2


Aber noch wurde nicht angefangen zu bauen, also kann ich noch was ändern.
Obwohl ich für KFW40 natürlich ein weit aus besseren Kredit bekommen hätte als jetzt.

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machtnix

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Wenn ich anstatt die gasbrenntherme eine Wärmepumpe nehme, müsste ich 15400€ zu zahlen die ich komplett finanzieren müsste.

Typisch Bautrüger,hättest dich halt vorher informieren sollen anstatt nachher.

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Thyrant

Erfahrung: **
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Kann mir denn jemand eine Einschätzung geben ob sich eine Wärmepumpe denn lohnt.

Bzw. wie viel weniger Energie würde ich denn benötigen wenn noch noch besser Dämme?

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bernhard geyer

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Also was ist das für ein blödsinniger Wandaufbau? 17 cm KS als tragende Außenwand? Der einzige vorteil ist das die Baufirma mir verladkränen pro m2 nur wenige Steine braucht. Sinnvoller Wandaufbau ist 17 cm KS oder Ziegel + mindestens 12 cm Dämmaterial + Verblendung? Willst du wirklich eine Verblendung (sollte jedlichen Kostenvorteil durch schlechte Dämmung auffressen)?

Zu deiner Kosteneinsparung:

Primärenergieverbrauch (ohne Hilfenergie) = 15528 kWh = ca. 1500 Liter Öl (entsprechende Menge Gas). Bei ähnliche Gas/Ölpreis kommst du damit auf kosten von 1300€/Jahr (Günstiger Preis von heute). Vermutliche Preissteigerung in den nächsten 10 Jahren von mindestens 100%, d.h. Jahreskosten 2500€/Jahr.

Primärenergieverbrauch (Grob) bei vernünftigen KfW40 = 115m2 * 25 kWh/Jahr + WW = 4000 kWh/Jahr (grob) = 340 €/Jahr

Kostenersparnis pro Jahr jetzt = 1000€, in ein paar Jahren 2000€

Mehrkosten von 15400€ scheinen auf Tiefenborhung hinzuweisen. Bei niedrigeren Bedarf kann die Borhungstiefe/WP-Grö0e verringert werden, d.h. Mehrkosten sind evtl. nur noch 10000€ (wenn nicht weniger. Hier versucht dich der Bauträger u.U. übers Ohr zu hauen).

D.h. die Mehrkosten sind in 10 Jahren Locker wieder drin. Und die geringere Chance von Bauschäden durch Schimmel bei vernünftiger Dämmung gar nicht eingerechnet.

Falls du schon den Vertrag abgeschlossen hast, hast du vermutlich eh verloren. Jede Änderung an Dämmung etc. wird der Bauträger sich vermutlich vergolden lassen.

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gergenerdwaerme

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Hallo Thyrant.
Zunächst ist den Beiträgen meiner 'Vorredner' nur zuzustimmen: dämme Dein Haus so gut es geht (im Rahmen Deiner finanziellen Möglichkeiten) Sonst hat eine WP k e i n e n Sinn (die Betriebskosten werden zu hoch)
Aber vorweg mal ein paar Fragen:
Wo steht Dein Haus? Wie groß ist Dein Grundstück? Ist die komplette Heizung im Bauträger-Vertrag enthalten? Kannst Du evtl. das Gewerk Heizung rausnehmen? (Wenn ja, zu welchen Konditionen?)
Anschließend wird man Dir sagen können ob sich für Dein Haus der Einbau einer WP wirtschaftlich lohnt (im Übrigen denke bitte daran dass Du eine Förderung von € 1150 bekommst sowie eine Menge an sonstigen Förderprogrammen nutzen kannst - sprich mal einen Gebäude-Energieberater an)
Kurt Gergen

_________________
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Thomas Heufers

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Wenn man energiesparend mit guter Dämmung baut, dann ist der Energiebedarf erheblich niedriger. Dämmung steht an erster Stelle!

Beim EnEV-Standard gegenüber Energiesparhaus KfW 40 sind das im günstigsten Fall 70 - 80 % weniger Energiebedarf. Folglich liegen die Energiekosten für ein gutes Energiesparhaus KfW 40 nur bei 20 - 30 % des schlechten EnEV-Standards.

Weitere Vorteil ergeben sich aus der energiesparenden Bauweise. >>

Zukünftige Preissteigerungen für Energie wirken sich nicht so stark aus. 100 % Preissteigerung von 400 €/Jahresverbrauch (Steigerungsbetrag 400 €) ist weniger dramatisch wie 100 % von 1.500 €/Jahresverbrauch (Steigerungsbetrag 1.500 €).

Um bei dem Beispiel zu bleiben. Die Differenz zwischen dem schlechten Energiestandard von 1.500 €/Jahresverbrauch zu dem sehr guten Energiestandard von 400 €/Jahresverbrauch beträgt 1.200 €. Diese Einsparung von 1.200 € könnte man evtl. zur Tilgung einsetzen. Dieses Argument ist vielen Baufinanzierern nicht bewusst. Viele Darlehensgeber wissen nicht wie genügsam besonders energiesparende Häuser sind.
http://energie-effizientes-hau...rgieverbrauch_waermepumpe.html

Gruß

Thomas Heufers

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Thyrant

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Eine Wärmepumpe inkl installation und Bohrung (max 100m) für 15400 ist ein ziemlich guter Preis, ich habe hier Angebote rumfliegen, da ist keiner unter 20000.

Wenn ich jetzt mein Haus also besser Dämmen würde (Vertrag ist schon abgeschlossen, werde Montag fragen was das kostet, hat hier jemand evtl Einschätzung darüber, sind ja nur die Materialkosten.)
Sinkt mein Energiebedarf.
Aber dann lohnt doch die Investition von 15400 für eine Wärmepumpe nicht mehr, da ja kaum mehr potenzial zum sparen ist.

Wenn ich z.b 110€ für Gas ausgeben müsste im Jahr, mit einer Wärmepumpe aber nur 50€ für Strom, dann wäre da eine Ersparnis von 60€.

Verbrauche ich jetzt aber nur 50€ Gas, bzw bei einer WP 20€ Strom, so ist dort eine Ersparnis von 30€.

Trotzdem hat man aber eine Investition von 15400€.
Die 15400€ mit 60€ abzubezahlen ist doch einfacher als mit 30€, oder habe ich hier ein Denkfehler?

Ich denke ich werde dann erstmal nur besser Dämmen, und evtl später mal ne Pumpe dazu schmeißen, macht jetzt in meinen Augen mehr Sinn, oder wieder Denkfehler?

Ach ja, ich baue ein Doppelhaus, muss jetzt jede Haushälfte gleich gedämmt werden?

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Thomas Heufers

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Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich jetzt mein Haus also besser Dämmen würde (Vertrag ist schon abgeschlossen, werde Montag fragen was das kostet, hat hier jemand evtl Einschätzung darüber, sind ja nur die Materialkosten.)
Sinkt mein Energiebedarf.
Es kommt einzig der Preis für eine veränderte Dämmstärke hinzu. Sämtliche andere Kosten (Gerüststellung, Montage, Armierung, Putz, Anstrich) sind ja bereits enthalten und sollten annähernd gleich bleiben.
Man könnte beispielsweise von 8 cm Dämmstärke an der Außenwand auf 16 cm wechseln und die WLG von 040 auf 035 verbessern. Und siehe da, jetzt könnte man aufgraund der wesentlich niedrigen Heizlast die Wärmepumpe in einer wesentlich kleineren Ausführung berücksichtigen. Die Dämmung senkt einerseits Kosten für die Heiztechnik und andererseits vermeidet sie unnötigen Energieverbrauch.

Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Ich denke ich werde dann erstmal nur besser Dämmen, und evtl später mal ne Pumpe dazu schmeißen, macht jetzt in meinen Augen mehr Sinn, oder wieder Denkfehler?

Ach ja, ich baue ein Doppelhaus, muss jetzt jede Haushälfte gleich gedämmt werden?
Es ist sicherlich interessanter, die Dämmung zu verbessern und die Wärmepumpe auch außer Acht zu lassen, und dann auf eine kleine Gasbrennwerttherme mit geringen Investitionskosten zu wechseln. Da der Energiebedarf so gering ist, wird man mit der Gasbrennwerttherme auch nicht schlecht fahren. Die Wärmeübergabe sollte immer über eine Flächenheizung (Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung) gehen.

Es ist quasi egal, jeder kann für seine Doppelhaushälfte seinen Wandaufbau frei gestalten. Der Kälteeinfluss der Gebäudetrennwand ist zu vernachlässigen. Die Außenwände können so verspringen lassen, dass die Fassade in einer Flucht läuft. Das sollte nur abgestimmt werden.


Gruß

Thomas Heufers

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bernhard geyer

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Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Eine Wärmepumpe inkl installation und Bohrung (max 100m) für 15400 ist ein ziemlich guter Preis, ich habe hier Angebote rumfliegen, da ist keiner unter 20000.

Du sprachst von Mehrkosten: WP+Bohrung rein - Gastherme+Schornstein+Gastank bzw. Gasanschluß raus.

Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich jetzt mein Haus also besser Dämmen würde (Vertrag ist schon abgeschlossen, werde Montag fragen was das kostet,

Dann heist es Daumen drücken das bei dieser Anfrage der Bauträger nicht seinen Urlaubskatalog für den indischen Ozean herausholt und damit den Aufpreis plant.

Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich z.b 110€ für Gas ausgeben müsste im Jahr, mit einer Wärmepumpe aber nur 50€ für Strom, dann wäre da eine Ersparnis von 60€.

Verbrauche ich jetzt aber nur 50€ Gas, bzw bei einer WP 20€ Strom, so ist dort eine Ersparnis von 30€.
Trotzdem hat man aber eine Investition von 15400€.
Die 15400€ mit 60€ abzubezahlen ist doch einfacher als mit 30€, oder habe ich hier ein Denkfehler?

Ja, erstens ist das der Monatliche Betrag (also 60*12 ersparnis) und zweitens hast du die mehrbelastung von 60 bzw. 30 € das ganze Hausleben, also nicht nur die ersten 10 Jahre.


Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Ich denke ich werde dann erstmal nur besser Dämmen, und evtl später mal ne Pumpe dazu schmeißen, macht jetzt in meinen Augen mehr Sinn, oder wieder Denkfehler?

Wäre ein möglichkeit.

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Tappi

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Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Eine Wärmepumpe inkl installation und Bohrung (max 100m) für 15400 ist ein ziemlich guter Preis, ich habe hier Angebote rumfliegen, da ist keiner unter 20000.



du sprachst aber von 15400.- Zuzahlung,oder nicht?
Die normale Heizung kostet ja auch

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Tappi

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Thyrant hat Folgendes geschrieben:
Eine Wärmepumpe inkl installation und Bohrung (max 100m) für 15400 ist ein ziemlich guter Preis, ich habe hier Angebote rumfliegen, da ist keiner unter 20000.



du sprachst aber von 15400.- Zuzahlung,oder nicht?
Die normale Heizung kostet ja auch

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Thyrant

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Während ich auf mein Preis für die Dämmung warte, kann ich ja noch was fragen.

Angenommen ich nehme jetzt anstatt der 8cm Dämmung eine 16cm Dämmung, mit welcher ersparnis an kw/h im Jahr kann ich denn dann so rechnen?

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Thomas Heufers

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Das Ergebnis ist eine WESENTLICHE Absenkung des Verbrauchs.
Genau kann man das aber nur mit einer ausführlichen Bewertung sämtlicher Bauteile unter Berücksichtigung der eingesetzten Heizungs- und Lüftungstechnik bestimmen.

Der Statiker, der die jetzige Berechnung gemacht hat, kann das kurzerhand in das Berechnungsprogramm einspielen.
Das dauert 5 Minuten.

Gruß

Thomas Heufers

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