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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
walker
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Beitragvon walker » 12.08.2008 19:40 Uhr

Hallo zusammen,

im Haus meiner Eltern ist nach langer Zeit ne neue Heizung fällig und ich habe keine Ahnung was da derzeit wirklich sinnvoll ist. Dementsprechend bin ich dankbar für jeden guten Tipp.

Es handelt sich um ein Reihenmittelhaus.
Nicht unterkellert.
EG + ein Obergeschoss+ nicht ausgebauter Dachboden.
Wohnfläche sind ca. 100 qm
Baujahr 1976.
Warmwasser wird im ganzen Haus über Durchlauferhitzer per Strom erzeugt.

Derzeit ist noch die Orginal Lennox Umluftheizung eingebaut. Da wurde nur der Brenner 2001 mal gegen einen der Firma ELCO ausgetauscht.
Die Heizung läuft mit ÖL. Der Öltank ist vor dem Haus im Vorgarten im Boden.

Meine Überlegungen bisher sind folgende:

1.Die Heizung eins zu eins auszutauschen. D.h. weiterhin mit ÖL heizen Wasser weiterhin per Strom erwärmen und mit der Umluft leben. Die Umluft stört derzeit niemanden. Alles sehr schnell warm und bisher hat niemand irgendwelche Allergien erlitten.

Kostenpunkt wären wohl so ca. 6000€ für ein Modell der FA Schrag

2. Der Nachbar mit demselben Haus hat die Heizung komplett rausgeschmissen und sich nur noch einen Kaminofen eingebaut. Erfahrungsgemäß werden die Reihenmittelhäuser auch im Winter nicht kälter als ca. 14°. Durch die Umluftschächte zieht die Wärme angeblich sehr gut in die Räume ins Obergeschoss.

Da sollte man für 5000€ inkl. neuem Außenschornstein (Rohr) wohl sehr gut hinkommen

3. Ein anderer Nachbar hat beides Kombiniert und seinen Ölverbrauch damit sehr stark minimiert. Er nutz die Heizung nur noch in den extrem kalten Wochen im Winter.

4. Heizkörper einbauen. Kollektoren aufs Dach, Durchlauferhitzer raus und was auch immer für ne Heizung einbauen?
Pellets fehlt mir wohl der Platz. Gas müsste neu gelegt werden .Also doch wieder Öl.

Das wäre aber wohl sehr teuer.
------------
Ich tendiere zu Idee 3 mit der doppelten Lösung. Damit hätte ich den Komfort einer Zentralheizung und wäre doch nicht nur auf ÖL angewiesen.

Die 11.000€ liegen auch in dem Bereich was derzeit finanziell machbar ist. Alles weitere wäre nur mit weiterem Aufwand möglich.

Einen Energieberater werde ich wohl die nächsten Tage mal kontaktieren.

So, lange Rede kurzer Sinn, wer hat Ideen und Vorschläge was man hier am Sinnvollsten macht.

Danke schon mal und Grüße
Walker

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 12.08.2008 20:12 Uhr

Irgendwie fehlen ein paar wichtige Angaben:

- Wie hoch war der Heizölverbrauch der letzten Jahre?
- Wie groß ist der Garten?
- Wo steht die Heizung (EG oder Spitzboden?)
walker
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Beitragvon walker » 13.08.2008 14:34 Uhr

Hallo,

also die Heizung steht in einem kleinem Heizungsraum im EG. Maße 1,5*2,4 Meter.

Der Vorgarten wo der Tank im Boden ist ist mit Zugang zur Haustür etwa 4*6 Meter und der Garten hinterm Haus etwa 5*6 Meter.

Den verbrauch kann ich nur schätzen. Mein Vater erzählte mal was von 1200 Liter/Jahr glaube ich. Bin mir aber nicht sicher. Meine Eltern hattens immer ziemlich warm im ganzen Haus.

Die Dämmung im Haus, speziell am dach ist auch eher schlecht. Das soll in den nächsten Jahren auch gemacht werden. aber erstmal ist ne neue Heizung fällig.

Das Haus hat eine nach Süden ausgerichtete Dachseite.

Wenn noch Infos fehlen, versuch ich sie aufzutreiben.

Bin für jeden Tipp dankbar.


Grüße und schonmal danke.

Walker
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 14.08.2008 07:42 Uhr

Es empfiehlt sich die Dämmmaßnahme vorzuziehen und die Heizung später zu erneuern.
Umgekehrt ist das Problem, dass die neue Heizung für den aktuell schlechteren Gebäudezustand ausgelegt würde und bei späterer Dämmung die Heizung zu groß ausgelegt sein würde.

Grundsätzlich bewirken Dämmmaßnahmen sofort wesentliche Energiespareffekte und auch Einsparungen bei der Heiztechnik, da die Heizsysteme auf einen kleineren Energiebedarf auszulegen sind.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Silberlocke » 17.08.2008 08:40 Uhr

Hallo Walker,
schau dir mal die Infrarotwärmewellenheizung von REDWELL an.
Günstig in der Anschaffung und beim Energieverbrauch.
Anschaffungskosten bei 100 m2 ca 6.000 – 7.000 Euro. Energiekosten günstiger als Öl. Bei mir statt 1 ltr. Öl 3 KWh Strom.
1ltr. Öl ca 90 Cent, 3 KWh Strom nur ca 50 Cent. Weitere Vorteile: 5 Jahre Garantie, wartungsfrei und umweltfreundlich weil vor Ort nichts verbrannt wird.
Silberlocke
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.08.2008 09:37 Uhr

Gerade bei solchen Exoten - Infrarotwärmewellenheizung- sollte man besonders skeptisch sein.
Referenzen benennen lassen und vor Ort mit dem Nutzer über die Eigenarten des Heizsystems und den wahren Energieverbrauch sprechen.

Zweifelhaft ist die Aussage, dass anstelle von 1 Liter Öl jetzt 3 kWh Strom verbraucht werden. Und dann von umweltfreundlich zu sprechen, wo anderorts das CO2 etc. nur so rausgeblasen wird.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon machtnix » 17.08.2008 09:51 Uhr

Vergiß die Stromheizung mal ganz schnell.Silberlocke scheint wohl schon Uralt zu sein und kommt nun wohl mit neuer Technik nicht mehr zurecht.

Haus ist nicht unterkellert,dann könnte man eine Avenir Geopack mit aermec Gebläsekonvektoren einsetzen.

Durchlauferhitzer beibehalten und gut is.
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Beitragvon Silberlocke » 17.08.2008 11:35 Uhr

Hallo Walker,
schau bei REDWELL rein, lass dir Referenzadressen geben, siehe diese Heizung an, sprich mit den Nutzern und bilde dir selbst ein Urteil.
Ich heize seit 2 Jahren damit und bin rundum zufrieden.
Thomas Heufers und machtnix,
ihr scheint ja Adressen zu haben die mit REDWELL schlechte Erfahrung gemacht haben, oder warum kritisiert ihr mich? Wenn ihr an meinen Aussagen zweifelt könnt ihr das bestimmt belegen.
Kann es sein das ihr über etwas urteilt, wovon ihr keine Ahnung habt?
Wenn ihr Walker etwas besseres empfehlt werde ich euch nicht kritisieren.
Gewiss wird anderorts zuviel CO2 nur so rausgeblasen, muss ich deshalb durch Verbrennung die Luft zusätzlich verpesten?
Wenn ich nichts verbrenne bin ich umweltfreundlich, oder?
Egal wie wir heizen, deshalb wird kein Kraftwerk zu- oder abgeschaltet. Deutschland hat im ersten Halbjahr 2008 14,4 Terawattstunden exportiert.
Wenn ihr die neuen Techniken besser beherrscht als ich, tut doch was für saubere Stromerzeugung.
Es ist auch möglich privat saubereren Strom zur Eigennutzung zu erzeugen. Z.B. Wind und Sonnenenergie. Mehr Info unter www.airmax24.ch oder Photovoltaik.
Auch wenn ich Uralt und Pensionär bin, ich bilde mir ein rechnen und logisch denken zu können.
Egal zu welcher Heizung sich Walker entscheidet, ich habe deshalb kein Vor- oder Nachteil. Ich habe lediglich auf seine Frage geantwortet, und lasse mich deshalb nicht von euch unqualifiziert anmachen.
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Beitragvon Ruwer54 » 17.08.2008 13:51 Uhr

Hallo zusammen
Dem Machtnix seine Franzosenheizungen etc. sind doch wohl Stromheizungen oder werden die Pumpen mit Pedalen angetrieben ? Bis vor einiger Zeit hat er noch Öl- und Gasbrennwertheizungen angepriesen. Dann hat erwohl doch gemerkt dass es wohl kräftig in die Hose ging. Siehe ausufernde Öl- und Gaspreise. Meine hochwertigen Redwell - Heizelemente aus Österreich betreibe ich mit Naturstrom für 18,41 Cent und 2 Jahren Preisgarantie. Ich brauchte keine Wände aufreissen für Rohre, habe keine Wartungs kosten und die Teile sehen richtig elegant aus. Ausserdem ist die Ifrarotwärme die gesündeste Wärme die wir kenne. Sie wird ja auch verbreitet in der Medizin angewandt oder mittels Wärmekabinen zur Fördrung des Wohlbefindens. Es wäre mal interressant zu wissen welche Erfahrung Machtnix, Heufers und co. mit Infrarotheizungen haben, da sie doch ständig negativ darüber schreiben. Aber ich denke mal da will wohl der ein oder andere wohl nur den von Ihm vertriebenen Schrott loswerden. Silberlocke und viele andere sind wohl eher auf dem richtigen Weg.
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.08.2008 14:19 Uhr

Bleiben wir doch dabei:
Wenn man der Sache nicht ganz sicher ist, ob die Prospektaussagen bezüglich der Wirtschaftlichkeit wahr sind, dann sollte man sich Referenzen nennen lassen und vor Ort mit dem Nutzer über die Eigenarten des Heizsystems und den wahren Energieverbrauch sprechen. Das gilt für jede Investition. Man kann das Geld nur einmal ausgeben.
Daran kann doch auch der anonyme Autor "Ruwer54" nichts aussetzen.

Grundsätzlich sollte man seine geplanten Maßnahmen (Ersatz der Heiztechnik, etc.) der Verbraucherzentrale vorlegen. In einer neutralen Energieberatung werden dem Anwender die Vor- und Nachteile der Heizsysteme verdeutlicht. http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/

Gruß

Thomas Heufers


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