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frankothea
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Beitragvon frankothea » 11.08.2008 09:06 Uhr

Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier und brauche dringend Unterstützung bezüglich Heizungserneuerung. Unser Haus (ca.200 qm Wohnfläche) wird z.Zt. mit
einer 33Kw Viessmann Ölheizung (Baujahr 1995) versorgt, unterstützt von
11 qm Flachkollektoren fürs Brauchwasser. Ich will mich nun von der Ölheizung ganz, bzw. zum Teil verabschieden. Das Ergebnis für mich ist z.Zt. Scheitholzkessel und die Ölheizung als Notfallheizung belassen, oder noch lieber Scheitholzkessel in Verbindung mit Pellets und ein gänzlicher Verzicht auf Öl. Ich habe nun Angebote für einen Solarfocus Therminator II vorliegen, sowie für ETA SH-P Twin, die sich vom Preis her beide nicht viel geben. Von der Systematik gefällt mir die ETA Heizung erheblich besser. Vielleicht liegen ja Erfahrungswerte vor, die mir die Entscheidung etwas leichter machen. Bei einem Investitionsvolumen von um die 25.000,-- € will man sich ja auch keinen Murks einhandeln.
Alternativ liegt mir noch ein Angebot der Fa. Heitzmann Schweiz vor,
vielleicht gibt es ja auch hier Erfahrungswerte. Danke.

Thermi-II
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Beitragvon Thermi-II » 11.08.2008 22:54 Uhr

Hallo frankothea,
...Angebote für einen Solarfocus Therminator II vorliegen, sowie für ETA SH-P Twin, die sich vom Preis her beide nicht viel geben. Von der Systematik gefällt mir die ETA Heizung erheblich besser. ...

Verstehe ich nicht! Lt. meinen Unterlagen ist der ETA ca. 3000 € teurer. Ich hoffe, die Angebote enthalten auch die vergleichbaren Kessel, denn den Therminator II 22-kW (22-kW bei Pellets, 27-kW als Holzvergaser) sollte man mit dem ETA SHP30Twin (25- / 30-Kw) vergleichen und nicht mit dem SHP20 (15- / 20-kW).

Was gefällt Dir denn beim ETA besser ? Hole Dir mal die Prüfberichte aus Wieselburg http://blt.josephinum.at und vergleiche mal, besonders die Staubwerte !

Gruß Hardy
P.S.
Ich habe seit einem Jahr den Therminator II mit 22-Kw im Keller und bin vollauf zufrieden, heize zu 80% mit Scheitholz.
frankothea
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Beitragvon frankothea » 12.08.2008 12:33 Uhr

Hallo Thermi-II,
zuerst mal schönen Dank für die Stellungnahme.
Das Angebot weicht um rund 1.500,--€ zugunsten des Solarfocus ab. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, das bei Solarfocus ein sogenannter
Hykospeicher mit 1250 Liter vorgesehen ist, während bei der ETA-Anlage zwei Pufferspeicher mit je 1000 Liter angeboten sind, weil hier mein vorhandener 500 Liter Brauchwasserboiler erhalten bleibt, in den auch die
vorhandene Solaranlage einspeist. Außerdem hatten wir bei dem Solarfocus-Angebot einen manuell beschickbaren Pelletsvorratsbehälter vorgesehen, der ja alleine schon mit 1.350,--€ zu Buche schlägt. Vielleicht resultiert ja hieraus der etwas geringere Unterschied.
Technisch finde ich die ETA-Anlage ausgereifter, weil ein lästiges manuelles Umbauen des Rostes und ein damit verbundenes Umschalten wie bei Therminator II entfällt. Sobald der Scheitholzkessel aus ist und Bedarf an Energie notwendig ist, schaltet der ETA-Kessel vollautomatisch auf Pelletsbetrieb um. Nach Rücksprache mit einem Betrieb, der beide Marken in seinem Portfolio hat, sei die ETA-Anlage weniger störanfällig wie
Solarfocus. Außerdem gefällt mir die Bedienbarkeit des Scheitholzkessels
besser, zum einen wegen der Gluterhaltung und des damit verbundenen
Anzündens und zum anderen wegen der Größe des Kessels und der damit
verbundenen Bedienbarkeit, sprich Holz aufschichten bzw. einlegen.
Bei den angebotenen Kesseln handelt es sich im übrigen um den Therminator II-22, bzw. ETA SH 30P.

Gruß, Frankothea
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Beitragvon Thermi-II » 12.08.2008 21:54 Uhr

Hallo frankothea,

den 22-kW Kessel mit 2 x 800er Puffer ( 1x Hyko) habe seit September im Keller. Verbrauch bis jetzt ca. 15rm Holz und 2 To. Pellets,
ohne ein Problem oder Störung seitdem der Kessel zur Inbetriebnahme eingeschaltet wurde !

Ich frage mich, was der HZB mit "störanfälliger" meint bei einem Brennraum, der ohne bewegliche Teile auskommt und damit bessere Wirkungsgrade und Abgaswerte erreicht als der ETA. Der ist zwar mit Pellets im Teillastbereich etwas besser, aber Teillast kommt im Betrieb mit Puffer ja sehr selten vor. Technisch finde ich die ETA-Anlage komplizierter (und damit anfälliger), mit 3 weiteren Schnecken im Kessel, Walzenrost etc.!

Das Wechseln des jeweiligen Brennrostes ist nicht lästig und dauert keine Minute. Auch wechsele ich nicht jeden Tag die Betriebsart. Das Ganze hat auch noch den Vorteil, dass man wieder mit Scheitholz füllen muß. Bei automatischer Umschaltung spart man sich das vielleicht ab und an ???
Im Scheitholzbetrieb war bis jetzt auch kein Nachheizen mit Pellets nötig, weil mit einer Holzladung (145 Liter, wie der ETA !) meine beiden Puffer bei 5 - 6 Std. Brenndauer auf 85° / 80° aufgeheizt werden. Das hat dann fast den ganzen Winter für den Rest des Tages gereicht.

Wobei wir bei der "Gluterhaltung" des ETAs wären. Bei 2000 l Puffer soll der vielleicht 18 Std. die "Glut erhalten" ? Selbst wenn das funktionieren würde, wäre es eine erbärmliche Kokelei mit Abgaswerten jenseits von Gut und Böse.

Deshalb hat der Solarfocus die Zündautomatik, die auch Scheitholz zündet und erst bei Anforderung der Puffer startet !
Hat der ETA inzwischen auch die automatische Tauscherreinigung ? Ich frage nur, weil mein Kessel im Stückgutbetrieb nach jedem Abbrand die Reinigung aktiviert.

Ist im Angebot nur der Hyko mit 1250 Litern vorgesehen oder noch ein weiterer Puffer ? Da wäre nur der Hyko etwas wenig. Mein Vorschlag wäre ein 800er Hyko (fast 1000 € billiger) plus 1000er Puffer oder 1250er (kriegt Ihr den durch die Tür ?). Der 800er Hyko reicht bei mir für 4 Zapfstellen (2 x Waschbecken, 2 x Dusche) gleichzeitig.

Wenn schon den Rost manuell zu wechseln "lästig" ist, wollt Ihr mit dem 250 Liter Behälter manuell mit Pellets fahren ? Bei täglich 5 Std. Betrieb mit ca. 5 KG/Std. reicht der gerade mal knapp 10 Tage. Die Raumaustragungsschnecke kostet weniger und ein paar Steine mauern und die Holzschrägen kosten auch nicht gerade viel. Mein Bunker ist nur 2 x 2,5 m, mit 30°Schrägen passen da bei 2m Höhe 4 To. rein.

Wie weit habt Ihr es bis Dortmund ? Mein Kessel zeigt sehr gerne, was er kann !

Gruß Hardy
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Beitragvon frankothea » 13.08.2008 12:17 Uhr

Servus Thermi-II,

zunächst mal schönen Dank für die Info´s und die Einladung zur Kesselbe-
sichtigung. Wohne allerdings in der Mitte Hessens, ist vielleicht etwas weit weg. Ich habe aber auch schon sowohl den Therminator, als auch den ETA
in Betrieb gesehen.
Wird die Zündautomatik beim reinen Scheitholzbetrieb regelmäßig genutzt? Regelmäßige Wärmetauscherreinigung über Elektromotor? Spricht bei mir zum einen für erhöhten Stromverbrauch und zum anderen für anfällige Verschleißteile.
Bei der Gluterhaltungsfunktion ist das System wohl offenbar geschlossen,
es können somit keine über längeren Zeitraum miserablen Abgaswerte entstehen.
Guter Vorschlag mit 800er Hyko, plus 1000er Puffer - ist uneingeschränkt akzeptiert, sind sicherlich ein paar € zu sparen. Verabschiedet haben wir uns auch schon von dem Gedanken an den manuell beschickbaren 250 Liter Pellets-Behälter. Ein vernünftiges Pelletlager ist am Ende günstiger und es geht erheblich mehr rein. Der ursprüngliche Gedanke war Kellerraum einzusparen.
So, nun bin ich immer noch sehr unentschlossen, zumal die Ölpreise am
purzeln sind. Die Tendenz geht aber immer noch eindeutig zur ETA-Kombination.

Gruß, Frankothea
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Beitragvon frankothea » 14.08.2008 15:27 Uhr

Hallo Forum,

mir ist heute noch ein Angebot für eine reine Pelletheizung reingeflattert.
Ich dachte schon der HZB. hätte mich vergessen, daher hatte ich diese
Option bei meinen Anfangsüberlegungen gar nicht mehr berücksichtigt.
Es handelt sich um eine Wolf Pellet-Heizanlage Typ BPH 15, mit einem Wolf
Schichtenspeicher BSP 800 inkl. Frischwasserstation BSP-FW. In dem Angebot sind sämtliche Installationsarbeiten enthalten, rausgenommen habe ich eine angebotene Schornsteinsanierung (nicht nötig), Öltankentsorgung (werden evtl. gebraucht) und Pelletlager (mach ich selbst). Verblieben sind immer noch rund 21.500,-- € und das scheint mir
ziemlich viel!? Hat jemand evtl. Informationen zur Qualität und der Preiswürdigkeit einer Pelletsanlage von Wolf?

Gruß, Frankothea

Thermi-II
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Beitragvon Thermi-II » 14.08.2008 17:28 Uhr

Hallo frankothea,

der Kessel kommt original aus Österreich von BioTech ! Das ist wieder so ein Fall, wo das Original rund 15% billiger ist. Die Hersteller in D kaufen zwar Top-Geräte zu, aber schlagen rotzfrech auf !

Hole Dir hier mal die "Marktübersicht", darin findet man solche Info und noch viel mehr:
http://www.depv.de/downloads/publikationen

Ich bin Dir auch noch Antworten schuldig:

ja, ich nutzte die Zündautomatik beim Scheitholzbetrieb regelmäßig (fast immer). Das ist ja der Vorteil des Kessels, dass er mit Scheitholz genauso automatisch zündet, wie mit Pellets.

Die Wärmetauscherreinigung über Elektromotor mit Strom im Centbereich pro Tag ist mir der Komfort und der dadurch erreichte Wirkungsgrad wert. Die Tauscher laufen ca. 5min, den kWh Verbrauch dabei habe ich noch ausgerechnet. Dafür läuft bei mir in der Kessellaufzeit nur die Einschubschnecke.

Der Solarfocus hatte für mich noch zwei weitere Pluspunkte gegenüber den anderen Anbietern:
- kompakt, nur 62cm breit, 110cm tief
- Rauchrohr nur 130mm, mein Schornstein wurde bereits 2002 mit solch einem Edelstahlzug saniert, der ETA und auch der Gilles waren damit aus dem Rennen

Gruß Hardy
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Beitragvon frankothea » 14.08.2008 23:09 Uhr

Hallo Thermi-II,

zuerst mal danke, das Du Dich so intensiv mit meinen Fragestellungen auseinandersetzt. Hab mich mal auf den von Dir empfohlenen Publikationen des DEPV umgesehen. Wolf-Kessel erscheinen dort nicht,
allerdings die Firma BioTech. Kommt aber wohl eher nicht in Betracht, denn wenn ich für eine reine Pelletheizung schon an die 22.000 € ausgeben soll, kann ich auch die paar € mehr für einen kombinierten Kessel ausgeben. Also stehen wir doch wieder vor der Frage Solarfocus oder ETA. Die 130 mm Rauchrohranschluß sprechen sicher für Solarfocus,
ich habe nämlich einen Kamin mit zwei Zügen, einer mit 140 mm u. einer
mit 180 mm. An dem 180er hängt allerdings schon ein kleiner Kaminofen
im Wohnzimmer, auf den meine Frau nur ungern verzichten will. Der Schornsteinfeger hat zwar schon signalisiert, das unter bestimmten Umständen eine Doppelbelegung möglich sei. Ich könnte den Solarfocus
am 140er Zug anbringen und wäre aus dem Schneider, der ETA Kessel hat nämlich ein 150er Rauchrohr und das ginge nur am 180er Zug.
Unser Kamin besteht allerdings nicht aus Edelstahl, sondern aus gedämmten und hinterlüfteten Tonrohren (System Schiedel), ich hoffe das
funktioniert mit den vorgesehenen Heizungssystemen.
Übrigens habe ich bei den Recherchen auf den Seiten der BLT Wieselburg
noch einen weiteren Kombi-Kessel gefunden, der sich auch interessant anhört, von dem ich allerdings noch keine genaueren Informationen habe,
bzw. den ich noch nicht im Original gesehen habe. Es handelt sich um den
SHT Thermodual TDA 25 der Firma SHT Heiztechnik aus Salzburg.
Gibt es evtl. Erfahrungswerte mit dieser Firma?

Gruß, Frankothea
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Beitragvon Thermi-II » 18.08.2008 20:07 Uhr

Hallo frankothea,

da sich hier sonst niemand meldet, will ich was zu dem Kessel sagen.
Bei den Tests in Wieselburg wurden im Scheitholzbetrieb folgende Staub-Werte gemessen, da liegt der SHT fast 2 1/2 mal so hoch. Wird vielleicht interessant, wenn in 2014 soll die neue Abgasverordnung kommen sollte.

SHT TDA25
--------------
abgesch. Staub mg............. 52,8...48,2...49,8...61,4...40,6...64,0
spez. Staubgeh. mg/Nm3.... 85,4...75,3...79,6..106,7...63,3..106,8

Therminator II 22kW:
---------------------------
abgesch. Staub mg ............15,0...13,6...22,0...15,9...16,2...14,2
spez. Staubgeh. mg/Nm3... 31,8...29,3...49,4...34,8...35,6...29,2

Gruß Hardy
holzandy
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Beitragvon holzandy » 20.08.2008 08:19 Uhr

Hallo , ich möchte auch meine Meinung hier kundtun, wenn ich darf .Als erstes meine Frage, warum es unbedingt ein Kombigerät sein muss ?Was ich damit sagen will ,dass eine der zwei Komponenten nur die zweite sein kann(was auch verständlich ist). Als zweite Frage: Bei einem Investitionsvolumen von ca.25.000 € kann man wohl kaum von rentabel sprechen!? Nur mal so ein Bsp. wenn ich bei den heutigen Heizölpreisen 2500 l /Jahr verbrauche kann man knapp 12 Jahre Öl Heizen um diesen Betrag zu verfeuern .Und da sind die entgangenen Zinsen oder die für einen Kredit noch nicht einmal dabei.
Die Lebensdauer von einem Holzvergaser beträgt je nach Schürverhalten 10-14 Jahre was sicher auch bekannt ist .
Ich habe mir vor 2 Jahren einen Fröhling FHG 3000 30 Kw mit 2000 Liter Pufferspeicher eingebaut und habe seit dem ca.200 liter Öl verbraucht ,damit mein Ölbrenner auch mal was zu tun hat und nicht ganz traurig ist .Der Einbau hat mit Förderung von der BAFA ca.10.000 € gekostet und ich bin mehr als zufrieden. Allerdings kann ich auch nicht sagen das es rentabel wäre ,wenn ich alle Unkosten zusammen zähle, komme ich immer noch teurer als würde ich Öl heizen .Und das bei einem Holzpreis von 13,00 rm.
Fazit: solange der Ölbrenner seinen Dienst noch tut, würde ich ihn nicht
rausschmeißen .Und wenn er dann mal kaputt ist , baust du dir einen Pelletsbrenner ein, der hat den Komfort eines Ölbrenners und du musst nicht in den Wald.
P.S wenn du Fragen zu meinem Fröhling hast ,beantworte ich gerne .

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